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	<title>Endlager Konrad - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelte Leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Kerntechniklager&lt;br /&gt;
| ABKÜRZUNG = &lt;br /&gt;
| BILD = Schacht Konrad.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG = Anlage &amp;#039;&amp;#039;Schacht Konrad&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039; mit Fördergerüst&lt;br /&gt;
| POSKARTE = &lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 52.183611&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 10.402778&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = DE-NI&lt;br /&gt;
| HÖHE = &lt;br /&gt;
| HÖHE-BEZUG = &lt;br /&gt;
| LAND = {{Deutschland}}&lt;br /&gt;
| EIGENTÜMER = [[Bundesgesellschaft für Endlagerung]]&lt;br /&gt;
| BETREIBER =  [[Bundesgesellschaft für Endlagerung]]&lt;br /&gt;
| PROJEKTBEGINN = {{DatumZelle|1982}}&lt;br /&gt;
| BETRIEBSAUFNAHME = &lt;br /&gt;
| EINLAGERUNGSBEGINN = &lt;br /&gt;
| EINLAGERUNGSENDE = &lt;br /&gt;
| PLANUNGSENDE = &lt;br /&gt;
| LAGERART = E&lt;br /&gt;
| LAGERTYP = T&lt;br /&gt;
| KONDITIONIERUNG = 0&lt;br /&gt;
| LAGERFLÄCHE_MM = &lt;br /&gt;
| RADIOAKTIVE_SUBSTANZ_MAX_MG = &lt;br /&gt;
| RADIOAKTIVE_SUBSTANZ_MAX_BQ = &lt;br /&gt;
| RADIOAKTIVE_SUBSTANZ_MAX_KW = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = [https://www.bge.de/de/konrad/ Homepage]&lt;br /&gt;
| STAND = 16. Okt. 2024&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schacht Konrad 2012.jpg|mini|Fördergerüst &amp;#039;&amp;#039;Schacht Konrad&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schachtanlage Konrad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein stillgelegtes [[Eisenerz]]-[[Bergwerk]] im Stadtgebiet [[Salzgitter]] zwischen den Stadtteilen [[Bleckenstedt]] und [[Sauingen]] östlich der [[Bundesautobahn 39|A&amp;amp;nbsp;39]], etwa acht Kilometer von [[Braunschweig]] entfernt. Es ist nach [[Konrad Ende]], dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden der [[Salzgitter AG]], benannt. Das Bergwerk wird zum [[Endlager (Kerntechnik)|Endlager]] für [[Radioaktiver Abfall|schwach- und mittelradioaktive Abfälle]] mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung von maximal 5 × 10&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt; [[Becquerel (Einheit)|Becquerel]] (5 Trillionen zerfallene Atomkerne pro Sekunde) an [[Betastrahlung|Beta-]] und [[Gammastrahlung|Gammastrahlern]] und 1,5 × 10&amp;lt;sup&amp;gt;17&amp;lt;/sup&amp;gt; Becquerel (150 Billiarden zerfallene Atomkerne pro Sekunde) an [[Alphastrahlung|Alphastrahlern]] umgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bge.de/de/konrad/kurzinformationen/radioaktive-abfaelle-fuer-das-endlager-konrad/ |titel=Radioaktive Abfälle für das Endlager Konrad |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-11-29 |sprache= |kommentar=die Quelle nennt 150 Milliarden als Umrechnung von 1,5 × 10^17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rund 90 Prozent des Volumens der in Deutschland anfallenden radioaktiven Abfälle gehören in diese Kategorie, sie beinhalten aber nur etwa 1&amp;amp;nbsp;Prozent der gesamten Radioaktivität allen Abfalls.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archiv.bge.de/archiv/www.endlager-konrad.de/Konrad/DE/themen/abfaelle/entstehung/entstehung.html &amp;#039;&amp;#039;Entstehung radioaktiver Abfälle&amp;#039;&amp;#039;.] archiv.bge.de; abgerufen am 30. Juni 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Förderturm|Fördergerüst]] des Schachtes Konrad&amp;amp;nbsp;1 ist von der A&amp;amp;nbsp;39 und von der [[Industriestraße Nord]] aus gut zu erkennen. Es stellt eine [[Landmarke]] dar und steht unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.endlager-konrad.de/Konrad/DE/themen/endlager/ueberblick/ueberblick_node.html |wayback=20180316214823 |text=&amp;#039;&amp;#039;Konrad im Überblick&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot }} endlager-konrad.de; abgerufen am 16. März 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schacht Konrad&amp;amp;nbsp;2 befindet sich auf dem Gelände der &amp;#039;&amp;#039;Salzgitter Flachstahl GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Eisenerzbergwerk Konrad}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Füllort Schacht Konrad.jpg|mini|[[Rasenhängebank]] des Schachts Konrad beim Verladen von Kesselwagen]]&lt;br /&gt;
Die Eisenerzvorkommen waren seit dem 19. Jahrhundert Grundlage der Industrialisierung im Raum Salzgitter. Das erste Salzgitteraner [[Erz]] wurde im Jahr 1867 gefördert. Die [[Schacht (Bergbau)|Schachtanlage]] Konrad ist das jüngste der ehemaligen Eisenerzbergwerke in dieser Region. Das Erz wurde durch zwei [[Schacht (Bergbau)|Schächte]] erschlossen, von denen Schacht Konrad&amp;amp;nbsp;1 rund 1232 Meter und Schacht Konrad&amp;amp;nbsp;2 rund 999 Meter tief war. Der Produktionsbetrieb dauerte von 1961 bis 1976. In dieser Zeit wurden insgesamt 6,7 Millionen Tonnen Eisenerz gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genehmigungsverfahren zum Endlager ==&lt;br /&gt;
Die Schachtanlage Konrad ist nach dem Ende der Erzförderung in einem [[atomrecht]]lichen Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung zum Endlager für atomaren Abfall bestimmt worden. Die Schachtanlage Konrad gilt für ein Eisenerzbergwerk als außergewöhnlich trocken, obwohl ein Wasserzutritt von 16.300 Litern täglich bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reimar Paul |Titel=Wasser in zukünftiger Atommülldeponie : Dem Konrad droht das Ersaufen |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2012-06-17 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Wasser-in-zukuenftiger-Atommuelldeponie/!5091265/ |Abruf=2019-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da dies ein wichtiges Eignungskriterium für ein Endlager für radioaktive Abfälle darstellt, wurde 1975 mit entsprechenden Untersuchungen zur Möglichkeit einer Endlagerung begonnen. Nachdem diese positiv ausgefallen waren, stellte die [[Physikalisch-Technische Bundesanstalt]] (PTB) als die damals für die Endlagerung zuständige Bundesbehörde am 31. August 1982 einen Antrag auf Einleitung eines [[Planfeststellung]]sverfahrens. Da die bisher erstellten Unterlagen als unzureichend für das Planfeststellungsverfahren angesehen wurden, wurde zeitgleich ein erweitertes Standorterkundungsprogramm zum Langzeitsicherheitsnachweis für die Schachtanlage und zur Ergänzung der bisherigen Plandaten gestartet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Endlager Konrad. Wissen schafft Vertrauen.&amp;#039;&amp;#039; Bundesamt für Strahlenschutz, S. 11–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast 290.000 Einwendungen gingen vom 16. Mai bis 15. Juli 1991 gegen den Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube „Schachtanlage Konrad“ zu einem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in einem der größten Verwaltungsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bund.net/themen/atomkraft/atommuell/hintergrund/schacht-konrad/ |titel=Schacht Konrad als Endlager: mit Sicherheit nicht sicher! |abruf=2019-08-16 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erörterungstermin]] fand zwischen September 1992 und März 1993 an 75 Verhandlungstagen statt und war der längste in der Geschichte der Bundesrepublik. Beteiligte waren die [[Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe|Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern]], der Antragsteller ([[Bundesamt für Strahlenschutz]]) sowie die Genehmigungsbehörde (Niedersächsisches Umweltministerium). Diese erstellte danach einen Katalog von rund 400 Sach- und 100 Rechtsfragen, die offen geblieben waren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.atommuellreport.de/themen/endlagerung/einzelansicht/schacht-konrad-eine-unendliche-geschichte.html |titel=Schacht KONRAD – eine unendliche Geschichte |abruf=2019-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach fast 20-jährigem Verfahren wurde am 22. Mai 2002 die Genehmigung (Planfeststellungsbeschluss) erteilt. Sie beinhaltet die Einlagerung von maximal 303.000&amp;amp;nbsp;m³ „radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung“. Gegen den Bescheid wurden beim [[Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht|Oberverwaltungsgericht Lüneburg]] mehrere Klagen eingereicht. Wesentliche Klagepunkte waren die bezweifelte Langzeitsicherheit, befürchtete Störfälle, Gefahren durch die Transporte radioaktiver Abfälle und radioaktive Kontamination im Normalbetrieb sowie die Planungshoheit der Kommunen. Die mündliche Verhandlung fand vom 28. Februar 2006 bis 2. März 2006 beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg statt. Das am 8. März 2006 gefällte Urteil wies die Klagen ab und ließ die Revision nicht zu. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Urteils strebten einzelne Kläger dennoch eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht (per [[Nichtzulassungsbeschwerde]]) an, die aber mit Urteil vom 26. März 2007 (öffentliche Bekanntmachung: 3. April 2007) nicht angenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.salzgitter.de/rathaus/presse_news/archiv/2008/126010100000044593.php |wayback=20180316214505 |text=&amp;#039;&amp;#039;Schacht Konrad: Stadt nicht beschwerdefähig.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot }} salzgitter.de, 26. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde die Entscheidung für das Endlager Konrad letztinstanzlich bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geplant war die Endlagerung des stillgelegten Reaktors des Versuchskernkraftwerkes [[AVR (Jülich)|AVR Jülich]] im Endlager Konrad. Da sich herausgestellt hat, dass er aufgrund zu hohen &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C-Inventars der Reaktoreinbauten dafür nicht geeignet ist, wird derzeit vom [[Forschungszentrum Jülich]] mit Unterstützung des [[Bundesministerium für Bildung und Forschung|Bundesministeriums für Bildung und Forschung]] im Rahmen des Projekts CarboDISP geprüft, ob der genehmigte Grenzwert für &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C im Endlager Konrad (400 TBq) angehoben werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kernenergie.de/kernenergie/service/fachzeitschrift-atw/hefte-themen/2011/apr-mai/06_behandlung-endlagerung-graphit.php |wayback=20140203073742 |text=kernenergie.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Absicht, den aus der havarierenden [[Schachtanlage Asse|Asse-II]] herauszuholenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ins Endlager Konrad zu verbringen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/einsturzgefahr-atommuell-aus-der-asse-soll-in-den-schacht-konrad-1913237.html &amp;#039;&amp;#039;Atommüll aus der Asse soll in den Schacht Konrad&amp;#039;&amp;#039;.] faz.net, 15. Januar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde mittlerweile aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2021 prüfte das niedersächsische Umweltministerium eine Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Baugenehmigung-fuer-Schacht-Konrad/!5845174/ &amp;#039;&amp;#039;Baugenehmigung für Schacht Konrad: Ein Spiel auf Zeit?&amp;#039;&amp;#039;] taz.de, 12. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2023 wurde gegen die Rücknahme entschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=NDR |url=https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Atommuell-Endlager-Schacht-Konrad-Meyer-haelt-an-Plaenen-fest,schachtkonrad430.html |titel=Atommüll-Endlager Schacht Konrad: Regierung hält an Plänen fest |sprache=de |datum=2023-12-22 |abruf=2025-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte April 2025 wurden jedoch dem [[Bayerischer Rundfunk|BR]] und [[NDR]] vertrauliche Dokumente seitens ehemaliger Beteiligter (Physiker [[Bruno Thomauske]] sowie Berater des [[Bundesumweltministerium]]s) bekannt, die eine weitere jahrelange Verzögerung befürchten lassen. Die 2002 erteilte Genehmigung des Planfeststellungsbeschlusses ging mit einer „gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis“ einher, die vom Land Niedersachsen ausgestellt war. Dabei war jedoch eine „eigene“ Berechnungsgrundlage von Grenzwerten angewandt worden, die heutigen Vorschriften nicht mehr genügt und einer wesentlichen Veränderung bedarf, welche ein neues langwieriges Genehmigungsverfahren beim Niedersächsischen Umweltministerium nötig macht. Dieses wurde bisher von der [[Bundesgesellschaft für Endlagerung]] nicht angestrengt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/atommuell-endlager-salzgitter-schacht-konrad-100.html |titel=Wird Schacht „Konrad“ nie in Betrieb gehen? |werk=[[tagesschau.de]] |datum=2025-04-16 |abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endlagerbergwerk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Einlagerungsschacht.jpg|mini|Einlagerungskammer für die Endlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Die Teilschnittmaschine fräst die neuen Kammern und schafft gleichzeitig den Abraum nach hinten.]]&lt;br /&gt;
Nach letztinstanzlicher Bestätigung der Entscheidung 2007 für den Betrieb eines Endlagers in der Schachtanlage Konrad wurde mit der Errichtung der technischen Anlagen für die Endlagerung und die Einlagerungskammern begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.salzgitter.de/rathaus/presse_news/archiv/2008/126010100000043613.php |wayback=20180316214611 |text=Hauptbetriebsplan für „Endlager Konrad“ genehmigt |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Umrüstarbeiten werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen, Einlagerungsbeginn war im Jahr 2008 zunächst für Ende 2013 vorgesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BFS-KONRAD&amp;quot; /&amp;gt; Nach derzeitigem Stand wird von einer Fertigstellung und Inbetriebnahme im Jahr 2027 ausgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.salzgitter.de/rathaus/presse_news/2018/126010100000093618.php |wayback=20180308232222 |text=Stadt Salzgitter: &amp;#039;&amp;#039;Bauarbeiten verzögern sich bis 2027.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot }} In: &amp;#039;&amp;#039;salzgitter.de&amp;#039;&amp;#039; vom 8. März 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abschlussbericht der [[Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe]] nannte das Datum „&amp;#039;&amp;#039;möglichst&amp;#039;&amp;#039; ab Anfang des nächsten Jahrzehnts“; zugleich wird im Abschlussbericht das Nationale Entsorgungsprogramm zitiert, welches darlege, dass &amp;#039;&amp;#039;auch dieser Termin noch mit Unsicherheiten behaftet sei&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/blob/434430/35fc29d72bc9a98ee71162337b94c909/drs_268-data.pdf Abschlussbericht] (PDF; 6,8&amp;amp;nbsp;MB) bundestag.de: Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe, 4.&amp;amp;nbsp;Juli 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Einlagerungskammern bilden ein Einlagerungsfeld. Theoretisch können bis zu neun Einlagerungsfelder aufgefahren werden, die von den sechs bestehenden Hauptsohlen in 800, 850, 1000, 1100, 1200 und 1300 Metern Tiefe erschlossen werden. Da im Planfeststellungsverfahren die Gesamtmenge des einzulagernden Atommülls auf maximal 303.000&amp;amp;nbsp;m³ festgelegt wurde, wird nur eines dieser Einlagerungsfelder geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.endlager-konrad.de/Konrad/DE/themen/einlagerung/geplantes-endlager/geplantes-endlager.html |wayback=20180316214811 |text=Offizielle Website zum Endlager Konrad: Endlagerung |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einlagerungskammern werden mit einem Querschnitt von etwa 40&amp;amp;nbsp;m² bei einer Sohlenbreite von etwa 7 Metern und einer Höhe von etwa 6 Metern erstellt. Ihre Länge soll – je nach geologischen und bergtechnischen Gegebenheiten – zwischen 100 und 1000 Meter betragen. Nach der Einlagerung der Container werden die Kammern abschnittsweise mit einer Mischung von beim Vortrieb gewonnenen Gesteinsmaterial und Zement vergossen, um den Atommüll dort dauerhaft zu lagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten für die Umwandlung vom Eisenerzbergwerk zu einem Endlager für Atommüll belaufen sich laut [[Bundesamt für Strahlenschutz]] auf etwa 2,2 Mrd. Euro. In den 1980er und 1990er Jahren ging man noch von 900 Mio. Euro aus. Doch schon bis Ende 2007 fielen 930 Mio. Euro für Erkundungs- und Planungsarbeiten an. Die Kosten für die Errichtung des Endlagers stellt das Bundesamt für Strahlenschutz den Abfallverursachern in Rechnung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.endlager-konrad.de/Konrad/DE/themen/umbau/kosten/kosten_node.html |wayback=20180317232103 |text=Kosten und Kostenverteilung des Endlagerprojekts Schacht Konrad |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2013 gab die [[Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe|DBE]] bekannt, dass sich die Inbetriebnahme des Endlagers aufgrund zusätzlicher Sanierungsaufwände bis 2021 verzögern könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/atom-atom-endlager-schacht-konrad-droht-verzoegerung_aid_951025.html &amp;#039;&amp;#039;Atom-Endlager Schacht Konrad droht Verzögerung&amp;#039;&amp;#039;.] Focus Online, 30. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sprecher Florian Emrich vom [[Bundesamt für Strahlenschutz]] (BfS) in [[Salzgitter]] sagte im Oktober 2014, die Einrichtung des Lagers werde insgesamt mindestens 2,9 Milliarden Euro kosten. Einen konkreten Eröffnungstermin könne er indes noch nicht nennen. Der zuletzt geplante Termin 2022 sei ungewiss. Im Vordergrund stehe zunächst die Sicherheit und dann erst der Zeitpunkt, zu dem die ersten Abfälle angeliefert werden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael B. Berger: &amp;#039;&amp;#039;Im Schacht Konrad rotieren die Bagger. Künftiges Lager für schwachradioaktiven Atommüll wird kräftig ausgebaut / Fertigstellung noch ungewiss&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 21. Oktober 2014, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Bundesgesellschaft für Endlagerung]] (BGE), seit April 2017 Betreiberin des Endlagers, teilte auf ihrer Internetseite 2024 mit, dass zu Beginn der 2030er Jahre die Einlagerung von bis zu 303.000 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiver Abfälle beginnen soll  – und damit fünf Jahrzehnte nach Projektbeginn und 28 Jahre nach Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) rechnete im Februar 2019 mit Gesamtkosten zur Errichtung des Endlagers Konrad von circa 4,2 Milliarden Euro&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmu.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/endlagerprojekte/schacht-konrad/ |titel=Schacht Konrad |abruf=2019-08-16 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, von denen ein Drittel der Steuerzahler, zwei Drittel die privaten Abfallverursacher zahlen sollen. Im November 2023 gab die BGE bekannt, dass bis Ende 2022 bereits 2,83 Milliarden Euro Kosten angefallen seien, bis zum Abschluss der Errichtung würden weitere 2,64 Milliarden Euro – somit fast 5,5 Milliarden Euro insgesamt – erwartet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bge.de/de/aktuelles/meldungen-und-pressemitteilungen/meldung/news/2023/11/inflation-und-lieferprobleme-verursachen-mehrkosten-beim-endlager-konrad/ |titel=Inflation und Verzögerung verursachen Mehrkosten beim Endlager Konrad |hrsg=Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE), Peine |datum=2023-11-23 |sprache=de |abruf=2024-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Betrag sind nicht die Erkundungs- und Planungskosten von 930 Millionen Euro enthalten, die von 1977 bis 2007 angefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bge.de/de/konrad/themenschwerpunkte/themenschwerpunkt-das-endlager-konrad-ein-mehrgenerationenprojekt/wann-wird-konrad-fertig/ |titel=Wann wird Konrad fertig? |abruf=2025-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Festliche Tage Neuer Musik|Festlichen Tage Neuer Musik]] 2010 des [[Staatstheater Braunschweig|Staatstheaters Braunschweig]] wurde am 29. Mai 2010 das Konzert &amp;#039;&amp;#039;GLANZ&amp;#039;&amp;#039; mit den Stücken &amp;#039;&amp;#039;PARADIES&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;GLANZ&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;NEBADON&amp;#039;&amp;#039; aus dem Zyklus &amp;#039;&amp;#039;KLANG&amp;#039;&amp;#039; von [[Karlheinz Stockhausen]] aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ftnm2010&amp;quot;&amp;gt;[http://www.festlichetageneuermusik.de/ festlichetageneuermusik.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich sollte die Veranstaltung in der Transformator-Halle stattfinden, wurde dann jedoch noch am Veranstaltungstag nach draußen in unmittelbare Nähe des Förderturms von Schacht Konrad&amp;amp;nbsp;1 verlegt. Grund dafür waren zu laute Restgeräusche nach Abschaltung der meisten Geräte in der Transformator-Halle. Organisiert wurde die Veranstaltung von dem Orchesterdirektor [[Martin Weller (Trompeter)|Martin Weller]] in enger Zusammenarbeit mit dem [[Bundesamt für Strahlenschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl hinsichtlich des Konzerts die Meinung aufgekommen war, dass damit das Endlager Konrad positiv dargestellt werden solle, bezog das Staatstheater Braunschweig dahingehend keine Position. So sagte Martin Weller: „Wir wollen Konrad weder hoffähig machen noch ihn mit dem Konzert angreifen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;interviewweller&amp;quot;&amp;gt;[http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Salzgitter/das-ist-todernst-gemeint-id249374.html Interview mit Martin Weller.] In: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweiger Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 19. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Untertagedeponien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbH – Institut für Tieflagerung – in Zusammenarbeit mit Kernforschungszentrum Karlsruhe GmbH – Institut für Nukleare Entsorgungstechnik&lt;br /&gt;
   |Titel=Eignungsprüfung der Schachtanlage Konrad für die Endlagerung radioaktiver Abfälle – Abschlussbericht&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1982}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bundesamt für Strahlenschutz&lt;br /&gt;
   |Titel=Endlager Konrad. Wissen schafft Vertrauen&lt;br /&gt;
   |Ort=Salzgitter&lt;br /&gt;
   |Datum=2009}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bundesamt für Strahlenschutz&lt;br /&gt;
   |Titel=Endlager Konrad. Antworten auf die meistgestellten Fragen&lt;br /&gt;
   |Ort=Salzgitter&lt;br /&gt;
   |Datum=2011}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schachtanlage Konrad – vom Erzbergwerk zum Endlager für radioaktive Abfälle.&amp;#039;&amp;#039; Physikalisch-Technische Bundesanstalt, 1987, 55 Seiten, [[hdl:10013/epic.45204.d001]] (PDF; 10,5&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [[Heinz-Gerd Röhling]], Henning Zellmer, Werner Cleve: &amp;#039;&amp;#039;Erzbergbau und Endlagerung im Gifhorner Trog. Teil I: Schacht Konrad – vom Eisenerzbergwerk zu einem Endlager für radiaktive Abfallstoffe. Teil II: Die Eisenerzgrube Lengede-Broistedt und das Wunder von Lengede.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 100, 2018, S. 239–290, besonders S. 243–263.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schacht Konrad}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bge.de/ Offizielle Website der Betreibergesellschaft BGE für Schacht Konrad]&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31221115/1/-/ &amp;#039;&amp;#039;Schacht Konrad I&amp;#039;&amp;#039;] im [[Denkmalatlas Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ag-schacht-konrad.de/ AG Schacht Konrad e.&amp;amp;nbsp;V. (Kritiker)]&lt;br /&gt;
* [https://archiv.bge.de/archiv/www.endlager-konrad.de/SharedDocs/Stellungnahmen/BfS/DE/2017/0425-konrad.html Bundesamt für Strahlenschutz: &amp;#039;&amp;#039;Stellungnahme zu Bemerkungen des Bundesrechnungshofs zu Schacht Konrad&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.bge.de/fileadmin/user_upload/Konrad/Wesentliche_Unterlagen/Genehmigungsunterlagen/Planfeststellungsbeschluss_Endlager_Konrad_vom_22_Mai_2002.pdf Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung und den Betrieb des Bergwerkes Konrad in Salzgitter vom 22. Mai 2002.] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.grs.de/de/aktuelles/forscherteam-berechnet-von-transporten-radioaktiver-abfaelle-fuer-das-logistikzentrum Forscherteam berechnet von Transporten radioaktiver Abfälle für das Logistikzentrum Konrad ausgehende Strahlenbelastung] (GRS, 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BFS-KONRAD&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=http://www.endlager-konrad.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/Konrad/DE/2008/009.html&lt;br /&gt;
 |titel=Eröffnung Informationsstad des BfS&lt;br /&gt;
 |werk=Pressemitteilungen&lt;br /&gt;
 |hrsg=Bundesamt für Strahlenschutz&lt;br /&gt;
 |datum=2008-05-15&lt;br /&gt;
 |abruf=2018-03-17&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180317231940/http://www.endlager-konrad.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/Konrad/DE/2008/009.html&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2018-03-17&lt;br /&gt;
 |offline=ja&lt;br /&gt;
 |archiv-bot=2024-05-04 20:15:46 InternetArchiveBot&lt;br /&gt;
 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bergbau in der kreisfreien Stadt Salzgitter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endlager für radioaktiven Abfall|Konrad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Untertagedeponie|Konrad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk im Peine-Salzgitter-Revier|Konrad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesministerium für Umwelt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Salzgitter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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