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	<title>Endemie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:41:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Endemie&amp;diff=149347&amp;oldid=prev</id>
		<title>77.58.1.165: /* Endemiegebiet */</title>
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		<updated>2024-12-16T08:19:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Endemiegebiet&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur Endemie als biologischem Begriff siehe [[Endemit]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Decade-in-which-smallpox-ceased-to-be-endemic-by-country.svg|mini|Weltkarte zum jeweiligen Endzeitpunkt der endemischen Verbreitung der [[Pocken]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endemie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ἐν|en}} ‚in‘ und {{lang|grc|δῆμος|dēmos}} ‚Volk‘) wird in der [[Medizin]] gesprochen, wenn Fälle einer [[Krankheit]] in einer bestimmten [[Population (Biologie)|Population]] oder begrenzten [[Region]] &amp;#039;&amp;#039;fortwährend&amp;#039;&amp;#039; gehäuft auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebolafälle bis einschließlich 2018.png|mini|Eine Karte der über mehr als vier Jahrzehnte dokumentierten [[Ausbruch (Epidemiologie)|Ausbrüche]] von [[Ebolafieber]] zeigt das gehäufte Auftreten in der Großregion [[Zentralafrika]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Endemie sind somit, über einen längeren Zeitraum betrachtet, in der betroffenen Population oder Region sowohl die [[Prävalenz]] (Krankheitshäufigkeit) als auch die [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenz]] (Neuerkrankungshäufigkeit) einer bestimmten Krankheit im Vergleich zu anderen Populationen oder Regionen erhöht und bleiben mit geringen Schwankungen auf dem erhöhten &amp;#039;&amp;#039;endemischen Niveau&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/Fachwoerterbuch_Infektionsschutz.pdf?__blob=publicationFile |titel=Fachwörterbuch A–Z |werk=Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie Fachwörter – Definitionen – Interpretationen |hrsg=[[Robert Koch-Institut]] |seiten=32f. |format=PDF |abruf=2019-05-04}} Berlin 2015, ISBN 978-3-89606-258-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine in weiten Teilen der Welt verbreitete Krankheit kann in verschiedenen Regionen auf unterschiedlichem Häufigkeitsniveau &amp;#039;&amp;#039;endemisch&amp;#039;&amp;#039; sein. Ähnlich kann mit Abflachen der Infektionswellen auch eine Erkrankung wie [[COVID-19]] endemisch werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/von-der-pandemie-zur-endemie-4230 |titel=Zwei Jahre Corona: Von der Pandemie zur Endemie |datum=2021-12-01 |zugriff=2022-01-01 |werk=forschung-und-lehre.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endemische Erreger müssen nicht zwangsläufig harmlos sein: Beispielsweise starben 2020 rund 600.000 Menschen an [[Malaria]] und 1,5 Millionen an [[Tuberkulose]]; auch die [[Pocken]] waren vor ihrem Ausrotten endemisch. Vor dem Hintergrund warnte der Epidemiologe [[Aris Katzourakis]], dass „endemisch“ einer der am meisten missbrauchten Begriffe während der [[COVID-19-Pandemie]] sei, und führte als Beispiel den Gebrauch durch Politiker an, die die Endemie als Begründung anführten, wenig oder gar keine Schutzmaßnahmen gegen COVID-19 zu ergreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Aris Katzourakis | Titel=COVID-19: endemic doesn’t mean harmless | Sammelwerk=[[Nature]] | Band=601 | Nummer=485 | Datum=2022 | Seiten= | DOI=10.1038/d41586-022-00155-x}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer Endemie wird das nur &amp;#039;&amp;#039;vorübergehend&amp;#039;&amp;#039; oder erst seit kurzem beobachtete gehäufte Auftreten von Krankheitsfällen mit deutlicher Zunahme von Prävalenz und Inzidenz als eine [[Epidemie]] bezeichnet, soweit es noch &amp;#039;&amp;#039;regional beschränkt&amp;#039;&amp;#039; erscheint, und bei &amp;#039;&amp;#039;länder- und kontinentübergreifender&amp;#039;&amp;#039; Ausbreitung als eine [[Pandemie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endemiegebiet ==&lt;br /&gt;
Die regional gehäuft auftretende Erkrankung muss nicht unbedingt eine [[Infektionskrankheit]] sein, wie das klassische Beispiel des [[Struma#Entstehung der Jodmangelstruma|endemischen Kropfs]] zeigt, des gehäuften Auftretens einer Schilddrüsenvergrößerung, die durch Jodmangel in Nahrung und Trinkwasser verursacht wird, beispielsweise in alpinen Regionen. Auch eine lokale [[Vergiftung]] mit einem Mineral kann als endemisches Geschehen betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Q. Yang, S. Z. Wang, R. H. Zhou, S. Z. Sun: &amp;#039;&amp;#039;Endemic selenium intoxication of humans in China&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The American Journal of Clinical Nutrition&amp;#039;&amp;#039;, Band 37, Nr. 5, Mai 1983, S. 872–881, {{doi|10.1093/ajcn/37.5.872}} [http://www.pittmanfirm.com/documents/endemic_selenium_intoxication_of_humans_in_china.pdf (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die entsprechende geografische Region wird &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endemiegebiet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Dabei kann es sich auch um einen [[Naturherd]] für Menschen [[Pathogenität|pathogener]] Faktoren handeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Michael Antal, Sheila A. Lukehart, André Z. Meheus: &amp;#039;&amp;#039;The endemic treponematoses&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Microbes and Infection&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Nr. 1, 2002, S. 83–94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenzo Giacani, Sheila A. Lukehart: &amp;#039;&amp;#039;The endemic treponematoses&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Clinical Microbiology Reviews&amp;#039;&amp;#039;, Band 27, Nr. 1, 2014, S. 89–115 [http://www.pittmanfirm.com/documents/endemic_selenium_intoxication_of_humans_in_china.pdf (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele hierfür sind Gebiete von [[Zoonosen]], die ihr [[Reservoir#Biologische Reservoire|Reservoir]] in Tierpopulationen haben und gelegentlich auf Menschen übertragen Krankheiten auslösen wie etwa die [[Pest]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mark Eppinger, Zhaobiao Guo, Yinong Sebastian, Yajun Song, Luther E. Lindler, Ruifu Yang, Jacques Ravel |Titel=Draft Genome Sequences of Yersinia pestis Isolates from Natural Foci of Endemic Plague in China |Sammelwerk=[[Journal of Bacteriology]] |Band=191 |Nummer=24 |Datum=2009 |DOI=10.1128/JB.01227-09 |PMC=2786597 |Seiten=7628–7629}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirtspopulation kann auch aus regionalen [[Haustier]]en bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rebecca J. Eisen, Jeff N. Borchert, Jennifer L. Holmes, Gerald Amatre, Kristen Van Wyk, Russell E. Enscore, Nackson Babi, Linda A. Atiku, Aryn P. Wilder, Sara M. Vetter, Scott W. Bearden, John A. Montenieri, Kenneth L. Gage: &amp;#039;&amp;#039;Early-phase transmission of Yersinia pestis by cat fleas (Ctenocephalides felis) and their potential role as vectors in a plague-endemic region of Uganda&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene&amp;#039;&amp;#039;, Band 78, Nr. 6, 2008, S. 949–956.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das in zentralafrikanischen Regionen auftretende [[Ebolafieber]] konnte der natürliche [[Reservoirwirt]] des [[Ebolavirus]] bisher noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden;&amp;lt;ref&amp;gt;David Sebba, Alexander G. Lastovich, Melody Kuroda, Eric Fallows, Joshua Johnson et al.: &amp;#039;&amp;#039;A point-of-care diagnostic for differentiating Ebola from endemic febrile diseases&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Science Translational Medicine&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Nr. 471, Dezember 2018, Artikel eaat0944, {{doi|10.1126/scitranslmed.aat0944}} [https://stm.sciencemag.org/content/scitransmed/10/471/eaat0944.full.pdf (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt; als wahrscheinlich gelten [[Flughunde]]. Der Endemie entspricht bei Tieren die [[Enzootie]], die geografische Region wird dann &amp;#039;&amp;#039;Enzootiegebiet&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endemischer Status ==&lt;br /&gt;
Der [[Mathematische Modellierung der Epidemiologie|endemische Status]] einer Infektionskrankheit in einer bestimmten Region wird dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Krankheitsfälle in der lokalen Bevölkerung anhaltend erhöht und ungefähr gleichbleibend ist. [[Epidemiologie|Epidemiologisch]] betrachtet ist somit das Produkt von [[Basisreproduktionszahl]] &amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt; und [[Biologische Suszeptibilität|Suszeptibilitäts]]&amp;amp;shy;zahl &amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039; annähernd eins: &amp;lt;math&amp;gt;\ {R_0} \times {S} = {1}&amp;lt;/math&amp;gt;. Dabei ist nicht die Höhe der Fallzahlen entscheidend, sondern eine fortwährend erhöhte Fallzahl auf ungefähr gleichem Niveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum endemischen Status ist für den [[Ausbruch (Epidemiologie)|Ausbruch]] einer Infektionskrankheit der rasch – abhängig von der [[Kontagiosität]] – zunehmende Anteil infizierter Personen beziehungsweise die dementsprechend ansteigende Zahl von Krankheitsfällen charakteristisch. Im Folgenden steigt die Zahl spezifischer Todesfälle abhängig von Dauer und [[Letalität]] der Erkrankung an. Bei [[Infektionskrankheit]]en mit hoher Letalität fällt nach kurzem Verlauf – wie z.&amp;amp;nbsp;B. nach dem [[Ebolafieber]] – die Zahl der Krankheitsfälle und krankheitsbedingten Todesfällen wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel Malaria ==&lt;br /&gt;
Die [[Malaria]], mit derzeit rund 200 Millionen Neuerkrankten pro Jahr eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten,  ist in rund hundert Ländern auf unterschiedlichem Niveau endemisch. Die verschiedenen Endemiegebiete im Verbreitungsraum der [[Anopheles]]-Mücke unterscheiden sich im Risiko, durch Übertragung des [[Malaria#Erreger|Erregers]], eines [[humanpathogen]]en [[Plasmodium]]s, infiziert zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Baback Roshanravan et al. |Titel=Endemic malaria in the Peruvian Amazon region of Iquitos |Sammelwerk=The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene |Band=69 |Nummer=1 |Datum=2003-07 |Sprache=en |PMID=12932096 |Seiten=45–52}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erscheint in einer Region nahezu die gesamte Bevölkerung betroffen, wird auch von einem [[Holoendemie|holoendemischen]] Gebiet gesprochen. Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung der Krankheit und erhöht das Malariarisiko.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Willem JM. Martens et al. |Titel=Potential impact of global climate change on malaria risk. |Sammelwerk=Environmental Health Perspectives |Band=103 |Nummer=5 |Datum=1995-05 |Sprache=en |DOI=10.1289/ehp.95103458 |PMC=1523278 |PMID=7656875 |Seiten=458–464}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malaria distribution 2020.jpg|mini|zentriert|hochkant=2|Malariarisikogebiete (Stand: 2020)]]&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Endemische Syphilis]] (Infektionskrankheit des Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|endemisch|suffix=-}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-pandemie-in-der-endemie-mit-dem-virus-leben-was-heisst-das-a-4a249804-3590-44e5-9ad3-e93268bcdeb7 Andreas Evelt, Leonie Voss, Jonathan Miske: Von der Pandemie zur Endemie. Wie kommen wir da jemals wieder raus?] Corona verschwindet nicht einfach, einen Zustand wie »vor der Pandemie« wird es nicht geben. Stattdessen müssen wir lernen, mit dem Virus zu leben. Immunologin Christine Falk beschreibt, was das heißt. (Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Epidemiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infektiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.58.1.165</name></author>
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