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	<title>Enantiodromie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:22:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Enantiodromie&amp;diff=366177&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-03-14T13:47:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enantiodromie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griechisch]] ἐναντιοδρομία „Gegenlauf“) ist die von [[Heraklit]] aus [[Ephesos]] (etwa 535–475 v. Chr.) entwickelte Vorstellung vom stetigen Gegeneinanderwirken der Kräfte, die allem Lebendigen als Grundgesetz des [[Sein (Philosophie)|Seins]] und des kosmischen Rhythmus innewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heraklit formulierte: [[Panta rhei]] = „Alles fließt, wandelt und verwandelt sich in sein Gegenteil.“ Aus warm wird kalt, aus Tag Nacht, aus Sommer Winter, aus Leben Tod. Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben; wir sind es, und wir sind es nicht. Danach sei es auch unmöglich, endgültig zu bestimmen, was gut und böse sei. Und jedes Urteil darüber sei lediglich ein Wähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die [[Coincidentia oppositorum]] bei [[Nikolaus Cusanus]] (1401–1564) betont den Übergang von Gegensätzen bis hin zur Übereinstimmung. Sie findet nach [[Giordano Bruno]] (1581–1600) überall in der Wirklichkeit statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 102 zu Lemma „Coincidentia oppsitorum“&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Hegel]] (1770–1831) setzte die Diskussion um die [[Dialektik]] weiter fort mit seiner Lehre von der [[Dialektische Aufhebung|Dialektischen Aufhebung]]. Hegels Beitrag blieb nicht unwidersprochen. Karl Marx behauptete, dessen Philosophie „vom Kopf auf die Füße“ gestellt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 433 zu Lemma „Marx. Karl“&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begründer der Analytischen Psychologie, [[Carl Gustav Jung]] (1875–1961), diskutierte das Konzept der Enantiodromie in seinen Schriften.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung. &amp;#039;&amp;#039;Über die Psychologie des Unbewussten&amp;#039;&amp;#039;. Rascher, 1966, S. 83ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jung greift auf das Modell von Heraklit zurück, wenn er eigene Modelle von Entwicklungsprozessen, wie etwa der [[Individuation#Jung|Individuation]] beschreibt. Er benutzt dafür auch die Gegensatzbegriffe [[Animus und Anima]], [[Persona]] und [[Seelenbild]]. Jung weist selbst nicht auf diesen Sachverhalt hin, er spricht nur vom Hervortreten unbewusster Gegensätze, „namentlich in zeitlicher Reihenfolge“. Er beschreibt jedoch die Psychologie des Apostels Paules und seine Bekehrung zum Christentum, ebenso wie den umgekehrten Prozess der Verhimmlung von [[Richard Wagner]] durch [[Friedrich Nietzsche]] und die danach sich ergebene Gegnerschaft zu ihm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JungJGW6&amp;quot; details=&amp;quot;S. 458 f., § 716-718 zu Lemma „Enantiodromie“&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut [[Paul Watzlawick]] (1921–2007) griff den Gedanken Heraklits auf und wies darauf hin, dass ein Zuviel des [[Das Gute|Guten]] stets ins [[Das Böse|Böse]] umschlage. Zu viel [[Patriotismus]] erzeuge [[Chauvinismus]], zu viel Sicherheit Zwang oder zu viel Buttercremetorte Übelkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Watzlawick: &amp;#039;&amp;#039;Bausteine ideologischer „Wirklichkeiten“&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Münchhausens Zopf oder: Psychotherapie und „Wirklichkeit“&amp;#039;&amp;#039;. München, 1992, S. 277 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Watzlawick ist Schüler von C. G. Jung gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Clifford A. Pickover]] (* 1957) ist Enantiodromie darüber hinaus der Prozess, in dem sich ein Glaube in sein Gegenteil verwandelt. Pickover nennt als Beispiel das [[Damaskuserlebnis]] des Apostels [[Paulus von Tarsus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint daher heute wie eine [[Ironie]], dass die These von Heraklit: &amp;gt;Alles fließt&amp;lt; selbst Gegenstand dialektischer Auseinandersetzungen wurde. Die Schule von [[Eleaten|Elea]] vertrat die entgegengesetzte Auffassung vom Sein als dem unverändert Fortbestehenden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 146 zu Lemma „Eleaten“&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* chinesisches [[Yin und Yang]]&lt;br /&gt;
* [[Antinomie]]&lt;br /&gt;
* [[Enantiotropie]]&lt;br /&gt;
* [[Dialektik bei Marx und Engels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JungJGW6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Carl Gustav Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Typen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Walter, Solothurn/Düsseldorf 1995, ISBN 3-530-40081-5.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Heinrich Schmidt (Philosoph)|Heinrich Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). 21. Auflage, neu bearbeitet von [[Georgi Schischkoff]]. Alfred Kröner, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-01321-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metaphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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