<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Emslandlager_Brual-Rhede</id>
	<title>Emslandlager Brual-Rhede - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Emslandlager_Brual-Rhede"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emslandlager_Brual-Rhede&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T21:42:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emslandlager_Brual-Rhede&amp;diff=2492204&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GemAGST: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emslandlager_Brual-Rhede&amp;diff=2492204&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-22T13:17:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |article=/|NS=53/5/10/N |EW=7/13/46/E |type=landmark |region=DE-NI|map=right}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emslandlager Rhede-Brual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Lager III genannt, in der heutigen Gemeinde [[Rhede (Ems)|Rhede]], Ortsteil [[Brual]], war ein [[Nationalsozialismus|nationalsozialistisches]] Strafgefangenenlager, das im Mai 1934 errichtet wurde. Es war ursprünglich als [[Konzentrationslager]] geplant und konnte 1000 Gefangene aufnehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.gedenkstaette-esterwegen.de/index.php?con_cat=54&amp;amp;con_lang=1&amp;amp;sid=00cb8c83264c319c0aacca41006bf83 Gedenkstätte Esterwegen], aufgerufen am 16. Dezember 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kamp Rhede Brual 1.jpg|mini|Übersichtsplan zum Aufbau des Lagers Rhede-Brual 1945 und zum Zustand 2010.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1934 wurde das Lager III Rhede-Brual als eines von 15 [[Emslandlager]]n errichtet. Es war zunächst als Konzentrationslager geplant, wurde 1934 jedoch vom [[Reichsministerium der Justiz]] als Strafgefangenenlager genutzt. Das Lager war für 1000 Häftlinge ausgelegt. Diese kamen aus dem gesamten [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] und waren meist zu [[Zuchthaus]]strafen verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot; /&amp;gt; Es handelte sich also auch im heutigen Rechtsverständnis um Kriminelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diz&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|text=Lager 3 Rhede-Brual |url=http://www.diz-emslandlager.de/lager/lager03.htm |wayback=20110917131044 }}{{Abrufdatum |1=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefangenen mussten zunächst am Ausbau des Brualer Schloots mitwirken. Später wurden sie zur [[Urbarmachung|Kultivierung]] des [[Moor]]es gezwungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Juni 1937&amp;lt;ref&amp;gt;laut &amp;quot;Hölle im Moor-Die Emslandlager 1933-1945&amp;quot; hg. von Bernd Faulenbach und Andrea Kaltofen 3. Aufl. 2019 Seite 134 wurden bereits im Mai 1934 (Wilhelm Henze) Gefangene nach Brual gebracht.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden erste [[Politischer Gefangener|politische Gefangene]] nach Brual gebracht. 1938 sollte das Lager ausgebaut werden, sodass es Platz für 1500 Gefangene hatte. Es wurden acht [[Baracke]]n errichtet, die jedoch in die [[Pfalz (Region)|Pfalz]] transportiert wurden. Sie sollten Platz für Gefangene bieten, die am Aufbau des [[Westwall]]s&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot; /&amp;gt; in der Nähe von [[Zweibrücken]] beteiligt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bewachung der Gefangenen waren bis zu 200 [[Sturmabteilung|SA]]-Männer sowie Justizbeamte&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot; /&amp;gt; der SA Pionierstandarte 10 zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diz&amp;quot; /&amp;gt; Durch die schlechte Versorgung und die psychische Terrorisierung durch die Wachmannschaften kam es des Öfteren zu Fällen von [[Selbstverstümmelung]]. Dabei verloren 59 Menschen ihr Leben. Sie sind auf dem Friedhof in [[Esterwegen]] bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot; /&amp;gt; Der 1937 inhaftierte [[Alfred Weidenmüller]] schrieb dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wöchentlich einmal wurde jeder Gefangene zur Lagerkommandantur gerufen. Zu jeder Seite des Eingangs standen zwei Hunde. Bevor der Gefangene die Baracke betrat, musste er vor den Hunden strammstehen, die Mütze abnehmen und laut und deutlich sagen: ‘Du bist ein Herrenhund, und ich ein Schweinehund.’ Es war an einem Tag vor dem Heiligen Abend 1937. Der Tag war bitterkalt, und kaum lagen wir auf den Pritschen, als das Kommando ertönte: ‚Im Hemd raustreten!’ Vor der Baracke 2 standen schon 600 Gefangene im Hemd bei eisigem Nordwind. Im Lager befand sich auch der Genosse Herbert Kerzig aus Chemnitz. Er war von Beruf Dirigent und betreute früher mehrere Arbeiter-Gesangvereine. Er musste im Hemd das Dach der Baracke besteigen, und unter seiner Leitung mussten wir das Lied ‚Empor zum Licht’ singen. Anschließend erkrankten 22 Gefangene an Lungenentzündung, 4 starben daran. Durch die geringe Kost und die schwere Arbeit gab es viele Erkrankungen. Krankmeldungen gab es erst dann, wenn ein Gefangener nicht mehr aufstehen konnte. Operationen wurden ohne örtliche Betäubung vorgenommen. Ich kenne 11 Fälle, dass Gefangene Selbstverstümmelungen vornahmen, indem sie Löffel, Glasscherben von zerschlagenen Wassergläsern, ja sogar Eisenteile und Nägel verschluckt haben.|Alfred Weidenmüller&amp;lt;ref name=&amp;quot;diz&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Inhaftierten schwankte über die Jahre stark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diz&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1940 wurden auch von [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Wehrmachtgerichten]] Verurteilte in das Lager gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gedenkstätte&amp;quot; /&amp;gt; Bereits 1942 machten diese Häftlinge mehr als 50 % aller Inhaftierten aus. Die Gründe für ihre Inhaftierung waren meist [[Fahnenflucht]] oder [[Wehrkraftzersetzung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;diz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 errichtete die Maschinenbaufirma Klatte ein Werk direkt neben dem Lager. Die Gefangenen wurden an den Betrieb verliehen, um in der Rüstungsproduktion zu arbeiten. In dem Werk wurden hauptsächlich Flugzeugteile produziert. Im Februar 1945 waren im Lager noch 700 Gefangene inhaftiert. Am 4. April 1945 wurde das Lager geräumt und die Gefangenen in das [[Emslandlager Aschendorfermoor]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Häftlinge ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Henze (Widerstandskämpfer)|Wilhelm Henze]], deutscher Widerstandskämpfer und Arbeiterschriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Alfred Weidenmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd Faulenbach]], Andrea Kaltofen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hölle im Moor. Die Emslandlager 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-3137-2.&lt;br /&gt;
* Landkreis Emsland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Zerstörung von Recht und Menschlichkeit in den Konzentrations- und Strafgefangenenlagern des Emslands 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, 1986.&lt;br /&gt;
* Sebastian Weitkamp, Martin Koers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Hölle im Moor“. Die Emslandlager 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2025, ISBN 978-3-8353-5994-9 (Schriftenreihe der Gedenkstätte Esterwegen 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gedenkstaette-esterwegen.de/index.php?con_cat=54&amp;amp;con_lang=1&amp;amp;sid=2db38d3332eb7b535573034990819610 Gedenkstätte Esterwegen: Lager 3 / Brual-Rhede]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Emslandlager}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brual-Rhede}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emslandlager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhede (Ems)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GemAGST</name></author>
	</entry>
</feed>