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	<title>Emsland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jüppken: /* Geschichte */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Emsland als kulturelle und historische Region. Zum gleichnamigen Landkreis siehe [[Landkreis Emsland]], zum gleichnamigen Kraftwerk siehe [[Kernkraftwerk Emsland]], zum Zugnamen siehe [[Schnellzug des Intercity-Ergänzungssystems]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ems Haren.JPG|mini|Ländliche Kulturlandschaft an der Ems bei [[Haren (Ems)|Haren]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boot am Emsufer.jpg|mini|Idyllisches Emsufer]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emsland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; trägt seinen Namen als „Land an der [[Ems]]“ von der Quelle in Westfalen bis zur Mündung in die Nordsee und als Landschaftsbezeichnung einer Region am Mittellauf der Ems im westlichen [[Niedersachsen]] und im nordwestlichen [[Nordrhein-Westfalen]]. Eine wenig verbreitete Definition für die Region geht vom Flussverlauf aus und umfasst die heutigen niedersächsischen Landkreise [[Landkreis Emsland|Emsland]] und [[Landkreis Grafschaft Bentheim|Grafschaft Bentheim]], zusammen auch als &amp;#039;&amp;#039;hannoversches Emsland&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, sowie den [[Westfalen|westfälischen]] [[Kreis Steinfurt]], auch als &amp;#039;&amp;#039;westfälisches Emsland&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. In der Regel identifiziert man heute den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Emsland&amp;#039;&amp;#039; aber mit dem gleichnamigen Landkreis. Früher wurden sogar nur die nördlichen zwei Drittel des heutigen Landkreises als &amp;#039;&amp;#039;Emsland&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, also die im [[Heiliges Römisches Reich|Alten Reich]] zu [[Niederstift Münster|Niedermünster]] gehörenden Gebiete, wobei vor allem im Osten das Emsland i.&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;S. und den [[Hümmling]] geteilt wurde. Beide Landschaftsteile sind durch (ehemalige) Moorgebiete, eine unterschiedliche Bodenstruktur und (früher) unterschiedliche politisch-soziale Verhältnisse voneinander geteilt. Der Süden des heutigen Landkreises wurde als &amp;#039;&amp;#039;Linger Land&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Niederlingen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kulturellen und historischen Sinn zeichnet sich das Emsland durch ein Wechselspiel katholischer Prägung aus [[Bistum Münster|Münster]] und [[Niederlande|niederländischen]] Einflüssen aus, die nicht zuletzt in [[Hausname|Hof-]] und [[Flurname]]n ihren Niederschlag gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Huenengrab Steinsetzung Emsland.jpg|mini|[[Hünengrab]] im Emsland]]&lt;br /&gt;
Die Region wurde nach der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]], in der hier zunächst [[Jäger und Sammler]] lebten, etwa um 4000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. von der [[Trichterbecherkultur]] in den Ackerbausektor Nord-Mitteleuropas einbezogen. Ab 3500&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstanden die hier besonders zahlreich erhalten gebliebenen [[Megalith]]anlagen. Aus der [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Eisenzeit]] sind ebenfalls zahlreiche Relikte überkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Germanen|germanische]] Besiedlung des Emslandes ist seit dem 2. Jahrtausend vor der Zeitenwende anzunehmen. Zur Zeit des Kaisers [[Augustus]] erwähnen römische Quellen die nach der Ems (lat. Amisia) benannten [[Ampsivarier|Ampsivari]]. Nach der Mitte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden sie jedoch von den östlich benachbarten [[Chauken]] vertrieben und sind danach als eigenständiger Stammesverband nicht mehr nachzuweisen. [[Karl der Große]] unterwarf das Emsland als Teil des [[Stammesherzogtum Sachsen|Stammesherzogtums Sachsen]] in den [[Sachsenkriege Karls des Großen|Sachsenkriegen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne der Gliederung des [[frühmittelalter]]lichen Stammesgebiets der [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] und der Aufteilung des [[Welfen|welfischen]] [[Stammesherzogtum Sachsen|Herzogtums Sachsen]] durch [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] ist auch der heute niedersächsische Norden des Emslandes kulturhistorisch ein Teil Westfalens. Der [[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis]] umfasste dann sogar Ostfriesland. Während jenes aber stets seine Eigenständigkeit wahrte, war das Gebiet des heutigen Landkreises Emsland vor der Zeit [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] politisch engstens mit den später preußisch gewordenen Teilen Westfalens verbunden; es gehörte bis 1803 im Wesentlichen zum [[Niederstift Münster]], einem Teil des [[Hochstift Münster|Hochstifts Münster]], dem auch südlich des heutigen Landkreises Emsland liegenden Gebiete zugehörten. Von 1803 bis 1810 wurde der größte Teil des heutigen Landkreises Emsland dem kurzlebigen [[Herzogtum Arenberg-Meppen]] zugeordnet, von 1810 bis 1815 dem Kaiserreich [[Frankreich]], ab 1815 dem [[Königreich Hannover]] und schließlich ab 1866 [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die emsländischen Landkreise bildeten während der ersten beiden Jahrzehnte des Kaiserreichs zusammen mit der Grafschaft Bentheim den reichsweit bekannten „Wahlkreis Meppen“ des Zentrumsführers [[Ludwig Windthorst]] (der selbst nie im Emsland wohnte). In dieser Zeit bildete sich das Emsland zu einer auch auf Reichsebene ausgeprägten Hochburg der katholischen Zentrumspartei heraus. Die Zentrumspartei und die ihr im Landstrich dominierende nahestehende Presse bekämpften in der Weimarer Republik die NSDAP, so dass die Nationalsozialisten hier bis 1933 nur ganz wenige Ortsgruppen gründen konnten. Gerade die nördlichen Emslandkreise gehörten zu den deutschen Landkreisen mit den geringsten Stimmen für die Nationalsozialisten. Dennoch war auch hier die Zustimmung zur NSDAP teilweise beträchtlich: Bei den [[Reichstagswahl November 1932|Reichstagswahlen im November 1932]] erhielt sie beispielsweise in Lingen 18 % (reichsweit 33,1 %). [[Reichstagswahl März 1933|Im März 1933]] erhielt sie in Lingen 27,9 % (reichsweit 43,9 %).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lingen.de/tourismus-freizeit-kultur/stadtarchiv/lingener-stadtgeschichte-erleben/von-der-demokratie-zur-diktatur-lingen-1932-1933.html |titel=Von der Demokratie zur Diktatur – Lingen 1932–1933 |sprache=de |abruf=2023-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945]] wurden die 15 sogenannten [[Emslandlager]] errichtet: Konzentrationslager, Straflager und Kriegsgefangenenlager. Zwölf von ihnen lagen im heutigen Landkreis Emsland, die übrigen drei in benachbarten Gemeinden der Grafschaft Bentheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten in den Jahren 1945 bis 1947 im Rahmen des Besatzungsdienstes der [[British Army|britischen Armee]] [[Polnische Streitkräfte im Westen|polnische Truppen]] die Region.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Strebe: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Vor-70-Jahren-Die-letzten-Polen-ziehen-aus-Haren-an-der-Ems-ab Als es im Emsland eine polnische Besatzungszone gab.]&amp;#039;&amp;#039; Hannoversche Allgemeine, 13. September 2018 (abgerufen am 28. Oktober 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies waren Soldaten der [[Polnische Exilregierung|polnischen Exilregierung]], die vor den Nationalsozialisten und der [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|Sowjetischen Besetzung Ostpolens]] im Herbst 1939 nach Großbritannien geflohen und die nach dem Krieg wegen ihrer antikommunistischen Haltung nicht in die nunmehr kommunistische [[Volksrepublik Polen]] zurückkehren konnten. Sie waren durch den Verlauf der Geschichte in eine politische Sackgasse geraten. Zahlreiche deutsche Familien wurden umgesiedelt, um für die 20.000 polnischen Soldaten und deren Familien Platz zu machen, die 1948 das Emsland schließlich wieder mehrheitlich in Richtung [[Kanada]] verließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Rydel: &amp;#039;&amp;#039;Die polnische Besetzung im Emsland 1945–1948.&amp;#039;&amp;#039; Fibre, Osnabrück 2002, ISBN 3-929759-68-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bourtanger Moor 10.jpg|mini|Ein Blick über das Bourtanger Moor]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist das Emsland vor allem für seine tief gelegenen [[Moor]]gebiete, die rings um [[Papenburg]] ihre größte Ausdehnung haben. Ein Teil des westlichen Emslandes gehört zum [[Internationaler Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen|Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region erheben sich aber auch [[Geest]]rücken. Die beiden wichtigsten sind der [[Hümmling]] nördlich des Flusses [[Hase (Fluss)|Hase]] und die weniger bekannte aber etwas höhere [[Lingener Höhe]] weiter südlich. Der dritte wichtige Fluss in der Region neben Ems und Hase ist die [[Sagter Ems|Sater Ems]], denn sie ist nach dem alten Verwaltungszentrum [[Sögel]] benannt, die in [[Ostfriesland]] [[Leda (Fluss)|Leda]] heißt und die bei [[Leer (Ostfriesland)|Leer]] in die Ems mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landkreise und Kommunen im Emsland ==&lt;br /&gt;
;Westfälisches Emsland ([[Kreis Steinfurt]]):&lt;br /&gt;
[[Emsdetten]], [[Greven]], [[Rheine]], [[Saerbeck]] und [[Steinfurt]]&lt;br /&gt;
;Niedersächsisches Emsland ([[Landkreis Emsland]])&lt;br /&gt;
Einheitsgemeinden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Emsbüren]], [[Geeste]], [[Haren (Ems)]], [[Haselünne]], [[Lingen (Ems)]], [[Meppen]], [[Papenburg]], [[Rhede (Ems)]], [[Salzbergen]], [[Twist (Emsland)|Twist]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Samtgemeinden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Samtgemeinde Dörpen|Dörpen]], [[Samtgemeinde Freren|Freren]], [[Samtgemeinde Herzlake|Herzlake]], [[Samtgemeinde Lathen|Lathen]], [[Samtgemeinde Lengerich|Lengerich]], [[Samtgemeinde Nordhümmling|Nordhümmling]], [[Samtgemeinde Sögel|Sögel]], [[Samtgemeinde Spelle|Spelle]], [[Samtgemeinde Werlte|Werlte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Im Emsland wird noch häufig [[Niederdeutsche Sprache|Plattdeutsch]] gesprochen. Diese Sprache ist in den größeren Städten wie [[Lingen (Ems)|Lingen]], [[Meppen]] und [[Papenburg]] jedoch zunehmend vom Aussterben bedroht. Lediglich auf dem Lande ist die Sprache zumindest in der älteren und teilweise mittleren Generation noch allgemeine Umgangssprache. Allerdings zeigt eine Untersuchung von 2011, dass bei den jüngeren Schulkindern nur noch rudimentäre Sprachkenntnisse vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Das Emsland liegt im Übergangsgebiet zweier großer niederdeutscher Dialektgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Taubken]]: &amp;#039;&amp;#039;Niederdeutsche Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039;. In: Werner Franke, Josef Grave, Heiner Schüpp, Gerd Steinwascher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Emsland. Geographie, Geschichte, Gegenwart. Eine Kreisbeschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Meppen 2002, ISBN 3-930365-13-8, S. 316–332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölförderanlage im Emsland.jpg|mini|Ölförderanlage im [[Landkreis Grafschaft Bentheim]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Emsland galt früher als das „Armenhaus Deutschlands“, da es außer den Mooren zum Torfabbau kaum Industrien aufzuweisen hatte. 1951 wurde von der [[Kabinett Adenauer I|Bundesregierung]] zur regionalen Wirtschaftsförderung der so genannte [[Emslandplan]] beschlossen, durch den die [[Infrastruktur]] der Region ausgebaut und neue Unternehmen angesiedelt wurden. Bestehende Unternehmen erhielten Fördermittel. Bedeutende Unternehmen und Einrichtungen sind die [[Meyer Werft]], [[UPM Nordland Papier]], [[Wavin]] GmbH, [[Advanced Nuclear Fuels|ANF (Advanced Nuclear Fuels) GmbH]], die [[Automotive Testing Papenburg|Pkw-Teststrecke Papenburg]], das [[Kernkraftwerk Emsland]], die [[Bernard Krone Holding]] (Landmaschinen und Nutzfahrzeuge) und seit 2012 [[Enercon]] in Haren/Emmeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger zu Klampen: [https://www.nwzonline.de/wirtschaft/enercon-schafft-bis-zu-1000-arbeitsplaetze_a_3,0,3716735265.html &amp;#039;&amp;#039;Enercon schafft bis zu 1000 Arbeitsplätze.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nordwest-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. November 2008. Siehe aber Jörg Schürmeyer: [https://www.nwzonline.de/wirtschaft/aurich-westerstede-windenergieanlagenbauer-enercon-mehr-als-800-jobs-fallen-weg_a_50,2,577875993.html &amp;#039;&amp;#039;Mehr als 800 Jobs fallen weg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nordwest-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lange waren auch der ehemalige Kruppsche Schießplatz, heute [[Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition|Wehrtechnische Dienststelle 91]], und die [[Transrapid-Versuchsanlage Emsland]] (TVE) große Arbeitgeber. Seit Dezember 2004 ist die [[Bundesautobahn 31]], alternativ auch Emslandautobahn und (Ost-)Friesenspieß genannt, durchgehend fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Ihr Bau wurde – bisher einmalig in Deutschland – mit privaten Spendengeldern unterstützt und ermöglicht schnelle Verbindungen zwischen [[Nordsee]] und [[Ruhrgebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Diagramm Entwicklung Übernachtungszahlen.pdf|mini|Übernachtungsentwicklung Niedersachsen/Emsland seit 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Statistik&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das niedersächsische Emsland hat sich in den letzten Jahren, aus touristischer Sicht, von einem unbekannten Label zu einer beachteten Region entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: „Destination Brand 2009“, Institut für Management u. Tourismus (IMT) der FH Westküste&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Marke“ Emsland rangierte 2009 auf Länderebene ([[Niedersachsen]]), vor dem [[Weserbergland]] und der Region Hannover sowie hinter [[Ostfriesland]], im oberen Mittelfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Übernachtungszahlen lag in den Jahren 2005 bis 2010 deutlich über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt: 2009 kamen 99.000 Übernachtungsgäste mehr ins Emsland als noch 2005. Die Zahl der Übernachtungen stieg im gleichen Zeitraum um 272.000. Insgesamt wurden im Jahr 2009 1.598.116 Übernachtungen bei 497.431 Ankünften verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 nahm die Zahl der Übernachtungen nochmals um 7,8 Prozent auf insgesamt 1.757.607 zu. Bei den Gästeankünften konnte ein Anstieg von 4,6 Prozent auf insgesamt 534.996 verzeichnet werden. Damit weist die Beherbergungsstatistik des Emslandes im sechsten Jahr in Folge starke Zuwächse aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund für den Anstieg der Übernachtungszahlen ist im Lückenschluss der [[Bundesautobahn 31|A&amp;amp;nbsp;31]] im Jahr 2004 zu sehen, die das [[Ruhrgebiet]] mit der [[Nordsee]]küste verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der touristische Schwerpunkt liegt im [[Fahrradtourismus]]. Die Investitionen in den Ausbau der tourismusrelevanten Infrastruktur wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem Ausbau des Radwegenetzes, das mittlerweile rund 3.000 Kilometer umfasst, haben sich mit dem deutlichen Wachstum der Übernachtungszahlen bezahlt gemacht. Die Routenvielfalt, diverse Service-Angebote wie Gepäcktransfer, kostenlose GPS-Tracks und Routenplaner dienen der Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Eckdaten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.100 km ausgeschildertes Reitwegenetz&lt;br /&gt;
* [[Hünenweg]]: 200&amp;amp;nbsp;km langer Fernwanderweg, führt auch durch das Emsland&lt;br /&gt;
* Qualitätssiegel „Familienland Emsland“ für zertifizierte Betriebe und Unterkünfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst ==&lt;br /&gt;
Das Emsland war Heimat und Wirkungsstätte des 2010 verstorbenen Künstlers [[Beringer Altmann]], der in seinen Bildern und Graphiken vor allem die Moorlandschaften jener Gegend zum Anlass für Reflexionen über Mensch und Natur nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gut Altenkamp, Papenburg-Aschendorf.jpg|mini|Gut Altenkamp in Aschendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Clemenswerth.jpg|mini|[[Schloss Clemenswerth|Jagdschloss Clemenswerth]] bei Sögel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* Brennereimuseum [[Berentzen]] in [[Haselünne]]&lt;br /&gt;
* [[Emsflower]] in [[Emsbüren]]&lt;br /&gt;
* [[Gut Altenkamp]] in [[Aschendorf (Papenburg)|Aschendorf]]&lt;br /&gt;
* [[Gymnasialkirche zu Meppen]]&lt;br /&gt;
* Historisches Rathaus in [[Meppen]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Clemenswerth|Jagdschloss Clemenswerth]]&lt;br /&gt;
* Ludmillenhof in [[Sögel]]&lt;br /&gt;
* [[Meyer Werft]] in [[Papenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Hüvener Mühle]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Dankern]] in Haren (Ems)&lt;br /&gt;
* [[Speicherbecken Geeste]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster]] der [[Thuiner Franziskanerinnen]]&lt;br /&gt;
* [[Großsteingrab in der Kunkenvenne]] bei [[Thuine]]&lt;br /&gt;
* [[Transrapid-Versuchsanlage Emsland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
* [[Emslandmuseum Schloss Clemenswerth]] in Sögel&lt;br /&gt;
* [[Gedenkstätte Esterwegen]]&lt;br /&gt;
* Landwirtschaftsmuseum [[Rhede (Ems)]]&lt;br /&gt;
* [[Erdöl-Erdgas-Museum Twist]]&lt;br /&gt;
* Emslandmuseum [[Lingen (Ems)|Lingen]]&lt;br /&gt;
* [[Kunsthalle Lingen]]&lt;br /&gt;
* Heimathof Emsbüren&lt;br /&gt;
* Freilicht- und Heimatmuseum Haselünne&lt;br /&gt;
* [[Stadtmuseum Meppen]]&lt;br /&gt;
* Emsland [[Emsland Moormuseum|Moormuseum]] in Geeste-Groß [[Hesepe (Emsland)|Hesepe]]&lt;br /&gt;
* Emsland Archäologie Museum in Meppen&lt;br /&gt;
* [[Meppen-Haselünner Eisenbahn|Museumseisenbahn Hasetal-Express]]&lt;br /&gt;
* Von-Velen-Anlage in Papenburg&lt;br /&gt;
* [[Maritime Erlebniswelt Papenburg]]&lt;br /&gt;
* Schifffahrts-Freilicht-Museum in [[Papenburg]]&lt;br /&gt;
* Schifffahrtsmuseum Haren (Ems)&lt;br /&gt;
* Mühlenmuseum Haren (Ems)&lt;br /&gt;
* Papierwelt Dörpen&lt;br /&gt;
* Krone Museum in Spelle&lt;br /&gt;
* Feuerwehrmuseum Salzbergen&lt;br /&gt;
* Reedereimuseum im Kunsthaus in Haren (Ems)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutzgebiete ===&lt;br /&gt;
* [[Internationaler Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen]]&lt;br /&gt;
* Naturschutzgebiet „[[Hahnenmoor]]“ in [[Herzlake]]&lt;br /&gt;
* Naturschutzgebiet „[[Speller Dose]]“ in [[Spelle]]&lt;br /&gt;
* Naturschutzgebiet „[[Brualer Hammrich]]“ in [[Brual]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitzeugen der Geschichte ===&lt;br /&gt;
* Altstadt der Stadt Lingen&lt;br /&gt;
* Grabhügelfeld [[Männige Berge]] im [[Hümmling]]&lt;br /&gt;
* [[Straße der Megalithkultur]] (führt durch das Emsland)&lt;br /&gt;
* [[Hügelgräberheide Halle-Hesingen]]&lt;br /&gt;
* [[Gräberfeld am Spöllberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Emsland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (alphabetisch sortiert) ==&lt;br /&gt;
* [[Emsländische Geschichte]], Jahrbuch&lt;br /&gt;
* Emsländischer Heimatbund (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturschutz im Emsland.&amp;#039;&amp;#039; Emsländischer Heimatbund, Sögel 1988, ISBN 3-88077-070-0.&lt;br /&gt;
* Emsländischer Heimatbund (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Speerspitzen und Steingräbern. Ur- und Frühgeschichte im Emsland.&amp;#039;&amp;#039; Emsländischer Heimatbund, Sögel, 1982, {{Falsche ISBN|3-88077-104-X}}.&lt;br /&gt;
* Emsländische Landschaft und Bezirksregierung Weser-Ems (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Emslanderschließung. Eine Handreichung für den Unterricht in siebten bis zehnten Klassen.&amp;#039;&amp;#039; (Endredaktion: Helmut Lensing). Emsländischer Heimatbund, Sögel 2000, ISBN 3-925034-31-5. (kommentierte Quellensammlung).&lt;br /&gt;
* Manfred Fickers: Enttäuschte Erwartungen – Die Eisenbahn und die wirtschaftliche Entwicklung im südlichen Emsland von 1804 bis 1880, in: &amp;#039;&amp;#039;Emsländische Geschichte 19&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, Haselünne 2012, S.&amp;amp;nbsp;63–216.&lt;br /&gt;
* Werner Franke u.&amp;amp;nbsp;a., Horst Bechtluft (Fotos); Emsländischer Heimatbund (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Moor im Emsland&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Reihe Emsland – Raum im Nordwesten&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;1, 2. Auflage. Emsländischer Heimatbund, Sögel 1984, {{Falsche ISBN|3-88077-101-X}}.&lt;br /&gt;
* Werner Franke, Josef Grave, Heiner Schüpp, Gerd Steinwascher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Emsland. Geographie, Geschichte, Gegenwart. Eine Kreisbeschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag des Landkreises Emsland, Meppen 2002, ISBN 3-930365-13-8.&lt;br /&gt;
* Christof Haverkamp: &amp;#039;&amp;#039;Das Emsland – Ein illustriertes Reisehandbuch&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Bremen 2008, ISBN 3-86108-473-2.&lt;br /&gt;
* Peter Heuvels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben im Emsland. Begleitbuch zu der Ausstellung im Foyer des Hümmling-Gymnasiums in Sögel, 6. bis 24. November 1988&amp;#039;&amp;#039;. Katholischen Bildungswerk Aschendorf-Hümmling, Sögel 1988.&lt;br /&gt;
* [[Richard Hugle]]: &amp;#039;&amp;#039;Neubildung deutschen Bauertums im Emsland: Die Erschließung von „Rhede-Brual“, eine landesplanerische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Oldenburg 1937.&lt;br /&gt;
* Richard Hugle u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das hannoversche Emsland, ein Raumordnungsplan nach den Grundsätzen der Landesplanung&amp;#039;&amp;#039;. Hannover 1950.&lt;br /&gt;
* Rainer A. Krewerth, Helmut Tecklenburg (Fotos): &amp;#039;&amp;#039;Nostalgiepättken, im Emsland zu Gast – Reiseskizzen aus Museen, Heide und Moor, aus Städten und alten Dörfern zwischen Emsbüren und Papenburg&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Emsland – Raum im Nordwesten&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;0, 3. Auflage, Emsländischer Heimatbund, Sögel 1983, {{Falsche ISBN|3-88077-100-X}}.&lt;br /&gt;
* Helmut Lensing: &amp;#039;&amp;#039;Die „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ (NSDAP) im Emsland von ihren Anfängen bis zum Beginn der NS-Diktatur&amp;#039;&amp;#039;, in: Emsländische Geschichte 20, hrsg. von der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, Haselünne 2013, S.&amp;amp;nbsp;258–481.&lt;br /&gt;
* Karl-Eberhard Nauhaus: &amp;#039;&amp;#039;Das Emsland im Ablauf der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Emsländischer Heimatbund, Sögel 1984, ISBN 3-925034-00-5.&lt;br /&gt;
* Landkreis Emsland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturführer des Landkreises Emsland: Baudenkmale.&amp;#039;&amp;#039; Meppen 1993, ISBN 3-930365-00-6.&lt;br /&gt;
* Erhard Nerger und Tobias Böckermann: &amp;#039;&amp;#039;Natur im Emsland. Moore, Wasser, Wälder.&amp;#039;&amp;#039; Steinfurt 2009&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=David Reinicke&lt;br /&gt;
   |Titel=Die „Moor-SA“: Siedlungspolitik und Strafgefangenenlager im Emsland 1934–1942&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wallstein Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Göttingen&lt;br /&gt;
   |Datum=2022&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8353-4803-5&lt;br /&gt;
   |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* Bernd Robben: &amp;#039;&amp;#039;Der Schwund der plattdeutschen Sprache in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim – Zwei Untersuchungen von 1990 und 2011&amp;#039;&amp;#039;. In: Emsländische Geschichte 18, hrsg. von der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, Haselünne 2011, S.&amp;amp;nbsp;101–138.&lt;br /&gt;
* Hermann Schultz, R. Holland: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Landeskunde des hannoverschen Emslandes, insbesondere der Erschließungs- und Meliorationsmaßnahmen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft zum Studium Niedersachsens&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;43, Stalling, Oldenburg 1939, {{DNB|578841096}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Landkreis Emsland}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.emsland.de/ Offizielle Seite des Landkreises Emsland]&lt;br /&gt;
* [https://www.niedersaechsische-bibliographie.de/REL?PPN=1042598940 Literatur über das Emsland] in der [[Niedersächsische Bibliographie|Niedersächsischen Bibliographie]]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4014622-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Emsland| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ems)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jüppken</name></author>
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