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	<title>Emma Sachse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T08:03:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emma_Sachse&amp;diff=2322510&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lotse-zwei: /* Weblinks */ Webarchiv</title>
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		<updated>2025-01-15T21:22:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Webarchiv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df pk 0000215 027 Porträt.jpg|mini|Emma Sachse auf der Ersten Delegiertenkonferenz der Frauenausschüsse 1946 in Berlin]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emma Sachse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Claus&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Mai]] [[1887]] in [[Göttingen]]; † [[24. Januar]] [[1965]] in [[Leipzig]]) war eine [[deutsche]] [[Frauenpolitik]]erin, [[Landespolitik]]erin ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]/[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]) und Landesvorsitzende der [[Arbeiterwohlfahrt|AWO]] in [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sachse entstammte einer [[Mehrkindfamilie|kinderreichen]] Familie. Ihr Vater war ungelernter [[Wegewart|Wegewärter]], die Mutter und die Kinder haben durch [[Heimarbeit]] die Familie mit unterhalten. Sie besuchte sechs Klassen der [[Volksschule]] und half nach dem Schulunterricht wie die anderen in der Familie beim Abwiegen und Einpacken von [[Seife]]npulver für eine Seifenfabrik. Nach dem Ende ihrer Schulzeit arbeitete sie als [[Muhme|Kinderwärterin]] in anderen Familien. Als 15-Jährige wurde sie [[Dienstmädchen]] in Leipzig und erlebte den [[diametral]]en Gegensatz in den Lebensmöglichkeiten zwischen den unterdrückten und den herrschenden [[Klasse (Soziologie)|Klassen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 lernte sie dort ihren künftigen Ehemann – einen [[Drucker (Beruf)|Buchdrucker]] aus [[Altenburg]] – kennen, den sie 1909 heiratete. Sie bildete sich durch die sozialistische Tagespresse „[[Leipziger Volkszeitung]]“ und die Frauenzeitschrift „[[Die Gleichheit]]“ weiter und wurde eine engagierte Kämpferin für den [[Sozialismus]], eine unterdrückungsfreie und frauenfreundliche Gesellschaft. 1913 zog sie mit ihrem Mann nach Altenburg, wo dieser für die „[[Altenburger Volkszeitung]]“ arbeitete. 1914 trat sie in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] (SPD) ein und setzte sich seither für die Anerkennung der [[Frauenrechte]] – bei der eigenen Partei beginnend – in der ganzen Gesellschaft ein. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vertrat Emma Sachse – inzwischen mit Thüringer [[Staatsangehörigkeit]] –, die sozialistischen Frauen Ostthüringens auf einer Reichsfrauentagung der SPD in [[Kassel]], der weitere folgten. Sie engagierte sich in verschiedenen Parteigremien, auf Parteitagen und war von 1927 bis 1933 Angehörige des Parteiausschusses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1920 gehörte sie ununterbrochen dem [[Thüringer Landtag (Weimarer Republik)|Thüringer Landtag]] an. Von den insgesamt sieben weiblichen Abgeordneten im Landtag waren Emma Sachse und [[Marie Schulz]] als einzige über einen längeren Zeitraum kontinuierlich vertreten. Emma Sachse war ab 1932 die einzige weibliche Abgeordnete, die sowohl im [[Haushaltsausschuss]], im Ausschuss für [[Gesetzgebung]] und [[Verwaltung]], im Ausschuss für Gesetzgebung und [[Sozialpolitik]] sowie als Stellvertreterin im [[Petitionsausschuss|Gesuchsausschuss]] tätig wurde. 1928 und 1932 war Sachse [[Kandidat]]in für die Wahlen zum [[Reichstag (Weimarer Republik)|Deutschen Reichstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der [[Weimarer Republik]] setzte sie sich für die Gründung von Frauengruppen ihrer Partei wie auch für die Gründung von Ortsgruppen der [[Arbeiterwohlfahrt]] (AWO) ein. Ab 1929/30 übernahm sie den Vorsitz im AWO-Landesausschuss des Bezirkes Großthüringen und half dabei mit, das Elend vieler Arbeiterfamilien zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübertragung an die NSDAP]] 1933 wurde Emma Sachse in „[[Schutzhaft]]“ genommen und kam in das Altenburger [[Gefängnis]]. Nach ihrer Entlassung arbeitete sie als „Reisende mit [[Textilwaren]]“, während ihr Mann und ihr Sohn sechs Jahre lang keine Arbeit fanden. In dieser Zeit lernte sie viele [[Antifaschist]]en kennen, die sie unterstützten, bis sie später selbst an der [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsbewegung]] teilnahm. Im August 1944 wurde sie im Rahmen der „[[Aktion Gitter]]“ erneut verhaftet und in das [[KZ Ravensbrück]] deportiert. Hier lernte sie die ehemalige [[KPD]]-Reichstagsabgeordnete [[Johanna Himmler]] kennen, deren Freundschaft ihr das Überleben erleichterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Als die NS-Herrschaft beseitigt war, nahm Sachse am 15. Juni 1945 an den Gründungsveranstaltungen von SPD und [[FDGB]] in [[Berlin]] teil, bevor sie am 29. Juni 1945 nach Altenburg zurückkehrte und dort ihre politische Arbeit wieder aufnahm. Eines ihrer politischen Ziele war die Herstellung der Arbeitereinheit, die sie als Voraussetzung für eine sozialistische Entwicklung ansah. Sie engagierte sich im Vorstand der [[Sozialversicherung]]sanstalt Thüringen, im Kreisvorstand der SPD, in der Stadtverwaltung, im Ausschuss „[[Opfer des Faschismus]]“ sowie im [[Umsiedler]]ausschuss und Ernährungsbeirat. Sie zählte zu den Spitzenfunktionären der SED im Landesvorstand Thüringen und im Parteivorstand in Berlin, wo sie sich für die Streichung des [[Schwangerschaftsabbruch|Paragrafen 218]] BGB engagierte. Sie leitete den Antifa-Frauenausschuss in Altenburg und im Landkreis. Bis September 1948 war sie Kreisfrauenreferentin des [[Demokratischer Frauenbund Deutschlands|Demokratischen Frauenbundes Deutschlands]] (DFD). Emma Sachse gehörte in der Nachkriegszeit der [[Beratende Landesversammlung (Thüringen)|Beratenden Landesversammlung]] an. Im I. und II. [[Thüringer Landtag (1946–1952)|Thüringer Landtag]] führte sie ihre parlamentarische Arbeit fort und arbeitete schwerpunktmäßig in den Bereichen Sozialpolitik und Frauenarbeit. In der Jahresmitte 1948 wurde sie in einen halbjährigen Erholungsurlaub geschickt, aber nach ihrer Rückkehr erhielt sie als ehemals führendes SPD-Mitglied keine bedeutende politische Funktion mehr. In lokalen Bereichen: als Vorsitzende der [[Volkssolidarität]] Altenburg und in örtlichen Parteigremien war sie aber weiterhin tätig. Im höheren Alter übersiedelte sie nach Leipzig und arbeitete dort in der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Klara Zetkin]], eine Tochter des deutschen Volkes&amp;#039;&amp;#039;, Altenburg [Ernst-Thälmann-Str. 8] : Sozialistische Einheits-Partei Deutschlands, Kreisvorst. Altenburg, Frauenabt., [1947]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Emma-Sachse-Ehrung&amp;#039;&amp;#039; als höchste Auszeichnung der AWO Thüringen wird seit 1999 einmal im Jahr für besondere Verdienste im Rahmen des jährlichen AWO-Balles verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Preisträger sind u.&amp;amp;nbsp;a.:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://awothueringen.de/awo-landesverband/ueber-die-awo/emma-sachse-ehrung awothueringen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1999 Erika Schneider&lt;br /&gt;
* 2000 Werner Voigt&lt;br /&gt;
* 2001 Hildegard Fischer&lt;br /&gt;
* 2002 Herta Rudloff&lt;br /&gt;
* 2003 Johanna Tietsch&lt;br /&gt;
* 2004 Teresa Kettner;&lt;br /&gt;
* 2005 Ursula Gräbedünkel&lt;br /&gt;
* 2006 Konrad Eberitzsch&lt;br /&gt;
* 2007 Ilse Börner&lt;br /&gt;
* 2008 Gudrun Dietrich&lt;br /&gt;
* 2009 Ilona Holz&lt;br /&gt;
* 2010 Rosemarie Selle&lt;br /&gt;
* 2011 Walter Thomas&lt;br /&gt;
* 2012 Anni Ortloff&lt;br /&gt;
* 2013 Wolfgang Metz&lt;br /&gt;
* 2014 Gerhard Dittel&lt;br /&gt;
* 2015 Gudrun Becker&lt;br /&gt;
* 2016 Roswitha Jendrzeyewski&lt;br /&gt;
* 2017 Bernhard Maak&lt;br /&gt;
* 2018 Lore Mikolajczyk&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insuedthueringen.de/inhalt.erfurt-lauscha-sozialverband-wuerdigt-das-wirken-seines-sonneberger-zugpferdes.55428577-0de9-419e-9ce7-1aaec33cefad.html insuedthueringen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2019 Karl-Heinz Stengler&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awo-gotha.de/aktuelles/news-detail/news/emma-sachse-ehrung-fuer-dr-karl-heinz-stengler awo-gotha.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Landtag, Schriften zur Geschichte des Parlamentarismus in Thüringen&amp;#039;&amp;#039;, Band 20 „Jetzt endlich können die Frauen Abgeordnete werden!“,Hain-Verlag Weimar, 1. Auflage 2003, ISBN 3-89807-039-5&lt;br /&gt;
* [[Heike Stange]]: &amp;#039;&amp;#039;„...scharf, aber sachlich“ Emma Sachse (1887–1965)&amp;#039;&amp;#039;, in: Gelebte Ideen. Sozialisten in Thüringen. Biographische Skizzen, Hg. Mario Hesselbarth, Eberhart Schultz, Manfred Weißbecker, Jena 2006, ISBN 3-935850-37-9&lt;br /&gt;
* [[Steffen Kachel]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein rot-roter Sonderweg? Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen 1919 bis 1949&amp;#039;&amp;#039;, = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe Band 29, S. 563, ISBN 978-3-412-20544-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=https://www.dein-landtag.de/fileadmin/Redaktion/Landingpage/Historische_Ausstellung/Tafeln_Biografie_Abgeordnete/Tafeln_SPD_8v12_Sachse.pdf | wayback=20220126043628 |text=Emma Sachse bei dein-landtag.de (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB)}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.awothueringen.de/de/landesverband/verband/geschichte-der-awo/biographie-von-emma-sachse.html | wayback=20130220060235 |text=Die Biographie der Emma Sachse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129031739|VIAF=69997391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sachse, Emma}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Thüringen 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Land Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AWO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFD-Funktionärin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Parteivorstandes der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Aktion Gitter (1944)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sachse, Emma&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Claus, Emma (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Politikerin (SPD/SED), MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Mai 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Januar 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lotse-zwei</name></author>
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