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	<title>Emil von Zelewski - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-16T05:39:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:LintErrors/missing-end-tag&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Spezial:LintErrors/missing-end-tag (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;End-Tag fehlt&lt;/a&gt; kursiv nicht beidseitig geschlossen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Emil von Zelewski.jpg|mini|hochkant|Emil von Zelewski (vor 1891)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil von Zelewski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1854]] in [[Będargowo (Szemud)|Bendargau]]; † [[17. August]] [[1891]] bei [[Lugalo (Ort)|Lugalo]]) war ein preußischer Offizier [[Kaschuben|kaschubischer]] Abstammung. Als Kommandeur der [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika]] führte er diese gegen die [[Hehe]] in ihre erste größere Niederlage im [[Iringa]]-Hochland des heutigen [[Tansania]], bei der er getötet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Emil von Zelewski wurde in Bendargau im [[Provinz Westpreußen|westpreußischen]] Kreis [[Wejherowo|Neustadt]] geboren. Er trat in die [[Preußische Armee]] ein und diente im [[2. Oberrheinisches Infanterie-Regiment Nr. 99|Infanterie-Regiment Nr. 99]] in [[Posen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beamter der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
1886 schied er als [[Premierleutnant]] aus der Armee und trat in die Dienste der [[Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft|Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft]] (DOAG). Im August 1888 wurde er in die Stadt [[Pangani (Tansania)|Pangani]] entsandt, die zum [[Sultanat Sansibar]] gehörte, um hier die Gesellschaft zu vertreten. Hier wurde das herrische Auftreten Zelewskis zu einem Auslöser für den [[Aufstand der ostafrikanischen Küstenbevölkerung]] gegen die DOAG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft hatte 1887 einen Küsten- und Zollvertrag mit dem Sultan abgeschlossen. Gegen eine jährliche Pacht übernahm sie die Verwaltung des Festlandsstreifens von Sansibar und erhob Zölle. Als die DOAG im August 1888 versuchte, die Verwaltung der Küstenorte zu übernehmen, stieß dies auf breite Ablehnung der Bevölkerung, die sich vom Sultan verraten sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Aufstand in Pangani ===&lt;br /&gt;
Zur offenen Empörung führte das herrische Auftreten von Zelewski gegenüber dem örtlichen [[Wali (Gouverneur)|Wali]] des Sultans und der Missachtung der Sultansfahne beim Hissen der DOAG-Fahne. Der österreichische Konsul Fuchs in Sansibar berichtete danach an seinen Außenminister in [[Wien]], „…daß der Beamte der deutsch ostafrikanischen Gesellschaft den Fehler beging, den Wali von Pangani in einer Moschee, welche Gebäude hierzulande von keinem Nichtmoslim betreten werden dürfen, zu verfolgen, wobei noch der unglückliche Umstand eintrat, daß die Hunde des Beamten ihm in die Moschee nachliefen – dieser ganze Vorfall wird zwar von deutscher Seite offiziell geleugnet, wurde mir aber von einem Augenzeugen – … einem österreichischen Staatsangehörigen im Vertrauen als richtig bestätigt.“ Zudem fand dieser Vorfall am [[Opferfest]], einem der höchsten islamischen Feiertage, statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Köfler, Walter Sauer: {{Webarchiv |url=http://www.sadocc.at/forschung/bushiri.shtml |text=&amp;#039;&amp;#039;Scheitern in Usambara&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080501000350}} In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039; 53 (1998/1) 1–25 – Wien 1998, bei Anm. 39 und 40&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unruhen in Pangani wurden zum Auslöser des zwei Jahre währenden [[Aufstand der ostafrikanischen Küstenbevölkerung|Aufstandes der Küstenbevölkerung]] unter Führung von [[Buschiri bin Salim]], bei dem die Herrschaft der DOAG vollständig zusammenbrach. Das Deutsche Reich setzte Marineinfanterie von Schiffen der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] ein und schickte [[Hermann von Wissmann]] als Reichskommissar nach Ostafrika, der mit einer eilig angeworbenen Truppe aus deutschen Offizieren und afrikanischen Söldnern die Aufstandsbewegung niederschlagen sollte. Das Schutzgebiet ging anschließend von der DOAG auf das Deutsche Reich über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil von Zelewski trat 1889 in die Truppe Wissmanns ein, beteiligte sich an der Erstürmung von Buschiris Lager sowie der Einnahme von Pangani und [[Saadani]]. Er wurde schließlich zum Chef der Wissmanntruppe in [[Kilwa Kivinje|Kilwa]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommandeur der Schutztruppe ===&lt;br /&gt;
Am 1. April 1891 trat er die Nachfolge Wissmanns als Kommandeur in Deutsch-Ostafrika an. Durch ein Reichsgesetz vom 22. März 1891 war die [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika]] als militärische Streitmacht des Reiches eingerichtet und die private Wissmanntruppe in sie integriert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung der Küste versuchten die Deutschen, ihre Macht auch im Inland zu konsolidieren. Dazu war vor allem die Sicherung der [[Karawane]]nwege zwischen Küste und [[Ujiji]] am [[Tanganjikasee]] nötig. Sie entsprechen in etwa der Linie, auf der später die [[Mittellandbahn]] gebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gebiet stieß die deutsche Kolonialmacht auf den expandierenden Einflussbereich des [[Hehe]]-Volkes, das unter seinen Häuptlingen [[Munyigumba Muyinga]] und [[Chief Mkwawa|Mkwawa]] seit den 1860er Jahren weite Teile des südlichen Hochlandes unter seine Kontrolle gebracht hatte. Die Züge der Hehe erstreckten sich bis in den Bereich der Karawanenstraße. Es kam auch zu Angriffen auf Volksstämme, die die deutsche Oberherrschaft anerkannt hatten. Deshalb wurde in der neuen Hauptstadt [[Daressalam]] der Beschluss gefasst, eine „[[Strafexpedition]]“ gegen die Hehe zu unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod in Lugalo ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Memorial Rugaro German East Africa.jpg|mini|hochkant|Das Zelewski-Denkmal bei Lugaro]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gefecht bei Rugaro}}&lt;br /&gt;
Die erste bedeutende Aktion von Zelewski als Kommandeur war zugleich seine letzte. Im Juli 1891 marschierte er mit einem [[Bataillon]] der Schutztruppe (drei Kompanien mit 13 Offizieren, 320 Askaris, 170 Trägern sowie Maschinengewehren und leichten Feldgeschützen) von der ostafrikanischen Küste aus in Richtung Heheland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zelewski verlegte sich dabei auf eine Kriegsführung der [[Verbrannte Erde|verbrannten Erde]], wie er sie aus der Bekämpfung des Küstenaufstandes kannte. Am 30. Juli 1891 notierte er „eine befestigte Siedlung mit 20 Granaten und 850 [[Maxim-Maschinengewehr|Maximpatronen]] beschossen“, am 5. und 6. August 1891 brannten 25 Gehöfte nieder, am 15. und 16. August 1891 weitere 50 Gehöfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Morlang: [http://www.zeit.de/1998/32/Sie_haben_es_so_gewollt &amp;#039;&amp;#039;Sie haben es so gewollt.&amp;#039;&amp;#039; der Vernichtungsfeldzug gegen das Volk der Hehe in Ostafrika.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 32/1998, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mkwawa und sein Bruder [[Mpangie]] hatten inzwischen ihre Krieger zusammengezogen und warteten darauf, dass ihnen die Schutztruppe in den [[Hinterhalt]] ging. Zelewski, der auf Aufklärungspatrouillen verzichtete, marschierte am 17. August 1891 bei Lugalo (frühere deutsche Schreibweise: Rugaro)&amp;lt;ref&amp;gt;In einer Reihe von Bantusprachen wird nicht zwischen den für europäische Ohren gewöhnlichen Lauten „L“ und „R“ unterschieden, weshalb die Aussprache und Schreibweise oftmals nicht einheitlich sind oder wechseln.&amp;lt;/ref&amp;gt; mitten in Mkwawas in Busch und hohem Gras getarnte Armee hinein und wurde von bis zu 3.000 Hehe angegriffen. Innerhalb von zehn Minuten waren Zelewski und die Mehrzahl seiner Leute tot. Zwei deutschen Leutnants und zwei Unteroffizieren gelang mit zwei [[Effendi]]s, 62 [[Askari]]s, 74 Trägern, vier Eseln und einem Teil des Gepäcks die Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort des Gefechts wurde wenige Jahre später eine kleine Pyramide mit einer Erinnerungstafel der deutschen Gefallenen errichtet – das &amp;#039;&amp;#039;Zelewski-Denkmal&amp;#039;&amp;#039; (siehe Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Ein sehr weit entfernter Cousin von Emil von Zelewski war [[Erich von dem Bach-Zelewski]], der als [[SS-Obergruppenführer]] in Russland [[Partisan#Partisanenbekämpfung im Zweiten Weltkrieg|Partisanenbekämpfung]] betrieb und maßgeblich an Vernichtungsaktionen in der [[Sowjetunion]] beteiligt war. Im August 1944 befehligte er die Niederschlagung des [[Warschauer Aufstand]]es. Sein Biograf Blood vertritt fälschlicherweise die Ansicht, dass das Schicksal des vermeintlichen Onkels als Familienschande empfunden wurde, weil er im Kampf gegen „minderwertige“ Afrikaner besiegt wurde. Dies sei einer der Antriebe für die Grausamkeiten gewesen, zu denen der „Neffe“ sich berufen fühlte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Kreutz: &amp;#039;&amp;#039;Erich von dem Bach-Zelewski: Karrieren der Gewalt zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2025, S.&amp;amp;nbsp;29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Morlang: &amp;#039;&amp;#039;Sie haben es so gewollt. der Vernichtungsfeldzug gegen das Volk der Hehe in Ostafrika.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 32/1998 ([https://www.zeit.de/1998/32/Sie_haben_es_so_gewollt zeit.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Barbara Köfler, Walter Sauer: [http://www.sadocc.at/forschung/bushiri.shtml#_ftn41 &amp;#039;&amp;#039;Scheitern in Usambara&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039; 53 (1998/1) 1–25 – Wien 1998. Aufsatz über die Baumann-Expedition mit vielen Informationen zum Küstenaufstand.&lt;br /&gt;
* Jan-Bart Gewald: [http://www.ntz.info/gen/n00958.html &amp;#039;&amp;#039;Lieutenant von Zelewski&amp;#039;&amp;#039;] auf ntz.info&lt;br /&gt;
* [http://www.ascleiden.nl/Pdf/workingpaper63.pdf &amp;#039;&amp;#039;Colonial Warfare: Hehe and World War One, the wars besides Maji Maji in south-western Tanzania&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 78 kB) ASC Working Paper 63/2005&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.mkwawa.com/day1lugalo.asp |text=Der Kampf bei Lugalo |wayback=20090105174507}} auf mkwawa.com&lt;br /&gt;
* Paul Beck: [http://www.savageandsoldier.com/articles/africa/GermanWars.html &amp;#039;&amp;#039;German Colonial Wars&amp;#039;&amp;#039;.] Schilderung von Zelewskis Zug gegen Mkwawa&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/042357}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1058623435|VIAF=310692702}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zelewski, Emil von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Schutztruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsch-Ostafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaschube]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zelewski, Emil von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Offizier kaschubischer Abstammung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bendargau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. August 1891&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Lugalo (Ort)|Lugalo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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