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	<title>Emil von Rintelen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T07:01:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_von_Rintelen&amp;diff=1125075&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 5. Juli 2025 um 09:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-05T09:14:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Otto Paul von Rintelen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Januar]] [[1897]] in [[Stettin]]; † [[24. Juni]] [[1981]] in [[Düsseldorf]]) war ein deutscher [[Diplomat]] und [[Botschafter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er entstammte einem alten [[Herford]]er [[Stadtrat|Ratsgeschlecht]] und war der Sohn des [[Preußen|königlich preußischen]] [[Generalleutnant]]s [[Wilhelm von Rintelen|Wilhelm Rintelen]] (1855–1938), der im Jahr 1913 mit allen Nachkommen in den preußischen erblichen [[Adel]]sstand erhoben wurde, und der &amp;#039;&amp;#039;Hedwig Russell&amp;#039;&amp;#039; (1865–1953).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rintelen trat 1921 in den [[Diplomatischer Dienst|diplomatischen Dienst]] ein. 1923 wurde er [[Legationssekretär]] an der deutschen Botschaft in [[Paris]], 1929 [[Gesandtschaftsrat]] in [[Warschau]] und 1936 [[Legationsrat|Vortragender Legationsrat]] im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]]. Am 11. Januar 1940 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Februar desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.467.464),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/35041031&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenfalls 1940 wurde er [[Gesandter]] und [[Ministerialdirigent]] in der Politischen Abteilung. Von 1941 bis März 1943 gehörte er dem persönlichen Stab des Reichsaußenministers [[Joachim von Ribbentrop]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee498&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, zweite, aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 498.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. August 1942 leitete er ein Telegramm im reisenden Stab von Ribbentrop nach Berlin weiter, das auf die geplante Deportation und Ermordung der rumänischen Juden einging: „Es ist vorgesehen, die Juden aus Rumänien, beginnend etwa mit dem 10. September 1942, in laufenden Transporten nach dem [[KZ Majdanek|Distrikt Lublin]] zu verbringen, wo der arbeitsfähige Teil arbeitseinsatzmäßig angesetzt [sic!] wird, der Rest der [[Sonderbehandlung]] unterzogen werden soll.“ In der schriftlichen Urteilsbegründung im Wilhelmstraßenprozess vom April 1949 wurde fälschlicherweise er als Verfasser genannt, obwohl die Akte selber klar den Tatbestand der bloßen Weiterleitung aufzeigt, die zudem einer Behinderung dieses Vorganges der SS dienen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Darstellung bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Taschenbuch 2005, S. 498, dort zitiert nach Léon Poliakov und [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Diener. Auswärtiges Amt, Justiz und Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 1989 liegt mit der Nennung Rintelens als Verfasser falsch, bei Poliakov/Wulf ist hingegen auf S. 66 der Kontext der Weiterleitung erkennbar. Nach einer ersten Auflage des Buches von 1956 musste der Araniverlag den anfangs ebenfalls verkürzt dargestellten Sachverhalt auf Klage von Rintelen korrigieren. Neben der erfolgreichen Klage (Urteil OLG Düsseldorf vom 12. März 1957) haben die Tageszeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; am 12. und 13. Januar 1957 Gegendarstellungen veröffentlicht. Siehe auch am 5. Februar 1957 die Buchbesprechung im &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039; mit deutlichem Hinweis auf die genannten Fehler durch den Urteilstext in Nürnberg und der entsprechenden Darstellung im Buch. Zum Beweggrund der Behinderung der SS gibt es nur die Eigenaussage Rintelens in seinen Memoiren, siehe hierzu das Feld Diskussion.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wurde er zum „Botschafter zur besonderen Verwendung“ (z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V.) ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Seabury, der Unterlagen des [[Wilhelmstraßen-Prozess]]es auswertet, nennt Rintelen schon 1954 Ribbentrops „Sonderberater“, der parallel zu [[Fritz Berber]] und [[Paul Karl Schmidt]] in drei getrennten Teams „Material für die Planung der zukünftigen [[Nationalsozialistische Europapläne|neuen Ordnung Europas]] sammeln und bearbeiten“ sollte. [[Hans Heinrich Lammers]] vom Auswärtigen Amt durfte manchmal auch dabei sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Seabury, S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rintelen trat 1940 aus Karrieregründen in die NSDAP ein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library2.lawschool.cornell.edu/donovan/pdf/Batch_8/Vol_XVII_53_058_03.pdf &amp;#039;&amp;#039;Report of Interrogation – P/W: Von Rintelen, Emil&amp;#039;&amp;#039;], Vernehmungsunterlagen, 24. Oktober 1945 (englisch; pdf; 22,21&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ende 1944 fertigte er ein Gutachten zu den Arbeitsbereichen des Auswärtigen Amtes an.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Das AA ist mit seiner Organisation und Struktur so aufgebaut, daß es dem Außenminister als kompaktes, einheitliches Instrument zur Verfügung steht und ihm die Ausübung der ... Pflichten ermöglicht: 1. ihn selbst über alle politischen Entwicklungen im Auslande auf dem laufenden zu halten ..., damit er zu jeder Zeit dem [[Adolf Hitler|Führer]] ein verläßliches Bild der diplomatischen Lage übermitteln kann; 2. die Verwaltung eines Apparates, der die schnelle Verwirklichung aller politischen Pläne und Absichten des Führers garantiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Seabury, S. 215. Seabury nennt Rintelen zu dieser Zeit einen „Adjutanten“ Ribbentrops.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund war ein möglicher Personalabbau zugunsten von Kriegseinsätzen. Rintelen betonte ausführlich den Wert der Aufgabenerfüllung der traditionellen Bereiche, während er den von den Nationalsozialisten besetzten Bereichen „Inland I“ und „Inland II“, die unter anderem bei der Judenverfolgung mitarbeiteten, marginal nur eine Art Verbindungsdienstcharakter unterstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bekam deswegen den Ärger des führenden NS-Vertreters [[Eberhard von Thadden]] im Auswärtigen Amt zu spüren.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu [[Hans-Jürgen Döscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Berlin 1987&amp;#039;&amp;#039;, S. 289&amp;amp;nbsp;ff., und [[Hermann Weiß (Historiker)|Hermann Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zum Dritten Reich]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 378&amp;amp;nbsp;f. Dieser wird von Rainer Sieb: &amp;#039;&amp;#039;Der Zugriff der NSDAP auf die Musik. Zum Aufbau von Organisationsstrukturen für die Musikarbeit in den Gliederungen der Partei&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation (S. 92), Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück, Osnabrück 2007, falsch zitiert, weswegen dort genau gegenteilig zu lesen ist, dass Rintelen noch 1944 NS-Stellen verteidigt haben soll.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rintelen wurde nach Kriegsende von den USA interniert, die ihn aber nur als Zeugen nutzten, nachdem er selbst nicht belastet war. Er arbeitete dann als Berater des Industriellen [[Günther Henle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rintelen heiratete am 26. Juni 1926 in [[Königswinter]] &amp;#039;&amp;#039;Margarete Schulte Moenting&amp;#039;&amp;#039; (* 23. Dezember 1898 in [[Köln]]; † 3. Mai 1969 in Düsseldorf), die Tochter des [[Industrieller|Industriellen]] &amp;#039;&amp;#039;Ernst Schulte Moenting&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Maria Pickhardt&amp;#039;&amp;#039;. Das Ehepaar hatte vier Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eckart Conze]], [[Norbert Frei]], [[Peter Hayes (Historiker)|Peter Hayes]] und [[Moshe Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Amt und die Vergangenheit]]. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; Karl Blessing Verlag, München 2010, ISBN 3-89667-430-7, ISBN 978-3-89667-430-2.&lt;br /&gt;
* [[Genealogisches Handbuch des Adels]], &amp;#039;&amp;#039;Adelige Häuser B&amp;#039;&amp;#039;, Band XXI, S. 464, Band 108 der Gesamtreihe. C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1995, ISBN 3-7980-0700-4.&lt;br /&gt;
*Paul Seabury: &amp;#039;&amp;#039;Die Wilhelmstrasse.&amp;#039;&amp;#039; Nest, Frankfurt 1956 (engl. NY 1954), passim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133730050|VIAF=38115306}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rintelen, Emil von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rintelen, Emil von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rintelen, Emil Otto Paul von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat und Botschafter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stettin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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