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	<title>Emil Welti - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Voyager am 17. März 2026 um 16:27 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesrat Emil Welti.jpg|mini|Emil Welti (1887), gemalt von [[Karl Stauffer-Bern]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Emil Welti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1825]] in [[Bad Zurzach|Zurzach]]; † [[24. Februar]] [[1899]] in [[Bern]]; [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in Zurzach; ausschliesslich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Welti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]], [[Rechtsanwalt]] und [[Richter]]. Von 1856 bis 1866 gehörte er der Regierung des [[Kanton Aargau|Kantons Aargau]] an, ab 1857 auch dem [[Ständerat]]. 1867 wurde er als Vertreter des liberalen Zentrums (einer der beiden sehr unterschiedlich ausgerichteten Vorgängerparteien der heutigen [[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]) in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt. Welti zählte zu den einflussreichsten Schweizer Politikern dieser Epoche. Er vereinheitlichte die Armee, gestaltete die totalrevidierte [[Totalrevision der Schweizer Bundesverfassung 1874|Bundesverfassung von 1874]] massgeblich mit und verhalf der [[Gotthardbahn]] auf politischer Ebene zum Durchbruch. Nach der gescheiterten Verstaatlichung der wichtigsten Privatbahnen trat er 1891 zurück. Insgesamt war er sechsmal [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie, Studium und Beruf ===&lt;br /&gt;
Er war das älteste von neun Kindern einer angesehenen Politikerfamilie. Sein Vater Jakob Welti war Gemeinderat von [[Bad Zurzach|Zurzach]], [[Grosser Rat (Aargau)|Grossrat]] und Oberrichter, sein Grossvater Abraham Welti Mitglied der Nationalversammlung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] und der [[Helvetische Consulta|Consulta]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frei: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus dem Aargau 1803–1953.&amp;#039;&amp;#039; S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Gemeinde- und Sekundarschule in Zurzach besuchte Welti von 1840 bis 1844 die [[Alte Kantonsschule Aarau|Kantonsschule Aarau]]. Dort war er stets Klassenbester sowie Mitglied der Mittelschülerverbindung [[KTV Aarau]]. Zusammen mit seinem Schulfreund [[Samuel Wildi]] studierte er von 1844 bis 1847 [[Rechtswissenschaft]] an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Friedrich-Schiller-Universität]] in [[Jena]] und an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Berlin]]. Dabei wurde er besonders von [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling|Friedrich Schelling]] geprägt. In Jena trat er 1844 der [[Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti118&amp;quot;&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch seines Vaters verzichtete Welti auf eine akademische Laufbahn und erwarb stattdessen das [[Anwaltschaft in der Schweiz|Anwaltspatent]]. Im November 1847 nahm er am [[Sonderbundskrieg]] teil, wobei seine Einheit nicht in Kriegshandlungen verwickelt war. Anschliessend war er als [[Schriftführer|Aktuar]] der Untersuchungskommission gegen den Kriegsrat des [[Sonderbund]]es tätig. Er begann als Rechtsanwalt zu arbeiten und war von 1852 bis 1856 Präsident des Bezirksgerichts Zurzach. Im Jahr 1853 heiratete er Carolina Gross, die Tochter eines Zurzacher [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderats]]. Das Paar hatte zwei Kinder: Louise Mathilde und [[Friedrich Emil Welti]], späterer Ehemann von [[Alfred Escher]]s Tochter [[Lydia Welti-Escher|Lydia Escher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti118&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Wie sein Vater vor ihm wurde Welti 1856 in den Aargauer Grossen Rat gewählt. Dieser wählte ihn noch im selben Jahr zum [[Regierungsrat des Kantons Aargau|Regierungsrat]]. In seinen sechs ersten Amtsjahren war er Vorsteher der Justizdirektion. In diese Zeit fallen die Einführung eines neuen Strafgesetzbuches und der Strafprozessordnung sowie der Bau der damals als vorbildlich geltenden [[Justizvollzugsanstalt Lenzburg|Strafanstalt Lenzburg]]. Zwei seiner Forderungen konnte er hingegen nicht durchsetzen, die Einführung der [[Zivilehe]] und die [[Jüdische Emanzipation|rechtliche Gleichstellung der Juden]] im Aargau. Von 1863 bis 1866 stand Welti dem Erziehungsdepartement vor. Nachdem er zunächst die Löhne der Lehrer erhöht hatte, schuf er ein neues Schulgesetz, das 1865 in Kraft trat und in seinen Grundzügen bis 1941 Bestand hatte. In den Jahren 1858, 1862 und 1866 amtierte er als [[Landammann]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frei: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus dem Aargau 1803–1953.&amp;#039;&amp;#039; S. 272–273.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Anhänger der [[Repräsentative Demokratie|repräsentativen Demokratie]] stand er der aufstrebenden [[Demokratische Bewegung (Schweiz)|demokratischen Bewegung]] und ihren Forderungen nach direktdemokratischer Beteiligung des Volkes ablehnend gegenüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti119&amp;quot;&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 wählte der Grosse Rat Welti auch zum [[Ständerat]] und bestätigte ihn alljährlich bis 1866. Sogleich nahm er eine führende Rolle ein und äusserte sich zu zahlreichen wichtigen Themen wie zum Handelsvertrag mit [[Frankreich]] und zu einer Eisenbahntransversale durch die Alpen. In den Jahren 1860 und 1866 war er [[Ständeratspräsident]]. Der [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] entsandte ihn 1860 als eidgenössischen Kommissär nach [[Genf]], um während des [[Savoyerhandel]]s zu vermitteln. Daraufhin verliehen die Genfer ihm das [[Ehrenbürger]]recht. 1864 musste er wiederum in Genf vermittelnd eingreifen, als dort nach den Staatsratswahlen Unruhen ausbrachen. 1867 erhielt er auch das Ehrenbürgerrecht der Stadt [[Aarau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti119&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Politik fand Welti auch Zeit für [[Rechtsgeschichte|rechtsgeschichtliche]] Studien, insbesondere für die Sammlung und Edition aargauischer Rechtsquellen. Zusammen mit [[Augustin Keller (Politiker)|Augustin Keller]] gründete er 1859 die [[Historische Gesellschaft des Kantons Aargau]]. Für die von der Gesellschaft herausgegebene Buchreihe «[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]» verfasste er mehrere umfangreiche Beiträge. 1866 verlieh ihm die [[Universität Zürich]] für seine wissenschaftlichen Verdienste die [[Ehrendoktor]]würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Frei: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus dem Aargau 1803–1953.&amp;#039;&amp;#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früh galt Welti als aussichtsreicher Bundesratskandidat. Nur weil er 1860 ausdrücklich auf die Wahl verzichtete, blieb der ebenfalls aus dem Aargau stammende Bundesrat [[Friedrich Frey-Herosé]] weiterhin im Amt. Drei Jahre später setzte sich dieser mit wenigen Stimmen Unterschied durch. Nachdem Frey-Herosé seinen Rücktritt auf Ende 1866 verkündet hatte, war Welti unumstrittener Favorit für dessen Nachfolge. Als Anhänger eines [[Zentralismus|zentralistischen]] Staates erhielt er Unterstützung vom linken Flügel, den Radikalen. Auch auf die Stimmen der gemässigt liberalen Wirtschaftsvertreter um «Eisenbahnkönig» [[Alfred Escher]] konnte er zählen, da er ein entschiedener Anhänger der [[Gotthardbahn]] war. Bei der Wahl des fünften Regierungsmitglieds am 8.&amp;amp;nbsp;Dezember 1866 erhielt Welti im ersten Wahlgang 103 von 159 abgegebenen Stimmen. [[Wilhelm Matthias Naeff]] und [[Samuel Schwarz (Politiker)|Samuel Schwarz]] kamen auf 24 bzw. 18 Stimmen, weitere 14 Stimmen verteilten sich auf andere Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti119&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesrat Emil Welti sw.jpg|mini|Aufnahme um ca. 1870]]&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1867 trat Welti sein neues Amt an. Von Beginn an gehörte er in der Landesexekutive zu den einflussreichsten Persönlichkeiten. Während seiner 24 Jahre dauernden Amtszeit stand er vier verschiedenen Departementen vor: [[Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport|Militärdepartement]] (1867–68, 1870–71, 1873–75), [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politisches Departement]] (1869, 1872, 1876, 1880, 1884), [[Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation|Post- und Eisenbahndepartement]] (1877–79, 1882–83, 1885–91) und [[Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement|Justiz- und Polizeidepartement]] (1881). In den Jahren 1869, 1872, 1876, 1880, 1884 und 1891 war er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]. Aufgrund seines Aussehens und seiner deutschfreundlichen Haltung wurde er als «schweizerischer [[Otto von Bismarck|Bismarck]]» bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Peter Widmer |url=https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zurzach/der-schweizerische-bismarck-und-sein-biograf-127017795 |titel=Der «schweizerische Bismarck» und sein Biograf |hrsg=[[Aargauer Zeitung]] |datum=2013-08-09 |abruf=2019-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Verteidigungsminister trieb Welti die Zusammenführung der einzelnen kantonalen Heere zu einer einheitlich ausgerüsteten und ausgebildeten [[Schweizer Armee]] voran. Die Notwendigkeit einer Reform war vor allem nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] von 1871 offensichtlich geworden, als sich herausstellte, dass die Handlungsfähigkeit des Heeres nur gering war und es darüber hinaus zu Kompetenzstreitigkeiten mit General [[Hans Herzog]] gekommen war&amp;lt;ref&amp;gt;Robin Schwarzenbach: [https://www.nzz.ch/schweiz/kriegsgefahr-an-der-schweizer-grenze-ld.1536550 &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat gegen General: Mitten im Deutsch-Französischen Krieg kommt es in der Schweiz zu einem gefährlichen Machtkampf&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Januar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; (→&amp;amp;nbsp;[[Schweiz im Deutsch-Französischen Krieg]]). Wegweisend war insbesondere die Bewaffnung der Soldaten mit dem [[Vetterligewehr]] als einheitliche [[Ordonnanzwaffe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 120–121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Totalrevision der Schweizer Bundesverfassung 1872|Debatte um die Totalrevision]] der [[Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft|Bundesverfassung]] vertrat Welti einen zentralistischen Standpunkt. Ebenso setzte er sich für eine noch weiter gehende [[Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen|Trennung von Kirche und Staat]] ein. Aus diesem Grund unterstützte er die überwiegend gegen die [[römisch-katholische Kirche]] gerichteten [[Konfessionelle Ausnahmeartikel in der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft|konfessionellen Ausnahmeartikel]]. Der von ihm massgeblich geprägte Verfassungsentwurf von 1872 scheiterte in der Volksabstimmung knapp mit 50,5 % Nein-Stimmen. Er musste daraufhin einige [[Föderalismus|föderalistische]] Kompromisse hinnehmen, doch konnte er bei der letztlich angenommenen [[Totalrevision der Schweizer Bundesverfassung 1874|Verfassung von 1874]] sein wichtigstes Anliegen, die Vereinheitlichung des Rechts, durchsetzen. Aus dem [[Kulturkampf in der Schweiz|Kulturkampf]] hielt er sich weitgehend heraus und nahm eine vermittelnde Rolle ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti121&amp;quot;&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahnpolitik war ein weiterer Schwerpunkt von Weltis Tätigkeit. In die Frage, ob die geplante Alpentransversale durch den [[Gotthardbahn|Gotthard]] oder den [[Ostalpenbahn|Splügen]] führen sollte, konnte er als Vertreter des Bundes nicht direkt eingreifen, da das Eisenbahnwesen Sache der Kantone und der Privatunternehmen war. In Verhandlungen konnte er aber [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]] und die deutschen Staaten (allen voran [[Preußen|Preussen]]) davon überzeugen, das Gotthardbahnprojekt zu unterstützen und dafür Subventionen zu leisten. Ausserdem sicherte er dem Bund ein Aufsichts- und Mitbestimmungsrecht, da er dieses Projekt von nationaler Bedeutung nicht allein den Privaten überlassen wollte. Als die [[Gotthardbahn-Gesellschaft]] 1878 in finanzielle Schieflage geriet und das Projekt an den immer höher werdenden Kosten zu scheitern drohte, konnte er im Parlament trotz heftiger Opposition eine Nachsubventionierung durchsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welti121&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals war Ende der 1850er Jahre der Rückkauf der privaten Eisenbahnen durch den Bund zur Debatte gestanden, war aber damals am Widerstand der Kreise um Alfred Escher gescheitert. Noch 1869 hielt Welti dieses Unterfangen für unmöglich. Die Situation änderte sich grundlegend mit der [[Eisenbahnkrise]] infolge des [[Gründerkrach]]s von 1873 und der nachfolgenden [[Große Depression (1873–1896)|Grossen Depression]]. In der Schweiz sorgte insbesondere der Konkurs der [[Schweizerische Nationalbahn|Nationalbahn]] für Aufsehen. Der Bund hätte gemäss den Konzessionsbestimmungen erstmals 1883 sein Rückkaufsrecht geltend machen können. Welti befand, die Vermögenswerte der Bahngesellschaften seien zu hoch veranschlagt und stellte deshalb zunächst deren finanzielle Verwaltung unter die Aufsicht des Bundes. Er verfolgte die Strategie, einzelne Gesellschaften durch freihändigen Erwerb in Staatsbesitz zu bringen. Während Verhandlungen mit der [[Schweizerische Nordostbahn|Nordostbahn]] scheiterten, konnte der Bund 1890 ein grosses Aktienpaket der [[Jura-Simplon-Bahn]] übernehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 121–122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt und weitere Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = right&lt;br /&gt;
| Richtung    = horizontal&lt;br /&gt;
| Bild1       = 1903 wurde das Denkmal für Emil Welti (1825–1899) im Park des Aargauischen Regierungsgebäude.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Denkmal für Emil Welti in Aarau&lt;br /&gt;
| Breite1     = 230&lt;br /&gt;
| Bild2       = Emil Welti Aarau.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Reduziertes Denkmal 2025&lt;br /&gt;
| Breite2     = 150}}&lt;br /&gt;
1891 konnte Welti mit der [[Schweizerische Centralbahn|Centralbahn]] einen Rückkaufsvertrag abschliessen, den das Parlament genehmigte. Gegen die Vorlage kam jedoch ein Referendum zustande und am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 1891 wurde der Rückkauf in der Volksabstimmung mit einer Zweidrittelmehrheit deutlich abgelehnt. Noch am selben Tag erklärte Welti seinen Rücktritt auf Ende Jahr. Das Parlament versuchte ihn vergeblich davon abzubringen und nahm schliesslich am 17. Dezember sein Rücktrittsgesuch an. Eine Familientragödie überschattete Weltis letzte Wochen im Amt: Seine Schwiegertochter [[Lydia Welti-Escher]] nahm sich am 12.&amp;amp;nbsp;Dezember das Leben, nachdem er sie im Jahr zuvor wegen ihrer Liebesbeziehung mit dem Künstler [[Karl Stauffer-Bern]] in ein Irrenhaus in [[Rom]] hatte einsperren lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 122–123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Politik übernahm Welti keine Aufgaben mehr, im Auftrag des Bundesrates war er jedoch an Verhandlungen in verschiedenen Handels- und Eisenbahnangelegenheiten tätig. Er widmete sich wissenschaftlichen Studien und unterrichtete gelegentlich am Städtischen Gymnasium in [[Bern]]. 1898 erlebte er noch, wie seinem Nachfolger [[Josef Zemp]] die Verstaatlichung der wichtigsten Privatbahnen gelang. Im Alter von 73 Jahren starb Welti an den Folgen einer Gehirnerschütterung und einer Lungenentzündung.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt, Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 wurde ein Denkmal von [[Hans Jakob Graf]] für Emil Welti im Park beim [[Grossratsgebäude (Aarau)|Aargauer Grossratsgebäude]] in [[Aarau]] eingeweiht,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aarau.ch/public/upload/assets/1810/2009-Kunst-im-oeffentlichen-Raum.pdf Kunst im öffentlichen Raum.] (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB) aarau.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Marmorbüste von Welti steht beim [[Bahnhof Bad Zurzach]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lovey Wymann: [https://www.badenertagblatt.ch/aargau/zurzibiet/bad-zurzach-emil-welti-haette-seine-helle-freude-mit-einem-strassenfest-wurde-die-bahnhofspange-feierlich-eroeffnet-ld.2194277 &amp;#039;&amp;#039;Emil Welti hätte seine helle Freude: Mit einem Strassenfest wurde die Bahnhofsspange feierlich eröffnet.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badener Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 27. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |Titel=Stadtbuch von Baden. Anno 1384&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=1&lt;br /&gt;
   |Datum=1860&lt;br /&gt;
   |Sprache=de&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}} [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10452953?q=argovia&amp;amp;page=60,61 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |Titel=Richtung des Freiamtes und Hofrecht von Lunkhofen&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=2&lt;br /&gt;
   |Datum=1861&lt;br /&gt;
   |Sprache=de&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}} [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10452954?q=argovia&amp;amp;page=158,159 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |Titel=Urbar der Stadt Baden&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=3&lt;br /&gt;
   |Datum=1862&lt;br /&gt;
   |Sprache=de&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}} [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10452955?q=argovia&amp;amp;page=200,201 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |Titel=Die eidgenössischen Abschiede des aargauischen Staatsarchives&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=3&lt;br /&gt;
   |Datum=1862&lt;br /&gt;
   |Sprache=de&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}} [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10452955?q=argovia&amp;amp;page=362,363 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |Titel=33 Aargauer Offnungen&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=4&lt;br /&gt;
   |Datum=1864&lt;br /&gt;
   |Sprache=de&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}} [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10452956?q=argovia&amp;amp;page=258,259 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmdokumentation ==&lt;br /&gt;
* [[Die Schweizer#Alfred Escher und Stefano Franscini – Kampf um den Gotthard]], vierteilige Dokumentation des [[Schweizer Fernsehen]]s, 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Urs Altermatt]], Heinrich Staehelin&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Urs Altermatt&lt;br /&gt;
   |Titel=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[NZZ Libro]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Zürich&lt;br /&gt;
   |Datum=2019&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-03810-218-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=118–124}}&lt;br /&gt;
* Claudia Aufdermauer, Heinrich Staehelin: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat Emil Welti. 1825–1899.&amp;#039;&amp;#039; hier und jetzt, Baden 2020, ISBN 978-3-03919-506-0.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S.&amp;amp;nbsp;256–258.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Adolf Frei&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau&lt;br /&gt;
   |Titel=Emil Welti&lt;br /&gt;
   |TitelErg=(Lebensbilder aus dem Aargau 1803–1953)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]&lt;br /&gt;
   |Band=65&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Sauerländer&lt;br /&gt;
   |Ort=Aarau&lt;br /&gt;
   |Datum=1958&lt;br /&gt;
   |Seiten=269–284&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=arg-001:1953:65::273 e-periodica.ch]}}&lt;br /&gt;
* [[Jakob Hunziker]]:  &amp;#039;&amp;#039;Emil Welti im Aargau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Argovia&amp;#039;&amp;#039;, 1900, 28, S.&amp;amp;nbsp;1–79; [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=arg-001:1900:28 e-periodica.ch]&lt;br /&gt;
* [[Peter Kaupp]]: &amp;#039;&amp;#039;Welti, Emil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Von Aldenhoven bis Zittler. Mitglieder der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller-Jena, die in den letzten 100 Jahren im öffentlichen Leben hervorgetreten sind.&amp;#039;&amp;#039; Dieburg 2000.&lt;br /&gt;
* Hermann Rennefahrt: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Emil Welti † am 8. März 1940.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für schweizerische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 1940, 20. Jg., S. 128–131.&lt;br /&gt;
* {{ADB|55|376|384|Welti, Emil|[[Wilhelm Oechsli]]|ADB:Welti, Emil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Emil Welti}}&lt;br /&gt;
* {{parlament.ch|3620}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|3813||Autor=Claudia Aufdermauer}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3998}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118766767 |Name=Welti, Friedrich Emil |NDB-online=1 |Autor=Claudia Aufdermauer |Datum=2022-10-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Friedrich Frey-Herosé]]|NACHFOLGER=[[Josef Zemp]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1867–1891}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Welti, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsrat (Aargau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Welti, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Welti, Friedrich Emil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker, Rechtsanwalt und Richter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. April 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Zurzach|Zurzach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Februar 1899&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Voyager</name></author>
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