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	<title>Emil Spannocchi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Spannocchi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* geboren als &amp;#039;&amp;#039;Emil Graf Spanocchi&amp;#039;&amp;#039; [[1. September]] [[1916]] in [[Aigen (Salzburg)|Aigen bei Salzburg]]; † [[29. August]] [[1992]] in [[Wiener Neustadt]]) war ein [[österreich]]ischer [[General]]. 1973 bis 1981 war er als Armeekommandant mit der Umstrukturierung des Bundesheeres zu einer Milizarmee betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Emil Spannocchi kam als jüngstes von drei Kindern von Anton Graf Spannocchi und Gabriele [[Attems (Adelsgeschlecht)|Gräfin von Attems]] 1916 auf [[Schloss Aigen]], heute Teil der Stadt [[Salzburg]], zur Welt. Seine Mutter war die Enkelin von Moritz Graf O’Donnell, dem Bruder von [[Maximilian Karl Lamoral O’Donnell|Maximilian Karl Graf O’Donell von Tyrconell]], der 1853 [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Franz Joseph I.]] vor dem [[Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. 1853|Attentat]] durch [[Janos Libényi]] bewahrte und sich als Belohnung dafür eine Villa im Salzburger [[Schloss Mirabell|Mirabellgarten]] erbauen durfte. Er heiratete Gräfin Therese [[Czernin von Chudenitz|Czernin von und zu Chudenitz]]. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder (Eugen, Elisabeth, Silvia, Huberta, Paul) und siebzehn Enkelkinder hervor. Sein Bruder [[Lelio Spannocchi]] war Politiker und wirkte als oberösterreichischer Landtagspräsident. Emil Spannocchi starb im Ruhestand an den Folgen eines Reitunfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Vorfahren zählte auch der steiermärkische Landeshauptmann [[Ferdinand Attems|Ferdinand von Attems]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Spannocchi trat am 1. September 1934 als [[Einjährig-Freiwilliger]] beim Dragonerregiment Nr. 2 in Enns in das [[Bundesheer (1. Republik)|Bundesheer]] der [[Erste Republik (Österreich)|Ersten Republik]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1935 besuchte er die [[Theresianische Militärakademie|Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt]]. Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das Deutsche Reich im März 1938 wurde Spannocchi in die [[Wehrmacht]] übernommen, erhielt in der Folge sein Offizierspatent als Leutnant und wurde zum [[17. (Bayerisches) Reiter-Regiment (Reichswehr)|Kavallerie-Regiment 17 nach Bamberg]] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er bis Dezember 1939 bei der Aufklärungs-Abteilung 7 der [[7. Infanterie-Division (Wehrmacht)|7. Infanterie-Division]], wo er am [[Überfall auf Polen]] teilnahm. Während dieser Zeit wurde er zum [[Oberleutnant]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Westfeldzug]] diente er als [[Schwadron]]chef beim Reiter-Regiment 2 der [[1. Kavallerie-Division (Wehrmacht)|1. Kavallerie-Division]] in Frankreich, Holland und Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wechselte zur [[Panzertruppe]] und kämpfte im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieg]] mit dem Panzer-Regiment 24 der [[24. Panzer-Division (Wehrmacht)|24. Panzer-Division]], wobei er Adjudant des Kommandeurs und Ritterkreuzträgers Hans Joachim von Winterfeld (gen. Wilfried) war und eine [[Kompanie (Militär)|Panzerkompanie]] übernahm. 1942 erfolgte die Beförderung zum [[Rittmeister]], und seine Einheit wurde von der [[Heeresgruppe Mitte]] zur [[Heeresgruppe Süd]] verlegt. Später wurde er [[Abteilung (Militär)|Abteilungskommandeur]] und nach Frankreich versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 begann Spannocchi die [[Generalstabsausbildung (Österreich)|Generalstabsausbildung]] an der [[Preußische Kriegsakademie#1935–1945|Kriegsakademie in Hirschberg im Riesengebirge]], die er im Oktober 1943 abschloss. Er kam als Kompaniechef erneut zum Panzer-Regiment 24, diesmal nach Italien. Er nahm an einen Schulungslehrgang für die schweren Panzer Panther und Tiger teil und wurde zum Major i. G. befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1944 kam Major Emil Spannocchi zur [[2. Panzer-Division (Wehrmacht)|2. Panzer-Division]] nach Frankreich. Er wurde zum Abteilungs-Adjutanten der I. Abteilung ernannt, einer Panzer-Abteilung im 3. Panzer-Regiment. Bei Invasionsbeginn schickte man ihn und seine Abteilung per Bahn von Arras/Amiens über Paris nach Caen an die Front. Nach schweren Kämpfen im Raum Caen und dem Kessel von Falaise Anfang September 1944 blieben nur mehr 1200 Mann der einst so kampfkräftigen 2. „Wiener“ Panzer-Division übrig. Danach nahm man die Reste von der noch übrig gebliebenen Division aus dem Kampfgeschehen heraus und schickte Spannocchi mit seinen Männern zur Erholung in den Großraum Bitburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Dezember 1944 wurde Major Spannocchi zum [[Zweiter Generalstabsoffizier|Zweiten Generalstabsoffizier]] (Ib) der 2. Panzer-Division ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Dezember 1944 erfolgte mit der Ardennenoffensive ein großangelegter Angriff auf amerikanische Stellungen. Im Rahmen der Division rückte er bis in den Raum Bastogne vor, wo man unter anderem den Fallschirmjägern der 101. Airborne-Division gegenüberstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der gescheiterten Offensive im Jänner 1945 ging es für den Major in schweren Rückzugskämpfen von Belgien über den Rhein bis nach Plauen in Bayern, wo die 2. Panzer-Division kapitulierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kriegsende erlebte er von ca. 8. Mai bis 3. Juni 1945 in amerikanischer [[Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Fronteinsätze wurde er zwei Mal verwundet und wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. und I. Klasse, dem [[Infanterie-Sturmabzeichen]] in Silber, der [[Ehrenblattspange]] des Heeres und dem [[Verwundetenabzeichen]] in Schwarz ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war Spannocchi in [[Mailand]] in der Privatwirtschaft tätig. Trotz schlechterer Bezahlung diente er ab 1954 wieder der [[B-Gendarmerie]], dem Vorläufer des österreichischen [[Bundesheer]]es, und war an der Neuaufstellung beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Theresian Military Academy Cemetery grave - Spannocchi, Emil.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 kam er als Oberstleutnant des höheren militärischen Dienstes in die Zentralleitung des neu aufgestellten [[Bundesministerium für Landesverteidigung|Bundesministeriums für Landesverteidigung]] in Wien. Er wurde 1957 Kommandant der Panzertruppenschule in der Kaserne [[Götzendorf an der Leitha|Götzendorf]]. Von 1960 bis 1963 war Spannocchi Kommandant der [[9. Panzergrenadierbrigade]] und von 1963 bis 1973 Kommandant der [[Landesverteidigungsakademie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurde er durch die unter seiner Federführung als Armeekommandant erstellte „Spannocchi-Doktrin“, ein [[Raumverteidigung]]skonzept, nach dem das Bundesheer in den Jahren 1973 bis 1986 unter Bundeskanzler [[Bruno Kreisky]] umorganisiert wurde. Weiter war Spannocchi erster Präsident der [[Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten]] (1973–1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 wurde er zum Leiter der Sektion III im Bundesministerium für Landesverteidigung ernannt und wurde am 30. September 1981 in den Ruhestand versetzt. Auch nach seinem Ausscheiden blieb er dem Bundesheer verbunden, so hielt er Vorträge und gab militärjournalistische Stellungnahmen ab. Im Mai 1992 erlitt er während eines Ausrittes einen [[Schlaganfall]] und zog sich durch einen Sturz vom Pferd schwere Kopfverletzungen zu, infolge derer er am 29. August 1992 im [[Landesklinikum Wiener Neustadt|Krankenhaus Wiener Neustadt]] verstarb. Seine Grabstätte befindet sich auf dem [[Friedhof der Theresianischen Militärakademie]] in Wiener Neustadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Auf Initiative von Verteidigungsminister [[Thomas Starlinger]] erfolgte Anfang 2020 die Ergänzung des Namens &amp;#039;&amp;#039;Stiftskaserne&amp;#039;&amp;#039; durch &amp;#039;&amp;#039;[[General-Spannocchi-Kaserne]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.diepresse.com/5743863/neue-namen-fur-wiener-kasernen |titel=Neue Namen für Wiener Kasernen |datum=2019-12-26|abruf=2020-01-27|autor=Gerhard Vogl|werk=[[Die Presse]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wien.orf.at/stories/3031951/ |titel=Neue Namen für Wiener Kasernen |datum=2020-01-27|abruf=2020-01-27|autor=|werk=[[ORF.at]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* mit [[Guy Brossollet]] und Einleitung von [[Carl Friedrich von Weizsäcker]]: &amp;#039;&amp;#039;Verteidigung ohne Schlacht.&amp;#039;&amp;#039; Spannocchi: Verteidigung ohne Selbstzerstörung, Brossollet: Das Ende der Schlacht, Hanser-Verlag 1976, ISBN 3-446-12287-7, Deutscher Taschenbuch-Verlag 1979, ISBN 3-423-01454-7.&lt;br /&gt;
* mit [[Felix Ermacora]], [[Franz Nemschak]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftspolitik und [[Dauernde Neutralität|Neutralität]].&amp;#039;&amp;#039; [[Wiener Volkswirtschaftliche Gesellschaft]], Wien 1965, Schriftenreihe der Wirtschaftsakademie, Heft 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ranghöchste Offiziere des Bundesheeres seit 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Wildberger: &amp;#039;&amp;#039;Emil Spannocchi. engagiert und eloquent.&amp;#039;&amp;#039; Vehling-Verlag, Graz 2006, ISBN 3-85333-134-3.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|630|631|Spannocchi, Emil Maria Edmund Ignaz Ägydius|[[Manfried Rauchensteiner]]|118615920}}&lt;br /&gt;
* Stefan Bader: &amp;#039;&amp;#039;An höchster Stelle. Die Generale des Österreichischen Bundesheeres der Zweiten Republik.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2004 ([https://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publikationen/09_goeb_01_goeb.pdf online])&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000013689|Emil Spannocchi||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 46/1992 vom 2. November 1992}}&lt;br /&gt;
* Georg Markus: Die Akte Redl. Ullstein Sachbuch Wien München, 1986, S. 142–143, ISBN 3-548-34354-6.&lt;br /&gt;
* Andreas Steiger: &amp;#039;&amp;#039;General der Panzertruppe Emil Spannocchi und das Raumverteidigungskonzept.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Militärische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 61 (2023), Heft 3, S. 340–351.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118615920}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Spannocchi,_Emil}}&lt;br /&gt;
* [https://www.truppendienst.com/themen/beitraege/artikel/general-emil-spannocchi/#page-1 Artikel &amp;#039;General Emil Spannocchi&amp;#039; in &amp;#039;Truppendienst&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118615920|LCCN=n/2007/73918|VIAF=67258441}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spannocchi, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sektionsleiter (Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Erste Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major im Generalstab (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General (Zweite Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brigadekommandant (Zweite Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Luxemburgs 1940–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Besetzung der Sowjetunion 1941–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ehrenblattspange des Heeres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kavallerist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber (Panzertruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spannocchi, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Spannocchi, Emil Graf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer General&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. September 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Salzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. August 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiener Neustadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-19460-01</name></author>
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