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	<title>Emil Riemer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T21:07:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_Riemer&amp;diff=1625905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tobor: /* Auf den Straßen von Berlin */</title>
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		<updated>2025-03-23T00:22:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auf den Straßen von Berlin&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Riemer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. April]] [[1875]] in [[Berlin-Neukölln|Rixdorf]]; † [[22. August]] [[1965]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlinstadtservice.de/xinh/Strohhut_Emil_Berliner_Original.html |titel=Strohhut Emil Berliner Original |sprache=de |abruf=2024-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Artist und das bekannte [[Berliner Original]] &amp;#039;&amp;#039;Strohhut-Emil&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre als Artist ==&lt;br /&gt;
Als Jugendlicher war Emil Riemer begeistert von den [[Artist (Darsteller)|Artist]]en, die rund um die [[Volkspark Hasenheide|Hasenheide]] in Lokalen, Festsälen und Theatern auftraten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke33&amp;quot;&amp;gt;Sabine Mücke: „Ein Leben auf dem Fahrrad: Strohhut Emil.“ S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Er brachte sich selbst das [[Jonglieren]] bei und hatte Anfang der 1890er Jahre seinen ersten Auftritt als Komiker und Gewichtheber. Ab 1893 arbeitete er als Allround-Artist – Gewichtheber, Artist und [[Clown]] – beim &amp;#039;&amp;#039;Zirkus Schumann&amp;#039;&amp;#039;. Dann wechselte er zum [[Circus Busch-Roland|Circus Busch]], in dem er als Trapezkünstler arbeitete; sein Partner Dusec und er nannten sich die &amp;#039;&amp;#039;Artistischen Chinesen&amp;#039;&amp;#039;. Tourneen des Zirkus brachten ihn nach [[Düsseldorf]], [[Wien]] und [[Budapest]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeregt durch die Vorführung eines amerikanischen [[Kunstradfahren|Fahrradartisten]] kaufte sich Riemer für 300 Mark ein Fahrrad und begann mit dem Training. Weitere Pläne wurden vom Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] unterbrochen,  in dem er schwer verwundet wurde und zwei Jahre im Lazarett verbrachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf den Straßen von Berlin ==&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Emil Riemer nach Berlin zurück und verfolgte seine Akrobatentätigkeit weiter, als Ringkämpfer, Jongleur, Trapezkünstler und Kunstradfahrer. Als er sich bei einem spektakulären Auftritt mit dem Fahrrad, bei dem er aus der 21 Meter hohen Zirkuskuppel in die wassergefüllte Manege sprang, schwer verletzte, beendete er seine Laufbahn als Trapezkünstler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke33&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riemer eröffnete eine Fahrradhandlung in seiner Wohnung. Hauptsächlich war er als [[Straßenkünstler]] aktiv und zeigte akrobatische Tricks auf dem Fahrrad. Zu seinen Requisiten gehörten ein Fahrrad, eine [[Mandoline]] und vor allem ein Strohhut. Der Strohhut war so präpariert, dass mittels eines Schnurzugs der Deckel aufgeklappt werden konnte. Vor allem wegen dieses Gags wurde er bald stadtweit zu &amp;#039;&amp;#039;Strohhut-Emil&amp;#039;&amp;#039; und eines der bekanntesten Berliner Originale. Bei seinen Kunststücken hielt er sich nicht immer an die gängigen Verkehrsregeln; so überquerte er den verkehrsreichen [[Potsdamer Platz]] bei roter Ampel und im Handstand. Sein Fahrrad war eine Eigenkonstruktion, die nach Bedarf umgebaut werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke34&amp;quot;&amp;gt;Sabine Mücke: „Ein Leben auf dem Fahrrad: Strohhut Emil.“ S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde Emil Riemer, der offen seine Meinung sagte, kurzzeitig von [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] verhaftet, in das [[SA-Gefängnis Papestraße]] gebracht und zu vier Monaten Haft im [[Zuchthaus Torgau]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 21. Februar 1954&amp;lt;/ref&amp;gt; Als er 1936 versuchte, ohne Eintrittskarte bei den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Sommerspielen 1936]] in das [[Olympiastadion Berlin|Olympiastadion]] zu gelangen, berichteten zahlreiche ausländische Zeitungen über das Berliner Original. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde seine gesamte Habe durch einen Bombenangriff vernichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke34&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er nach Kriegsende wieder auf den Berliner Straßen auftauchte, widmete ihm der &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039; einen großen Artikel, und die &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039; zitierte einen [[Stegreif]]dichter: „Kommt der Frühling nach Berlin, sieht man Strohhut-Emil durch die Straßen ziehn“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 4. Juni 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;; bei [[Aschinger]] erhielt er täglich einen Teller [[Erbsensuppe]] gratis. Er lebte in Ostberlin, zeigte seine Kunststücke jedoch vorzugsweise in der [[West-Berlin]]er Innenstadt, weil er dort vom Publikum [[Westgeld]] bekam. In dem [[DEFA]]-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Sie nannten ihn Amigo]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Heiner Carow]] spielte Riemer im Jahre 1958 sich selbst. Der [[Berliner Mauer#Mauerbau|Mauerbau]] 1961 schränkte die Aktivitäten des nun über 80-Jährigen erheblich ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke34&amp;quot; /&amp;gt; Als unangepasste Persönlichkeit, die zudem im Grenzgebiet lebte, beäugten ihn die Ostberliner Machthaber misstrauisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lebensmotto von Emil Riemer lautete: „Ick hab schon als Säugling gestrampelt – und ick strampele bis an mein Ende“. Er starb im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mücke34&amp;quot; /&amp;gt; Riemer ist auf dem [[Friedhof II der Sophiengemeinde Berlin]] begraben. Sein Strohhut ist im [[Stiftung Stadtmuseum Berlin|Stadtmuseum Berlin]] ausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Lenz: &amp;#039;&amp;#039;Strohhut-Emil. Berliner Geschichten&amp;#039;&amp;#039;. Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 1981 (mit Ill. d. Autors)&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
  |Autor=Erhard Ingwersen&lt;br /&gt;
  |Titel=Berliner Originale im Spiegel der Zeit&lt;br /&gt;
  |Verlag=arani-Verlag |Ort=Berlin-Grunewald |Jahr=1958&lt;br /&gt;
  |DNB=452220165&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Sabine Mücke: „Ein Leben auf dem Fahrrad: Strohhut Emil.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Kringeldreher und Strampelbrüder. Radfahren in Neukölln&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Bezirksamt Neukölln. Berlin 1997. S. 33–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Riemer, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtoriginal (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Riemer, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Strohhut-Emil&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=[[Berliner Original]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. April 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. August 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tobor</name></author>
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