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	<title>Emil Niethammer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:43:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Intimidator: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2026-03-11T22:41:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Niethammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Mai]] [[1869]] in [[Stuttgart]]; † [[19. Februar]] [[1956]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Jurist]] und Landtagsabgeordneter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Der Vater war der Rechtsanwalt und Abgeordnete [[Hermann Niethammer (Politiker)|Hermann Niethammer]] (1835–1876). Niethammer war ein Enkel [[Justinus Kerner]]s. Er war evangelischer Konfession. Nach dem Abitur an einem Stuttgarter Gymnasium studierte er Rechtswissenschaften in [[Eberhard Karls Universität Tübingen]]. 1889 wurde er im [[Corps Rhenania Tübingen]] aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1960, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;128&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 341.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste juristische Staatsprüfung bestand er 1893 mit „3a“ wie auch die zweite 1897.&lt;br /&gt;
[[Datei:Strafprozessordnung Löwe Hellweg Rosenberg 1936 Titel.jpg|mini|hochkant|Kommentar zur Strafprozessordnung (1936)]]&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Württemberg]] trat er 1897 in den Justizdienst als [[Amtsanwalt]] und Hilfsrichter. Stellvertretender Amtsrichter in [[Schwäbisch Gmünd]] wurde er 1899 und 1901 dort Amtsrichter. 1905 wurde er Landrichter in Ellwangen. Im April 1914 wurde in Stuttgart Landgerichtsrat. Von 1914 bis 1918 nahm er am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, zuletzt im Range eines [[Major]]s. Nach dem Krieg wurde er mit der Führung der Geschäfte des Generalstaatsanwalt in Stuttgart beauftragt. Neujahr 1921 wurde er zum Landgerichtsdirektor befördert. Im April 1921 wurde er Hilfsarbeiter bei der [[Oberreichsanwalt|Reichsanwaltschaft]]. Reichsanwalt wurde er im Oktober 1922. Er war beispielsweise der Ankläger beim [[Organisation Consul|Organisation-Consul]]-Prozess 1924 vor dem [[Republikschutzgesetz|Staatsgerichtshof zum Schutz der Republik]]. Sein Verhalten in der Verhandlung wurde kritisiert ([[Berliner Tageblatt]]: „...fragte man sich manchmal, ob denn da wirklich der Vertreter der Republik spricht“)&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Tageblatt vom 25. Oktober 1924&amp;lt;/ref&amp;gt;, sein anstößiges Plädoyer wurde vom Verteidiger [[Walter Luetgebrune]] wegen seiner „Objektivität“ gepriesen und das Urteil ging über seine Strafanträge hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Heydeloff: „Staranwalt der Rechtsextremisten. Walter Luetgebrune in der Weimarer Republik“, in: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 32, Nr. 4 (1984) ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1984_3.pdf  PDF]), S. 393ff.; [[Heinrich Hannover]], [[Elisabeth Hannover-Drück]]: &amp;#039;&amp;#039;Politische Justiz 1918–1933&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt a. M. 1966 (Neuauflage 1987), S. 141ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die Richterbank des [[Reichsgericht]]s wechselte er im Februar 1930. Er war bis 1937 als [[Reichsgerichtsrat]] tätig. Der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] schloss er sich nicht an. 1938 erhielt er von der Kieler „[[Kieler Schule|Stoßtruppfakultät]]“ die [[Ehrendoktor]]würde. 1935 bis 1938 war er Mitglied der amtlichen Kommissionen für die Erneuerung des Strafrechts im Sinne des Regimes&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Gruchmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Justiz im Dritten Reich 1933–1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner&amp;#039;&amp;#039;. 3., verbesserte Auflage, München 2001, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war von 1940 bis 1945 Gutachter in der Reichs- und Landesgesetzgebung.  Er war ständiger Mitarbeiter der von Heinrich Dietz herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Wehrrecht&amp;#039;&amp;#039;. 1944 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Tübingen ernannt, wo er Strafrecht und Strafverfahrensrecht lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde er Mitglied der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]. 1946 war er Alterspräsident der [[Beratende Landesversammlung des Landes Württemberg-Hohenzollern|Beratenden Landesversammlung des Landes Württemberg-Hohenzollern]]. Auch dem [[Landtag für Württemberg-Hohenzollern]] gehörte er als Alterspräsident an. Nach dem Tod [[Eugen Boeckmann]]s wurde er zum Präsidenten des [[Oberlandesgericht Tübingen|Oberlandesgerichts Tübingen]] ernannt und legte gemäß der Verfassung des Landes am 31. Oktober 1947 sein Mandat nieder. Als OLG-Präsident war er von Gesetzes wegen auch Vorsitzender des [[Staatsgerichtshof für das Land Württemberg-Hohenzollern|Staatsgerichtshofs für das Land Württemberg-Hohenzollern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schüle: &amp;#039;&amp;#039;Der Staatsgerichtshof und der Verwaltungsgerichtshof von Württemberg-Hohenzollern.&amp;#039;&amp;#039; Reihe Rechtswissenschaft Bd. 144. Pfaffenweiler 1993, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Juni 1950 trat er in den Ruhestand. Noch 1953 wurde er zum zweiten Mal in eine [[Große Strafrechtsreform#1950er Jahre bis 1969|Große Strafrechtskommission]] geholt, in der auch [[Eduard Dreher]], [[Edmund Mezger]] [[Hans Welzel]] und [[Wolfgang Fränkel]] saßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niethammer war Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Rechtszeitschrift&amp;#039;&amp;#039; und seit 1946 auch der &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Juristenzeitung|Süddeutschen Juristenzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Er war Mitarbeiter des Kommentars von [[Justus von Olshausen]] zum [[Reichsstrafgesetzbuch]] und des Kommentars &amp;#039;&amp;#039;Löwe-Rosenberg&amp;#039;&amp;#039; zur [[Strafprozessordnung (Deutschland)|Reichsstrafprozessordnung]] und zum [[Gerichtsverfassungsgesetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tübingen wurde 1956 eine Straße nach Niethammer benannt. Diese Ehrung sollte rückgängig gemacht werden, da man inzwischen Niethammer den ethischen Problemfeldern Demokratiefeindlichkeit, Mitwirkung an Justizverbrechen und Mitwirkung am NS-Regime zuordnete. Im September 2023 beschloss der Tübinger Gemeinderat statt einer Umbenennung eine Umwidmung zu Ehren des Kinderarztes und Onkologen [[Dietrich Niethammer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tuebingen.de/35727.html |titel=Straßennamen in der Diskussion |werk=tuebingen.de |hrsg=Universitätsstadt Tübingen |sprache=de |abruf=2024-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Niethammer Stadtfriedhof Tübingen.jpg|mini|Grab auf dem [[Stadtfriedhof Tübingen]]]]&lt;br /&gt;
* [[Militärverdienstmedaille (Württemberg)]] (1915)&lt;br /&gt;
* Ehrendoktor der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] (1938)&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied des Corps Rhenania Tübingen (1949)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland]], Verdienstkreuz (1952)&lt;br /&gt;
* Großes Bundesverdienstkreuz (1954)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eduard Kern: &amp;#039;&amp;#039;Emil Niethammer zum 80. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Juristen-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; 4, 1949, Sp. 441–442.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weinkauff]]: &amp;#039;&amp;#039;Emil Niethammer&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Juristenzeitung|JZ]] 1956, S. 230.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Emil Niethammer&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Biographische Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, München 2007, S. 466.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000001008|Emil Niethammer||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 8/1956 vom 23. April 1956}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|246|247|Niethammer, Emil|[[Frank Raberg]]|117017744}}&lt;br /&gt;
* Friedrich Karl Kaul: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Reichsgerichts. Band IV (1933–1945)&amp;#039;&amp;#039;. Ost-Berlin 1971, S. 283.&lt;br /&gt;
* Heinrich Hannover, Elisabeth Hannover-Drück, Politische Justiz 1918–1933, Die Organisation Consul, S. 135ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117017744}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Baden-Württemberg|744}}&lt;br /&gt;
* Landesarchiv Baden-Württemberg: Landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg (LEO-BW): „[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/117017744/biografie Niethammer, Emil]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117017744|LCCN=no/2006/125102|VIAF=69320336}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Niethammer, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Oberlandesgericht Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Württembergischen Militärverdienstmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Württemberg-Hohenzollern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landesverfassungsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Niethammer, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (CDU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Februar 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Intimidator</name></author>
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