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	<title>Emil Mechau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:39:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_Mechau&amp;diff=1672145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-03-12T23:01:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Mechau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. April]] [[1882]] in [[Seesen]]; † [[28. Juni]] [[1945]] in [[Koßdorf]]) war ein deutscher [[Konstrukteur]] und Kinopionier. Er erfand unter anderem den nach ihm benannten [[Projektor#Geschichte|Mechau-Projektor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Mechaus Vater arbeitete in einer Zuckerraffinerie in Seesen. Als diese geschlossen wurde, zog die Familie nach [[Brottewitz]] bei [[Mühlberg/Elbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Mechau absolvierte eine Lehre als [[Feinmechaniker]] bei [[Herrmann Robert Reiss|Maibuhr/Reiss]] in der Kreisstadt [[Bad Liebenwerda]] und ging danach zu [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] nach [[Jena]], wo er in der Astro-Versuchswerkstatt arbeitete. Dort lernte er seinen späteren Freund [[Oskar Barnack]] kennen. Da Mechau bei seinen optischen Versuchen von [[Henry Siedentopf]] gefördert wurde, kannte er auch dessen Diskussionen mit [[Oskar Messter]] zum Thema flimmerfreie Projektion und befasste sich daraufhin intensiv mit dieser Problematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da man bei Zeiss Mechaus Projekt nicht so unterstützte, wie er das erhofft hatte, ging er Anfang Januar 1910&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Krueger, Helmut |Titel=Die Emil-Mechau-Story |Datum=2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zur [[Leitz (Optik)|Ernst Leitz GmbH]] in Wetzlar, wo die Konstrukteure größere Freiheiten hatten. Als wissenschaftlicher Assistent entwickelte er in der Folgezeit seinen neuen Filmprojektor, den er im örtlichen Filmtheater persönlich testete und weiterentwickelte. Das anwesende Publikum konnte zum ersten Mal [[Stummfilm]]e ohne Flimmern und Ruckeln in einer bis dahin unbekannten Qualität sehen. Außerdem verhinderte der neue Projektortyp das Reißen des Filmes und damit die häufigste Brandursache. Parallel dazu arbeitete Mechau an weiteren bahnbrechenden Erfindungen, nicht nur im Bereich [[Kinematograph]]ie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Firma [[Leitz (Optik)|Leitz]] kurz nach seinem Eintritt einen Werksmeister für die Mikroskop-Forschung suchte, kam Mechau auf die Idee, seinen ehemaligen Kollegen Oskar Barnack bei Zeiss abzuwerben. Barnack lehnte den Vorschlag zunächst aus gesundheitlichen Gründen ab&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, nach persönlichen Verhandlungen mit [[Ernst Leitz junior|Ernst Leitz II]] im November 1910 Entschied er sich dann aber zum Wechsel nach Wetzlar. Damit ist die sehr fruchtbringende Arbeit Oskar Barnacks bei Leitz, aus der später auch die weltberühmte Kleinbildkamera [[35-mm-Film#Geschichte und Entwicklung|Leica]] (Leitz Camera) hervorging, auf das Wirken Mechaus zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mechau-Projektor wurde schnell in der ganzen Filmwelt berühmt, was Ernst Leitz dazu veranlasste, Mechau eine unabhängige [[Filmprojektor]]fabrik in [[Rastatt]] bauen zu lassen. 1923 war das Jahr der Einweihung des modernsten Lichtspieltheaters seiner Zeit, des Filmpalastes [[Kinos in Münster#Stadt New York|Schauburg]] in [[Münster]], wo der Mechau-Projektor Modell 3 die technische Attraktion war. Wie die Westdeutsche Filmzeitung in [[Düsseldorf]] berichtete, besuchten selten zuvor so viele der höchsten politischen Würdenträger und andere Prominente eine Privatveranstaltung. [[Henny Porten]], Star des dabei gezeigten Spielfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Geyer-Wally]]&amp;#039;&amp;#039;, war einer der vielen Premierengäste aus der Filmindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Mechau als Erfinder des [[Kinoprojektor]]s war ebenfalls eingeladen, und sein Gerät wurde als Meisterwerk der deutschen optischen und feinmechanischen Industrie in den höchsten Tönen gelobt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde Emil Mechau in einer besonderen Festveranstaltung in Berlin durch die Deutsche Kinotechnische Gesellschaft (DKG, heute [[Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft|FKTG]]) als viertem Preisträger ihre höchste Auszeichnung, die [[Oskar-Messter-Medaille]], verliehen – in Anerkennung seiner jahrelangen, unermüdlichen Anstrengungen als Erfinder auf dem Gebiet der Filmtechnologie. Dies war die Krönung von Mechaus Schaffen. Trotz des harten Wettbewerbes zwischen den besten Ingenieuren und Optik-Wissenschaftlern seiner Zeit war er der einzige, der mit seinem Projektor darin Erfolg hatte, eine kontinuierliche Bewegung des Filmes mittels optischem Ausgleich zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zunehmende finanzielle Aufwand durch die Weiterentwicklung des neuen Tonfilmes bewegte Ernst Leitz dazu, die Filmprojektorfabrik in Rastatt, einschließlich aller Patente, an die [[AEG]] in Berlin zu verkaufen. So ging auch Mechau 1929 zur AEG. Abgesehen von seinen Fortschritten bei Präzisionskinoprojektoren und anderem entwickelte Mechau hier auch seinen ersten 180-Zeilen-[[Nipkow-Scheibe#Alternative mechanische Verfahren|Linsenkranz-Abtaster]] für das neu aufkommende Fernsehen auf der [[Internationale Funkausstellung Berlin|Berliner Funkausstellung]] 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 1935 wechselte Mechau zur AEG-Tochter [[Telefunken]], um seine Arbeiten auf diesem neuen Gebiet fortzuführen. Im selben Jahr gelang es ihm, einen [[Lichtpunktabtaster]] zu entwickeln, für den er auf der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Pariser Weltausstellung 1937]] (Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne) den Grand Prix in der Kategorie Innovationen und Entwicklungen erhielt. Mittels dieses Lichtpunktabtasters wurde erstmals ein [[Bildtelefon]]dienst ermöglicht, bei dem man seinen weit entfernten Gesprächspartner nicht nur hören, sondern auch sehen konnte. Erst in jüngster Zeit ist diese Idee der [[Videokonferenz#Geschichte|Videokonferenz]] in großem Rahmen realisiert worden. Des Weiteren entwickelte Mechau auch die Olympia-Fernsehkamera mit austauschbaren Linsen. Mit der rasch berühmt gewordenen 2,2 Meter langen [[Walter Bruch|Olympia-Kanone]] mit ihrer 5/1600-mm-Leitz-Linse, die einen Frontdurchmesser von 450 mm hatte, konnten zum ersten Mal Fernsehübertragungen von Sportereignissen aus dem Stadion live nach außen übertragen werden. Obwohl schon fertiggestellt, konnten sein nächster 375-Zeilen Lichtpunktabtaster und seine neue Fernsehkamera für die [[Olympische Sommerspiele 1940|Olympischen Spiele 1940]] in [[Helsinki]] wegen des Ausbruchs des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] nicht mehr eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Wochen nach Kriegsende kam Emil Mechau im Alter von 63 Jahren durch einen Unfall um sein Leben, als er von einem russischen Soldaten gebeten wurde, eine [[Handgranate]] zu entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
In Seesen ist eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1931 wurde Emil Mechau in einem Festakt der Deutschen Kinotechnischen Gesellschaft in Berlin mit der Verleihung der Oskar-Messter-Medaille für seinen Projektor mit optischem Ausgleich geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Pariser Weltausstellung 1937]] erhielt Emil Mechau den Grand Prix in der Klasse der Entwicklungen und Erfindungen für seinen Telefunken Linsenkranz Abtaster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin wurde die von Emil Mechau geschaffene Ikonoskop Fernsehkamera mit auswechselbaren Objektiven zum ersten Mal öffentlich zur Freilicht-Live-Übertragung der Wettkämpfe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Hock: &amp;#039;&amp;#039;Der Mechau-Projektor&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Wilhelm Knapp, Halle/Saale 1933&lt;br /&gt;
* Helmut Krueger: &amp;#039;&amp;#039;Die Emil Mechau Story&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Pro Business, Berlin 2007, ISBN 978-3-939430-36-0&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|577|578|Mechau, Emil|Joachim Rienitz|133236323}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133236323}}&lt;br /&gt;
* [http://www.museum-seesen.de/index.php?id=67 Städtisches Museum Seesen]&lt;br /&gt;
* [http://www.hist.uni-hannover.de/kulturarchiv/niedersaechsische_filmgeschichte/filmproduktion/die-pioniere.html &amp;#039;&amp;#039;Die Pioniere&amp;#039;&amp;#039; im Kulturarchiv der FH Hannover]&lt;br /&gt;
* [http://www.fernsehmuseum.info/wer-hat-was.0.html Fernsehmuseum Wiesbaden]&lt;br /&gt;
* [http://www.fernsehmuseum.info/die-mechau-story.html &amp;#039;&amp;#039;Die Emil Mechau Story&amp;#039;&amp;#039; im Fernsehmuseum Wiesbaden]&lt;br /&gt;
* [http://www.dgpt.org/de/heftinhalt.html&amp;amp;quid=2181 &amp;#039;&amp;#039;Die Emil Mechau Story&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.bbctv-ap.co.uk/demfilm.htm englischsprachige Seite über die BBC-Geschichte]&lt;br /&gt;
* [http://www.bbctv-ap.co.uk/ctr.htm englischsprachige Seite über die BBC-Geschichte]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=133236323|titel=Mechau, Emil|datum=2025-10-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133236323|LCCN=nb/2009/4173|VIAF=38101205}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mechau, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotopionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pionier der Fernsehübertragung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wetzlar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Liebenwerda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mechau, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Feinmechaniker, Entwickler des Filmprojektors&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. April 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Seesen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juni 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Koßdorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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