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	<title>Emil Gminder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T19:26:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_Gminder&amp;diff=1339127&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-149681: Wirtschaftsmedien</title>
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		<updated>2025-09-16T08:01:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wirtschaftsmedien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reutlingen mit dem Marktplatz, Luftaufnahme (AK 1930er).jpg|mini|hochkant=1.3|Im Hintergrund der „Lange Emil“, Schornstein des Gminder-Werkes (1930er Jahre)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Andreas Gminder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juli]] [[1873]] in [[Reutlingen]]; † [[23. Juli]] [[1963]] ebenda) war ein deutscher [[Unternehmer]] der [[Textilindustrie]]. Er führte das Reutlinger Textilunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Gminder GmbH/AG (UG)&amp;#039;&amp;#039; (1814–1963) fort, ein vollstufiger Textilbetrieb, bestehend aus [[Spinnen (Garn)|Spinnerei]], [[Weberei]] und [[Ausrüstung (Textil)|Ausrüstung]], das sein Urgroßvater Ulrich Gminder im Jahre 1814 als [[Färberei]] gegründet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Emil Gminder war das vierte von neun Kindern des Textilunternehmers Carl Gminder und dessen Frau Maria Gminder geb. Schauwecker. Er wuchs in der elterlichen Villa an der Friedrichstraße nahe dem [[Reutlingen Hauptbahnhof|Bahnhof]] in Reutlingen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1891 beendete Gminder seine [[kaufmännische Lehre]]. Das folgende Jahr verbrachte er auf der [[Webschule Reutlingen]]. Anschließend machte er eine [[Maschinenbau]]-Ausbildung in [[Winterthur]], später ging er nach Großbritannien. Im Jahr 1893 kehrte Gminder nach Reutlingen zurück. Hier begann er, sich im Textiltechnikum bei Otto Johannsen in das Fachgebiet der Spinnerei einzuarbeiten. Seine Abschlussprüfung machte er 1894. Anschließend leistete er seinen Wehrdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] bei einem [[Artillerie]]-[[Regiment]] in [[Ulm]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Oktober 1899 heiratete er in Reutlingen seine Cousine 2. Grades Elise Gminder, die Tochter des Louis Gminder und der Karoline Gminder geb. Baur.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Mormonen-Datenbank im Internet (www.familysearch.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1904 war Gminder [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]] der Ulrich Gminder GmbH; er war jedoch nur der Vertreter eines Teils der Familie Gminder, es gab immer mehrere Geschäftsführer (z. B. Louis Gminder) aufgrund der beiden Familienlinien Carl und Louis Gminder. Nach dem Tod seines Vaters Carl Gminder übernahm er die Aufsicht über den Bau der Arbeitersiedlung [[Gmindersdorf]], die von den Brüdern Carl und Louis in Auftrag gegeben worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swr.de/kultur/geschichte/so-entstand-das-gmindersdorf-in-reutlingen-102.html |titel=So entstand das Gmindersdorf in Reutlingen |datum=2023-10-10 |sprache=de |abruf=2025-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1905 wurde in [[Betzingen]] eine römische Villa entdeckt. Gminder stellte die nötigen Arbeitskräfte für die Ausgrabungen zur Verfügung und verpflichtete einen Fachmann für die zeichnerische Aufnahme der römischen Relikte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.wernerfrueh.lima-city.de/villa.htm |wayback=20170325151507 |text=Geschichte der römischen Villa von Betzingen |archiv-bot=2024-12-03 22:09:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 trat er dem [[Verein Deutscher Ingenieure]] (VDI) bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VDIZ1952&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Festansprachen und Ehrungen anläßlich der 82. Hauptversammlung des VDI |Sammelwerk=[[VDI-Z Integrierte Produktion|Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure]] |Band=94 |Nummer=21 |Datum=1952-07-21 |Seiten=710}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gminder setzte sich für Volksbildung ein. Ein Zeugnis seiner Einstellung ist ein Brief an den &amp;#039;&amp;#039;Volkskaffeehausverein&amp;#039;&amp;#039; vom 21. September 1917, in dem er schrieb: „Das Volk mehr und mehr zu eigenem Urteil erziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Alber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Das Volk mehr und mehr zu eigenem Urteil erziehen“. Von der Volksbildung zur Weiterbildung. 75 Jahre Verein für Volksbildung e.V.&amp;#039;&amp;#039; Reutlingen 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Konsequenz daraus gründete Gminder 1918 einen Verein für Volksbildung. Dieser errichtete 1922 das erste Volksbildungshaus in Deutschland, aus dem später die [[Volkshochschule]] Reutlingen hervorging.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.fore.ucl.ac.be/apel/germany/csgermany5.htm |wayback=20031111192750 |text=Fallstudie VHS Reutlingen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1920 erfand Gminder die Kotonisierung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Flachsfaser#Die Faser|Kotonisierung]] – Faseraufbereitung: die Freilegung der Fasern und deren Trennung in kleinere Faserbündel oder sogar Einzelfasern.&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Flachsfaser|Flachs-]] und [[Hanf]]fasern. Damit war die Herstellung eines [[Baumwolle]]-Kotonin-Mischgewebes möglich. Dieses [[Patent]] („Verfahren zur Gewinnung von Fasermaterial durch Zerlegung von Bündelfasern in Einzelfasern“) meldete er im März 1931 auch in den USA an.&amp;lt;ref&amp;gt;United States Patent 1796598 vom 17. März 1931: &amp;#039;&amp;#039;Process of treating the fibers of textile material&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Patente folgten wie z. B. auch eines zur Spinnerei.&amp;lt;ref&amp;gt; United States Patent 1666894 vom 24. April 1928: &amp;#039;&amp;#039;Spinning&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von UG mit diesem Verfahren hergestellte sog. &amp;#039;&amp;#039;Gminder-Halblinnen&amp;#039;&amp;#039;, ein Baumwoll-Leinen-Mischgewebe, war aufgrund seiner vielseitigen Verwendbarkeit für Kleidung und im Haushalt und der Haltbarkeit sehr bekannt und beliebt. Jedoch wurde immer der weitaus größte Teil des Umsatzes des Unternehmens durch die Produktion verschiedenster Baumwollstoffe erwirtschaftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Gminder liegt auf dem Reutlinger Stadtfriedhof Unter den Linden begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der erste Gasglühstrumpf in Reutlingen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reutlinger Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, 45. Jahrgang 1938, S. 19. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1952 wurde Emil Gminder zum [[Liste der Ehrenmitglieder des Vereins Deutscher Ingenieure|Ehrenmitglied]] des VDI ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VDIZ1952&amp;quot; /&amp;gt; Die Stadt Reutlingen verlieh ihm 1953 ihre [[Ehrenbürger]]würde. Im gleichen Jahr wurde er mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Bundesverdienstkreuz]] ausgezeichnet. Das Emil-Gminder-Haus in Reutlingen wurde nach ihm benannt. Des Weiteren war Gminder Ehrensenator der [[Universität Hohenheim|Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim]] und Ehrenmitglied des Volksbildungsvereins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fr. Walz |Titel=Dr.-Ing. E. h. Emil Gminder † |Sammelwerk=[[VDI-Z Integrierte Produktion|VDI-Zeitschrift]] |Band=105 |Nummer=28 |Datum=1963-10 |Seiten=1297}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116685190|VIAF=170992045}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gminder, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Reutlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Verein Deutscher Ingenieure)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Universität Hohenheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Reutlingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gminder, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gminder, Emil Andreas (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer der Textilindustrie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juli 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Reutlingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Reutlingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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