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	<title>Emil Ferdinand Fehling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_Ferdinand_Fehling&amp;diff=163606&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Telefonicus: /* Laufbahn */Aufnahme in die Freimaurerloge statt Eintritt</title>
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		<updated>2026-03-09T19:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Laufbahn: &lt;/span&gt;Aufnahme in die Freimaurerloge statt Eintritt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HL Damals – Lübecker Senatorenalbum – Emil Ferdinand Fehling.jpg|mini|Emil Ferdinand Fehling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Ferdinand Fehling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1847]] in [[Lübeck]]; † [[3. August]] [[1927]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Rechtsanwalt]] und [[Notar]], [[Senat]]or und [[Lübecker Bürgermeister|Bürgermeister]] der [[Hansestadt]] [[Lübeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Fehling war Sohn des Kaufmanns [[Johannes Christoph Fehling]] (1800–1882) und dessen Frau Anna Emilie, geb. Oppenheimer (1803–1885). Seine Onkel war der Chemiker [[Hermann Fehling (Chemiker)|Hermann Christian von Fehling]] und der Jurist [[Georg Oppenheimer]], seine Brüder waren der Senator [[Johannes Fehling]] (1835–1893) und der Konsul [[Hermann Wilhelm Fehling]] (1842–1907).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Fehling besuchte von 1854 bis Ostern 1857 die [[Progymnasium Dr. Bussenius|Kandidatenschule]] und dann bis zum Abitur 1866 das [[Katharineum zu Lübeck|Katharineum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Genzken]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Abiturienten des Katharineums zu Lübeck (Gymnasium und Realgymnasium) von Ostern 1807 bis 1907.&amp;#039;&amp;#039; Borchers, Lübeck 1907 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-305545 Digitalisat]), Nr. 624&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Göttingen. In Heidelberg war er [[Konkneipant]] beim [[Corps Vandalia Heidelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben&amp;#039;&amp;#039;, S. [https://archive.org/details/FehlingAusMeinemLeben/page/n43 30]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1869 wurde er in Göttingen mit dem höchsten Prädikat („egregie“) zum [[Dr. jur.]] promoviert. [[Albert Wolffson]] war sein enger Studienfreund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WP Mengstraße 28.jpg|mini|hochkant=0.3]]&lt;br /&gt;
Fehling kehrte nach Lübeck zurück, wo er nach seinem Examen vor dem [[Oberappellationsgericht der vier Freien Städte]] 1869 und einem Studienaufenthalt in [[Paris]], [[Rom]] und [[London]] 1869/70 als Rechtsanwalt und Notar praktizierte. Als Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Anwaltvereins&amp;#039;&amp;#039; wurde er zu dessen Vorsitzenden. Am 23. September 1879 ging die [[Gerichtsbarkeit]] des Oberappellationsgerichtes im Zuge der von der [[Bismarcksche Reichsverfassung#Gerichtsbarkeit|Reichsverfassung]] erlaubten Neuordnung an das neu errichtete [[Reichsgericht]] in [[Leipzig]] über. Im [[Gerichtshaus (Lübeck)#Frühere Gerichtsgebäude in Lübeck|Gerichtshaus]] in der [[Mengstraße]] fand die feierliche Einsetzung der neuen Gerichtsbehörden statt. Im Anschluss wurde ein [[Abendessen|Diner]] im [[Hotel Stadt Hamburg]] eingenommen. An der gleichzeitigen Einsetzung in [[Hamburg]] nahmen Namen des lübeckischen [[Lübecker Senat 1879 und 1880|Senates]] [[Hermann Rittscher]] und in dem der lübeckischen Anwälte [[Heinrich Alphons Plessing|Alphons Plessing]], [[Robert Peacock]] und Fehling teil.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Local- und vermischte Notizen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 21. Jahrgang, Nummer 77, Ausgabe vom 24. September 1879, S. 436.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ausgleich für den [[Bedeutung|Verlust]] des Oberappellationsgerichts wurde die Stadt [[Sitz (juristische Person)|Sitz]] der nach dem Erlass des letzten großen [[Sozialversicherung (Deutschland)|Sozialversicherungsgesetzes]] unter [[Otto von Bismarck]] für die Beschäftigten in den drei Hansestädte zuständige &amp;#039;&amp;#039;Hanseatichen Versicherungsanstalt für [[Invaliditätsversicherung|Invaliditäts]]- und [[Altersrente|Altersversicherung]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Die &amp;quot;Hanseatische Versicherungsanstalt für Invaliditäts- und Altersversicherung&amp;quot; war die Bezeichnung für eine der früheren [[Landesversicherungsanstalt#Indirekt|Landesversicherungsanstalten (LVA)]], die für die Durchführung der gesetzlichen Rentenversicherung für Angestellte und Handwerker zuständig war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;später &amp;#039;&amp;#039;Landesversicherungsanstalt der Hansestädte&amp;#039;&amp;#039;, 1938 aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Ausschuss war am 3. November 1893 erstmals in der von [[Julius Grube]] entworfenen [[Königstraße 1–3|Königstraße 1]] zusammentreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 wurde er in die Lübecker [[Freimaurerloge Zur Weltkugel]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald darauf trat er auch im öffentlichen Leben Lübecks hervor. Im Jahr 1879 in die [[Portal:Lübeck/Projekt Bürgerschaft 1848-1937|Bürgerschaft]] erwählt, wurde er am 18. Juli 1887 als Wortführer an die Spitze dieser [[Körperschaft]] berufen. Die Geschäfte des Wortführers im [[Bürgerausschuss]] hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr lang wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 gehörte er zu den Gründern des &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtischen Vereins&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EFF&amp;quot;&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;E. F. Fehling.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1916/17, Nr. 11, Ausgabe vom 10. Dezember 1916, S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fehling war Mitglied der [[Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit]] und sollte von 1895 bis Ende 1897 Direktor der Gesellschaft sein. Von ihm verfasste Artikel erschienen in den [[Lübeckische Blätter|Lübeckischen Blättern]], [[Amtsblatt|Mitteilungsblatt]] der Gesellschaft, unter der [[Chiffre (Kommunikation)|Chiffre]] &amp;#039;&amp;#039;99.&amp;#039;&amp;#039; Während seines Direktorats drohten diese jedoch einzugehen. Durch seine Arbeit wurde das Organ der Gesellschaft in eine neue Form übergeleitet und erholte sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDF&amp;quot;&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Bürgermeister Dr. Fehling.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 63. Jg., Nummer 31, Ausgabe vom 5. August 1917, S. 390–391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ununterbrochener Präsidialführung im Bürgerausschuss und in der Bürgerschaft wurde Fehling am 4. Mai 1896 als Nachfolger des zum [[Liste der hanseatischen Gesandten in Preußen|Hanseatischen Gesandten]] anstelle des verstorbenen [[Friedrich Krüger]] bestellten [[Karl Peter Klügmann]] als Senator in den [[Lübecker Senat 1895 und 1896|Lübecker Senat]], die höchste Körperschaft des lübeckischen [[Staat]]swesens, gewählt. Er war von Beginn an Mitglied der [[Finanzbehörde|Finanzdeputation]]. Dort war er Vorsitzender in der Abteilung [[Besitz|Stadtgüter]] und der sogenannten [[Gutachten|Begutachtungskommission]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurde Fehling 1898 in die „[[Kommission]] für [[Auswärtige Angelegenheiten]]“ berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied des [[Hansischer Geschichtsverein|Hansischen Geschichtsvereins]] wurde Fehling 1903 Nachfolger des zum Bürgermeister erwählten [[Wilhelm Brehmer]] in dessen Amt als Präsident des Vereins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Johann Georg Eschenburg]] zum [[Lübecker Bürgermeister#Bürgermeister Lübecks 1813 bis 1946|Lübecker Bürgermeister]] gewählt wurde, ernannte der Senat Fehling zu dessen Nachfolger als stellvertretenden [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesratsbevollmächtigten]] des [[Liste der hanseatischen Gesandten in Preußen|Hanseatischen Gesandten]], erst Klügmann, dann Sieveking, in die Hanseatische Gesandtschaft in der [[Tiergartenstraße]] 17a.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Bielefeld: &amp;#039;&amp;#039;Berlin und die Berliner (1905).&amp;#039;&amp;#039; Europäischer Hochschulverlag, 2011, ISBN 978-3-8457-2001-2, S. 477 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ernannt. Hier nahm er stets deren Interessen, beispielsweise Lübeck als Sitz der &amp;#039;&amp;#039;Hanseatischen Versicherungsanstalt&amp;#039;&amp;#039; auszuwählen,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wochen-Chronik aus Lübeck und Umgegend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1905, Nr. 1, Ausgabe vom 1. Januar 1905, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Fest|Einweihung]] des [[Berliner Dom]]s am 27. Februar 1905, die in Gegenwart des Kaiserpaares und zahlreicher Fürstlichkeiten stattfand, nahmen als Vertreter der Freien und Hansestadt Lübeck dessen Bürgermeister und, als Vertreter des [[Kirchenrat#Deutschland|Kirchenrats]], Senator Fehling teil.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wochen-Chronik aus Lübeck und Umgegend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1905, Nr. 10, Ausgabe vom 5. März 1905, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Lübecker Senat zum Treffen der Senate in [[Bremen]] war, wohnte Fehling vom 3. bis 6. Juni 1905 als Vertreter des lübeckischen Senates der [[Hochzeitsfeier|Vermählung]] des [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)|Kronprinzen]] mit der [[Cecilie zu Mecklenburg|Herzogin zu Mecklenburg]] bei und schenkte im Namen des Senats ein Nachbildung des Engel-Kronleuchters aus dem [[Lübecker Dom]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wochen-Chronik aus Lübeck und Umgegend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1905, Nr. 24, Ausgabe vom 11. Juni 1905, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 1. Oktober 1913 führte der Hanseatische Gesandte im Bundesrat die Stimme Lübecks. Der Senat hatte beschlossen, dass fortan Senator Fehling dort stimmführend sei, und den neuen Hanseatischen Gesandten, [[Karl Sieveking (Ministerialbeamter)|Karl Sieveking]], zu dessen dortigem Stellvertreter bestimmt. Damit folgte Lübeck seinen Schwesterstädten. So hatte Hamburg nach dem Tode des Bürgermeisters [[Johann Heinrich Burchard]] Senator [[Friedrich Sthamer]] und Bremen nach dem Tod des Bürgermeisters [[Victor Marcus]] Senator [[Martin Donandt]] zum stimmführenden Bundesratsbevollmächtigten bestellt. Auf diesem Wege wurde eine engere Fühlung des Senates mit dem Bundesrat hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Senator Dr. Fehling, Bevollmächtigter Lübecks zum Bundesrat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1912/13, Nr. 47, Ausgabe vom 14. August 1913, S. 201–202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Hanseatenkreuz 27-01-1917.jpg|mini|27. Januar 1917]]&lt;br /&gt;
Ende 1916 wurde Fehling für die Wahlperiode [[Lübecker Senat 1917 und 1918|1917/18]] als Eschenburgs Nachfolger zum Bürgermeister der Hansestadt berufen. Seine erste [[Amtszeit]] sollte durch den [[Erster Weltkrieg|Krieg]] geprägt sein. Die Feier des [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaisergeburtstages]], die in Friedenszeiten auf dem seit Ausbruch des Krieges Platz für das [[Barackenlazarett (Lübeck)|Barackenlazarett]] bietenden [[Burgfeld (Lübeck)|Burgfeld]] stattfand, wurde auf dem [[Buniamshof]] abgehalten. An deren Ende verlieh der Bürgermeister in Gegenwart des stellvertretenden Kommandeurs der [[81. Infanterie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)|81. Infanterie-Brigade]], [[Generalmajor]] [[Harry von Wright]], „verdienten“ Lübecker [[Soldat|Kriegern]] das lübeckische [[Hanseatenkreuz]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kaisers Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Anzeigen|Vaterstädtische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1917, Nr. 19, Ausgabe vom 4. Februar 1917.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Masny 02-06-1917.jpg|mini|Fehling und Plessing inmitten des Offizierskorps]]&lt;br /&gt;
Begleitet von [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] [[Carl Plessing|Plessing]] besuchte der Bürgermeister das nach schweren Kämpfen im [[Schlacht bei Arras (1917)|Arras-Abschnitt]] nach [[Masny]] aus der vordersten Linie zurückgezogene [[Infanterie-Regiment „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162|Regiment]] Lübecks vom 1. bis 4. Juni 1917, um ihm die Grüße aus der Heimat zu überbringen. Die erste Berührung mit der Truppe war eine unter der Leitung des Divisions-Kommandeurs [[Albert von Mutius (General)|Mutius]] abgehaltene Übung. Ihr folgte nahe dem [[Stabsquartier]] eine [[Militärparade|Parade]]. Nachdem Krieger, die sich bei den Kämpfen der vergangenen Wochen besonders hervorgetan hatten, das Hanseatenkreuz erhalten hatten, erfolgte ein Vorbeimarsch der [[Kompanie (Militär)|Kompanien]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Besuch Sr. Magnifizenz des Präsidierenden Bürgermeisters Dr. Fehling beim Regiment „Lübeck“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1917, Nr. 39, Ausgabe vom 24. Juni 1917, S. 155–157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Fehling – Warschau.jpg|mini|Fehling und Plessing mit Lübecker Landeskindern vor der [[Alexander-Newski-Kathedrale (Warschau)|russischen Kathedrale]] in Warschau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem [[Schlacht um Riga (1917)|Fall Rigas]] begab sich der Bürgermeister, wieder in Begleitung des Regierungsrates Plessing, an die [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] nach [[Generalgouvernement Warschau (1915–1918)|Warschau]], [[Brest-Litowsk]], [[Kowel]], [[Białystok]], [[Wilna]], [[Mitau]], [[Liepāja#Geschichte|Libau]] (Kriegshafen) und [[Riga]]. Bei jedem Halt im besetzten russischen Gebiet wurde von der [[Oberste Heeresleitung|Heeresleitung]] dafür gesorgt, dass sie von den lübeckischen Landeskindern begrüßt wurden. Mehrfach wurden einzelne Tage ganzen Truppenteilen, die ausschließlich oder vorwiegend aus der Hansestadt ihren [[Ersatzwesen#Preußen, Kaiserreich|Ersatz]] erhielten, gewidmet. In den Städten, die Sitze deutscher [[Gouvernement]]s, [[Armeeoberkommando]]s oder [[Militärverwaltung]]en waren, traf man mit den leitenden Personen zusammen. So ließ sich es im Bereich der [[Heeresgruppe Linsingen]] deren [[Alexander von Linsingen|Oberbefehlshaber]] nicht nehmen, als lübeckischer [[Veteran]] mit den Lübeckern die Abordnung in einem bischöflichen Schloss&amp;lt;ref&amp;gt;Linsingen residierte zu der Zeit des Zusammentreffens in dem Schloss.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Höhepunkt der Reise bildete aber die Stadt, die von Hansischen Kaufleuten, vor allem waren dies Lübecker, zuerst besiedelt worden war. Der [[Stadthauptmann]] empfing den Bürgermeister mit sämtlichen Stadtvätern. In dessen Ansprache wurde besonders dem Bande zwischen beiden Städten und den Eintreten der lübeckischen Regierung während des Krieges für die [[Baltikum|baltischen]] Interessen in der Handelspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festivitäten des Kaisergeburtstages fanden 1918 nur noch auf dem [[Markt (Lübeck)|Markt]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Vierte Flandernschlacht|Schlacht um den Kemmel]] befand sich das Regiment zur Regeneration in [[Knokke-Heist|Knocke und Westkapelle]]. Als Fehling mit einigen Senatsmitgliedern das Regiment vor Ort besuchen wollten, wurde ihnen wegen der steten Fliegergefahr, des häufigen Alarmzustandes und der ständigen Gefahr einer Beschießung von See her davon abgeraten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Knocke – Westkapelle.&amp;#039;&amp;#039;: In [[Otto Dziobek (Offizier)|Otto Dziobek]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Infanterie-Regiments Lübeck (3. Hanseatisches) Nr. 162&amp;#039;&amp;#039;, [[Verlag Gerhard Stalling]], 1922 [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg i. O.]], S. 305–306.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die aus [[Kiel]] kommende [[Novemberrevolution]] die Stadt erreichte, geriet auch diese zunächst in deren Sog. Die Offiziere wurden im „Hotel International“, Am Bahnhof Nr. 17, interniert und drei Senatoren baten, als das Rathaus rot beflaggt war, um ihre Versetzung in den Ruhestand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Umwälzung in Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 60. Jg., Nummer 46, Ausgabe vom 17. November 1918, S. 577–579.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als in den kritischen Novembertagen in allen deutschen Staaten die Regierungen vor dem Ansturm der Revolution zusammenbrachen, bestand Lübecks Senat allein unter der Führung des Bürgermeisters die große Belastungsprobe. Es kam zu keinen gewalttätigen [[Insurrektion|Unruhen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDEFF&amp;quot;&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Bürgermeister Dr. Emil Ferdinand Fehling †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1926/27, Nr. 23, Ausgabe vom 7. August 1927, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Regimentsheimkehr 1918.jpg|mini|Begrüßung des heimgekehrten Regiments]]&lt;br /&gt;
Das Regiment kehrte am Vormittag des 26. November, vom [[Bewachung|Wachtdienst]] während der Übergangszeit um das [[Reichsland Elsaß-Lothringen|elsaß-lothringische]] [[Straßburg]] herum kommend, auf dem [[Lübeck Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] heim. In der offiziellen Feier am 30. November auf dem Markt begrüßten neben Bürgermeister Fehling als Vertreter des Senats auch [[Carl Dimpker]] als Wortführer der Bürgerschaft, Rethfeld als Mitglied des Soldatenrates und [[Johannes Stelling]] als Vertreter des Arbeiterrates das heimgekehrte Regiment. Von diesem waren jedoch nur noch Reste vorhanden. So hatten seine [[Offizier]]e das Regiment bereits verlassen. Da der [[Regimentskommandeur]], [[Oberstleutnant]] [[Ludwig Hauß]], erkrankt war, dankte der Kommandeur des ebenfalls in Lübeck ansässigen [[Hauptquartier|Kommandos]] von der [[81. Infanterie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)|81. Infanterie-Brigade]], [[Oberst]] [[Hans von Werder (Oberst)|Hans von Werder]], ihnen im Namen des Regiments.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Heimkehr des Regiments Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1918/19, Nr. 5, Ausgabe vom 8. Dezember 1918, S. 17–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lothringen – Straßburg – Heimkehr.&amp;#039;&amp;#039; In: Otto Dziobek: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Infanterie-Regiments Lübeck (3. Hanseatisches) Nr. 162&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Gerhard Stalling, 1922 Oldenburg i. O., S. 347–349.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Amtszeit Fehlings sollte durch die Gestaltung der neuen Landesverfassung geprägt werden. Nach bereits erfolgten Verfassungsänderungen am 28. März 1917 und 11. Dezember 1918 sowie vom 26. Februar und 26. März 1919 in der neuen Amtszeit hatten Senat und Bürgerschaft unter Berücksichtigung der Dinge im Reich sowie dessen Einzelstaaten eine nochmalige Durchsicht der Verfassung durch eine Kommission des Senates und der Bürgerschaft beschlossen. Die Arbeiten der Kommission trugen, insbesondere die zum Abschluss gebrachte Verfassung des Deutschen Reiches berücksichtigende maßgebende Bestimmungen für alle zum Reiche gehörenden Länder. Demgemäß gelangten Senat und Bürgerschaft zu einem Einvernehmen über den Wortlaut der neuen Verfassung. Die neue Lübeckische Landesverfassung, die die [[Manier (Stil)|Handschrift]] des Bürgermeisters trug, wurde am 23. Mai 1920 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | title=Lübeckische Landesverfassung | url=http://www.verfassungen.de/de/sh/luebeck/verfassung20-i.htm | accessdate=2019-03-26 | publisher=verfassungen.de | archiveurl=https://web.archive.org/web/20160418055723/http://www.verfassungen.de/de/sh/luebeck/verfassung20-i.htm | archivedate=2016-04-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Antrag auf seine Versetzung in den [[Ruhestand]] wurde vom [[Lübecker Senat 1919 bis 1921|Senat]] gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1920/21, Nr. 6, Ausgabe vom 12. Dezember 1920, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als er zum 31. Dezember 1920 ausschied, wurde der parteilose Senator [[Johann Martin Andreas Neumann]] sein Nachfolger. Fehling widmete sich fortan mit reichen literarischen Niederschlag den geschichtlichen Forschungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDEFF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Morgen des 3. August 1927 konnte Fehling, der bereits auf seinem [[Sterbebett]] lag, seine [[Gratulant]]en, Frau, Kinder und Enkel, erkennen, bevor sein [[Bewusstsein]] schwand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lübecks ehemaliger Bürgermeister Dr. Emil Ferdinand Fehling.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 73. Jg., Nummer 3, Ausgabe vom 7. August 1927, S. 545–546.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den [[Lübecker Senat 1926 bis 1929|Lübecker Senat]] und andere Gratulanten konnte er jedoch schon nicht mehr [[Wahrnehmung|wahrnehmen]]. Er verstarb noch am gleichen Tag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDEFF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tode hielt am 8. August 1927 in der [[Marienkirche (Lübeck)|Marienkirche]] [[Hauptpastor]] [[Paul Denker (Pastor)|Paul Denker]] die [[Andacht|Trauerandacht]]. Unter dem Trauergefolge Fehlings waren die Bürgermeister der drei Hansestädte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bürgermeister Dr. Fehlings Beisetzung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1926/27, Nr. 24, Ausgabe vom 21. August 1927, S. 96–97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[Burgtorfriedhof]] neben dem seines Schwiegervaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BF - Fehling.jpg|mini|hochkant|Familiengrab]]&lt;br /&gt;
Fehling hatte zweimal geheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst war er mit Ada Marie Caroline (* 10. Mai 1853 in [[München]]; † 27. September 1906 in Lübeck), der einzigen Tochter des Dichters [[Emanuel Geibel]], seit 1872 verheiratet. Unter [[Schwermut]] leidend, verstarb Marie Fehling in einem [[Sanatorium]]. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor. [[Maria Fehling|Maria]] und [[Ferdinand Fehling|Ferdinand]] wurden als [[Historiker]], [[Jürgen Fehling|Jürgen]] als [[Theaterregisseur]] bekannt. [[Georg Roemer]] wurde Fehlings Schwiegersohn.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Neue Formen der architektonischen Gestaltung von Gartenvorstädten in Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Anzeigen|Vaterstädtische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;; Jg. 1916/17, Nr. 45, Ausgabe vom 5. August 1917, S. 179–180. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Emanuel Fehling|Emanuel]] (1873–1932) war die Jugendliebe von [[Fanny Reventlow]]. In Berlin lernte er Katharina (Käthe) Wessel (* 11. Oktober 1862 in Berlin; † 20. März 1933 in [[Mönchengladbach]]), die verwitwete Frau des [[Geheimrat|Geheimen Regierungsrates]] Dr. Vogts aus [[Berlin-Wannsee]], kennen. Seit 1910 war Fehling mit ihr [[Vermählung|vermählt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des [[Senator]]s [[Thomas Johann Heinrich Mann|Mann]] am 13. Oktober 1891 wurden Konsul Fehling und der Weinhändler Tesdorpf zu [[Vormundschaft|Vormündern]] seiner fünf hinterlassenen Kinder bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Mann]] war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt. In seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039;, für den er 1929 den [[Nobelpreis für Literatur|Nobelpreis]] erhalten sollte, und der Bezüge zu real existierenden Personen in Lübeck hat, begegnen wir Carl Tesdorpf als &amp;#039;&amp;#039;Weinhändler Stephan Kistenmaker&amp;#039;&amp;#039;, Konsul Hermann Fehling als &amp;#039;&amp;#039;Konsul Hermann Hagenström&amp;#039;&amp;#039; und Emil Ferdinand Fehling als &amp;#039;&amp;#039;Dr. Moritz Hagenström&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Alfred Hall: &amp;#039;&amp;#039;Buddenbrooks und ihre Originale.&amp;#039;&amp;#039; In: Hartwig Draeger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Buddenbrooks. Dichtung und Wirklichkeit. Bilddokumente.&amp;#039;&amp;#039; Graphische Werkstätten, Lübeck 1993, S. 33–42, hier S. 38–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Porträt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Ferdinand Fehling.jpg|mini|hochkant|Porträt von Leopold von Kalckreuth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Jahrestages der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] legte der Lübeckische Senat, erstmals seitdem ihr Tragen in der [[Lübecker Franzosenzeit|Franzosenzeit]] verboten worden war, wieder die damalige, sogenannte [[Hofzeremoniell#Spanisches Hofzeremoniell|Spanische]] [[Amtstracht]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bestand aus einem ärmellosen Mantel aus gemusterten, mit [[Nerz]] besetzten [[Seide]]nstoff und wurde vorn mit doppelt laufender silbervergoldeter Kette zusammengehalten. An ihm erkannte man, ob deren Träger ein Bürgermeister, Senator oder Senatssekretär war. Während der Mantel des Bürgermeisters unten ringsherum auch mit Nerz besetzt war, trug stattdessen der Senator [[Soutache]]borte und der Senatssekretär [[Bordüre|Bortenbesatz]]. Die Hüte waren in ihrer Form &amp;#039;&amp;#039;spanischen Hüten&amp;#039;&amp;#039; aus jener Zeit nachempfunden und mit schwarzen [[Samt|Sammet]] überzogen. Der schwarze mit schwarzer mit Köpfen und Verzierungen aus schwarzer Soutachearbeit besetzter Tuchrock zeigte an der Ärmelöffnung eine Spitzen[[rüsche]], die vorne nicht ganz verschlossen wurde, ließ eine [[Weste]] aus [[Seidenbrokat]] im alten Goldton und ein [[Jabot]] hervorstehen. Hinzu kam die [[Halskrause (Mode)|Halskrause]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lübecks Hundertjahrfeier der Völkerschlacht zu Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1913/14, Nr. 4, Ausgabe vom 17. Oktober 1913, S. 14–16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehling ließ sich in jener Tracht ohne Hut von dem Berliner [[Hoffotograf]]en [[Emil Bieber]] fotografieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EFF&amp;quot;/&amp;gt; Im Frühjahr 1920 kam [[Leopold von Kalckreuth]] nach Lübeck, um das nebenstehende [[Gemälde]] zu malen, das heute in der [[Bürgermeistergalerie (Lübeck)|Bürgermeistergalerie des Lübecker Rathauses]] hängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohnsitz ==&lt;br /&gt;
Fehling wohnte in der [[Theodor Curtius (Politiker)|&amp;#039;&amp;#039;Curtiusstraße 11&amp;#039;&amp;#039;]] und gewährte um seinen 70. Geburtstag herum Reportern der [[Lübeckische Anzeigen|Lübeckischen Anzeigen]] im Rahmen der zu jener Zeit in deren Sonntagsbeigabe erscheinenden Serie „Neue Formen der architektonischen Gestaltung von Gartenvorstädten in Lübeck“ Zugang zu seinem Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fassade]] des von [[Wilde Weinrebe|wildem Wein]] umrankten Hauses ließ nicht die weiten Räume des Erdgeschosses auf beiden Seiten der „Halle“ erahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen Bücherschränke in der Halle harmonierten mit schweren [[Mahagonigewächse|Mahagonimöbeln]] aus dem Ende des 18. und dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Hinter einer der hohen in dunkel [[Walnussgewächse|Nussholz]] gefassten Spiegeltüren der Bücherschränke waren Original-[[Cotta’sche Verlagsbuchhandlung|Cotta-Ausgaben]] von Goethe, Herder, Geibel und anderen [[Klassiker]]n. Hier ein silbernes Schreibzeug mit einem thronenden [[Barde]]n, dass 1866 dem aus München heimkehrenden Schwiegervater von dankbaren Mitbürgern überreicht wurde – da eine eigenhändige [[Widmung]] des Kaisers an das Bundesratsmitglied und ein in kostbaren Metallrahmen gefasstes Bildnis des Kaisers in [[Kürassiere|Kürassieruniform]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles war durch Erinnerungen aus drei Generationen der Fehlingschen, Geibelschen und Wesselschen Familie belebt. Das Ada-Bild von [[Erich Correns (Maler)|Erich Correns]], [[Pastellmalerei|Pastellportraits]] von [[Julie de Boor]] – darunter ihre von der Berliner [[Neue Photographische Gesellschaft|Photographischen Gesellschaft]] in den [[Handel]] gebrachte Zeichnung Geibels – und Schöpfungen von dem Münchener Bildhauer Georg Roemer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bücherei]] im 1. Stock war das [[Arbeitszimmer]] des [[Hausrecht#Geschichte|Hausherren]]. Von hier schweifte Fehlings Blick über die Gipfel des [[Stadtpark Lübeck|Stadtparks]] zu den Türmen der Marienkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwin Barth]] hatte einst in freiem Anschluss an die Architektur des Hauses den sich zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Curtius-&amp;#039;&amp;#039; und [[Johannes Bugenhagen|&amp;#039;&amp;#039;Bugenhagenstraße&amp;#039;&amp;#039;]] dehnenden Garten entworfen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;175&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
HL Damals – Vaterstädtische Blätter – BM EF Fehling – Curtiusstraße – 1.jpg|Vorderseite des Bürgermeisterhauses&lt;br /&gt;
HL Damals – Vaterstädtische Blätter – BM EF Fehling – Curtiusstraße – 2.jpg|Die „Halle“&lt;br /&gt;
HL Damals – Vaterstädtische Blätter – BM EF Fehling – Curtiusstraße – 3.jpg|Das Arbeitszimmer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die lübeckischen Stadtgüter&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von [[Johannes Nicolaus Heinrich Rahtgens#Herkunft|H. G. Rahtgens]], Lübeck 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Staatshaushalt Lübecks 1882–1904&amp;#039;&amp;#039;, [[Lübeckische Anzeigen#Gebrüder Borchers|Verlag von Gebrüder Borchers GmbH]], Lübeck 1906&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Heinrich Theodor Behn]], Bürgermeister der freien und Hansestadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von Duncker und Humblot, Leipzig 1906&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Emanuel Geibels Jugendbriefe&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von Karl Curtius, Berlin 1909&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vermögensrechnung der freien und Hansestadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von H. G. Rahtgens, Lübeck 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Lübeckischen Ratslinie 1814–1914&amp;#039;&amp;#039;, Max Schmidt, Lübeck 1915. [[:File:ZurLübeckischenRatslinie1814-1914.pdf|Commons Digitalisat]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lübecker Ratslinie|Lübeckische Ratslinie]]&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Max [[Schmidt-Römhild]], 2. Auflage Lübeck 1925. Unveränderter Nachdruck Lübeck 1978. ISBN 3-7950-0500-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben. Erinnerungen und Aktenstücke.&amp;#039;&amp;#039; Otto Quitzow Verlag, 1929 (posthum, Aufzeichnungen aus den Jahren 1916 bis 1923, [https://archive.org/details/FehlingAusMeinemLeben Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bene-Merenti.jpg|mini|Ehrendenkmünze des Senates]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WP Denkmünze Gemeinnützige.jpg|mini|Denkmünze der Gemeinnützigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in einem monarchischen [[Gliedstaat|Staate]] der Orden war, ist in einem Staatswesen wie dem Lübeckischen, das auf Selbstverwaltung beruhte, eine schlichte Gedenkmünze gewesen. Solcher Denkmünzen werden in Lübeck drei verliehen. Mit der ersten zeichnete der Senat, mit der Zweiten die Handelskammer und der Dritten die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Fehlings 70. Geburtstag wurden seine Verdienste entsprechend gewürdigt. Der Senat verlieh ihm die Goldene Ehrengedenkmünze [[Gedenkmünze Bene Merenti|Bene Merenti]] als Würdigung seiner staatsmännischen Gegenwartsarbeit. Die „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit“ würdigte mit der Verleihung seiner höchsten Auszeichnung, die [[Denkmünze der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit]], unter anderem seine Verdienste um die Reorganisation um das Weiterbestehen des Gesellschaftsorgans. Der „Lübeckische Geschichtsverein“ würdigte ihn mit der Ernennung zu seinem [[Ehrenmitglied]]. In der Freimaurerloge zur Weltkugel wurde er zum Ehrenmeister vom Stuhl ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anerkennung von Fehlings Mitarbeit an der Geschichte seiner Heimat wurde ihm von der [[Philosophie|philosophischen]] [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] der [[Rostock]]er [[Universität Rostock|Universität]] der [[Ehrendoktor]]titel verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine Verdienste, vor allem seine Verdienste um die Fortführung der &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Ratslinie&amp;#039;&amp;#039;, zum 80. Geburtstag des Bürgermeisters a. D. hinreichend zu [[Würde|würdigen]], verlieh ihm der Senat die [[Ehrenbürgerschaft]]. Um den neuen [[Liste der Ehrenbürger von Lübeck|Ehrenbürger]] die entsprechende Urkunde in einem entsprechenden Rahmen zu überreichen, erschien der gesamte [[Lübecker Senat 1926 bis 1929|Senat]] bei ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Professoren [[Heinrich Sieveking]] und [[Kurt Perels]] erschienen, um Fehling die Urkunde über die Ernennung zum Ehrendoktor der [[Staatswissenschaften]] von der [[Universität Hamburg]] zu verleihen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BDEFF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|46|47|Fehling, Emil Ferdinand|[[Ahasver von Brandt]]|116451408}}&lt;br /&gt;
* Alken Bruns (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Lebensläufe&amp;#039;&amp;#039;. Neumünster 1993, ISBN 3-529-02729-4, S. 118 ff.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Reichsrat: Vertretung der deutschen Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Reichs 1919–1934. Ein biographisches Handbuch unter Einbeziehung des Bundesrates Nov. 1918 – Febr. 1919 und des Staatenausschusses Febr.–Aug. 1919.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 2006, ISBN 3-7700-5279-X, S. 126–127.&lt;br /&gt;
* Karl-Ernst Sinner: &amp;#039;&amp;#039;Tradition und Fortschritt. Senat und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck 1918–2007.&amp;#039;&amp;#039; Band 46 der Reihe B der &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Hansestadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom [[Archiv der Hansestadt Lübeck]], Lübeck 2008, S. 81 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116451408}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116451408|LCCN=n/80/84817|VIAF=209391595}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fehling, Emil Ferdinand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wortführer der Lübecker Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hansehistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Fehling|Emil Ferdinand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bevollmächtigter zum Bundesrat (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fehling, Emil Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Lübecker Bürgermeister und Bearbeiter der Lübecker Ratslinie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Telefonicus</name></author>
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