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	<title>Emil Breitenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T19:22:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_Breitenstein&amp;diff=1740347&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-18T10:18:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BreitensteinEmil.jpg|mini|Emil Breitenstein, vor 1944]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Breitenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. August]] [[1899]] in [[Rosenheim]]; † [[18. November]] [[1971]] in [[Bad Tölz]]) war ein deutscher Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[Sturmabteilung|SA]]-Führer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Leben 1899 bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Breitenstein wurde 1899 als Sohn eines Werkmeisters geboren. Nach dem Besuch der [[Volksschule]] und der Realschule absolvierte er eine kaufmännische Lehre. Ab 1916 nahm er am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Das Kriegsende erlebte er in einem Lazarett in [[Brüssel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war Breitenstein zunächst arbeitslos. Er fand 1920 zunächst eine Anstellung als Buchhalter in [[Erding]] und war später als [[Prokurist]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Mai 1920 trat Breitenstein in die NSDAP ein, der er sich – nach ihrem vorübergehenden Verbot – am 1. September 1928 erneut anschloss. Anlass des Parteieintritts sei eine [[Adolf Hitler|Hitler]]-Rede gewesen, die er 1920 gehört habe und in der er sehr viele Erkenntnisse aus Kriegserlebnissen wiedergefunden hätte. Politisch beschrieb Breitenstein sich als „Deutscher und Sozialist“. Er habe, als er sich dem [[Nationalsozialismus]] zuwandte, nach einem System gesucht, das „den Anforderungen der Arbeiterschaft gerecht werden konnte“, denn er sei „kein Hurrahpatriot sondern einer mit sozialistischen Grundsätzen“ gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brozat272f&amp;quot;&amp;gt;Barbara Feit: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter&amp;#039;&amp;#039;, S. 272f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später betonte er zudem, dass er „Rassenhass und Radau“ abgelehnt habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brozat272f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. September 1928 trat Breitenstein der neu gegründeten Partei bei (Mitgliedsnummer 99.009)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/3910411&amp;lt;/ref&amp;gt; und beteiligte sich an der Gründung der NSDAP-Ortsgruppe in Erding, deren Leitung er 1930 übernahm. Im selben Jahr wurde er auch mit dem Amt eines Bezirksleiters betraut. Im bewaffneten Arm der NS-Bewegung, der [[Sturmabteilung]] (SA), der er von 1920 bis 1923 und erneut seit 1930 angehörte, erreichte er 1938 den Rang eines Obersturmbannführers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus (1933 bis 1945) ===&lt;br /&gt;
Vom 30. März 1933 bis zum 28. Februar 1945 amtierte Breitenstein als ehrenamtlicher Bürgermeister von Erding. Am 10. Dezember 1942 trat Breitenstein im Nachrückverfahren für den verstorbenen Abgeordneten [[Karl Wenzl]] in den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]] ein, dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 als Vertreter des Wahlkreises 24 (Oberbayern–Schwaben) angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Kriegsphase übernahm Breitenstein von November 1944 bis Mai 1945 die Aufgaben eines [[Volkssturm]]führers in Erding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Spruchkammerverfahren ===&lt;br /&gt;
Am 2. Mai 1945 wurde er von der [[United States Army|US-Armee]] in einer Jagdhütte außerhalb von Erding entdeckt und verhaftet. Da man ihn anfangs verdächtigte, an der [[Fliegermorde|Erschießung amerikanischer Flieger]] beteiligt gewesen zu sein, wurde er zunächst im [[Internierungslager Dachau]] inhaftiert. Im August 1947 wurde er, nachdem sich die Verdächtigungen als unbegründet erwiesen hatten, dem sogenannten [[Automatischer Arrest|Automatischen Arrest]] übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. September 1948 wurde das Verfahren gegen Breitenstein vor der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] [[Dachau]] aufgenommen. Der öffentliche Ankläger plädierte darauf, ihn als Hauptschuldigen einzustufen und verwies darauf, dass Breitenstein ein „sehr gefürchteter und ein ganz radikaler Verfechter des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]]“ gewesen sei. Insbesondere wurden ihm mehrere Fälle zur Last gelegt, in denen er die Inschutzhaftnahme von [[Dissident]]en plädierte. Am 14. September 1948 wurde er zu einer drei Jahren Arbeitslager verurteilt, die durch seine Zeit im Internierungslager als verbüßt galt.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Feit: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter&amp;#039;&amp;#039;, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner wurden ihm die [[Bürgerliche Rechte|bürgerlichen Rechte]] auf zehn Jahre aberkannt und sein Vermögen eingezogen. Anders als viele andere ehemalige NS-Funktionäre leugnete er seine früheren Überzeugungen nicht, sondern bekannte sich zu ihnen: „Es liegt mir nicht, heute einen Stein zu werfen auf Dinge, die mir bis dahin heilig waren.“ Im Berufungsverfahren konnte Breitenstein eine Reihe von Entlastungszeugnissen vorlegen, in denen ihm „rassische Toleranz“, „aufrichtige sozialistische Einstellung“ und „Hilfsbereitschaft“ attestiert wurden. Viele davon dürften [[Persilschein]]e gewesen sein, dennoch dürften auch einige gewichtiger gewesen sein: So versicherte der Beamte Elsässer, von 1932 bis 1946 Amtsgerichtsrat in Erding, der nach nationalsozialistischen Maßstäben als [[Jüdischer Mischling|Mischling ersten Grades]] galt, dass er es Breitenstein zu verdanken hätte, dass er seinen Beruf weiter hätte ausüben dürfen. In der Berufungsverhandlung wurde Breitenstein als Minderbelasteter eingestuft und ihm eine Geldstrafe sowie für zwei Jahre Einschränkungen bei der Berufswahl auferlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Feit: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter&amp;#039;&amp;#039;, S. 275f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Forschungen Barbara Feits zufolge war Breitenstein zwar überzeugter Anhänger der NS-Ideologie, jedoch kein Fanatiker oder Aktivist, sondern eher ein obrigkeitsgläubiger Erfüllungsgehilfe, der unhinterfragt ausführte, was man ihm auftrug.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Feit: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter&amp;#039;&amp;#039;, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Kienast (Hrsg.): Der Großdeutsche Reichstag 1938, IV. Wahlperiode, R. v. Decker’s Verlag, G. Schenck, Berlin, Ausgabe Juni 1943.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544}}&lt;br /&gt;
* Barbara Feit: &amp;#039;&amp;#039;Die Kreisleiter der NSDAP – nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Broszat]], [[Klaus-Dietmar Henke]], Hans Woller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Stalingrad zur Währungsreform. Zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1988, ISBN 3-486-54131-5, S. 213–300.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3887411161}}&lt;br /&gt;
* Giulio Salvati: &amp;#039;&amp;#039;Die vielen Gesichter des Emil Breitenstein&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer. NS-Belastete aus Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Band 17: &amp;#039;&amp;#039;NS-Belastete aus Oberbayern (Nord)&amp;#039;&amp;#039;. Gerstetten: Kugelberg, 2024, S. 74–85&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- {{ReichstagDB|124447147}} hat keinen Eintrag, da er erst nach Erscheinen des letzten digitalisierten Reichstagshandbuchs nachrückte --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124447147|VIAF=62481668}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Breitenstein, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Erding)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Breitenstein, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR und SA-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. August 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rosenheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. November 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Tölz]], Oberbayern&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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