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	<title>Emil Beutinger - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Intimidator: /* Weblinks */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heilbronn Oberbuergermeister Emil Beutinger.jpg|mini|Emil Beutinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hn-wilhelmstr17-datierung-Detail.jpg|mini|Hinweis auf die Architekten am Haus in der [[Wilhelmstraße 17 (Heilbronn)|Wilhelmstraße 17]] in Heilbronn (1907)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtgemeinde Heilbronn 1923.JPG|mini|Schuldverschreibung der Stadtgemeinde Heilbronn vom 10. April 1923 mit Unterschrift von OB Beutinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beutinger-wegener-grabmal-o.jpg|mini|Mausoleum Wegener (1903)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Hagenmeyer an der Katharinenstraße 10 in Schwäbisch Hall, Bild um 1910 (StadtA SHA FS 05974).jpg|mini|Villa Hagenmeyer (1904)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hn-haus-drautz-1907-ansicht.jpg|mini|Haus Drautz (1905)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heilbronn-hauptfriedhof-krematorium.jpg|mini|Krematorium, Hauptfriedhof Heilbronn (1905)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hn-wilhelmstr17-beutinger.jpg|mini|Haus Mößner (1907–1908)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Pfleiderer (auch Villa Brüggemann) Lerchenstraße 79 in Heilbronn.jpg|mini|Villa Pfleiderer (1907–1908)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boeckingen-gruenewald-web.jpg|mini|Grünewaldschule (1913)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Beutinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1875]] in [[Heilbronn]]; † [[19. Oktober]] [[1957]] ebenda) war ein deutscher [[Architekt]]. Gemeinsam mit [[Adolf Steiner (Architekt, 1875)|Adolf Steiner]] bildete er die Architektengemeinschaft [[Beutinger &amp;amp; Steiner]], die vor allem in Heilbronn zahlreiche Bauten errichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied im [[Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbund]] und von 1913 bis 1921 Direktor der Kunstgewerbeschule Wiesbaden. Seine Bauten wurden vielfach publiziert und galten als mustergültig, er selbst hat Bücher über Bauplanung und -kalkulation verfasst und war Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Industriebau&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1921 bis 1933 war er gewählter [[Oberbürgermeister]] der Stadt Heilbronn. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er 1945/46 nochmals ins Amt eingesetzt und leitete den Wettbewerb zum Wiederaufbau der völlig kriegszerstörten Stadt, die ihn 1955 zum [[Ehrenbürger]] ernannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Emil Beutinger stammt aus einer der ältesten Familien der Stadt Heilbronn. Er wurde am 9. August 1875 in Heilbronn als Sohn eines Graveurs der Firma [[Peter Bruckmann|P. Bruckmann &amp;amp; Söhne]] geboren. Nach einer Lehre als [[Steinmetz]] studierte er Architektur an der Baugewerbe- und Kunstschule in [[Stuttgart]], an der [[Technische Universität Darmstadt|Technischen Hochschule Darmstadt]] sowie in [[Berlin]]. In Berlin war er nach seinem Examen Mitarbeiter von [[Otto Rieth (Architekt)|Otto Rieth]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner war er in Breslau und in Finnland tätig, wo er am 25. September 1903 in [[Tammerfors]] Albertina Östmann (1873–1960) heiratete. 1909 wurde die Tochter [[Stina Kobell|Stina]] geboren, die später Kunsthistorikerin wurde und in den autobiographischen Romanen von [[Hermann Lenz]] als „Stina“ erscheint.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;»Das Innere wird durch die äußeren Umstände nicht berührt«. [[Johanna Lenz|Hanne Trautwein]] – [[Hermann_Lenz]]. Der Briefwechsel 1937-1946&amp;#039;&amp;#039;, hg. von Michael Schwidtal, Insel Verlag 2018, ISBN 978-3458177722, S. 17 u. ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beutingers andere Tochter Brita studierte in München Medizin,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Personenstand der Ludwig-Maximilians-Universität München. Winter-Halbjahr 1929/30&amp;#039;&amp;#039;, S. 86 ([https://core.ac.uk/download/pdf/12170445.pdf Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; der Sohn Erik Beutinger wurde wie sein Vater Architekt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Historisches Architektenregister&amp;#039;&amp;#039; auf [http://www.kmkbuecholdt.de/historisches/personen/architekten_bern.htm www.kmkbuecholdt.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architekt ===&lt;br /&gt;
Zu seinen ersten eigenen Bauten zählt das 1901 geplante [[Krematorium Heilbronn|Krematorium]] auf dem [[Hauptfriedhof (Heilbronn)|Hauptfriedhof in Heilbronn]], das nach Beutingers Zusammenschluss mit dem Architekten Adolf Steiner 1905 im Stil des Klassizismus errichtet wurde. Dem Bau dieses ersten Krematoriums in Württemberg war 1904 die Veröffentlichung seines Fachbuchs über Feuerbestattungen vorausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in Heilbronn und Darmstadt ansässige Architekturbüro Beutinger &amp;amp; Steiner baute in rascher Folge zahlreiche Häuser in und um Heilbronn, darunter neben Wohnhäusern und Villen auch Stall und Kutscherhaus für den Industriellen Brüggemann, das spätere [[Warenhaus Landauer (Heilbronn)|Warenhaus Landauer]] 1905, Gebäude für das [[Portlandzement|Portland-Zementwerk]] in [[Lauffen am Neckar]] 1911, das Nettel-Kamerawerk in [[Sontheim (Heilbronn)|Sontheim]] 1912 und die Karosseriefabrik Barth in Sontheim 1913. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Profanbau&amp;#039;&amp;#039; stellte bereits 1907 eine größere Auswahl von Bauten von Beutinger und Steiner vor und lobte die Architekten „für die liebevolle Durcharbeitung aller Einzelheiten, für die Auswahl der Materialien, für die Zusammenstimmung in Form und Farbe mit der Umgebung, mit dem eigenen Gelände und Garten wie mit der Nachbarschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Profanbau&amp;#039;&amp;#039;, 3. Jahrgang 1907, S. 289.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als herausragendes Meisterwerk des Architektengespanns nannte &amp;#039;&amp;#039;Der Profanbau&amp;#039;&amp;#039; das [[Haus Drautz]] in Heilbronn, als Beispiel eines „Patrizierhauses modernen Stils“,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Profanbau&amp;#039;&amp;#039;, 3. Jahrgang 1907, S. 293.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei dessen Ausführung auch der Bildhauer [[Adolph Amberg]] mitgewirkt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 wurde Beutinger als Professor an die [[Kunstgewerbeschule Wiesbaden]] berufen, deren Direktor er dann von 1913 bis 1921 war. Für seine Verdienste um den Ausbau dieser Schule wurde ihm der Titel Professor verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachautor und Herausgeber ===&lt;br /&gt;
In seiner Zeit als Assistent am Lehrstuhl für Baukunst der Technischen Hochschule in Darmstadt arbeitete Beutinger mit dem Verleger [[Alexander Koch (Verleger)|Alexander Koch]] zusammen, für dessen Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Innen-Dekoration. Mein Heim. Mein Stolz&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kunst und Dekoration&amp;#039;&amp;#039; er u.&amp;amp;nbsp;a. Entwürfe von Kollegen wie [[Curjel &amp;amp; Moser]] besprach und auch im Preisgericht der Zeitschriften saß, die Geldpreise für mustergültige innenarchitektonische Entwürfe vergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren veröffentlichte Beutinger eine Reihe von Schriften zur Kalkulation und zum Vertragswesen im Bauwesen, von denen mehrere auch bei Koch in Darmstadt erschienen. Später war Beutinger selbst langjähriger Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Industriebau&amp;#039;&amp;#039;, die im Carl Scholtze Verlag in Leipzig erschien, wo Beutinger 1914 auch sein Buch über das [[Submissionstermin|Submissionswesen]] veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbürgermeister in Heilbronn 1921–1933 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Oberbürgermeisters [[Paul Göbel]] im Mai 1921 bewarb er sich um das Amt des [[Oberbürgermeister]]s der Stadt Heilbronn. Die Kandidatur des damals parteilosen Beutinger, der sich selbst als Demokraten aus Überzeugung bezeichnete, erhielt die Unterstützung der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]. Am 17. Juli 1921 wurde er mit 72 % der abgegebenen Stimmen ([[Wahlbeteiligung]]: 72 %) zum Oberbürgermeister gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Amtszeit widmete sich Beutinger besonders der städtebaulichen Entwicklung von Heilbronn. So wurden die beengten Verkehrsverhältnisse durch die Anlegung breiter neuer Durchgangsstraßen deutlich verbessert. Der begonnene Ausbau des [[Hafen Heilbronn|Kanalhafens]] fällt in Beutingers Amtszeit ebenso wie der Ausbau und die Modernisierung der städtischen Versorgungsbetriebe Gaswerk, [[Straßenbahn Heilbronn]], Schlachthof und Milchversorgung Heilbronn AG. Auch die Gründung des stadtgeschichtlichen Museums im Jahr 1923 ging auf Beutinger zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 bewarb sich Beutinger um eine weitere Amtszeit. Neben der SPD, die sich erneut für ihn aussprach, unterstützten ihn nun auch [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]], [[Deutsche Volkspartei|DVP]] und [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]]. Die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] stellte einen eigenen Kandidaten auf, die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] rief zur Wahlenthaltung oder zur Abgabe einer ungültigen Stimme auf. Am 7. Juni 1931 wurde Beutinger mit 85 % der abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung: 46 %) für eine Amtszeit von 15 Jahren wiedergewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronik der Stadt Heilbronn. Band III: 1922–1933.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriftenreihe des Archivs der Stadt Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;, Band 29.) Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1986, ISBN 3-928990-14-4, S. 539 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsenthebung 1933 ===&lt;br /&gt;
Beutinger war den führenden Heilbronner Nationalsozialisten um [[Richard Drauz]] lästig. Nach der NS-[[Machtergreifung]] fand am 16. März 1933 eine Gemeinderatssitzung statt, die der Amtsenthebung Beutingers durch das NS-Regime dienen sollte. Nur 17 von 30 Räten waren anwesend, da Sozialdemokraten, Kommunisten und andere dem Regime missliebige Räte verprügelt, verhaftet oder eingeschüchtert worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Beutinger krank war, wurde die Sitzung von seinem Stellvertreter Karl Wulle ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]) geleitet, der zu Beginn eine Erklärung abgab, dass die Stadtverwaltung und der Gemeinderat „angesichts der neuen Lage ihre Pflichten und Aufgaben loyal zu erfüllen gedenke“.&amp;lt;!-- Ist das ein Zitat? Wo nachzulesen? Grammatisch stimmt das hier nicht recht, es müsste ja Plural sein. --&amp;gt; Obwohl Beutinger in einem Schreiben seine baldige Genesung mitgeteilt hatte, wählten die Anwesenden den Stadtrat [[Heinrich Gültig]] (NSDAP) zum 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters und den Stadtrat Theodor Krauß (Bürgerliche Vereinigung) zum 2. Stellvertreter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März wurde Gültig zum Staatskommissar ernannt, am 16. August zum Oberbürgermeister. Gegen Beutinger wurde am 11. April ein Untersuchungsverfahren wegen des Verdachts der Veruntreuung von Aufsichtsratsvergütungen eingeleitet, am 24. April wurde er vom Dienst suspendiert. Am 22. Juni wurde er zwar vom Landgericht freigesprochen, am 26. Juli jedoch auf Grundlage des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] gegen seinen Willen in den Ruhestand versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das NS-Regime organisierte am Abend des 22. Juni aus „Empörung“ über das Urteil einen Überfall von 27 mit Stangen, Knüppeln und Pfählen bewaffneten SA-Angehörigen auf sein Haus im Gemmingstal. Das Gebäude und die Einrichtung wurden schwer beschädigt, Beutinger selbst konnte jedoch unbemerkt durch ein Fenster fliehen. Ein Untersuchungsverfahren gegen die Täter wurde zwar eingeleitet, vom württembergischen Reichsstatthalter und NS-Gauleiter [[Wilhelm Murr]] aber niedergeschlagen. Erst im Juli 1949 fand ein Prozess gegen neun noch lebende Täter statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Schlösser: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Stadt Heilbronn. Band IV: 1933–1938.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriftenreihe des Archivs der Stadt Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;, Band 39.) Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2001, ISBN 3-928990-77-2, Seiten XIX–XXIII, 11–12 und 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbürgermeister in Heilbronn 1945–1946 ===&lt;br /&gt;
Am 13. April 1945 wurde Beutinger von der US-Militärregierung im Alter von 69 Jahren wieder in seine ehemalige Position als Oberbürgermeister und zusätzlich als Landrat des [[Landkreis Heilbronn|Landkreises Heilbronn]] eingesetzt, wobei er das letztere Amt nur kurzzeitig bekleidete. Er war Mitbegründer des Heilbronner Stadtverbands der [[Demokratische Volkspartei|Demokratischen Volkspartei]] (DVP), die 1948 in der [[Freie Demokratische Partei|Freien Demokratischen Partei]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verdankt ihm wesentliche Impulse zum weiteren Ausbau des [[Neckarkanal]]s und zum Wiederaufbau der im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bei den [[Luftangriff auf Heilbronn|Luftangriffen auf Heilbronn]] völlig zerstörten Stadt. Beutinger hat den künstlerischen Wettbewerb für den Wiederaufbau der Heilbronner Altstadt geleitet. Während seiner Nachkriegs-Amtszeit als Oberbürgermeister engagierte Beutinger zwei Bürgermeister: [[Paul Meyle]], der als Prokurist bei dem Heilbronner Unternehmen [[Knorr (Lebensmittelhersteller)|Knorr]] tätig war und einer von Beutingers Nachfolgern werden sollte, und den ehemaligen KZ-Häftling [[Walter Vielhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Oberbürgermeister war Emil Beutinger von Januar bis Juni 1946 Abgeordneter der von der Militärregierung eingesetzten [[Vorläufige Volksvertretung für Württemberg-Baden|Vorläufigen Volksvertretung]] für das Land [[Württemberg-Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gemeinderat 1946 nicht wieder gewählt, ging er als Oberbürgermeister zum 1. Oktober 1946 in den Ruhestand, wirkte jedoch noch von 1948 bis 1950 als DVP-Stadtrat im Gemeinderat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhestand und Tod ===&lt;br /&gt;
Am 19. August 1955 wurde er zum [[Ehrenbürger]] der Stadt Heilbronn ernannt. Er starb am 19. Oktober 1957 in Heilbronn.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter U. Quattländer: &amp;#039;&amp;#039;Heilbronn. Planung des Wiederaufbaus der Altstadt.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriftenreihe des Archivs der Stadt Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;, Band 28.) Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1994, ISBN 3-928990-45-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1903: Mausoleum August Wegener auf dem [[Hasefriedhof]] in [[Osnabrück]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.flickr.com/photos/trinitus/51964405860 Mausoleum Hasefriedhof Osnabrück]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1903–1904: [[Villa Hagenmeyer]] in [[Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
* 1904: [[Böckinger Straße 98 (Neckargartach)|Haus Böckinger Straße 98]] in [[Neckargartach]]&lt;br /&gt;
* 1905: [[Krematorium Heilbronn|Krematorium]] auf dem [[Hauptfriedhof (Heilbronn)|Heilbronner Hauptfriedhof]]&lt;br /&gt;
* 1905: [[Haus Drautz]] in Heilbronn&lt;br /&gt;
* 1905–1906: [[Haus Fleischmann]] in Heilbronn (kriegszerstört)&lt;br /&gt;
* 1906: [[Werderstraße 138 (Heilbronn)|Haus Werderstraße 138]] in Heilbronn &lt;br /&gt;
* 1907–1908: [[Wilhelmstraße 17 (Heilbronn)|Haus Mößner]] in Heilbronn&lt;br /&gt;
* 1907–1908: [[Villa Pfleiderer]] in Heilbronn (1973 abgerissen)&lt;br /&gt;
* 1909: [[Schwabenhaus (Heilbronn)|Schwabenhaus]] in Heilbronn (2022 abgerissen)&lt;br /&gt;
* 1910/1911: [[Südstraße 80 und 82 (Heilbronn)|Doppelhaus Südstraße 80/82]] in Heilbronn&lt;br /&gt;
* 1911: Rohmühle und Verwaltungsgebäude für die &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Portlandzement-Fabrik&amp;#039;&amp;#039; in [[Lauffen am Neckar]]&lt;br /&gt;
* 1912: Fabrikgebäude des [[August Nagel (Erfinder)|Nettel-Kamerawerks]] in [[Sontheim (Heilbronn)|Heilbronn-Sontheim]]&lt;br /&gt;
* 1913: Fabrikgebäude der Karosseriefabrik Barth in Heilbronn-Sontheim&lt;br /&gt;
* 1913: Alleenschule (heute: [[Grünewaldschule Grundschule Böckingen|Grünewaldschule]]) in Böckingen&lt;br /&gt;
* 1913/1914: [[Haus Allee 72 (Heilbronn)|Verwaltungsgebäude der Ortskrankenkasse]] in Heilbronn (kriegszerstört)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Feuerbestattung.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für das Veranschlagen (Baukostenberechnung). Für den Unterricht und zur Selbstbelehrung.&amp;#039;&amp;#039; Degener, Leipzig 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kosten-Voranschläge für das Baugewerbe.&amp;#039;&amp;#039; Alexander Koch, Darmstadt 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeits-Verträge für das Baugewerbe.&amp;#039;&amp;#039; Alexander Koch, Darmstadt 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Veranschlagen im Hochbau. Kurzgefaßtes Handbuch über das Wesen des Kostenanschlags.&amp;#039;&amp;#039; Göschen, Berlin / Leipzig 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bauführung. Kurzgefaßtes Handbuch über das Wesen der Bauführung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Göschen, Berlin / Leipzig 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Submissionswesen. Untersuchungen über die Einflußfaktoren und ihre Wirkung auf die wirtschaftliche Lage in Gewerbe, Handel und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Scholtze, Leipzig 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Industriebauten in heimatlicher Gestaltung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbisches Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039; (1915), S. 82–90.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift über den Neckarkanal und seinen Einfluß auf den künftigen Heilbronner Stadtbauplan.&amp;#039;&amp;#039; 1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Föll: &amp;#039;&amp;#039;Die Amtszeit von Oberbürgermeister Professor Emil Beutinger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Stadt Heilbronn. Band III: 1922–1933.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;, Band 29.) Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1986, ISBN 3-928990-14-4, Seite LXV–LXX.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Schmolz]], Christhard Schrenk, Hubert Weckbach: &amp;#039;&amp;#039;Heilbronn aus der Vogelschau. Luftaufnahmen aus den Jahren 1906 bis 1991.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;, Band 32.) Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1991, ISBN 3-928990-16-0.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Bauten der Architekten Beutinger &amp;amp; Steiner, B.D.A., Darmstadt–Heilbronn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Profanbau&amp;#039;&amp;#039;, 3. Jahrgang 1907, Nr. 19 (vom 1. Oktober 1907), S. 285 ff.&lt;br /&gt;
* Otto Schulze-Kolbitz: &amp;#039;&amp;#039;Architekt Emil Beutinger – Darmstadt und Heilbronn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kunst und Dekoration&amp;#039;&amp;#039;, 14. Halbband (April bis September 1904), S. 462–467. ([http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dkd1904/0111 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Landtag Baden-Württemberg|126}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|25186}}&lt;br /&gt;
* [https://archivsuche.heilbronn.de/plink/o-8354? Transkription der Tagebücher von Emil Beutinger] Transkription der tagebuchähnlichen Aufzeichnungen von Emil Beutinger aus den Jahren 1922 bis 1948 im Stadtarchiv Heilbronn (Bestand D079 - Nachlass Beutinger).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=1037899407|LCCN=n/91/64680|VIAF=261803673}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beutinger, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Heilbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Heilbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Vorläufigen Volksvertretung für Württemberg-Baden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Werkbundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beutinger, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt und Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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