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	<title>Emil Berndorff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T16:14:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:30 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Berndorff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Dezember]] [[1892]] in [[Berlin]]; † [[13. Oktober]] [[1977]] in [[Göttingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Göttingen Nr. 1488/1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Polizeibeamter und SS-Führer, zuletzt im Rang eines [[SS-Sturmbannführer]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Berndorff an der Universität Berlin [[Rechtswissenschaften]] und [[Staatswissenschaften]]. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger zur Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], in dem er an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|West-]] und [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] sowie in Serbien zum Einsatz kam und bis zum [[Leutnant]] der Reserve befördert wurde. Nach Kriegsende schloss er sein Studium 1920 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr. jur.]]&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1920 begann er seinen Polizeidienst im Polizeipräsidium Berlin mit der Ausbildung zum Kriminalkommissar als Kriminalkommissar-Anwärter. Die Prüfung zum Kommissar erfolgte am 1. Juli 1921 mit der Note „Sehr Gut“ und trat anschließend in das Berliner Polizeipräsidium ein, wo er beim Morddezernat tätig war. Im Morddezernat, das dem damals berühmten Kriminalisten [[Ernst Gennat]] unterstand, war er mit einigen aufsehenerregenden Kriminalfällen wie dem des Eisenbahnattentäters Matuschka befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch stand Berndorff seit Anfang der 1930er Jahre der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] nahe. Seine Ehefrau trat dieser bereits 1931 bei. Er selbst wurde im August 1932, nach der Aufhebung des Verbotes der NSDAP-Mitgliedschaft für preußische Beamte, Mitglied der von [[Arthur Nebe]] gegründeten Fachschaft nationalsozialistischer Kriminalbeamter Groß-Berlins. Berndorff trat im November 1941, seine Ehefrau im März 1944 aus der evangelischen Kirche aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
[[File:SS-Verordnungsblatt 20. April 1942 Seite 2.jpg|thumb|hochkant|Beförderung zum [[SS-Obersturmbannführer]] an [[Führergeburtstag|Hitlers Geburtstag]] 1942 im SS-Verordnungsblatt]]&lt;br /&gt;
Am 18. Juli 1933 wurde Berndorff ins [[Geheimes Staatspolizeiamt (Berlin)|Geheime Staatspolizeiamt]] (Gestapa) versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=VII. KAPITEL. VOM FRANKFURTER FRIEDEN BIS ZURBERLINER KONVENTION, BIS ZU MILANS REISE NACH LIVADIJA, UND BIS ZUR ERNENNUNG ANDRASSYS ZUM ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHEN AUSSENMINISTER. (MAI 1871 bis OKTOBER/NOVEMBER 1871.) |Sammelwerk=Belgrad-Berlin, Berlin Belgrad 1866–1871 |Verlag=Oldenbourg Wissenschaftsverlag |Datum=1936-12-31 |DOI=10.1515/9783486770032-008 |Seiten=200–213}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort war er zunächst mit [[Willy Litzenberg]] im Dezernat III C (Konterrevolutionäre Bestrebungen ohne konfessionelle Verbände) als Leiter Außendienst tätig&amp;lt;ref&amp;gt; Geschäftsverteilungsplan vom 22. Januar 1934 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1934 wurde er als Nachfolger von [[Karl Futh]] Leiter des Referates IV C 2, dem so genannten [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]referat, im Geheimen Staatspolizeiamt. In dieser Eigenschaft die so genannten Schutzhaftbefehle zu unterzeichnen, die die Grundlage für die Einweisung in die [[Konzentrationslager]] bildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Bornschein: &amp;#039;&amp;#039;Gestapochef Heinrich Müller&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 113; [[Klaus Drobisch]]/[[Günther Wieland]]: &amp;#039;&amp;#039;System der NS-Konzentrationslager. 1933-1939&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Vorschlag von [[Rudolf Diels]] wurde er am 1. April 1934 zum Kriminalrat befördert. Berndorff beantragte am 23. August 1937 die Aufnahme in die [[NSDAP]], wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.379.877)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2621373&amp;lt;/ref&amp;gt; und trat November 1937 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 290.763). Am 25. Mai 1938 wurde er zum Regierungs- und Kriminalrat befördert. Im September 1938 wurde er zum SS-Hauptsturmführer und am 20. April 1942 zum SS-Obersturmbannführer befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dienstaltersliste der Schutzstaffel der NSDAP, 1943, Nr. 658&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) behielt Berndorff sein Tätigkeitsfeld als Leiter des Referates IV C 2 (Schutzhaftangelegenheiten) im Amt IV (Gestapo) des RSHA bei. Sitz des Referates, das schließlich elf Inspektoren und vierzig Registratoren umfasste, war die Berliner Zimmerstraße 16–18.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Wysocki]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geheime Staatspolizei im Land Braunschweig&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende tauchte Berndorff ab. Er verdingte sich in den folgenden Monaten in der Nähe von [[Husum]] als Landarbeiter. Mitte Dezember 1945 wurde er verhaftet und nach Zwischenstationen in einem Vernehmungslager in [[Plön]] und einem Internierungslager in [[Neumünster]] nach [[Fallingbostel]] gebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 wurde Berndorff im Rahmen eines [[Spruchkammerverfahren]]s in [[Bad Fallingbostel|Fallingbostel]] wegen „Zugehörigkeit zu einer [[Verbrecherische Organisation|verbrecherischen Organisation]]“ zu fünf Jahren Haft verurteilt. Unter Anrechnung seiner Internierungshaft wurde er bereits 1950 aus der Haft entlassen. 1955 wurde diese Strafe aus dem Strafregister getilgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Wildt]]: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; Durchgesehene und aktualisierte Neuausg. Hamburg 2003, ISBN 3-930908-87-5, S. 744.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach langjähriger Ermittlungstätigkeit der Staatsanwälte wurde Berndorff am 26. Juni 1967 zusammen mit elf seiner früheren Mitarbeiter erneut verhaftet und wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord]] angeklagt. Eine Strafrechtsänderung, die Neufassung des damaligen § 50 Abs. 2 StGB, brachte als Nebenwirkung mit sich, dass „Schreibtischtäter“ als [[Gehilfe]]n nur geringere Strafen als [[Täter]] zu erwarten hatten und Höchststrafen bis zu 15 Jahren bereits am 8. Mai 1960 [[Verjährung (Deutschland)|verjährt]] waren. Da die Ermittlungen erst 1963 neu aufgenommen worden waren, musste Berndorff entlassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;dazu ausführlich Michael Wildt: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; Durchgesehene und aktualisierte Neuausg. Hamburg 2003, ISBN 3-930908-87-5, S. 828–838.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literarische Verarbeitung fand Berndorff als Nebenfigur in dem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Aimée &amp;amp; Jaguar]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Erica Fischer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die persönliche Rechtsstellung der Reichsbankbeamten&amp;#039;&amp;#039;, 1921. (Dissertation)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Seeger: &amp;#039;&amp;#039;„Gestapo-Müller“. Die Karriere eines Schreibtischtäters&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 90.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126043264|VIAF=3453032}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Berndorff, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Berndorff, Emil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Polizeibeamter und SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Dezember 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Oktober 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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