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	<title>Emil August von Dungern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-13T08:33:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Emil August von Dungern.jpg|mini|hochkant|Emil Frhr. v. Dungern]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil August Victor Freiherr von Dungern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Oktober]] [[1802]] in [[Weilburg]]; † [[3. August]] [[1862]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher Politiker im [[Herzogtum Nassau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des aus dem [[Pfalz (Region)|pfälzischen]] [[Bad Bergzabern]] stammenden, Geheimen Regierungsrates, Oberstallmeisters und Landtagsabgeordneten [[Friedrich von Dungern|Friedrich Heinrich von Dungern]] (1765–1858) und dessen Frau Wilhelmine Louise geb. [[Lesche von Mühlheim|Lesch von Mühlheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dungern besuchte das [[Gymnasium Philippinum Weilburg]]. Nach dem Abitur studierte er an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] und der [[Georg-August-Universität Göttingen]] Rechtswissenschaft. In Heidelberg wurde er 1820 Mitglied der [[Corps Rhenania Heidelberg|Corpslandsmannschaft Rhenania III]], in der er sich als [[Senior (Studentenverbindung)|Senior]] auszeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, 119/226&amp;lt;/ref&amp;gt; Dungern trat 1824 in den Staatsdienst des [[Herzogtum Nassau|Herzogtums Nassau]] und ließ sich in Wiesbaden nieder. Enge familiäre Beziehungen zu führenden Beamten und Offizieren begünstigten seine Karriere. 1829 heiratete er Charlotte Friederike Freiin Marschall von Bieberstein (1810–1832), Tochter des nassauischen Staatsministers [[Ernst Franz Ludwig Marschall von Bieberstein|Ernst Marschall von Bieberstein]]. Aus dieser Ehe ging die Tochter Henriette Luise Dorothea Auguste von Dungern (1832–1856), die Ehefrau des hessischen Diplomaten [[Wilhelm von Leonhardi]] hervor. Verschwägert war Emil von Dungern mit [[August von Kruse]], [[Friedrich Christian Theodor von Preen|Friedrich Heinrich von Preen]] und [[Joseph von Syberg zu Sümmern]]. 1832 wurde Dungern Ministerialrat. [[Adolph (Luxemburg)]] ehrte ihn 1833 mit dem Titel eines Herzoglich Nassauischen Kammerherrn. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1834 deren Schwester Dorette Freiin Marschall von Bieberstein (1808–1888). Aus erster Ehe hatte Dungern neben der Tochter Auguste den Sohn [[Otto von Dungern (Kammerherr)|Otto]] (1831–1911), aus zweiter Ehe die Söhne Hermann (1836–1880), [[Max von Dungern|Max]] (1838–1894) und Friedrich (1839–1912) und die mit [[George John Malcolm]] verheiratete Tochter Ottonie (1841–1866). Sohn von Otto war der Internist [[Emil von Dungern|Emil]], Sohn von Max der Rechtshistoriker [[Otto von Dungern (Jurist)|Otto]] und Sohn von Friedrich der Jagdschriftsteller [[Otto von Dungern-Oberau|Otto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1840 wurde für Dungern die Stelle des Direktors der Ministerialkanzlei neu geschaffen. In diesem Amt war er Stellvertreter des Staatsministers [[Carl Wilderich von Walderdorff]]. 1842 wurde er zum [[Wirklicher Geheimer Rat|Wirklichen Geheimen Rat]] ernannt. Ab dem 3. Dezember 1843 war er der letzte Staatsminister des [[Vormärz]] im Herzogtum Nassau. Im Gegensatz zur Politik seiner Vorgänger von Walderdorff und [[Friedrich Anton Georg Karl von Bock und Hermsdorf]] stand von Dungern den Gedanken des [[Liberalismus]] offener gegenüber. In seine Amtszeit fällt die Erhebung der Schulen zu [[Hadamar]] und Wiesbaden zu vollwertigen [[Gymnasium|Gymnasien]]. In der Bildungspolitik kam es zu Konflikten zwischen dem Herzogtum Nassau und dem 1842 in das Amt eingeführten katholischen Limburger Bischof [[Peter Joseph Blum]]. Infolgedessen kam es 1844 zur Wiedereinführung des konfessionellen Religionsunterrichts. Die Gründung eines katholischen Lehrerseminars wurde jedoch von der Regierung verhindert. In der Militärpolitik kam es in seiner Amtszeit zu Veränderungen. So wurde die Ausbildungszeit der Soldaten verlängert und die berufs- und standesbedingten Befreiungen vom Militärdienst abgeschafft. Weitere Reformen wie die Übertragung der Landespolizei von dem Reservebataillon auf ein spezielles Landjägerkorps wurden vorbereitet, kamen aber aufgrund der Märzrevolution nicht mehr zur Umsetzung. Dieses traf auch auf die geplante Trennung der Verwaltung und Justiz sowie die Einführung mündlicher Verfahren zu. Die geplanten Reformen im Bereich des [[Bürgerliches Recht|Bürgerlichen Rechts]] konnte Dungern nicht gegen die [[Landstände des Herzogtums Nassau]] durchsetzten. Sie wurden erst nach der Märzrevolution vom neuen Landtag verabschiedet. Mit der Herrenbank der Landstände widersetzte sich die Regierung um Dungern der von der Deputiertenkammer geforderten Direktwahl der [[Schultheiß|Schultheissen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weilburg Palais von Dungern (52448).JPG|mini|Das „Palais von Dungern“ in Weilburg, von Dungerns Wohnsitz 1848–1852]]&lt;br /&gt;
Bereits ab 1846 spitzte sich die Konfrontation der konservativen und liberalen Lager zu. Schlechte Ernten in den 1840er Jahren führten zu zunehmender Kritik an der Regierung. Seine Amtszeit als Regierungschef endete infolge mit der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Deutschen Revolution 1848/1849]]. Zunächst konnte Dungern sich noch im Amt halten, musste jedoch die [[Neun Forderungen der Nassauer]] genehmigen und ihre Umsetzung einleiten. Im April 1848 wurde er nach seinem mehrfachen Ersuchen entlassen und die [[Märzregierung]] von [[August Hergenhahn]] kam für wenige Monate ins Amt. Dungern verlegte seinen Wohnsitz nach Weilburg in das Haus seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederschlagung der Revolution war von Dungern 1850 Mitglied des Staatenhauses des [[Erfurter Unionsparlament]]s und ab 1851 Nassaus Gesandter beim [[Bundestag (Deutscher Bund)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Parlament (Erfurter Unionsparlament) von 1850&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 123–124&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bundestag galt Dungern als konservativer, Österreich zugeneigter Politiker. Er erhielt zahlreiche Orden.&amp;lt;ref&amp;gt;Herzogtum Nassau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verordnungsblatt des Herzogthums Nassau&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1862; S. 60&amp;lt;/ref&amp;gt; Als er mit 59 Jahren gestorben war, wurde er auf dem [[Alter Friedhof (Wiesbaden)|Alten Friedhof in Wiesbaden]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesbaden - Alter Friedhof - Von Dungern.jpg|mini|Grabstätte der Familie von Dungern in Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
* [[Militär- und Zivildienst-Orden Adolphs von Nassau]], Großkreuz&lt;br /&gt;
* [[Russischer Orden der Heiligen Anna]], Ritter 1. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Orden vom Niederländischen Löwen]]&lt;br /&gt;
* [[Orden des heiligen Jakob vom Schwert]]&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden Philipps des Großmütigen]]&lt;br /&gt;
* [[Orden Heinrichs des Löwen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Margarete A. Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Die Politik des Staatsministers Emil August von Dungern im Herzogtum Nassau.&amp;#039;&amp;#039; (Geschichtliche Landeskunde, Band 35). Steiner, Stuttgart 1991, ISBN 3-515-05888-5.&lt;br /&gt;
* [[Otto Renkhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, S. 153, Nr. 854.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Winfried Schüler]] |Titel=Das Herzogtum Nassau 1806–1866 |Verlag=Historische Kommission für Nassau |Ort=Wiesbaden |Datum=2006 |ISBN=3-930221-16-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118980386}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118980386|titel=Dungern, Emil August Viktor Freiherr von|datum=2023-08-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Staatsminister Nassau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118980386|LCCN=nr/91/034420|VIAF=3270983}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dungern, Emil August von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsminister (Herzogtum Nassau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirklicher Geheimer Rat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Niederländischen Löwen (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des heiligen Jakob vom Schwert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Staatenhauses des Erfurter Unionsparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großkreuz des Militär- und Zivildienst-Ordens Adolphs von Nassau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Dungern|Emil August]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1802]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dungern, Emil August von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dungern, Emil August Victor Freiherr von (vollständiger Name); Dungern, Emil von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=nassauischer Politiker und Staatsminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Oktober 1802&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weilburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1862&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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