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	<title>Emil Alphons Rheinhardt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:59:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emil_Alphons_Rheinhardt&amp;diff=1689216&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: doppelte Namens-, Werks- oder Zitatauszeichnungen korrigiert</title>
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		<updated>2022-09-15T18:34:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelte Namens-, Werks- oder Zitatauszeichnungen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Emil Alphons Rheinhardt, by Alexander Evgenievich Yakovlev.jpg|mini|Emil Alphons Rheinhardt ([[Alexander Jewgenjewitsch Jakowlew]], 1929)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel für die deutschen u. österreichischen Flüchtlinge am Fremdenverkehrsbüro in Sanary-sur-Mer1.jpg|miniatur|hochkant|Gedenktafel für die deutschen und österreichischen Flüchtlinge in [[Sanary-sur-Mer]], unter ihnen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Alphons Rheinhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Alphons Rheinhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[4. April]] [[1889]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[25. Februar]] [[1945]] im [[KZ Dachau]]) war ein Lyriker des Wiener [[Expressionismus (Literatur)|Expressionismus]], [[Verlagslektor|Lektor]] und [[Schriftsteller]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Kantorowicz, Richard Drews: &amp;#039;&amp;#039;„Verboten und verbrannt“ – Deutsche Literatur 12 Jahre unterdrückt&amp;#039;&amp;#039;, Ullstein/Kindler, Berlin/München, 1947; (neu) Kindler Verlag, München 1983, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Vater Paul Gustav Rheinhardt von Rheinsberg (1853–1934) war als Übersetzer, Redakteur, Herausgeber und Schriftsteller wirtschaftlich wenig erfolgreich. Seine Mutter war eine italienische Adlige. Rheinhardt hatte drei Geschwister. Für die [[Matura]] musste er nach mühsamen Klassenwiederholungen in verschiedenen Wiener Gymnasien, auch das [[Akademisches Gymnasium (Wien)|Akademische Gymnasium]] besuchte er nur ein Jahr, in die südmährische Provinz nach [[Lundenburg]] ausweichen. Das danach aufgenommene Medizinstudium führte er nicht zu Ende. Stattdessen nahm ihn seine literarische Arbeit in Anspruch, er wurde Mitglied des „Akademischen Verbandes für Literatur und Musik“ und er begann zu veröffentlichen. In seinen Gedichten knüpfte er an die Bildsprache des [[Symbolismus (Literatur)|Symbolismus]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krieg war er zunächst Sanitätssoldat in der Gegend von [[Triest]] und seit dem 10.&amp;amp;nbsp;Juni 1916 in der Propagandaabteilung des Kriegsarchivs, einen Tag nachdem [[Rainer Maria Rilke]] diese Funktion verlassen hatte. Dort arbeitete er unter anderem mit [[Franz Theodor Csokor|Theodor Csokor]] zusammen. Anfang 1918 war er ein Redakteur in der von [[Jacob Levy Moreno|Jakob Moreno]] herausgegebenen, kurzlebigen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Daimon&amp;#039;&amp;#039;. Rheinhardt veröffentlichte 1919 seinen Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Tiefer als Liebe&amp;#039;&amp;#039; bei [[S. Fischer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1920 zog er als Lektor im 3-Masken-Verlag nach München um. Seine zweite Frau Gertrude Felice von Landesberger (spätere Felice Wolmut, 1889–1989) fertigte [[Honoré de Balzac|Balzac-Übersetzungen]] an, die unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Ab 1924 lebte er dann vier Jahre in [[Livorno]] und schrieb dort und in Rom die Biografie der [[Eleonora Duse]], sein erfolgreichstes Buch. Im Nachwort bedankte er sich bei Baronin Erica Behr, die als seine Sekretärin ihn während und auch nach seiner dann noch dritten, ebenfalls geschiedenen Ehe begleitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Italien zog er 1928 an die [[Côte d’Azur]] und schrieb den literarischen Moden folgend große Biografien, über [[Napoléon III.]] (1930), [[Joséphine de Beauharnais]] (1932) und [[Heinrich IV. (Frankreich)|Heinrich IV.]] (1935), ohne allerdings damit die Anerkennung der [[Literaturkritik|Kritik]] zu finden. 1929 gab er die erste deutsche  Auswahl des Slowenen [[Ivan Cankar]] heraus (Übersetzung: [[Gusti Jirku]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe in Deutschland]] gewährte der „konservativ“ (so [[Alfred Kantorowicz|Kantorowicz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Kantorowicz, &amp;#039;&amp;#039;Exil in Frankreich : Merkwürdigkeiten u. Denkwürdigkeiten&amp;#039;&amp;#039;, Bremen 1971, S. 28, zitiert nach: Biographie Krist&amp;lt;/ref&amp;gt;) eingestellte Rheinhardt deutschen Flüchtlingen (so [[Golo Mann]]) und [[Internationale Brigaden|Spanienkämpfern]] (so [[Bodo Uhse]]), die ihn besuchten, Gastfreundschaft, doch erst nach dem [[Anschluss (Österreich)|Anschluss]] Österreichs an das Deutsche Reich wachte er politisch auf und gründete mit [[Robert Musil]], [[Franz Werfel]], [[Joseph Roth]], [[Alfred Polgar]] und [[Bruno Walter]] in Paris die „Liga für das geistige Österreich“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kriegsausbruch wurde auch er in [[Les Milles]] interniert, die französische Staatsbürgerschaft hatte er, obwohl er sich nun schon über zehn Jahre in Frankreich aufhielt, nicht bekommen. Nach der französischen Kapitulation zog es ihn wieder in sein Haus in [[Le Lavandou]], das nun in [[Vichy-Regime|Vichy-Frankreich]] lag, andere Internierte versuchten zu emigrieren, er bekam für die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] kein Visum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. November 1942 wurde auch sein Wohnort von den Italienern besetzt. Diese verhafteten ihn am 28.&amp;amp;nbsp;April 1943 wegen Beteiligung am [[Résistance|französischen Widerstand]]. Die Italiener schleppten ihn durch die Gefängnisse in [[Hyères]], [[Nizza]], [[Menton]] und [[Les Baumettes (Gefängnis)|Les Baumettes]]. Er begann nun ein Tagebuch zu schreiben, welches Erica de Behr gerettet hat, das aber erst 2003 veröffentlicht wurde. Nach dem Sturz Mussolinis übernahmen die Deutschen die Herrschaft auch in diesem Teil Frankreichs, und Rheinhardt wurde an die deutsche [[Gestapo]] übergeben. Diese transportierte ihn am 2.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 von [[Marseille]] nach Dachau, wo er am 5.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 eintraf. Der Mitgefangene [[Nico Rost]] kannte ihn schon aus Berlin und führte mit ihm Gespräche und konnte so später über seine letzten Monate und die Umstände seines Todes an [[Fleckfieber]] berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wohnort Le Lavandou ehrt ihn unter seinen Widerstandskämpfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch aus den Jahren 1943/44 : geschrieben in den Gefängnissen der Gestapo in Menton, Nizza und Les Baumettes (Marseille)&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Martin Krist, Wien: Turia und Kant, 2003, ISBN 3-85132-337-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stunden und Schicksale&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, Wien: Heller, 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Abenteuer im Geiste&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: S.Fischer 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tiefer als Liebe : Gedichte&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Fischer, 1919&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der schönste Garten : Ein Märchen&amp;#039;&amp;#039;, mit 4 Orig. Lithogr. von [[Bohuslav Kokoschka]]  Wien, Prag, Leipzig, Strache, 1920&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die unendliche Reihe&amp;#039;&amp;#039; : Gedichte u. Aufrufe, Nachdr. d. Ausg. Wien, Prag, Leipzig, Strache, 1920, Bibliothek des Expressionismus&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der junge Helmbrecht&amp;#039;&amp;#039;, Oper in 1 Vorsp. u. 3 Akten Musik von [[Julius Zaiczek-Blankenau]], Wien, Leipzig: Universal-Edition 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ferien : Eine Erzählung&amp;#039;&amp;#039;. Mit 6 Holzschn. [Taf.] von R. Pajer-Gartegen, Wien ; Leipzig ; München: Rikola Verlag 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Leben der Eleonora Duse&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : Suhrkamp, 1943, zuerst 1928 bei S. Fischer, zuletzt wiederaufgelegt in der italienischen Übersetzung bei Mondadori 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Napoleon der Dritte und Eugenie : Tragikomödie e. Kaisertums&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : S. Fischer, Verl., 1930&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Josephine : Eine Lebensgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : S. Fischer, Verl., 1932&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der große Herbst Heinrichs IV.&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig ; Wien : Tal, 1935&lt;br /&gt;
* Übersetzungen von [[Honoré de Balzac]], [[Rudyard Kipling]], [[Gustave Flaubert]], [[Francis Jammes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|491|492|Rheinhardt, Emil Alphons|Carl Wilhelm Macke|116499745}}&lt;br /&gt;
* [[Nico Rost]], Wilfried F. Schoeller: &amp;#039;&amp;#039;Goethe in Dachau. Ein Tagebuch.&amp;#039;&amp;#039; Volk und Welt, Berlin 2002, ISBN 3-353-01169-2.&lt;br /&gt;
* S. Steinmetz, &amp;#039;&amp;#039;E. A. Rheinhardt (1889-1945)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitgeschichte (Zeitschrift)|Zeitgeschichte]], 4. Jahrgang, Heft 4, 1977;&lt;br /&gt;
* A. A. Wallas, &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Mich durchstieß der Schrei der Jahrtausende&amp;quot;. E. A. Rheinhardt&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Literatur und Kritik]] 313/314, 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116499745}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116499745}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|rheinhar}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=Emil%20Alphons%20Rheinhardt Emil Alphons Rheinhardt] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* [http://litkult1920er.aau.at/?q=lexikon/rheinhardt-emil Eintrag zu Emil A. Rheinhardt bei litkult1920er.aau.at], ein Projekt der Universität Klagenfurt&lt;br /&gt;
* [http://www.hirzel.de/universitas/archiv/mackerheinhardt.pdf kurze Rheinhardt-Biographie von Carl-Wilhelm Macke] (PDF-Datei; 39&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.sbg.ac.at/exil/multimedia/pdf/rheinhardtnachwortkrist.pdf Rheinhardt-Biographie von Martin Krist] (PDF-Datei; 101&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{ONB-Lit|Typ=p|Pfad=rheinhardt-emil-alphons-1889-1945/|Text=Emil Alphons Rheinhardt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paul Gustav Rheinhardt ===&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126810109|NAME=Paul Gustav Rheinhardt}}&lt;br /&gt;
* [http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?dscnt=0&amp;amp;vl(1UI0)=contains&amp;amp;frbg=&amp;amp;scp.scps=scope%3A%28%22ONB%22%29&amp;amp;tab=default_tab&amp;amp;dstmp=1346711617639&amp;amp;srt=rank&amp;amp;ct=search&amp;amp;mode=Basic&amp;amp;dum=true&amp;amp;tb=t&amp;amp;indx=1&amp;amp;vl(freeText0)=Paul+Gustav+Rheinhardt&amp;amp;vid=ONB&amp;amp;fn=search Paul Gustav Rheinhardt] bei der [[Österreichische Nationalbibliothek|ÖNB]]&lt;br /&gt;
* {{ONB-Lit|Typ=p|Pfad=rheinhardt-paul-gustav-1853-1934/|Text=Paul Gustav Rheinhardt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116499745|LCCN=no/94/34516|VIAF=110181124}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rheinhardt, Emil Alphons}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Librettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tagebuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlagslektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rheinhardt, Emil Alphons&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. April 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]], Österreich-Ungarn&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Februar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]], Bayern, Deutsches Reich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
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