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	<title>Emer de Vattel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T18:28:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Огненный ангел: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-01-10T17:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Emer de Vattel 1714-1767.jpg|mini|Emer de Vattel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vattel - Le droit des gens, 1775 - 446.tiff|mini|&amp;#039;&amp;#039;Le droit des gens&amp;#039;&amp;#039;, 1775]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emer(ich) de Vattel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. April]] [[1714]] in [[Couvet]]; † [[28. Dezember]] [[1767]] in [[Neuenburg NE|Neuchâtel]]) war ein Neuenburger [[Naturrecht|Natur-]] und [[Völkerrecht]]ler und Vertreter der [[Westschweizer Naturrechtsschule]] (&amp;#039;&amp;#039;École romande du droit naturel&amp;#039;&amp;#039;). Weitere Schreibweisen seines Namens sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emmeric de Vattel (Wattl)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Herder-1854 |Lemma=Vattel |Band=5 |Seite=585 |zenoID=20003555313}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emmerich von Vattel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1857_PIERER&amp;quot;&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Vattel |Band=18 |Seite=379 |zenoID=20011198125}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war vielleicht&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|15917|Emer de Vattel|Autor=Peter Haggenmacher|Datum=2013-07-02|Abruf=2019-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Schüler von [[Jean-Jacques Burlamaqui]]. Bekannt ist Vattel vor allem für seine zahlreichen [[Rechtsphilosophie|rechtsphilosophischen]] Schriften, die das Verständnis des Völkerrechts bis heute prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Vattel wurde 1714 in Couvet in dem mit [[Brandenburg-Preußen]] in [[Personalunion]] verbundenen [[Fürstentum Neuenburg]] als Sohn des protestantischen Pfarrers David de Vattel und dessen Frau Marie de Montmollin geboren. Er war eines von neun Kindern. Sein Vater wurde als Unterstützer der Bewerbung von [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;I., König in Preußen]] um die Herrschaft über Neuchâtel von diesem in den [[Adel|Adelsstand]] erhoben. Seine Mutter entstammte einer im [[Kanton Neuenburg|Fürstentum Neuenburg]] hoch angesehenen Familie. So war Vattels Onkel mütterlicherseits &amp;#039;&amp;#039;Emmer de Montmollin&amp;#039;&amp;#039; von Friedrich&amp;amp;nbsp;I. zum &amp;#039;&amp;#039;Chancelier d’État&amp;#039;&amp;#039; ernannt und mit verschiedenen [[Diplomatie|diplomatischen]] Missionen betraut worden. 1764 heiratete Vattel Marie-Anne de Chêne, mit der er am 30. Januar 1765 einen Sohn bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Nachdem sein Vater eine Pfarrstelle in [[Saint-Aubin-Sauges]] angenommen hatte, erhielt der junge Vattel zunächst [[Hausunterricht]]. Im Alter von 17 Jahren bestand er die Zulassungsprüfung zum Studium der [[Theologie]] in [[Basel]]. Nach dem Tod seines Vaters wechselte er an die [[Universität Genf]], um sich dort mit der Arbeit von [[Gottfried Wilhelm Leibniz]] und [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] zu beschäftigen und Vorlesungen bei [[Jean-Jacques Burlamaqui]] zu hören. Im Rahmen dessen wandte sich Vattel immer stärker den Fragen der [[Rechtswissenschaft]] zu und entwickelte das Interesse am [[Naturrecht|Natur-]] und [[Völkerrecht]]. Ab 1743 lebte er in [[Dresden]] und wurde dort [[Legationsrat]] sowie 1758 [[Geheimrat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;1857_PIERER&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomatische Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der familiären Prägung durch seinen Vater und den Onkel mütterlicherseits strebte Vattel eine Anstellung im diplomatischen Dienst an. 1742 reiste er nach [[Berlin]], um bei [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] um eine entsprechende Anstellung zu bitten. Während seiner Zeit in Berlin bemühte sich Vattel mehrfach um die Errichtung einer Universität in Neuchâtel. Dies lehnte Friedrich&amp;amp;nbsp;II. jedoch stets ab. Da dieser auch dem Wunsch Vattels nach einer diplomatischen Anstellung nicht nachkam, reiste er 1743, auf Einladung [[Heinrich von Brühl]]s, an den Hof von [[August&amp;amp;nbsp;III.]] nach [[Dresden]] weiter. Dieser entsandte ihn 1747 als [[Ministerresident]] nach [[Bern]]. Da diese Tätigkeit mit wenig Arbeit verbunden war, verbrachte er viel Zeit in seiner Heimatstadt Neuchâtel und schrieb den größten Teil seines bekanntesten Werkes &amp;#039;&amp;#039;Droit des gens, ou principes de la loi naturelle appliqués à la conduite et aux affaires des nations et des souverains&amp;#039;&amp;#039;. 1760 verließ Vattel die [[Schweiz]] und reiste über [[Warschau]] und [[Prag]] zurück in die sächsische Hauptstadt Dresden, wo er als [[Geheimrat]] mit auswärtigen Angelegenheiten betraut wurde. Im Gegensatz zu seiner vorherigen Stellung war diese Arbeit äußerst zeitintensiv und verlangte Vattel gesundheitlich das Äußerste ab. So starb er im Alter von nur 53 Jahren 1767 während einer Reise in das heimatliche Neuchâtel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werk ===&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Vattel durch verschiedene [[Rechtsphilosophie|rechtsphilosophische]] Schriften. So schrieb er schon in jungen Jahren die Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Defense du systeme leibnitien&amp;#039;&amp;#039; zur Verteidigung der von Leibniz aufgestellten Denkansätze gegen die Kritik von [[Jean Pierre de Crousaz]].&lt;br /&gt;
Vor allem aber sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Droit des gens, ou principes de la loi naturelle appliqués à la conduite et aux affaires des nations et des souverains&amp;#039;&amp;#039; ([[Leiden (Stadt)|Leiden]] 1758) galt schon zu seinen Lebzeiten als [[Standardwerk]] des [[Völkerrecht|Völkerrechts]]. Hierin vertrat er Grundsätze der [[Aufklärung]] gegen die Politik des [[Patrimonialismus|Patrimonialstaats]] und schuf das sogenannte „Nutzungs- und Kultivierungsargument“. In dieser Abhandlung versuchte er, eine [[Rechtsgrundlage]] für die Aufteilung der Welt in [[Kolonie|Kolonien]] zu schaffen. Sie führte über den Begriff der [[Nation]] die [[Staatsräson]] und das Volksinteresse wieder zusammen und erhob [[Gerechtigkeit]] und nicht [[Souveränität]] zur Orientierungsnorm der Staatenbeziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emer de Vattel und die Westschweizer Naturschule leisteten einen grundlegenden Beitrag zur Diskussion des [[Naturrecht|Naturrechts]] und der gesellschaftlichen und staatlichen Grundlagen, beeinflussten damit das naturrechtlich begründete Menschen- und Völkerrecht und die [[Amerika|amerikanische]] Verfassungsgebung ([[Virginia Bill of Rights]], [[Unabhängigkeitserklärung]]), die wiederum Vorbild für den Schweizer Bundesstaat wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=America’s Founders were inspired by the ideas and values of early Swiss philosophers like Jean-Jacques Burlamaqui and Emer de Vattel, and the 1848 Swiss Constitution was influenced by our own U.S. Constitution. Swiss commitment to democracy is an example for nations and people everywhere who yearn for greater freedoms and human rights.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Hillary Clinton|Hillary Rodham Clinton]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Statement On the Occasion of Switzerland’s National Day&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika ließen sich von den Ideen und Werten inspirieren, die auf frühe Schweizer Philosophen wie Jean-Jacques Burlamaqui und Emer de Vattel zurückgehen. [Umgekehrt] wurde die Schweizer Verfassung aus dem Jahre 1848 von unserer eigenen US-Verfassung beeinflusst. Das Schweizer Engagement für Demokratie ist ein Beispiel für Nationen und Völker auf der ganzen Welt, die sich nach mehr Freiheiten und Menschenrechten sehnen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Hillary Clinton|Hillary Rodham Clinton]] |url=https://2009-2017.state.gov/secretary/20092013clinton/rm/2011/07/169371.htm |titel=Statement On the Occasion of Switzerland’s National Day |werk=[[Außenministerium der Vereinigten Staaten]] |datum=2011-07-29 |sprache=en |abruf=2019-11-05 |kommentar=Archivversion des U.S. Department of State}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vincent Chetail (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vattel’s International Law in a XXIst Century Perspective / Le droit international de Vattel vu du XXIe siècle&amp;#039;&amp;#039; (= Graduate Institute of International Studies. Band 9). Nijhoff, Leiden 2011, ISBN 978-90-04-19463-2.&lt;br /&gt;
* Vincent Chetail: &amp;#039;&amp;#039;Vattel and the American Dream: An Inquiry into the Reception of The Law of Nations in the United States.&amp;#039;&amp;#039; In: Pierre-Marie Dupuy und Vincent Chetail (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Roots of International Law / Les fondements du droit international: liber amicorum Peter Haggenmacher&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 2014, S.&amp;amp;nbsp;251–300.&lt;br /&gt;
* {{ADB|39|511|513|Vattel, Emerich v.|[[Johann August Ritter von Eisenhart]]|ADB:Vattel, Emerich von}}&lt;br /&gt;
* Christoph Good: &amp;#039;&amp;#039;Emer de Vattel (1714–1767), naturrechtliche Ansätze einer Menschheitsidee und des humanitären Völkerrechts im Zeitalter der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039; (= Europäische Rechts- und Regionalgeschichte. Band 12). Nomos VG, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6437-5 (zugl. Dissertation, Universität St. Gallen 2010).&lt;br /&gt;
* Knud Haakonssen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Hugo Grotius|Grotius]], [[Samuel Pufendorf|Pufendorf]] and modern natural law&amp;#039;&amp;#039;. Ashgate Books, Aldershot 1999, ISBN 1-85521-985-9.&lt;br /&gt;
* Emmanuelle Jouannet: &amp;#039;&amp;#039;Emer de Vattel et l’émergence doctrinale du droit international classique&amp;#039;&amp;#039;. Pedon, Paris 1998, ISBN 2-233-00330-6.&lt;br /&gt;
* Johannes J. Manz: &amp;#039;&amp;#039;Emer de Vattel. Versuch einer Würdigung. Unter besonderer Berücksichtigung seiner Auffassung von der individuellen Freiheit der souveränen Gleichheit.&amp;#039;&amp;#039; Schulthess, Zürich 1971 (zugl. Dissertation, Universität Zürich 1971).&lt;br /&gt;
* William Ossipow und Dominik Gerber: &amp;#039;&amp;#039;The Reception of Vattel’s Law of Nations in the American Colonies: From James Otis and John Adams to the Declaration of Independence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Legal History&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 1–35.&lt;br /&gt;
* Walter Rech: &amp;#039;&amp;#039;Enemies of mankind. Vattel’s theory of collective security&amp;#039;&amp;#039;. Nijhoff, Leiden 2013, ISBN 978-90-04-25434-3.&lt;br /&gt;
* [[Heinhard Steiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Solidarität und Souveränität oder Vattel reconsidered.&amp;#039;&amp;#039; In: Ekkehard Stein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf einem dritten Weg. Festschrift für [[Helmut Ridder]] zum siebzigsten Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Luchterhand, Neuwied 1989, ISBN 3-472-32327-2, S. 315–336.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Emmerich de Vattel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.duhaime.org/LawMuseum/LawArticle-589/Emerich-de-Vattel-1714-1767.aspx Biographie auf duhaime.org]&lt;br /&gt;
* {{HLS|15917|Autor=Peter Haggenmacher}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118767399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118767399|LCCN=n82081604|VIAF=71465252}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vattel, Emer de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kanton Neuenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1714]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1767]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vattel, Emer de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vattel, Emerich de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Völkerrechtler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. April 1714&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Couvet]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1767&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neuenburg NE|Neuchâtel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Огненный ангел</name></author>
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