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	<title>Emar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Emar&amp;diff=1094158&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: &quot;Bibliography of Emar Studies&quot; ergänzt</title>
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		<updated>2025-03-27T20:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Bibliography of Emar Studies&amp;quot; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carte Syrie Ville Emar FR.png|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Imar&amp;#039;&amp;#039;, assyrisch Aštata, römisch &amp;#039;&amp;#039;Barbalissus,&amp;#039;&amp;#039; arabisch &amp;#039;&amp;#039;Bālis,&amp;#039;&amp;#039; heute &amp;#039;&amp;#039;Meskene Qadime,&amp;#039;&amp;#039; ist eine bronzezeitliche Stadt am Bogen des mittleren [[Euphrat]]s in [[Syrien]], 85&amp;amp;nbsp;km westlich von [[ar-Raqqa]]. Sie ist schon aus [[Ebla]]-Texten aus dem 24. vorchristlichen Jahrhundert bekannt. Sie lag an der Kreuzung der Handelsrouten zwischen Mesopotamien und Syrien über [[Palmyra|Tadmor]] einerseits und nach Anatolien andererseits. Die Stadt erstreckt sich über 1000&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;700&amp;amp;nbsp;m Fläche und ist heute vom Wasser des [[Tabqa-Talsperre|Assad-Sees]] umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabungen ==&lt;br /&gt;
Die Siedlung war durch den Bau der [[Tabqa-Talsperre]] bedroht. Ein französisches Team unter Leitung von [[Jean Margueron]] führte zwischen 1972 und 1976 Ausgrabungen durch. Bereits in der ersten Grabungswoche wurden Tontafeln mit dem Namen der Siedlung entdeckt. Es wurden insgesamt ca. 700 Keilschrifttafeln aufgedeckt und durch den [[Epigraphik]]er [[Daniel Arnaud]] publiziert. Weitere Tafeln aus illegitimen Grabungen gelangten in den Kunsthandel. Sie stammen vorwiegend aus der Spätbronzezeit und sind in einem [[Babylonische Sprache|mittelbabylonischen Dialekt]] mit starkem [[Aramäische Sprachen|aramäischen]] oder arabischen Einschlag gehalten. Auch einige [[Hethitische Sprache|hethitische]] und [[hurritische Sprache|hurritische]] Texte wurden entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Ausgrabungen wurde das Gelände der Stadt durch Raubgrabungen stark beschädigt. Seit 1996 führte ein Team von der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] unter Leitung von [[Uwe Finkbeiner]] dort Grabungen und Sicherungsarbeiten durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtplan ==&lt;br /&gt;
Die hethitische Stadt auf dem Hochufer hatte ein regelmäßiges rechteckiges Straßennetz und der Baugrund war teilweise terrassiert. [[Muršili II.]] erwähnt den Bau der Stadt in seinen Annalen. Sie besaß demnach eine hethitische Garnison unter dem Kommando des „Oberaufsehers des Landes“. Außerdem gab es eine hethitische Zivilverwaltung, die einem Prinzen (&amp;#039;&amp;#039;dumu.lugal&amp;#039;&amp;#039;) unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war auf drei Seiten durch einen Steilabfall geschützt und hatte auf der vierten Seite einen 30&amp;amp;nbsp;m breiten und 15&amp;amp;nbsp;m tiefen Graben, der in den anstehenden Kalkstein eingetieft war. Außer zwei Tempeln auf dem Gipfel des Plateaus wurde auch ein Palast (Palast A) im Stil eines &amp;#039;&amp;#039;[[Hilani|bīt ḫilāni]]&amp;#039;&amp;#039; ausgegraben. Tempel M2 hatte Keramikzylinder als Verzierungen der Fassade, wie sie auch aus [[Nuzi]] und [[Elam (Altertum)|Elam]] bekannt sind. Die Häuser der Stadt hatten einen sehr einheitlichen Plan. Sie bestanden meist aus drei Räumen, ein Treppenaufgang beweist die Existenz eines oberen Stockwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Stadt unterhielt Handelsbeziehungen mit [[Ebla]] und [[Mari (Stadt)|Mari]]. Sie lag vermutlich direkt am Ufer des Euphrat. Zwischen der Mitte des 14. Jahrhunderts v. Chr. und 1187 v. Chr. war Emar als die Hauptstadt von Aštata ein [[Hethiter|hethitisches]] Protektorat und Vorposten gegen Assur. Der König von Emar war ein Vasall des Königs von [[Karkemiš]], der ein Verwandter des Großkönigs war und den Rang eines Vizekönigs innehatte. Die Stadt wurde zweimal über längere Zeit belagert, entweder von Mitanni oder von Assur (die Texte haben nur Truppen aus TAR.WA) und die Not war so groß, dass sich einige Bürger in die Sklaverei verkauften. Unter dem König Pilsu-Dagan wurde Emar von dem König von Mitanni angegriffen, dieser konnte aber mit Hilfe des [[Wettergott]]es zurückgeschlagen werden. Arnaud&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Arnaud: &amp;#039;&amp;#039;Les textes d’Emar et la chronologie de la fin du Bronze récént.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Syria (Zeitschrift)|Syria]].&amp;#039;&amp;#039; Band 52, 1975, S. 87–92, hier S. 88–89.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwägt, dass es sich dabei um [[Qibi-Aššur]], einen assyrischen General gehandelt haben könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde um 1175 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edward Lipiński (Orientalist)|Edward Lipiński]]: &amp;#039;&amp;#039;On the Skirts of Canaan in the Iron Age. Historical and Topographical researches&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orientalia Lovaniensia Analecta.&amp;#039;&amp;#039; 153). Peeters, Leuven 2006, ISBN 90-429-1798-9, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1185 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric H. Cline: &amp;#039;&amp;#039;1177 v. Chr. Der erste Untergang der Zivilisation.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3195-3, S. 158, der ein gut datierbares juristisches Dokument anführt (mit weiteren Belegen).&amp;lt;/ref&amp;gt; – möglicherweise von aramäischen Gruppen&amp;lt;ref&amp;gt;so [[Horst Klengel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des hethitischen Reiches&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Orientalistik]].&amp;#039;&amp;#039; Abt. 1: &amp;#039;&amp;#039;Der Nahe und der Mittlere Osten.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 34). Brill, Leiden u. a. 1999, ISBN 90-04-10201-9, S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt; – zerstört und erst in römischer Zeit wieder besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrscher ==&lt;br /&gt;
Es sind insgesamt vier Herrscher von Emar überliefert. Baʿal-Kabar, der erste überlieferte Herrscher hatte mehrere Söhne, von denen Ahi-Reschep und Abbānu jedoch verstarben, bevor sie den Thron besteigen konnten. Pilsu-Dagan hatte einen rebellischen Bruder namens Bisu-Dagan, den Durandt jedoch für eine alternative Schreibung von Pilsu-Dagan hält.&lt;br /&gt;
* Baʿal-Kabar&lt;br /&gt;
* Zu-Aštarti&lt;br /&gt;
* [[Pilsu-Dagan]]&lt;br /&gt;
* Elli, Sohn des Pilsu-Dagan zur Zeit von [[Meli-Šipak]] von Babylon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In der Spätbronzezeit wurde auf dem Gebiet von Emar hauptsächlich Gerste angebaut, es gab auch Weingärten und Gemüsegärten. Es sind einige Listen von Feldern überliefert. Handel dürfte jedoch der wichtigste Wirtschaftszweig gewesen sein. Kaufleute aus Emar sind in [[Ugarit]], [[Palmyra|Tadmor]] und im [[Assyrisches Reich|assyrischen Reich]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materielle Kultur ==&lt;br /&gt;
Die Einwohner benutzten [[Rollsiegel|Roll-]] oder Stempelsiegel, die teilweise zweisprachig, in [[Hieroglyphenluwisch]] und akkadischer Keilschrift beschriftet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Der oberste Priester der Stadt übte das Amt eines Zeichendeuters (&amp;lt;sup&amp;gt;lú&amp;lt;/sup&amp;gt;-ḫal) aus Er residierte in dem Tempel M1, aus dem auch zahlreiche Tontafeln stammen. Er war dem Gott &amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt;-NIN.URTA geweiht, was als [[Aštar]] oder Bel māti gedeutet wird. Der zweite Tempel auf dem Hochplateau war ein [[Baal (Gott)|Baal]]-Tempel, in dem wahrscheinlich die Hohepriesterin NIN.DINGIR als Gattin des Gottes residierte. Auch [[Dagān]] war ein wichtiger Gott. Er spielte vor allem im &amp;#039;&amp;#039;zukru&amp;#039;&amp;#039;-Ritual eine Rolle, das alle sieben Jahre stattfand. Aus dem Pantheon von Emar sind auch einige hethitische Götter bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Eine thematisch gegliederte Bibliographie zu Emar findet sich bei: [[Betina Faist|Betina I. Faist]], Josué J. Justel, Ferhan Sakal, Juan-Pablo Vita: &amp;#039;&amp;#039;Bibliography of Emar Studies&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Barcino Monographica Orientalia.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Edicions de la Universitat de Barcelona, Barcelona 2022, ISBN 978-84-9168-916-4 ([https://diposit.ub.edu/dspace/bitstream/2445/198200/1/9788491689164%20%28Creative%20Commons%29.pdf online]).&lt;br /&gt;
* [[Alois Musil]]: &amp;#039;&amp;#039;The middle Euphrates. A topographical itinerary&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Oriental Explorations and Studies.&amp;#039;&amp;#039; 3, {{ZDB|424325-0}}). American Geographical Society, New York 1927.&lt;br /&gt;
* Daniel Arnaud: &amp;#039;&amp;#039;Les textes d’Emar et la chronologie de la fin du Bronze récént.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Syria (Zeitschrift)|Syria]].&amp;#039;&amp;#039; Band 52, 1975, {{ISSN|0768-2506}}, S. 87–92 ([http://www.persee.fr/doc/syria_0039-7946_1975_num_52_1_6526 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Mark W. Chavalas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Emar. The history, religion, and culture of a Syrian town in the late Bronze Age.&amp;#039;&amp;#039; CDL Press, Bethesda MD 1996, ISBN 1-883053-18-8.&lt;br /&gt;
* [[Eugen J. Pentiuc]]: &amp;#039;&amp;#039;West Semitic Vocabulary in the Akkadian Texts from Emar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Harvard Semitic Studies.&amp;#039;&amp;#039; 49). Eisenbrauns, Winona Lake IN 2001, ISBN 1-57506-910-5.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Finkbeiner]], [[Betina Faist]]: &amp;#039;&amp;#039;Emar. Eine syrische Stadt unter hethitischer Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Hethiter und ihr Reich. Das Volk der 1000 Götter.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Bonn 2002, ISBN 3-8062-1676-2, S. 190–195 (Ausstellungskatalog; [https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2011/999 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Lorenzo d’Alfonso, Yoram Cohen, Dietrich Sürenhagen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The city of Emar among the Late Bronze Age Empires. History, landscape, and Society. Proceedings of the Konstanz Emar Conference, 25.–26.04.2006&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Alter Orient und Altes Testament.&amp;#039;&amp;#039; 349). Ugarit-Verlag, Münster 2008, ISBN 978-3-86835-006-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://ancientbiblio.wordpress.com/2011/05/27/biblipgraphies-emar/ Bibliographie der Emar-Studien]&lt;br /&gt;
* [http://www.princeton.edu/~syria/Home.htm Grabungsberichte der Universität Princeton]&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-tuebingen.de/emar/ Umfangreiche Grabungsberichte und Erläuterungen der Universität Tübingen]&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/evangelisch-theologische-fakultaet/lehrstuehle-und-institute/altes-testament/biblisch-archaeologisches-institut/50-jahre-bai/poster/ianes-projekt-emar.html IANES Projekt Emar]&lt;br /&gt;
* [http://digital.csic.es/bitstream/10261/13101/1/Warfare%20at%20Emar.pdf Juan-Pablo Vita: &amp;#039;&amp;#039;Warfare and the Army at Emar.&amp;#039;&amp;#039; CSIC, Madrid] (PDF; 185&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.princeton.edu/~syria/PDF/BALISpreliminary.pdf Thomas Leisten: &amp;#039;&amp;#039;Balis – First Preliminary Report on the Campaigns 1996, 1998.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University] (PDF; 205&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|Emar|Autoren=[[Betina Faist]], [[Uwe Finkbeiner]], [[Siegfried Kreuzer]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=35/59/14.076722/N|EW=38/6/36.870804/E|type=landmark|region=SY-HL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalischer Fundplatz in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Staat (Vorderasien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ur- und Frühgeschichte (Syrien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Aleppo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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