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	<title>Emanuel Mendel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:21:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: + wikilink</title>
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		<updated>2025-10-06T16:54:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mendel emmanuel.jpg|miniatur|Emanuel Mendel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Breite Str 44 (Panko) Emanuel Mendel.jpg|mini|[[Gedenktafel]], Breite Straße 44, in [[Berlin-Pankow]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emanuel Mendel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]] [[1839]] in Bunzlau, heute [[Bolesławiec]] in [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]]; † [[23. Juni]] [[1907]] in [[Berlin-Pankow|Pankow bei Berlin]]) war ein deutscher [[Neurologie|Neurologe]] und [[Psychiater]] sowie Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mendel studierte in [[Breslau]] und [[Berlin]] [[Medizin]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1860 über [[Epilepsie]]. Während seines Studiums wurde er 1856 Mitglied der [[Burschenschaft]] &amp;#039;&amp;#039;[[Raczeks]]&amp;#039;&amp;#039;. Anschließend arbeitete er in der Praxis des Pankower Arztes Eduard Heymann. Er übernahm die Praxis 1864 und richtete 1868 eine Klinik für Nervenkranke in der Pankower Breiten Straße 18/18a ein. In der Folge spezialisierte er sich auf [[Neurologie]] und [[Psychiatrie]], hospitierte bei [[Rudolf Virchow]] und [[Wilhelm Griesinger]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1873. Ab 1884 lehrte er mit einer außerordentlichen Professur an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] Psychiatrie und Neurologie sowie [[Forensik|forensische Psychiatrie]] und wurde Direktor der Nervenklinik. 1885 gab er die Leitung seiner eigenen Nervenheilanstalt ab und verkaufte diese zehn Jahre später an [[Gustav Scholinus]]. [[Sigmund Freud]] hatte 1886 in Mendels Anstalt hospitiert und publizierte auch in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Neurologisches Centralblatt&amp;#039;&amp;#039;, die Mendel 1882 gegründet hatte und bis zu seinem Tod herausgab. Anschließend übernahm Mendels Sohn [[Kurt Mendel|Kurt]] die Herausgeberschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Mendel gehörte als Mitglied der [[Deutsche Fortschrittspartei|Fortschrittspartei]] dem Kreistag [[Landkreis Niederbarnim|Niederbarnim]] an. 1893 ermöglichte er mit der Schenkung eines Grundstücks den Bau eines Wasserwerks in Pankow. Auf seine Initiative hin wurde 1905/06 in der Galenusstraße in Pankow ein Krankenhaus gebaut. Zum Gedenken stellte die Gemeinde Pankow 1911 eine Marmorbüste Mendels im Garten des Krankenhauses auf, die 1935 von den Nationalsozialisten entfernt wurde und verschollen ist. Für zwei Wahlperioden war Mendel außerdem von 1877 bis 1881 Abgeordneter des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]], wo er sich in Gesundheitsfragen engagierte. 1906 wurde ihm der Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Geheimer Medizinalrat]]&amp;#039;&amp;#039; verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mendel gehörte 1893 zu den Gründern des [[Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens|Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens]] und war Mitglied des Vorstands des Central-Vereins.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.math.rutgers.edu/~zeilberg/family/vorstand.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Emanuel Mendel - Urnenfriedhof Gerichtstraße - Mutter Erde fec.JPG|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Bei seinem Tod hinterließ er seine Frau Susanne, die beiden Söhne Kurt und Fritz sowie die Töchter Gertrud und Charlotte, die verheiratet mit Felix Gradenwitz in Berlin 1910 Mutter des 1968 nach Tel Aviv ausgewanderten Musikwissenschaftlers [[Peter Gradenwitz|Peter Emanuel Gradenwitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gradenwitz, Peter.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 398.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde. Emanuel Mendel wurde als einzigem Pankower Bürger die Ehre zu Teil, im großen Saal des Rathauses aufgebahrt zu werden. Er ist auf dem [[Urnenfriedhof Gerichtstraße]] beigesetzt. Sein Grab ist als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Mendel befasste sich vorwiegend mit der Erforschung und Therapie der progressiven Paralyse, der [[Manie]] und der [[Epilepsie]]. [[Theodor Ziehen]] würdigte seine Leistung dabei, Mendel habe die psychiatrische Monographie für Deutschland erst geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Th. Ziehen: &amp;#039;&amp;#039;Zum Andenken an Emanuel Mendel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neurologisches Zentralblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1907, S. 643.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er stand für eine Synthese von Psychiatrie und Neurologie. 1893 führte er ein Extrakt der australischen Pflanze &amp;#039;&amp;#039;[[Duboisia]] myoporoides&amp;#039;&amp;#039; in die [[Parkinson-Krankheit|Parkinson]]-Therapie ein. Er leitete eine Poliklinik mit Laboratorium, das zwar der Universität angegliedert war, ihr aber nicht angehörte. Nach seinem Tod 1907 übernahm sein Schüler [[Louis Jacobsohn-Lask]] die Leitung bis zur Schließung des Instituts 1914. Zu seinen bekannteren Schülern zählen außerdem [[Max Bielschowsky]] (1869–1940), [[Edward Flatau]] (1869–1932) und [[Lazar Minor]] (1855–1942).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bezirk Pankow wurde bereits 1893 eine Straße, die beim Bau des Wasserwerkes entstand, nach ihm benannt. 1938 wurde die Straße in Elmstraße benannt, erhielt aber 1947 ihren alten Namen zurück. Auch eine Grundschule in Pankow ist nach ihm benannt. 2003 wurde außerdem am ehemaligen Wohnhaus der Familie Mendel in der Breite Straße 44 eine Gedenktafel enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De operationibus ad sanandam epilepsiam adhibitis: Adjectis duabus observationibus&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1860.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die progressive Paralyse der Irren.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1880.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Manie. Eine Monographie.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1881. Nachdruck: VDM, Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-1899-7. Download kostenlos bei [[Google Books]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Hypnotismus&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1889.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die hereditäre Syphilis in ihren Beziehungen zur Entwicklung von Krankheiten des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1896.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden der Psychiatrie für Studirende der Medicin.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 1902. Machdruck: VDM, Müller, Saarbrücken 2006, ISBN 978-3-86550-935-2.&lt;br /&gt;
* Beiträge zu Albert Eulenburgs [[Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde]]. Erste Auflage.&lt;br /&gt;
** Band 2 (1880) [https://archive.org/details/realencyclopdied02eule/page/n7/mode/2up (Digitalisat)], S. 291–308: &amp;#039;&amp;#039;Blödsinn&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 4 (1880) [https://archive.org/details/realencyclopdied04eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 8–22: &amp;#039;&amp;#039;Delirium&amp;#039;&amp;#039;; S. 22–23: &amp;#039;&amp;#039;Delirium acutum&amp;#039;&amp;#039;; S. 23–30: &amp;#039;&amp;#039;Delirium tremens&amp;#039;&amp;#039;; S. 30–43: &amp;#039;&amp;#039;Dementia paralytica&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 8 (1881) [https://archive.org/details/realencyclopdied08eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 567–581: &amp;#039;&amp;#039;Manie&amp;#039;&amp;#039;; S. 664–688: &amp;#039;&amp;#039;Melancholie&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 9 (1881) [https://archive.org/details/realencyclopdied09eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 215–223: &amp;#039;&amp;#039;Moral insanity&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 14 (1883) [https://archive.org/details/realencyclopdied14eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 507–534: &amp;#039;&amp;#039;Verrücktheit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 15 (1883) [https://archive.org/details/realencyclopdied15eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 302–326 (Nachträge): &amp;#039;&amp;#039;Zurechnungsfähigkeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Emanuel Mendel&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ernest Hamburger]]: &amp;#039;&amp;#039;Juden im öffentlichen Leben Deutschlands : Regierungsmitglieder, Beamte und Parlamentarier in der monarchischen Zeit. 1848–1918&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen : Mohr, 1968, S. 300&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 4: &amp;#039;&amp;#039;M–Q.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2000, ISBN 3-8253-1118-X, S. 79–80.&lt;br /&gt;
* Uta Fleckner: &amp;#039;&amp;#039;Emanuel Mendel (1839–1907). Leben und Werk eines Psychiaters im Deutschland der Jahrhundertwende&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Freie Universität Berlin, 1994.&lt;br /&gt;
* [[Paul Näcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Nekrolog für Prof. Mendel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 28 (1907), S. 379.&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|39|40|Mendel, Emanuel|[[Manfred Stürzbecher]]|119269112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/17240/ Humboldt-Universität Berlin: Kurzbiografie Emanuel Mendel]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.berlin.de/ba-pankow/presse/archiv/20031022.15899.html | wayback=20041213050608 | text=Gedenktafeleinweihung in Pankow am 28. Oktober 2003}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berlin.de/ba-pankow/presse/archiv/20031022.15899.html Gedenktafeleinweihung in Berlin am 28. Oktober 2003]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.pankeguide.de/mendel.html | wayback=20160303175442 | text=Prof. Dr. Emanuel Mendel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ansichtskarten-pankow.de/irrenanstalt.htm Ansichtskarten der Pankower Nervenheilanstalt]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|119269112}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Emanuel Mendel|1605}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119269112|VIAF=69047451|LCCN=no/2013/069815}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mendel, Emanuel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bezirk Pankow)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mendel, Emanuel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Neurologe und Psychiater sowie Politiker (DFP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1839&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Bunzlau, heute [[Bolesławiec]], [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juni 1907&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Pankow|Pankow bei Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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