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	<title>Elterliche Gewalt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eduevokrit: k</title>
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		<updated>2026-02-22T20:38:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff &amp;#039;&amp;#039;elterliche Gewalt&amp;#039;&amp;#039;. Zum &amp;#039;&amp;#039;Sorgerecht&amp;#039;&amp;#039; heute und der historischen Entwicklung hierzu siehe [[Sorgerecht (international)]]. Zum Thema körperlicher oder psychischer Gewalt siehe [[Kindesmisshandlung]] bzw. [[Körperstrafe]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elterliche Gewalt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Ausübung [[Verwandtschaftsbeziehung#Eltern|elterlicher]] Macht innerhalb der [[Familie]]. Die elterliche Gewalt ermöglicht es den Eltern, über ihre Kinder nach eigenem Ermessen zu verfügen, analog zur [[Staatsgewalt]], durch die der Staat über [[Staatsbürgerschaft|Staatsangehörige]] verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kriminalprävention]] wird der Begriff in abweichender Bedeutung als Anwendung von [[Gewalt]] an Kindern durch ihre Eltern im Sinne einer [[Kindesmisshandlung|Misshandlung]] oder [[Körperstrafe]] verwendet, insbesondere im Ausdruck „Opfer elterlicher Gewalt“ in Studien zu Umfang und Auswirkungen [[Innerfamiliäre Gewalt|innerfamiliärer Gewalt]].&amp;lt;!--So hieß es etwa in einem &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung&amp;#039;&amp;#039;: „Gleichzeitig belegen Untersuchungen, daß Opfer elterlicher Gewalt später vermehrt selbst Gewalt anwenden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/012/1401247.pdf|titel=Entwurf eines Gesetzes zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung|hrsg=Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode|werk=Drucksache 14/1247|zugriff=24. Mai 2009|format=PDF; 167&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In vorstaatlicher Zeit war die elterliche Gewalt naturgegeben durch die körperliche und geistige Überlegenheit der Eltern bis zum Heranwachsen der Kinder. In den frühen Staaten des Altertums, wie beispielsweise dem [[Antikes Griechenland|antiken Griechenland]] und dem [[Römisches Reich|Römischen Reich]], lag die Entscheidungsgewalt – die sogenannte [[Patria Potestas|&amp;#039;&amp;#039;patria potestas&amp;#039;&amp;#039;]] – über innerfamiliäre Verhältnisse weiterhin bei den Familienoberhäuptern, während der Staat sämtliche außerfamiliären Verhältnisse beherrschte. Haus und Familie blieben autonom und gerade dadurch Grundlage des Gemeinwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Neuzeit]] wurde der Rechtsbegriff der [[Väterliche Gewalt|väterlichen Gewalt]] entwickelt. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde diese zur Wahrung des „[[nation]]alen Interesses am [[Kindheit|Kind]]“ zunehmend unter Aufsicht des [[staat]]lichen Wächteramts gestellt ([[Kindeswohl]]-Gedanke). Daraus entwickelte sich zunächst die elterliche Gewalt, die dann zur [[Sorgerecht (international)|elterlichen Sorge]] (Deutschland 1979, Schweiz) beziehungsweise [[Kindschaftsrecht (Österreich)#Obsorge|Obsorge]] (Österreich) umgestaltet wurde. Der begriffliche Paradigmenwechsel geht darauf zurück, dass der ursprünglich als „Walten“ im Sinne des Kindesschutzes verstandene Ausdruck der „elterlichen Gewalt“ sich zu einem missverstandenen „elterlichen Zwang“ gewandelt hatte, worauf der [[Bundesgerichtshof|BGH]] 1976 in einer Entscheidung hinwies.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesgerichtshof|BGHZ]] 66, 337.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde, den Begriff ersetzend, der Ausdruck der „elterlichen Sorge“ 1979 gesetzlich verankert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundestagsdrucksache|BT-Drs.]] 8/2788, S. 36; vergl. auch [[Zeitschrift für das gesamte Familienrecht|FamRZ]] 78, 473.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlagerte sich die Entscheidungsgewalt unmittelbar auf den Staat, wobei das [[Jugendrecht]] geschaffen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Palandt&amp;quot;&amp;gt;[[Grüneberg (Gesetzeskommentar)|Otto Palandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Gesetzbuch&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, 73. Aufl., München 2014, ISBN 978-3-406-64400-9, Einf v §&amp;amp;nbsp;1625 Rnr. 1–4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;grundlegend zum Jugendrecht, siehe Thilo Ramm: &amp;#039;&amp;#039;Jugendrecht. Ein Lehrbuch.&amp;#039;&amp;#039; München, C.H Beck, 1990, ISBN 3-406-34447-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Eltern wurde die vorrangige Ausübung der Ordnungsmacht innerhalb der Familie abgesprochen und stattdessen die Sorge für ihre Kinder in Verbindung mit einem [[Erziehungsauftrag|elterlichen Erziehungsauftrag]] übertragen. Hergeleitet aus {{Art.|6|gg|juris}} Abs. 2 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]], unterliegen Pflege und Erziehung der Kinder und das natürliche Recht der Eltern einem besonderen Verfassungsschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts|BVerfGE]] 4, 52; 7, 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Elternrecht ist insoweit als Abwehrrecht gegenüber staatlichen Eingriffen in ihr Erziehungsrecht ausgestaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Palandt&amp;quot; /&amp;gt; Die übergeordnete Ordnungsmacht beansprucht seitdem auch innerhalb der Familie grundsätzlich der Staat für sich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Albrecht Schachtschneider]]: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Rechtsproblem Familie – IV. Verrechtlichung der Familie&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.kaschachtschneider.de/files/Rechtsproblem_Familie.pdf |wayback=20160325122935 |format=PDF; 240&amp;amp;nbsp;KB, S.&amp;amp;nbsp;28 ff. }}&amp;lt;!-- Referenz belegt den gesamten vorstehenden Absatz (außer Palandtpassage).--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Wandel Rechtsbegriffe der Vormundschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Neuzeit]]&lt;br /&gt;
|[[Väterliche Gewalt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende 19. Jh. / Anfang 20. Jh.&lt;br /&gt;
|Elterliche Gewalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende 20. Jh.&lt;br /&gt;
|[[Elterliche Sorge]] / [[Kindeswohl]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbildung in der nationalen Gesetzgebung ==&lt;br /&gt;
In der [[Bundesrepublik Deutschland]] wurde der Begriff der elterlichen Gewalt im Rahmen der Sorgerechts[[reform]] (dem &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Neuregelung des Rechts der elterlichen Sorge&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Juli 1979)&amp;lt;ref&amp;gt;{{BGBl|1979 I Nr. 42}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Wirkung zum 1. Januar 1980 im [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] durch „[[elterliche Sorge (Deutschland)|elterliche Sorge]]“ ersetzt. Deutsche Gerichte betonten bereits vor der Gesetzesänderung zunehmend die Pflichtengebundenheit des Elternrechts und bevorzugten den Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Eltern[[verantwortung]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1976&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/1976/48/wenn-die-tochter-einen-freund-hat &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Tochter einen Freund hat&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 48/1976&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits ein früherer Gesetzentwurf hatte vorgesehen, den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;elterliche Gewalt&amp;#039;&amp;#039; durch &amp;#039;&amp;#039;elterliche Sorge&amp;#039;&amp;#039; zu ersetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit1976&amp;quot; /&amp;gt; Die Änderung der Bezeichnung erklärt sich damit, dass der Gesetzgeber Elternrecht nicht mehr als ein Herrschaftsrecht über das Kind, sondern als ein dienendes Recht ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemarie Nave-Herz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wandel und Kontinuität der Familie in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Enke-Verlag, 1988, ISBN 3-432-96691-1, [http://books.google.de/books?id=gNSKubV19kQC&amp;amp;pg=PA24 S. 24]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Familienrecht der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], das von 1966 bis 1990 im [[Familiengesetzbuch (DDR)|Familiengesetzbuch]] (FGB) geregelt wurde, war der Begriff der elterlichen Gewalt durch den Begriff des &amp;#039;&amp;#039;[[Erziehungsrecht]]es&amp;#039;&amp;#039; ersetzt worden. (Siehe [[Familiengesetzbuch (DDR)#Erziehungsrecht statt elterliche Gewalt|Erziehungsrecht statt Elterliche Gewalt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wurde der Begriff mit Wirkung zum 1. Januar 2000 durch &amp;#039;&amp;#039;elterliche Sorge&amp;#039;&amp;#039; ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/show.cfm?id=157|titel=Wörterbuch der Sozialpolitik: Elterliche Sorge |werk=socialinfo.ch |abruf=2024-12-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071014131101/http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/show.cfm?id=157|archiv-datum=2007-10-14|offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[österreich]]ischen Familienrecht wird die elterliche Verantwortung für ein Kind als [[Obsorge]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Luxemburg]] ist der Begriff „elterliche Gewalt“ gebräuchlicher als „elterliche Sorge“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;luxemburg&amp;quot;&amp;gt;[http://ec.europa.eu/civiljustice/parental_resp/parental_resp_lux_de.htm Elterliche Verantwortung – Luxemburg] bei: [[Europäisches Justizielles Netz]] (mit Links zur Abhandlung der Thematik der elterlichen Sorge in einzelnen EU-Staaten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Südtirol]] ist der Begriff „elterliche Gewalt“ ebenfalls weiterhin verbreitet als übliche Bezeichnung für die Zusammenfassung der elterlichen [[Pflicht]]en und [[Recht]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.eurac.edu/Press/Academia/14/Artikel1.asp|titel=Zur Terminologiearbeit im Bereich “Sprache und Recht”: Methode und Stand der Arbeiten|abruf=2024-12-12 |offline= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100209072955/http://www.eurac.edu/Press/Academia/14/Artikel1.asp|archiv-datum=2010-02-09|autor=[[Eurac Research|Eurac]] |werk=eurac.edu }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elternschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Pädagogik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eduevokrit</name></author>
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