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	<title>Elten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T17:26:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Elten&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Emmerich am Rhein&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen              = DEU Elten Rhein COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = In Rot mit silberner (weißer) Bordüre über einem goldenen (gelben) Dreiberg auf einem durch eine Wellenlinie getrennten blauen Schildfuß ein silberner (weißer) Doppelkopfadler der in der rechten ein blaues Schwert mit goldenem (gelben) Griff und in der Linken ein goldenes (gelbes) Lilienzepter hält.&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/52/16/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 6/9/35/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 19 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 13&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 82&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 16.36&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 4709&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-02-01&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.emmerich.de/de/inhalt/bevoelkerungsstatistik/ |titel=Bevölkerungsstatistik |abruf=2024-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 46446&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02828&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
| Bild                   = Spyck elten.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Blick auf Hochelten von [[Spyck (Kleve)|Spyck]] aus&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Elten in Emmerich am Rhein.svg|mini|Lage von Elten in Emmerich am Rhein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil der Stadt [[Emmerich am Rhein]] im [[Kreis Kleve]] in [[Nordrhein-Westfalen]] und staatlich anerkannter [[Luftkurort]]. Es hat eine Fläche von rund 9&amp;amp;nbsp;km² und 4.709 Einwohner (Stand Februar 2023), darunter eine [[Niederländer|niederländische]] Minderheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Eltenberg ist Teil eines eiszeitlichen [[Stauchmoräne]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;walles, der sich deutlich ueber die untere Rheinniederung erhebt und der sich auf niederländischer Seite bis nach [[Montferland]] fortsetzt. Das von Nordosten vordringende Eis schob hierbei ältere [[Fluviatiles Sediment|fluviatile Sedimente]] (Terrassen-Sande u. -Kiese) des Rheins zu einem Wall auf. Der bis 82,4 m hohe Höhenzug (Rheinauen-Niveau ca. 14 m) wird in weiten Teilen von Flugsandbildungen überlagert, an seiner Ostseite finden sich auch Dünen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.gd.nrw.de/wms_html/geotope/GK-4102-017.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elten liegt am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] in unmittelbarer Nähe zu den [[Niederlande]]n an der [[Bundesautobahn 3|Autobahn A&amp;amp;nbsp;3]] vom [[Ruhrgebiet]] nach [[Arnheim]]. Hier beginnt auch die [[Bundesstraße 8|B&amp;amp;nbsp;8]], die 800&amp;amp;nbsp;Kilometer durch [[Deutschland]] bis [[Passau]] an die [[österreich]]ische Grenze führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elten liegt an der [[Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem]], der hier befindliche Haltepunkt war von 1965 bis Juli 2019 außer Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/nrw/staedte/emmerich/was-die-bahn-fuer-elten-plant_aid-21021579 &amp;#039;&amp;#039;Emmerich: Was die Bahn für Elten plant.&amp;#039;&amp;#039;] RP-Online, 22. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marco Virgillito |url=https://www.nrz.de/staedte/emmerich-rees-isselburg/article225927079/Eroeffnung-Haltepunkt-Ab-1-Juli-halten-wieder-Zuege-in-Elten.html |titel=Eröffnung Haltepunkt: Ab 1. Juli halten wieder Züge in Elten |datum=2019-06-04 |abruf=2019-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einmal stündlich hält der [[Rhein-IJssel-Express]] (RE&amp;amp;nbsp;19 Düsseldorf–Arnhem) in Elten. Des Weiteren wird Elten durch die Buslinien 94 (Emmerich – Elten) der [[Niederrheinische Verkehrsbetriebe|Niederrheinischen Verkehrsbetriebe]] und 566 (Spijk – Elten – Zevenaar) von [[Breng]] bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erste urkundliche Erwähnungen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 884 wurde das [[Hamaland]] in eine nördliche und eine südliche Grafschaft geteilt. Zur südlichen Grafschaft gehörten die Kastelle Hauberg, Eltenberg sowie der Ort Elten. Auf dem Eltenberg war eine Grafenburg erbaut worden, die von ansehnlicher Größe und Ausstattung gewesen sein muss, denn im Jahr 944 besuchte dort König [[Otto I. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] mit seinem Gefolge die Verwandten seiner Ehefrau. Als Graf für das südliche Hamaland ernannte Otto&amp;amp;nbsp;I. den Grafen [[Wichmann (Hamaland)|Wichmann]] von Hamaland, der im Jahr 967 auf dem Eltenberg das adelige [[Frauenstift|Damenstift]] gründete, aus dem sich das [[Stift Elten]] als [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbares]] Territorium entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Ort in [[frühmittelalter]]lichen Urkunden „Alten“ genannt wurde, nahm der Historiker [[Anton Fahne]] an, dass sein Name anscheinend von dem [[latein]]ischen Wort &amp;#039;&amp;#039;altum&amp;#039;&amp;#039; (‚hoch‘) herzuleiten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Fahne]]: &amp;#039;&amp;#039;Das fürstliche Stift Elten.&amp;#039;&amp;#039; Geberle’sche Buchhandlung (G. Lempertz), Köln 1850, S. 12 ([https://books.google.de/books?id=f0lNAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Google Books&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung vom Mittelalter bis 1800 ===&lt;br /&gt;
Die erste Kirche in Niederelten war wahrscheinlich ein [[Reetdach|riedgedeckter]] Holzbau. Als in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts statt des bisherigen Holzbaues ein Steinbau geplant wurde, löste der [[Bischof von Utrecht|Utrechter Bischof]] Bernulph die Eltener St.-Martinus-Kirche von der Zugehörigkeit zum Stift und unterstellte sie der [[St. Aldegundis (Emmerich)|St.-Aldegundis-Kirche]] in Emmerich. Zur Förderung des Kirchbaues bestimmte [[Graf von Zutphen|Graf Herrmann von Zutphen]] zwischen 1051 und 1054, dass die Einkünfte der Kirche von [[Zevenaar]] an Zins und Getreide so lange der Kirche zu Niederelten zufließen sollten, bis diese erbaut sei. Bereits zu dieser Zeit spielte der kleine Ort Elten im [[Handel]] und Verkehr am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] eine beachtliche Rolle. Der alljährliche örtliche [[Veit (Heiliger)|Vitus]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;markt wurde bald weit und breit berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufblühen des Damenstifts wuchs auch der Ort. Handwerker siedelten sich in größerer Zahl an, und mehr denn je nahmen Kaufleute ihren Weg über Elten. Denn Elten lag an der alten [[Handelsweg|Handelsstraße]] von [[Köln]] nach [[Amsterdam]], die damals östlich an Elten vorbeiführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 12. Jahrhunderts war aus der kleinen Siedlung am Vitusstift und um den Hof Heltnon (der wahrscheinliche Ursprung für den heutigen Namen Elten) ein größerer Ort geworden, der 1142 in dem Privileg (des Kölner Erzbischofs) für sieben Orte, nämlich [[Wesel]], [[Xanten]], [[Rees]], [[Emmerich am Rhein|Emmerich]], [[Doetinchem]], Elten, genannt wurde, und seiner Bedeutung nach später zwischen Rees und Emmerich stand. Elten wurde in der Urkunde in Bezug auf Handel, Verkehr und [[Zoll (Abgabe)|Zollfreiheit]] den anderen Orten gleichgestellt, erhielt jedoch kein [[Stadtrecht]]. Die jeweilige Äbtissin des Stiftes war „Stadtherrin“; sie hatte das [[Marktrecht (historisch)|Markt-]] und Gerichtsrecht. Die Bürger von Niederelten wählten zwei „Polizeischöffen“, die den zu jener Zeit üblichen Namen „Burmeister“ (Bürgermeister) führten, und zwar einen ersten und zweiten Bürgermeister. Da aber damals die Bürgermeister weder lesen noch schreiben konnten, besorgte der stiftische Richter die schriftlichen Geschäfte. Außer diesen beiden Bürgermeistern wählte die Bevölkerung einen Bürgermeistereirat, den man „Magistrat“ nannte. Niederelten verfügte später über eine eigene Polizei, eine eigene Zivilgerichtsbarkeit und hatte sogar einen Richtplatz. Dort war ein [[Galgen]] auf einer kleinen Anhöhe in dem östlich von Elten sich erstreckenden Waldgebiet, heute als „Galgenberg“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1412 bestand in Elten bereits eine öffentliche [[Volksschule]], deren Lehrer die Äbtissin anstellte und besoldete. Der Lehrer, der gleichzeitig das [[Küster]]amt an der St.-Martinus-Kirche versah, bezog jedoch kein festes Gehalt; seine Besoldung erfolgte teils in Geld, teils in Naturalien. Außerdem erhielt er für sein Küsteramt noch ein geringes Entgelt. Weil die Bezüge des Lehrers nicht ausreichten, um auch nur ein kümmerliches Leben zu führen, war er auf „milde Gaben“, die ihm die Kinder brachten, angewiesen. Zu Beginn des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hatte Elten eine Einwohnerzahl von 5000. 32&amp;amp;nbsp;Bierbrauereien im Abteigebiet versandten ihr Bier bis nach [[Schweden]] und [[Norwegen]]. Der Name „Oppenhof“ für das Gebiet entlang der heutigen Bundesstraße nach Emmerich vom Ortsausgang bis zum Eisenbahnübergang entstand aus dem alten Namen „Hopenhof“, d.&amp;amp;nbsp;h. Hopfenhof, und zeugt noch heute von den großen Hopfenfeldern, die dort in früheren Jahrhunderten den Hopfen für das von den Skandinaviern geschätzte Eltener Bier lieferten. Doch das Eltener Bier schien bei der Eltener Bevölkerung weniger beliebt gewesen zu sein, denn Elten führte auch Bier von auswärts ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1719 vernichtete ein großer Brand, dessen Ursache nicht überliefert ist, weite Teile Eltens. Die Bevölkerung scheint sich davon jedoch schnell wieder erholt zu haben, denn bereits um 1722, also wenige Jahre nach dem Brand, erhielt die Klosterstraße ein Steinpflaster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Selbstständigkeit des Reichsstifts ===&lt;br /&gt;
Trotz fast ständigen Streites mit der weltlichen Macht, insbesondere dann, wenn es um die [[Investitur]] der Äbtissin ging, behielt das Stift auf dem Eltenberg seine Aufgaben als Versorgungsinstitut für adlige Damen bis zum 6.&amp;amp;nbsp;Juni 1802. Mit diesem Tag nahm König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;III.]] von [[Preußen]] – im Vorgriff auf den [[Reichsdeputationshauptschluss]] – Stift und Abtei Elten als Entschädigung für die mit dem [[Friede von Lunéville|Friedensschluss von Lunéville]] an Frankreich gefallenen [[Linkes Rheinufer|linksrheinischen Gebiete]] in preußischen Besitz. Hierdurch wurde es auch erstmals möglich, dass evangelische Bürger in Elten ihren Wohnsitz nehmen konnten, da bis dahin jedem [[Protestanten]] die Niederlassung in Elten untersagt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Säkularisation]] verlor das Stift Elten seine Reichsunmittelbarkeit. Kurz bevor durch ein französisch-preußisches Abkommen Franzosen Herren über Elten wurden, wurden dem Ort am 15. Februar 1806 durch den preußischen Staatsminister [[Von Schulenburg|Graf von Schulenburg]] alle besonderen Rechte, die Elten jahrhundertelang unter der Regierung der Äbtissin gehabt hatte, abgesprochen. Die Bezeichnung „Magistrat“ für den Bürgerausschuss war nur noch ein Titel. Elten wurde dem Emmericher Landrat von Sonsfeld und dem Landgericht Emmerich unterstellt. Die Kriminalgerichtsbarkeit wurde dem märkischen Kriminalgericht zu [[Wesel]] übertragen. Elten mit [[Rijnwaarden|Lobith]] und [[Doetinchem|Wehl]] gehörten infolge des Vertrags mit den Franzosen zum [[Großherzogtum Berg]], das Mitte 1806 als rechtsrheinischer Modellstaat neu gebildet wurde. Innerhalb dieses Landes wurde Elten dem 1808 formierten Kanton Emmerich im [[Arrondissement]] Essen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Bildung des Großherzogtums Berg im Sommer 1806 ernannte [[Napoleon Bonaparte]] seinen Schwager [[Joachim Murat]] zu dessen Großherzog, der damit auch Landesherr über Elten wurde. Nachdem Murat zum [[Königreich Neapel|König von Neapel]] aufgestiegen war, wurde 1809 Napoleons minderjähriger Neffe [[Napoléon Louis Bonaparte (1804–1831)|Napoléon Louis Bonaparte]] neuer Landesherr. 1811 trat das Großherzogtum Berg verschiedene rechtsrheinische Gebiete nördlich der [[Lippe (Fluss)|Lippe]] an das [[Erstes Kaiserreich|Erste Kaiserreich]] ab, auch das Gebiet Eltens, das innerhalb des Großherzogtums zum [[Département Rhein]] gehört hatte. Am 18. März 1811 verfügte Napoleon die vollständige Aufhebung des Stiftes und der Abtei auf dem Eltenberg und setzte damit den Schlussstrich unter eine Epoche von achteinhalb Jahrhunderten. Der reiche Landbesitz der Abtei wurde französisches Staatseigentum. Die Messgewänder und Kirchengeräte und damit auch der sogenannte [[Kirchenschatz (materielle Güter)|Kirchenschatz]], der heute mit seinen Resten in der St.-Martini-Kirche in Emmerich ausgestellt ist, wurden teils der Pfarrkirche in Elten, teils den Kirchen der [[Grafschaft Bentheim]] geschenkt. Die Pfarrei Hochelten wurde der Pfarrei Niederelten unterstellt. Den Stiftsdamen wurde ein Ruhegehalt zugebilligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zwanzig besonders wertvolle Stücke vom ursprünglichen Reliquienschatz der Abteikirche St. Vitus wurden Anfang des 20. Jahrhunderts mit finanzieller Unterstützung des preußischen Regierung der Rheinprovinz restauriert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edmund Renard (der Jüngere)|Edmund Renard]]. In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die Tätigkeit der Provinzialkommission für die Denkmalspflege. Teil&amp;amp;nbsp;VIII. Bericht über ausgeführte Arbeiten&amp;#039;&amp;#039;. 1903, S. [20–21]12–13. Onlinefassung – Der Umfang betraf im Wesentlichen [[Ostensorium|Reliquien-Ostensorien]], eine spätgotische Greifklaue, eine Muschelreliquie, ein arabisches Kristallfläschchen in Form eines Fisches, eine Silberfigur des hlg.&amp;amp;nbsp;Michael, ein [[Ziborium (Gefäß)|Ziborium]] mit Silbergruppen auf Emailgrund und diverse [[Pektorale|Pektoralien]]. Der schlechte Zustand dieser Teile war durch mangelnde Pflege nach der Auflösung des Stiftes entstanden. Im Jahr 1900 wurde die Restaurierung für diesen Schatz beschlossen, um sie auf der [[Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf|Kunstausstellung 1902 in Düsseldorf]] auszustellen. Die Arbeiten wurde vom Goldschmied &amp;#039;&amp;#039;Paul Bremmers&amp;#039;&amp;#039; aus Düsseldorf ausgeführt. Sie umfassten die Ausbeulung einzelner Stücke, der Ersatz fehlender Nieten, die Befestigung loser Teile durch Löten und der Austausch von unsachgemäßen Zinnlötungen durch Silberlot. Der Gesamtaufwand für diese Arbeiten betrug etwa 500&amp;amp;nbsp;Mark. 321&amp;amp;nbsp;Mark davon wurden aus einem Fonds bezahlt, der für die Kunstausstellung in Düsseldorf bewilligt worden war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon I. in Elten ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage im [[Russlandfeldzug 1812]] verließ Napoleon sein Heer und floh in Eilmärschen gen Westen in Richtung Frankreich. Sein Fluchtweg führte auch über Elten. Dort traf Napoleon mit dem Volontär der Eltener Stadtverwaltung, Andreas Jansen, zusammen, der perfekt Französisch sprach, weil seine Mutter eine Französin war. Napoleon soll sich in Elten im heutigen Haus &amp;#039;&amp;#039;Het oude Posthuis&amp;#039;&amp;#039; aufgehalten haben. Nach der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] im Oktober 1813 brach die Macht Napoleons über Deutschland zusammen. Die [[Nordarmee (Befreiungskriege)|Nordarmee]] der [[Alliierte#Napoleonische Kriege|Alliierten]] folgte den fliehenden französischen Truppen. Am 30. November 1813 vertrieben preußische Truppen die Franzosen aus Elten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Sporschil]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Krieges des verbündeten Europas gegen Napoleon Bonaparte in den Jahren 1813, 1814 und 1815&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Der Feldzug von 1813&amp;#039;&amp;#039;, Teilband 3. Westermann, Braunschweig 1841, S. 1127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 5.&amp;amp;nbsp;April 1815 wurde die Vereinigung der im [[Rheinland]] an Frankreich abgetretenen Gebiete mit Preußen verkündet; so kam auch Elten wieder unter die preußische Herrschaft. Durch die ständigen Kriegswirren, die die Stadt Elten und ihre Bürger seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert überzogen hatten, war die Bevölkerung auf unter 1500&amp;amp;nbsp;Einwohner gesunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbruch der Stiftsgebäude ===&lt;br /&gt;
Am Anfang des Jahres 1834 wurden die Stiftsgebäude, nachdem man bis dahin vergeblich nach einer Verwendung für irgendeinen Wohltätigkeitszweck gesucht hatte, vom preußischen Staat auf Abbruch versteigert. Bis auf die Kirche, den Drususbrunnen und zwei ehemalige Äbtissinnenwohnungen fielen die Bauten der Spitzhacke zum Opfer. Die ehemaligen Häuser der Äbtissinnen und Stiftsdamen sowie der größte Teil des Grundbesitzes auf dem Eltenberg wurden beim öffentlichen Verkauf von dem Emmericher [[Propst]] Goossen als Erweiterung seines Gutes Voorthuysen erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infrastruktur im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1856 wurde Elten mit einem ersten Bahnhof an das [[Eisenbahn]]netz ([[Hollandstrecke]]) angeschlossen. Ab 1865 führte auch die [[Trajekt Spyck–Welle|Eisenbahnstrecke Zevenaar – Kleve]] über Elten. Kurz danach wurde das Krankenhaus errichtet. Um 1900 verfügte Elten bereits über ein eigenes [[Elektrizitätswerk]], eine Straßenbeleuchtung und ein Lehrerseminar, das für die Gemeinde große wirtschaftliche Bedeutung hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden auf dem Eltenberg die St.-Vitus-Kirche bis auf den halben Kirchturm, das Friedenskreuz, die Gaststätte Hox, das katholische Pastorat und das Kurhaus völlig zerstört, das Haus der Jesuitenpatres hatte stark gelitten. Alle Wohnhäuser auf dem Eltenberg waren unbewohnbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald auf dem Eltenberg war größtenteils vernichtet, die Bäume im oberen Teil der Lindenallee hatten so stark gelitten, dass sie 1953 gefällt und neue gepflanzt werden mussten. In Niederelten hatten die meisten Gebäude durch den [[Artillerie]]beschuss Schäden davongetragen, der Chor der St.-Martinus-Kirche war zerstört, das Kolpinghaus und die Krautfabrik waren nur noch Ruinen. Rund 3600 Menschen bevölkerten Elten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederländische Verwaltung von 1949 bis 1963 ===&lt;br /&gt;
Elten liegt in einem Gebiet, das von jeher in drei Richtungen von den [[Niederlande]]n umgeben ist. Dieses Gebiet wurde – wie ca. 20 weitere deutsche Gemeinden unterschiedlicher Größe – am 23.&amp;amp;nbsp;April 1949 ([[Niederländische Annexionspläne nach dem Zweiten Weltkrieg]]) auf Initiative der Niederlande mit Genehmigung der britischen Besatzungsverwaltung dem niederländischen Hoheitsgebiet zugeschlagen, während man unterdessen eine definitive Friedensregelung mit dem besiegten Deutschen Reich abwartete. Die Gemeinde bildete ein niederländisches [[Drostamt|Drostambt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürger Eltens protestierten zunächst gegen die Annexion durch die Niederlande, profitierten jedoch von einer sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Elten und der Eltenberg, der einen weiten Blick in beide Länder ermöglicht, wurden zu einem beliebten Ausflugsziel für Niederländer. Der Ort profitierte auch durch diverse Maßnahmen der niederländischen öffentlichen Hand. Es kam so weit, dass Eigenheimbauer sowohl aus den Niederlanden als auch aus Deutschland Förderung erhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt betraf diese Annexion Gebiete von ca. 70&amp;amp;nbsp;km², in denen ungefähr 10.000 Menschen lebten, davon etwa 3.600 in Elten. Aufgrund des &amp;#039;&amp;#039;Hollandvertrages&amp;#039;&amp;#039; (niederländisch: &amp;#039;&amp;#039;Algemeen Verdrag&amp;#039;&amp;#039;), der 1960 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden geschlossen wurde, wurden 1963 die meisten Gebiete der Bundesrepublik Deutschland gegen Zahlung von 280&amp;amp;nbsp;Millionen&amp;amp;nbsp;DM zurückgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl263s0458.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl263s0458.pdf%27%5D__1550417034957 Text der Hollandverträge (Grenz-, Ausgleichs- und Finanzvertrag)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Rückgliederung am 1.&amp;amp;nbsp;August 1963 nutzten findige Geschäftsleute zu einem Coup, der als „Eltener Butternacht“ bekannt wurde: Aus allen Teilen der Niederlande fuhren Lastkraftwagen in den Ort, beladen mit zollpflichtigen Waren. Um Mitternacht wurden mit Elten auch die rollenden Butterberge bundesdeutsch, ohne dass [[Zoll (Abgabe)|Zoll]] auf die so eingeführten Waren erhoben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Iken: [https://www.spiegel.de/geschichte/grenz-schmuggler-die-butternacht-von-elten-am-1-august-1963-a-2acc972d-e75c-42d7-af66-21bf4618efd6 Größte Schmuggelaktion der Bundesrepublik: Frisch, frech, fettig, zollfrei.] In: &amp;#039;&amp;#039;spiegel.de&amp;#039;&amp;#039; (6. Mai 2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/geschichte-im-ersten/sendung/spielball-der-weltpolitik-als-elten-niederlaendisch-wurde-100.html Spielball der Weltpolitik: Als Elten niederländisch wurde.] In: &amp;#039;&amp;#039;arte.tv&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 6. Mai 2021 (nicht mehr online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Amt Elten]]&amp;#039;&amp;#039; umfasste bis 1969 neben der Gemeinde Elten die Gemeinden [[Borghees]], [[Hüthum]] und [[Klein-Netterden]]. Nach der Auflösung des Amtes war die Gemeinde Elten noch bis 1974 selbstständig. Am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1975 wurde sie nach Emmerich eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=297}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2019-07-01 Haltepunkt Emmerich-Elten Bahnsteiggleis 2.jpg|mini|Seit 2019 befindet sich in Elten wieder eine Bahnstation.]]&lt;br /&gt;
Elten verfügt über ein Schulzentrum mit einer Kleinschwimmhalle, einen Sportplatz, Tennisplätze, zwei Kindergärten, das Kolpinghaus/Kulturzentrum, zwei Altenheime (davon ein großes Altenheim mit Altenpflegestätte), vier Ärzte, eine Apotheke, eine Bankfiliale sowie eine Sparkassenfiliale, drei Hotels, mehrere Gaststätten, drei SB-Märkte und einige Einzelhandelsgeschäfte; darüber hinaus findet freitags ein [[Wochenmarkt]] auf dem Eltener Marktplatz statt. Dies hängt einerseits mit der Grenzlage zu den Niederlanden zusammen, hat andererseits ebenso mit der Geschichte, dem Wald, dem Autobahnanschluss und mit der Tatsache zu tun, dass Elten seit 1979 ein staatlich anerkannter Erholungsort mit einigen Freizeiteinrichtungen auf dem Eltener Berg ist. 2025 erhielt der Ort den Status eines [[Luftkurort]]s, den es bereits früher einmal besaß.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.brd.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Emmerich-Elten-ist-wieder-Luftkurort Emmerich-Elten ist wieder Luftkurort] auf www.brd.nrw.de; 31. März 2025; abgerufen am 20. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Eltener Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Elten COA.svg|mini|150px|Wappen der ehemaligen Gemeinde Elten]]&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: In Rot mit silberner (weißer) [[Schildrand|Bordüre]] über einem goldenen (gelben) [[Dreiberg]] auf einem durch eine Wellenlinie getrennten blauen [[Schildfuß]] ein silberner (weißer) [[Doppeladler|Doppelkopfadler]], der in der Rechten ein blaues Schwert mit goldenem (gelben) Griff und in der Linken ein goldenes (gelbes) Lilienzepter hält. Die Gemeinde Elten führte eine seltene Schildform mit beiderseitigen Einschnitten, deren Ecken an je vier Stellen im [[Schildhaupt]] und Schildfuß eingerollt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutung: Der Reichsadler steht für das [[Reichsstift Elten]], das seit dem 10. Jahrhundert bis 1834 auf dem Eltenberg stand. Schwert und Zepter stehen für die eigene Gerichtsbarkeit des Stiftes. Das Rot und die silberne Bordüre sind abgeleitet vom [[Zingulum]] (Gürtel), das die Nonnen trugen. Der Dreiberg steht für den Eltenberg und der blaue Schildfuß für „[[Wild (Oude Rijn)|Die Wild]]“, einem früheren Rheinarm.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ngw.nl/int/dld/e/elten.htm Wappenbeschreibung &amp;#039;&amp;#039;Heraldry in the World&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Elterberg.jpg|mini|Ausblicke in das Rheintal]]&lt;br /&gt;
In Elten gibt es 33 denkmalgeschützte Objekte, davon sind 29 beschildert. Auf dem Marktplatz befindet sich eine Informationstafel mit Ortsplan und der Bezeichnung eines Denkmalweges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Emmerich am Rhein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemaliges Reichsstift und Kirche St. Vitus in Hochelten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St vitus hochelten2.JPG|mini|hochkant|links|Turm der St.-Vitus-Kirche]]&lt;br /&gt;
Die romanische Kirche ist Mittelpunkt der katholischen Kirchengemeinde Hochelten. 1967 wurde die 1000-Jahr-Feier der Kirche begangen, nachdem sie nach den Kriegszerstörungen in deutsch-niederländischer Zusammenarbeit wiederhergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt sich eine vorne links in der Kirche stehende steinerne Darstellung des Heiligen [[Machutus]] mit einem behinderten Kind zu einer Pilgerstätte für Behinderte. Die Skulptur wurde nach Recherchen eines Jesuiten&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel in der Kirche St.&amp;amp;nbsp;Vitus in Hoch-Elten&amp;lt;/ref&amp;gt; von einem unbekannten Steinmetz aus einer Marienstatue mit Jesuskind umgeformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Drususbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, ein [[mittelalter]]licher Brunnen, liegt gegenüber dem Freiheitskreuz auf dem Eltenberg. Er ist benannt nach den römischen Feldherrn [[Drusus]]. Der Brunnen wurde zur Wasserversorgung des Damenstifts angelegt und diente noch bis 1931 (Eröffnung der Wasserleitung am 1.&amp;amp;nbsp;August 1931) zur Wasserversorgung der Hocheltener Bevölkerung. Der Brunnen ist 57&amp;amp;nbsp;Meter tief, sein Wasserspiegel liegt 21½&amp;amp;nbsp;Meter über dem Meeresspiegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hochelten steht das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Freiheitskreuz&amp;#039;&amp;#039;. Es wurde zum hundertjährigen Bestehen des Verschönerungsvereines Elten 1897 e.&amp;amp;nbsp;V. zum dritten Mal wieder aufgerichtet. Das erste Freiheitskreuz stand im Kreuzgang des reichsunmittelbaren Stifts. Wer das Kreuz berührte, unterstellte sich der Gerichtsbarkeit der Fürstäbtissin, die damals milder war als die weltlichen Gerichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Stiftskirche (Elten)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St.-Martinus-Kirche in Niederelten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St martin nieder elten.JPG|mini|hochkant|St.-Martinus-Kirche in Niederelten]]&lt;br /&gt;
1313 wurde zum ersten Mal urkundlich erwähnt, dass Niederelten eine selbstständige Pfarrkirche, die St.-Martinus-Kirche, hatte. 1450 trat an die Stelle des [[Romanik|romanischen]] Kirchenbaues ein Neubau im [[Gotik|spätgotischen]] Stil. Warum dieser Neubau erfolgte, ist nicht überliefert. Seit dieser Zeit bis heute tun zwei Glocken immer noch ihren Dienst: Die erste stammt aus dem Jahr 1473. Sie ist der Gottesmutter Maria geweiht. Glockengießer war der namhafte [[Gerhard van Wou]]. Der Schlagton ist e′, der Durchmesser beträgt 133&amp;amp;nbsp;cm und die Masse 1600&amp;amp;nbsp;kg. Die zweite dieser Glocken stammt aus dem Jahr 1512 und ist der heiligen Anna und dem heiligen Vitus geweiht. Sie hat den Schlagton cis′, ihr Durchmesser beträgt 149&amp;amp;nbsp;cm, und sie hat eine Masse von 2000&amp;amp;nbsp;kg. 1865 wurde die [[Sakristei]] an die Kirche angebaut und Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts der Turm mit der Hausteingalerie mit Eck[[fiale]]n und einer achtseitigen Schieferpyramide versehen. Seit 1450 prägt diese Kirche das Ortsbild von Elten. In Niederelten ist die &amp;#039;&amp;#039;St.-Martinus-Kirche&amp;#039;&amp;#039; das Zentrum der katholischen Kirchengemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.emmerich.de/de/inhalt/kirchen-in-elten/ Kirchen in Elten]&amp;#039;&amp;#039; auf emmerich.de, abgerufen am 23. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.kirchbau.de/300_datenblatt.php?id=10488&amp;amp;name=keiner St. Martinus]&amp;#039;&amp;#039; auf kirchbau.de, abgerufen am 23. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Elten, die Gerritzens Mühle Dm24 foto15 2015-08-20 12.45.jpg|mini|links|Gerritzens Mühle in Elten]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gerritzens Mühle&amp;#039;&amp;#039; ist eine 1846 erbaute und in den 1990er Jahren restaurierte Windmühle in Niederelten. Sie ist sporadisch in Betrieb und kann besichtigt werden; Betreiber ist der Mühlen- und Verkehrsverein Gerritzens Mühle e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Emmerich Hochelten - Stuhl der Fürstäbtissin 05 PM15.jpg|mini|Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Steintor&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Steintor&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Stuhl der Fürstäbtissin&amp;#039;&amp;#039; sind zwei Granitskulpturen, die vom Steinbildhauer [[Christoph Wilmsen-Wigmann]] aus [[Kalkar]] im Rahmen des Kunstprojekts &amp;#039;&amp;#039;Skulpturenachse Hochelten – Kleve&amp;#039;&amp;#039; geschaffen wurden. Der Stuhl der Fürstäbtissin wurde nach einem Entwurf von [[Franz Joseph van der Grinten]] gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Sport ==&lt;br /&gt;
Elten hält viele Freizeiteinrichtungen bereit, so z.&amp;amp;nbsp;B. eine Kleinschwimmhalle, einen Modellflugplatz, Nordic-Walking-Strecken, einen [[Barfußpfad]], sowie Anlagen für den Reitsport, einen Sportplatz und Tennisanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Bours]] (1913–1988), römisch-katholischer Theologe und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Hermann-Josef Gerritschen]] (* 1956), Sänger und Gitarrist bei &amp;#039;&amp;#039;[[6-Zylinder (A-cappella-Gruppe)|6-Zylinder]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Robin Gosens]] (* 1994), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jacob Schneider (Pädagoge)|Jacob Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Eltenberg und Montferland bei Emmerich. Ein Beitrag zur Geschichte des römischen Befestigungswesens auf der rechten Rheinseite. Mit zwei nach der natur gezeichneten Ansichten und zwei topographischen Plänen.&amp;#039;&amp;#039; Emmerich 1845.&lt;br /&gt;
* [[Günther Binding]], Walter Janssen, Friedrich Karl Jungklaass: &amp;#039;&amp;#039;Burg und Stift Elten am Niederrhein. Archäologische Untersuchungen der Jahre 1964/65&amp;#039;&amp;#039;. Rheinische Ausgrabungen, Band&amp;amp;nbsp;8. Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1970.&lt;br /&gt;
* Walter Axmacher, Gerdi Köster: &amp;#039;&amp;#039;Elten, die letzten 100 Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Emmericher Geschichtsverein, Emmerich 1997, ISBN 3-923692-20-X.&lt;br /&gt;
* Tim Terhorst: &amp;#039;&amp;#039;Als wir bei Holland kamen … Elten unter niederländischer Auftragsverwaltung 1949–1963.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend e.&amp;amp;nbsp;V., Geldern 2008, ISBN 978-3-921760-44-4.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Woelk: &amp;#039;&amp;#039;Die niederländischen Grenzkorrekturen 1949–1963 in der Politik des Landes NRW und ihre Wirkung auf die Bevölkerung der Auftragsverwaltungsgebiete&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte im Westen&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 9 (1994), Heft 1, S. 32–51 ([http://www.brauweiler-kreis.de/wp-content/uploads/GiW/GiW1994_1/GiW_1994_1_WOELK_GRENZKORREKTUREN.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fiktionale Literatur ===&lt;br /&gt;
Einen Teil der Abteigeschichte hat [[Jan van Aken (Schriftsteller)|Jan van Aken]] in dem [https://www.goodreads.com/book/show/3998705-das-gest-ndnis-des-m-nchs Roman] &amp;#039;&amp;#039;Das Geständnis des Mönchs&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet; ISBN 3-426-63226-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Elten|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.emmerich.de/ Website der Stadt Emmerich am Rhein]&lt;br /&gt;
* [https://www.arte.tv/de/videos/097506-000-A/spielball-der-weltpolitik/ &amp;#039;&amp;#039;Spielball der Weltpolitik - Als Elten niederländisch wurde&amp;#039;&amp;#039;, Filmdokumentation des WDR Fernsehens] von 2020&lt;br /&gt;
* [http://geschiedenis.vpro.nl/programmas/2899536/afleveringen/3606801/ sog. Grenzkorrekturen 1947–1963, darunter Elten] (nl){{Toter Link|date=2024-03-07|url=http://geschiedenis.vpro.nl/programmas/2899536/afleveringen/3606801/}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/politik/vertiefung/beziehungen/mustergarten.html Elten – 14 Jahre niederländisch] Niederlande-Wissen, Universität Münster{{Toter Link|date=2024-03-07|url=http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/politik/vertiefung/beziehungen/mustergarten.html}}&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |datum=2024-03-07 |url=http://www.flickr.com/photos/joost-ijmuiden/3990977062/ |text=Fotos von Kriegseinwirkungen (Zweiter Weltkrieg)}}&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |datum=2024-03-07 |url=http://www.erholungsort-elten.de/ |text=Erholungsort Elten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Emmerich am Rhein}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1024542483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Kleve]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Emmerich am Rhein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Kleve)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden]]&lt;/div&gt;</summary>
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