<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elsa_Thiemann</id>
	<title>Elsa Thiemann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elsa_Thiemann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elsa_Thiemann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T05:55:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elsa_Thiemann&amp;diff=1179587&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rosenfalter: /* Fotojournalistische und Freiberufliche Arbeiten */ Formatierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elsa_Thiemann&amp;diff=1179587&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-29T18:59:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fotojournalistische und Freiberufliche Arbeiten: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porträt Elsa Thiemann um 1929-30.jpg|mini|Elsa Thiemann, um 1929–30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Elsa Thiemann &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Februar]] [[1910]] in [[Toruń|Thorn-Mocker]], [[Westpreußen]]; † [[15. November]] [[1981]] in [[Bad Oldesloe]]) war eine deutsche [[Fotograf]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Elsa Thiemann wurde als sechstes Kind des Ehepaares Wilhelm und Helene Franke geboren. Der Vater, ein Immobilienkaufmann, ermöglichte seiner Frau und seinen Kindern, sechs Mädchen und einem Jungen, eine bürgerlich wohlhabende Existenz. 1921 zog die Familie nach [[Berlin-Neukölln]] um. Trotz der Veränderungen, die der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ökonomisch, politisch und sozial mit sich brachte, konnte der Vater, nunmehr Besitzer zweier Mietshäuser in Berlin-Neukölln, den Lebensstandard der Familie sichern. Elsa Franke besuchte von 1922 bis 1926 das Städtische [[Mädchengymnasium|Lyzeum]] II Neukölln. Ihre dortige Zeichenlehrerin, die [[Maler]]in [[Margarete Kubicka]] (1891–1984), erkannte die zeichnerische Begabung Elsas. Margarete Kubicka und ihr Mann, der [[expressionistisch]]e Maler [[Stanislaw Kubicki]], unterhielten enge Beziehungen zu den Berliner [[Dada]]isten. Zwischen dieser künstlerischen Welt ihrer Zeichenlehrerin und der eigenen behüteten Existenz als wohlhabenden Bürgerstochter bestanden starke Kontraste. Stark beeinflusst durch Margarete Kubicka wusste Elsa Franke, dass sie praktisch künstlerisch arbeiten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützt durch ihre Familie besuchte sie nach Abschluss der Mittleren Reife in [[Berlin-Charlottenburg]] zuerst die [[Kunstgewerbe- und Handwerkerschule (Berlin)|Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin]] und darauf folgend die [[Vereinigte Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst|Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst]] (VS), eine Vorgängereinrichtung der [[Universität der Künste Berlin|Universität der Künste]] (UdK). Zwischen 1929 und 1931 studierte sie am [[Bauhaus]] [[Dessau]]. Ihr Lehrer im [[Grundkurs]] war [[Josef Albers]], in [[Typografie]] und [[Werbegrafik]] [[Joost Schmidt]] und in der Fotografie [[Walter Peterhans]]. Daneben besuchte sie die Freien Malklassen bei [[Wassily Kandinsky]] und [[Paul Klee]]. 1930 lernte sie dort ihren späteren Mann, den Maler [[Hans Thiemann]] kennen. Nach Erhalt ihres Bauhaus-Diplomes mit der Nummer 59 am 14.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;1931 kehrte sie nach Berlin zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war dann als freie [[Fotojournalismus|Pressefotografin]] in Berlin tätig und wurde in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] 1934 Mitglied der [[Reichskulturkammer]]. 1944 wurde sie, um dem Kriegsdienst zu entgehen, Redaktionssekretärin in der Berliner Niederlassung des Hamburger Verlages [[Hoffmann und Campe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende arbeitete Elsa Thiemann wieder als freie Pressefotografin. Sie und Hans Thiemann heirateten 1947. Dem von ihnen mitbegründeten „[[Britzer Kreis]]“, einer Gruppe von Künstlern und Intellektuellen, gehörte unter anderem ihre ehemalige Zeichenlehrerin Margarete Kubicka an. Sie zogen 1960 nach [[Hamburg]] um, nachdem Hans Thiemann an der dortigen [[Hochschule für bildende Künste Hamburg|Hochschule für Bildende Künste]] (HFBK) eine Professur erhalten hatte. Nach ihrem Umzug war Elsa Thiemann nicht mehr als Berufsfotografin tätig. In den vier Jahren nach dem Tod ihres Mannes am 28. Juli 1977 pflegte sie sein künstlerisches und ihr fotografisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Elsa Thiemann Faschingsmasken oder 3 durchgeschnittene Zwiebeln 1930er Jahre.jpg|mini|Elsa Thiemann Faschingsmasken oder 3 durchgeschnittene Zwiebeln, 1930er Jahre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit am Bauhaus ===&lt;br /&gt;
Das Schaffen Elsa Thiemanns ist in starkem Maße durch ihre Studienzeit am Bauhaus Dessau und hier vor allem durch [[Walter Peterhans]] geprägt. Dieser richtete die Abteilung für Fotografie als Teil der [[Reklamewerkstatt]] ein. Als ein Vertreter der [[Neue Sachlichkeit (Fotografie)|Neuen Sachlichkeit]] legte er großen Wert auf die chemischen und physikalischen Grundlagen der Fotografie, vor allem aber auf [[Komposition (bildende Kunst)|Bildkomposition]] und die Auswahl des richtigen Objektes. Dies fand seinen Niederschlag in den so genannten Rätselbildern, mit deren Erstellung Elsa Thiemann in ihren Bauhausjahren begonnen hatte, die jedoch auch in den folgenden Jahren weiter verwirklicht wurden. Beginnend an den Aufgaben, die ihr Peterhans stellte, versuchte sie, trotz der zeitbedingten Mängel der Aufnahme- und Vergrößerungstechnik, Kriterien wie Materialgerechtigkeit durch [[Tonwert|tonwertrichtige]] Umsetzung von Form und Strukturen oder die geplante spätere Verwendung der Aufnahmen im Reklamebereich umzusetzen. An diesen Aufnahmen zeigt sich, wie Elsa Thiemann durch Walter Peterhans von der Neuen Sachlichkeit beeinflusst worden ist. Dafür stehen: Durch die Wahl des [[Einstellungsgröße|Bildausschnittes]] verliert der Gegenstand seine ursprüngliche Gestalt, er nimmt eine neue Form an, sowie das starke Betonen grafischer und struktureller Elemente. Die Tapetenentwürfe, die mit Hilfe von [[Fotogramm]]en während ihrer Jahre am Bauhaus zwischen 1930 und 1931 entstanden, waren im Gegensatz zu den [[Bauhaus-Tapeten]] deutlich gegenständlicher, ihre bevorzugten Motive waren Blüten, Früchte und Stängel, sie zeigen oft einen floralen und [[ornament]]alen Charakter, der an vormoderne [[Stilrichtung]]en, von [[Biedermeier]] bis hin zu [[Arts and Crafts]] oder [[Jugendstil]] erinnert. Gleichzeitig jedoch weist die Verwendung von Fotogrammen auf das Eingebundensein des Werkes von Elsa Thiemann in die damalige zeitgenössische Fotografie. Es ergeben sich dadurch auch Berührungspunkte zu Fotografen wie [[Man Ray]] oder [[Andreas Feininger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Elsa Thiemann Fensterputzer am Kottbusser Tor nach 1945.jpg|mini|Elsa Thiemann Fensterputzer am Kottbusser Tor, nach 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fotojournalistische und Freiberufliche Arbeiten ===&lt;br /&gt;
Als Elsa Thiemann zu Beginn der 1930er Jahre freiberuflich fotojournalistisch zu arbeiten begann, waren die [[Feuilleton]]seiten der Zeitungen ihr Betätigungsfeld. Sie konnte sich ihre Themen frei wählen und die Texte dazu selbst schreiben. In ihrer [[Dokumentarfotografie|dokumentarischen]] Arbeitsweise lässt sich ein poetisch mitfühlendes Moment feststellen. Wenn sie Personen abbildete, versuchte sie nicht diese „abzuschießen“, sie zu „entblößen“. Sie ließ ihnen ihre Würde. Dies, wie auch, dass Elsa Thiemann vor allem heute verloren gegangene Ansichten ihres Wohnortes Berlin abbildete, stellt ein verbindendes Moment zur Arbeit von [[Eugène Atget]] dar.&lt;br /&gt;
An einigen ihrer Arbeiten, wie „Fensterputzer am Kottbusser Tor“&amp;lt;ref&amp;gt;„Fensterputzer am Kottbusser Tor“, nach 1945, Berlinische Galerie, Kat.-Nr. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;, lassen sich Einflüsse der Russischen [[Konstruktivismus (Kunst)|Konstruktivisten]], wie [[Alexander Michailowitsch Rodtschenko|Alexander Rodtschenko]], feststellen. Sie setzte die Mittel der erhöhten oder Vogelperspektive, aber auch das gewollte Verkanten der Kamera ein. Nicht nur Personen, auch unbewegte Gegenstände wie Häuser scheinen in Bewegung zu sein. Das Studium am Bauhaus lehrte Elsa Thiemann das grafische Sehen in Strukturen. Beispielhaft dafür stehen ihre Mauerbilder, wie „Durch das zerstörte Vorderhaus bekam die Rückwand etwas Luft“.&amp;lt;ref&amp;gt;„Durch das zerstörte Vorderhaus bekam die Rückwand etwas Luft“ nach 1945, Berlinische Galerie, Kat.-Nr. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Aufnahme lässt [[Analogieschluss|Analogien]] zu den frühen in Berlin entstandenen Nachkriegsaufnahmen des Fotografen [[Arno Fischer (Fotograf)|Arno Fischer]] erkennen. Gerade eine Aufnahme wie „Pistolenschütze“&amp;lt;ref&amp;gt;„Pistolenschütze“, 1950er Jahre, bauhaus-archiv Berlin, Kat.-Nr. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt ihr Eingebundensein in die internationale Fotografie nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Vergleiche zum Werk von [[William Klein]], wie der Aufnahme „Pistole 2, in der Nähe der [[Bowery]]“&amp;lt;ref&amp;gt;„Pistole 2, in der Nähe der Bowery“, New York 1955, The George Eastman House Collection, 85:1058:0003.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstlerporträts ===&lt;br /&gt;
Ihre Künstlerporträts, die vor allem in den 1940er und 50er Jahren entstanden, lassen in der Art ihrer Entstehung, in der Verwendung fast ausschließlich von Tageslicht, in den Selbstporträts der Fotografin, die ihr Konterfei beobachtend ablichtet und nicht anweisend eingreift, Analogien aber auch Unterschiede zum Frühwerk von [[Gisèle Freund]] erkennen. Diese fotografierte in den Jahren um den Zweiten Weltkrieg vor allem Schriftsteller und bildende Künstler, die überwiegend mit ihr bekannt waren. Während jedoch Gisele Freund ihre Porträtaufnahmen ausschließlich in Farbe aufnahm und die zu porträtierende Person in den Mittelpunkt ihrer Aufnahme stellte und eine Vertrautheit zwischen Fotografin und abgelichtetem Objekt deutlich erkennbar war, beobachtete Elsa Thiemann ihrer Gegenüber aus der Distanz heraus. Sie zeigt die Künstler vor allem in der Umgebung ihrer Ateliers, oft genug rückt dabei sogar das Werkstück in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellung ==&lt;br /&gt;
2015: &amp;#039;&amp;#039;Feminizing Photography. Women behind the Camera&amp;#039;&amp;#039;. Galerie Kleinschmidt Fine Photographs, Wiesbaden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Landschaften zum Niederknien&amp;#039;&amp;#039; in [[FAZ]] vom 29. April 2015, Seite 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roswitha Fricke (Red.) &amp;#039;&amp;#039;bauhaus Fotografie&amp;#039;&amp;#039;, Düsseldorf 1982.&lt;br /&gt;
* Wulf Herzogenrath (Zusammengest.), Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart &amp;#039;&amp;#039;Bauhausfotografie&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1983.&lt;br /&gt;
* Annemarie Jaeggi und Margot Schmidt (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Elsa Thiemann: Fotografin&amp;#039;&amp;#039; Bauhaus und Berlin, Ausstellungskatalog, Berlin 2004.&lt;br /&gt;
* Jeaninne Fiedler (Red.), bauhaus-archiv Berlin &amp;#039;&amp;#039;Fotografie am Bauhaus&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1990.&lt;br /&gt;
* Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Frauenobjektiv – Fotografinnen: Fotografinnen 1940 bis 1950&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2001.&lt;br /&gt;
* Museum Folkwang (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Fotografieren hieß teilnehmen: Fotografinnen der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;, Essen 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128893613}}&lt;br /&gt;
* [https://bauhauskooperation.de/wissen/das-bauhaus/koepfe/biografien/biografie-detail/person-Thiemann-Elsa-1289 Elsa Thiemann] bei bauhauskooperation.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128893613|LCCN=nr/2004/13382|VIAF=18288148}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thiemann, Elsa}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schüler am Bauhaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thiemann, Elsa&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Fotografin, Fotojournalistin und Künstlerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Februar 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Toruń|Thorn-Mocker]], Westpreussen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. November 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Oldesloe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rosenfalter</name></author>
	</entry>
</feed>