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	<title>Elohist - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elohist&amp;diff=46440&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ettiwdreg am 4. Dezember 2025 um 17:53 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-04T17:53:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Israel 850 aC de.svg|alternativtext=|mini|[[Nordreich Israel]] und [[Juda (Reich)|Südreich Juda]] im 9. Jahrhundert v. Chr., nach biblischen Angaben. dabei stehen die redaktionellen Veränderungen der Texte im Zusammenhang mit den politischen Konstellationen. Der „[[Jahwist]]“ auf das [[Davidisch-salomonisches Großreich|vereinigte Königreich]] unter [[Salomo]], der „Elohist“ auf den Kampf zwischen der JHWH- und [[Baal (Gott)|Baals]]-[[Baal (Gott)#Baal in der Bibel|Verehrung]] im [[Nordreich Israel|Nordreich]], das [[Deuteronomium]] auf die [[Assyrisches Reich#Neuassyrisches Großreich (911 v. Chr. bis 605 v. Chr.)|assyrische Bedrohung]] Judas und [[Jerusalem]]s und die [[Priesterschrift (Bibel)|Priesterschrift]] auf das [[Babylonisches Exil|Babylonische Exil]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Melanie Köhlmoos]]: Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments. Text erschienen im „Loccumer Pelikan“ 2/2017 [https://www.rpi-loccum.de/material/pelikan/pel2-17/2-17_koehlmoos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elohist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der [[Historisch-kritische Methode (Theologie)|historisch-kritischen]] [[Biblische Exegese|Bibelwissenschaft]] den hypothetischen Autor einer der Quellenschriften, die in den fünf Büchern Mose, dem so genannten Pentateuch, {{heS|תּוֹרָה}} &amp;#039;&amp;#039;[[Tora]]&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet worden sein sollen. Weitere angenommene Quellenschriften des Pentateuchs sind das Werk des sogenannten [[Jahwist]]en und die [[Priesterschrift (Bibel)|Priesterschrift]]. Die Theorie vom Elohisten entstand mit der historisch-kritischen Erforschung der Bibel im 18. Jahrhundert, verlor aber seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr an Zustimmung und wird in der aktuellen alttestamentlichen Forschung nur noch selten vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Johann Gottfried Eichhorn]], der sich eingehend [[Literarkritik|literarkritisch]] mit der Entstehung der [[Tora]] befasste, unterschied bei deren Quellen zwischen einer „Urkunde mit dem Namen Elohim“ und einer „Urkunde mit dem Namen Jehova“.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Gottfried Eichhorn: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung ins Alte Testament&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. Weidmanns Erben und Reich, Leipzig 1781, S. 297–383.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Fortführung der Forschung von Johann Gottfried Eichhorn stellte [[Carl Peter Wilhelm Gramberg|Carl Peter Gramberg]] in seinem 1828 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Libri Geneseos secundum fontes rite dignoscendos adumbratio nova&amp;#039;&amp;#039; (Latein: „Neuer Umriss des Buches Genesis gemäß den in rechter Weise unterschiedenen Quellen“) diejenigen Texteabschnitte im Buch [[Genesis (Bibel)|Genesis]] zusammen, die er einem nun von ihm ausdrücklich „Elohist“ (in seinem auf Latein verfassten Werk: „Elohista“) genannten Verfasser biblischer Texte zuschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Peter Gramberg: &amp;#039;&amp;#039;Libri Geneseos secundum fontes rite dignoscendos adumbratio nova&amp;#039;&amp;#039;. Johann August Gottlieb Weigel, Leipzig 1828, S. 10–12: &amp;#039;&amp;#039;Criteria Elohistae&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Julius Wellhausen]], der Begründer der [[Neuere Urkundenhypothese|Neueren Urkundenhypothese]], nahm die Bezeichnung „Elohist“ in seinen „Prolegomena zur Geschichte Israels“ (1886) auf. Die anderen von ihm angenommenen Quellenschriften (&amp;#039;&amp;#039;Quellenschichten&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb des Pentateuch bezeichnete er als [[Jahwist]], [[Deuteronomisten|Deuteronomist]] und [[Priesterschrift (Bibel)|Priesterkodex/-schrift]]. Nach der Neueren Urkundenhypothese sind im Pentateuch nur noch Bruchstücke der ehedem selbständigen elohistischen Quellenschrift enthalten. Etwa in der Sintfluterzählung {{B|Gen|6–9}} sowie in {{B|Gen|15}}&amp;amp;nbsp;– {{B|Ex|9}}, also von der Landverheißung an [[Abraham]] bis zum Bundesschluss am [[Sinai (Berg)|Sinai]] und besonders stark in der Josephsgeschichte in {{B|Gen|37–50}}. Nach Wellhausen entstand die elohistische Quellenschrift um 800 v. Chr. im [[Nordreich Israel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Untersuchungen haben das Zutrauen in die von Wellhausen entwickelte These schwinden lassen. Der Großteil der aktuellen exegetischen Forschung rechnet nicht mehr mit einer elohistischen Quelle aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Offensichtliche Stichwortverbindungen werden nun eher als Zeugnis zusammenhängender, späterer Redaktionen betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Forscher, der nach wie vor von einer elohistischen Quelle ausgeht, ist der emeritierte Erlanger Alttestamentler [[Ludwig Schmidt (Theologe)|Ludwig Schmidt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Schmidt (Theologe)|Ludwig Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Literarische Studien zur Josephsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abraham Kuenen]] fundierte zusammen mit [[Julius Wellhausen]] und [[Karl Heinrich Graf]] die von [[Hermann Hupfeld]] entwickelte [[Neuere Urkundenhypothese]] zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte des [[Tora|Pentateuch]], wobei er auch die Spätdatierung Grafs belegte. [[Otto Procksch]] und Abraham Kuenen arbeiteten einige Ungereimtheiten und Widersprüche in den ‚Elohisten‘ heraus. Die Widersprüche oder Ungereimtheiten in dem Material führten sie darauf zurück, dass auch der elohistische Text auf zwei verschiedene [[Quellenangabe|Quellen]] zurückginge. Das führte zu einer veränderten Einteilung des Textes der Elohisten (E), in den ersten Elohisten (E&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;) und den zweiten Elohisten (E&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Die Quellenscheidung ist aber von ihrer Bezeichnung bzw. Kennzeichnung her nicht mit den Namensgebungen der älteren und neueren Urkundenhypothese zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologisches Profil und Stilmerkmale ==&lt;br /&gt;
Die zunächst in [[Mündliche Überlieferung|mündlichen Überlieferungen]] tradierten Erzählungen wurden vermutlich im 10. Jahrhundert v. Chr. zu einem ersten Geschichtswerk verschriftlicht, das von der [[Schöpfung]] bis zum [[Mose#Der Tod des Mose|Tod des Mose]] reicht ({{B|Gen|2}} bis {{B|Dtn|34}} „Jahwist“). Um das 8. Jahrhundert v. Chr. integrierten Redaktoren eine zweite Quellenschrift in die vorliegenden Texte. Die Ergänzungen waren vermutlich kürzer und sind nur noch in einzelnen Texten erkennbar, „Elohist“. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde der (mythischen) Geschichtserzählung aus Israels Vorzeit das 5. Buch Mose, das Deuteronomium („D“) angefügt und die vorhandenen Erzählstränge in Vorstellungswelt redigiert. Mit der Zeit des [[Babylonisches Exil]]s oder kurz danach setzte die [[Priesterschrift (Bibel)|Priesterschrift]] den Rahmen und das Gerüst des nunmehr mehr oder weniger abgeschlossenen Pentateuch ({{B|Gen|1}} bis {{B|Dtn|34}} „P“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elohistische Quellenschrift ist v. a. gekennzeichnet durch den Gebrauch der Gottesbezeichnung [[Elohim]] (= „Gott“). Sie verwendet diese Bezeichnung bis {{B|Ex|3|14}}, der Szene, in der Gott seinen Namen „[[JHWH]]“ an [[Mose]] offenbart; danach verwendet der Elohist den Gottesnamen „JHWH“.&lt;br /&gt;
Beliebtes Motiv des Elohisten ist die [[Gottesfurcht]] und das Auftreten des [[Engel]]s Elohims.&lt;br /&gt;
[[Datei:Modern document hypothesis.svg|mini|400px|Die [[Neuere Urkundenhypothese]] als Diagramm. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;J&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Jahwist]] (10.–9. Jahrhundert v. Chr.)[1][2] ]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Elohist (9. Jahrhundert v. Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;Pauline A. Viviano: &amp;#039;&amp;#039;Source Criticism.&amp;#039;&amp;#039; In [[Stephen R. Haynes]], [[Steven L. McKenzie]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;To Each Its Own Meaning: An Introduction to Biblical Criticisms and Their Application.&amp;#039;&amp;#039; Westminster John Knox,  Louisville, Kentucky, 1999, ISBN 978-0-664-25784-2, S.&amp;amp;nbsp;40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Russell Gmirkin]]: &amp;#039;&amp;#039;Berossus and Genesis, Manetho and Exodus.&amp;#039;&amp;#039; Bloomsbury, London 2006, ISBN 978-0-567-13439-4, S.&amp;amp;nbsp;4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dtr1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Früh (7. Jahrhundert v. Chr.) Deuteronomistische Geschichte;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dtr2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Spät (6. Jahrhundert v. Chr.) Deuteronomistische Geschichte;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;P*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Priester (6.–5. Jahrhundert v. Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;Pauline A. Viviano: &amp;#039;&amp;#039;Source Criticism.&amp;#039;&amp;#039; In Stephen R. Haynes, Steven L. McKenzie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;To Each Its Own Meaning: An Introduction to Biblical Criticisms and Their Application.&amp;#039;&amp;#039; Westminster John Knox,  Louisville, Kentucky, 1999, ISBN 978-0-664-25784-2, S.&amp;amp;nbsp;41.&amp;lt;/ref&amp;gt;[2]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D†&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Deuteronomisten]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Redaktor (Textwissenschaft)|Redaktor]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Deuteronomistische Geschichte ([[Buch Josua]], [[Buch der Richter]], [[Buch Samuel]], [[1. Buch der Könige]], [[2. Buch der Könige]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Julius Wellhausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena zur Geschichte Israels.&amp;#039;&amp;#039; 1886.&lt;br /&gt;
* [[Frank Zimmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Elohist als weisheitlich-prophetische Redaktionsschicht: Eine literarische und theologiegeschichtliche Untersuchung der sogenannten elohistischen Texte im Pentateuch.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-631-34200-4.&lt;br /&gt;
* [[Axel Graupner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Elohist: Gegenwart und Wirksamkeit des transzendenten Gottes in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2002, ISBN 3-7887-1916-8.&lt;br /&gt;
* {{TRE|9|520|524|Elohist|[[Horst Seebass]]}}&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Schmidt (Theologe)|Ludwig Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Literarische Studien zur Josephsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Beiheft 167). De Gruyter, Berlin 1986, ISBN 3-11-010480-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Elohist}}&lt;br /&gt;
* [https://www.joerg-sieger.de/einleit/spez/01penta/spez07.htm Jörg Sieger: &amp;#039;&amp;#039;Der Elohist&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Referenz=30711 |Autoren=[[Thomas Römer (Theologe)|Thomas Römer]] |Titel= Pentateuchforschung|Datum=2015-12 |Abruf=2025-12-04 |Abruf-verborgen=1}} &lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Referenz=22139 |Autor=[[Christoph Levin]] |Titel=Jahwist |Datum=2015-04 |Abruf=2025-12-04 |Abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4152036-1|LCCN=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alttestamentliche Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ettiwdreg</name></author>
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