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	<title>Ellinor von Puttkamer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Goesseln am 19. April 2026 um 22:22 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ellinor von Puttkamer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juli]] [[1910]] in [[Wierszyno|Versin]], [[Landkreis Rummelsburg i. Pom.|Kreis Rummelsburg i. Pom.]]; † [[13. November]] [[1999]] in [[Bonn]]; vollständiger Name &amp;#039;&amp;#039;Ellinor Helene Ottony Erna von Puttkamer&amp;#039;&amp;#039;) war eine deutsche [[Diplomat]]in und [[Historiker]]in. Sie war von 1969 bis 1973 als [[Botschafter]]in die Leiterin der deutschen Vertretung beim [[Europarat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ellinor von Puttkamer wurde als siebtes und jüngstes Kind des [[Pommersche Landschaft|Generallandschaftsrats]] und Gutsbesitzers Andreas von Puttkamer (1869–1934) und seiner Ehefrau Elsbeth [[Zitzewitz|von Zitzewitz]] (1874–1935), Tochter des Generalmajors z. D. [[Otto von Zitzewitz]] und der Alice Grunau, geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.einegrossefamilie.de/egf/abfrage.pl?aktion=person_zeigen&amp;amp;person_id=79934&amp;amp;sprache=de Stammbaum Ellinor von Puttkamer] auf www.einegrossefamilie.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie [[Puttkamer]] gehört zu den ältesten Adelsfamilien [[Pommern]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ellinor von Puttkamer studierte von 1930 bis 1936 an den Universitäten Köln, Marburg, Berlin sowie Innsbruck Geschichte. Mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Frankreich, Rußland und der polnische Thron 1733&amp;#039;&amp;#039; wurde sie 1936 in Berlin bei [[Hans Uebersberger]] und [[Walter Elze]] zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Ein prägender akademischer Lehrer war der Osteuropahistoriker [[Otto Hoetzsch]], der allerdings in der NS-Zeit ab 1935 nicht mehr lehren durfte. Von 1936 bis 1945 arbeitete von Puttkamer am [[Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht]] in Berlin. Nebenbei studierte sie von 1940 bis 1942 in Berlin [[Rechtswissenschaften]], konnte dieses Studium aber nicht abschließen. Ihr juristischer Sachverstand ermöglichte ihr dennoch ihre spätere Karriere als Diplomatin.&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Röwekamp: &amp;#039;&amp;#039;Juristinnen. Lexikon zu Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2005, S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie jeweils für kurze Zeit als Lehrkraft an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] und als Fakultätsassistentin an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität Mainz]]. Dank des Einsatzes von [[Carl Friedrich Ophüls|Carl Ophüls]] wurde sie im März 1949 als Beamtin in die Verwaltung des [[Bizone|Vereinigten Wirtschaftsgebiets]] berufen. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wechselte sie ins [[Bundesministerium der Justiz|Bundesjustizministerium]], wo sie ab Dezember 1951 Oberregierungsrätin im Referat für Besatzungs- und Völkerrecht war.&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Röwekamp: &amp;#039;&amp;#039;Juristinnen. Lexikon zu Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2005, S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 trat sie in den [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] ein. Von 1956 bis 1960 war sie als politische Referentin des [[Liste der Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York|Beobachters der Bundesrepublik Deutschland]] (die damals noch kein UN-Mitglied war) bei den Vereinten Nationen in New York stationiert. Anschließend übernahm sie für neun Jahre die Leitung des Referats „Vereinte Nationen, Internationale weltweite Organisationen“ im Bonner Auswärtigen Amt, ab 1961 trug sie die Amtsbezeichnung [[Legationsrat|Vortragende Legationsrätin I. Klasse]]. Während der Amtszeit [[Willy Brandt]]s als Außenminister wurde sie im Januar 1969 zur Botschafterin und Leiterin der bundesrepublikanischen Vertretung beim [[Europarat]] in [[Straßburg]] ernannt, diesen Posten behielt sie bis zur Versetzung in den einstweiligen Ruhestand im August 1973. Im Jahr darauf wurde sie pensioniert. Von Puttkamer war die erste Botschafterin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (die DDR hatte schon 1950 [[Änne Kundermann]] zur Botschafterin in Bulgarien ernannt).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://archiv.diplo.de/arc-de/das-politische-archiv/das-besondere-dokument/erste-botschafterinnen/2201984 Änne Kundermann und Ellinor von Puttkamer: Deutschlands erste Botschafterinnen.]&amp;#039;&amp;#039;, Politisches Archiv des Auswärtigen Amts.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit war Ellinor von Puttkamer weiterhin als Historikerin tätig. 1951 [[Habilitation|habilitierte]] sie sich an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] mit ihrer bereits 1944 erschienenen Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die polnische Nationaldemokratie&amp;#039;&amp;#039; und erhielt die [[Lehrberechtigung|Venia Legendi]] für Vergleichende Verfassungsgeschichte und Osteuropäische Geschichte. 1963 wurde sie in Bonn zur außerplanmäßigen Professorin für Osteuropäische Geschichte, speziell Rechts- und Verfassungsgeschichte, ernannt. Sie schrieb unter anderem Werke zur [[Geschichte Pommerns]]. Von 1976 bis 1987 gehörte sie zur Schriftleitung der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]]&amp;#039;&amp;#039;, wo sie zahlreiche Buchbesprechungen veröffentlichte, insbesondere – begünstigt durch ihre guten polnischen Sprachkenntnisse – über polnischsprachige Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurde sie mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Bundesverdienstkreuz]] ausgezeichnet. Die [[Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst]] wählte von Puttkamer zum Ehrenmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ellinor von Puttkamer wurde im Jahre 2020 im Gebäude des Auswärtigen Amts in Berlin ein Saal als „Ellinor-von-Puttkamer-Saal“ benannt. Das Auswärtige Amt würdigt damit nach eigenen Worten „eine Wegbereiterin für eine gleichberechtigte Außenpolitik, in der Diplomatie keine ‚Männersache‘ ist“.&amp;lt;REF&amp;gt;[https://www.auswaertiges-amt.de/de/aamt/auswdienst/ellinor-von-puttkamer-saal/2400356 Vorreiterin in der deutschen Diplomatie] bei www.auswaertiges-amt.de.&amp;lt;/REF&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
=== Monographien ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frankreich, Rußland und der polnische Thron 1733. Ein Beitrag zur Geschichte der französischen Ostpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Ost-Europa-Verlag, Königsberg, Berlin 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die polnische Nationaldemokratie.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe des [[Institut für Deutsche Ostarbeit|Instituts für Deutsche Ostarbeit]] Krakau, Sektion Geschichte, Band 4. Burgverlag, Krakau 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Föderative Elemente im deutschen Staatsrecht seit 1648&amp;#039;&amp;#039;. Musterschmidt, Göttingen, Berlin, Frankfurt am Main 1955&lt;br /&gt;
* mit [[Heinz Dröge]] und [[Fritz Münch (Rechtswissenschaftler)|Fritz Münch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesrepublik Deutschland und die Vereinten Nationen.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Verlag, München 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Geschlechts von Puttkamer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Familienarchiv]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 83–85). Degener, Neustadt an der Aisch 1984, ISBN 3-7686-5064-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Curzon-Linie als Ostgrenze Polens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wandlung (Monatszeitschrift)|Die Wandlung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 2. Heft (15. April 1947). Verlag Lambert Schneider, Heidelberg, S. 175–183.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lande Lauenburg und Bütow – internationales Grenzgebiet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Band 62, 1976, {{ISSN|0067-3099}}, S. 7–22.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Swenzonen und das Land Schlawe&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Manfred Vollack]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Schlawe – Ein pommersches Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. 2. Auflage. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1997, ISBN 3-88042-239-7, S. 545–550.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bauernbefreiung im östlichen Hinterpommern&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Manfred Vollack]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Schlawe – Ein pommersches Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. 2. Auflage. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1997, ISBN 3-88042-239-7, S. 603–608.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heike Anke Berger: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Historikerinnen 1920–1970: Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main 2007, S. 246–258 ([https://books.google.de/books?id=Nr7eVjddi7AC&amp;amp;pg=PA246&amp;amp;hl=de online]).&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Biewer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ellinor von Puttkamer zum 80. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Band 76, 1990, {{ISSN|0067-3099}}, S. 156–157.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Biewer]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Ellinor von Puttkamer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Band 86, 2000, {{ISSN|0067-3099}}, S. 145–147.&lt;br /&gt;
* Ellinor von Puttkamer (Bearbeiterin): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Geschlechts v. Puttkamer&amp;#039;&amp;#039; (= [[Deutsches Familienarchiv]], Band 83–85). 2. Auflage. Degener &amp;amp; Co, Neustadt an der Aisch 1984, ISBN 3-7686-5064-2, S. 367.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Puttkamer, Ellinor von&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Annette Vogt]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlerinnen in Kaiser-Wilhelm-Instituten : A - Z&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Archiv der Max-Planck-Ges., 2008, ISBN 3-927579-12-2, S. 148f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12180271X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/z/z1961z/kap1_4/para2_93.html Kurzbiographie] beim Bundesarchiv&lt;br /&gt;
* [https://kulturstiftung.org/personen/puttkamer-ellinor-von Ellinor von Puttkamer] bei der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen&lt;br /&gt;
* [https://www.puttkamer.org/index.php/startseite/persoenlichkeiten/99-ellinor-helene-ottony-erna-v-puttkamer-xix-1163-3 Ellinor von Puttkamer] auf der Seite des Verbandes des Geschlechts von Puttkamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12180271X|LCCN=n/89/600133|VIAF=30402437}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Puttkamer, Ellinor von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Puttkamer|Ellinor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständiger Vertreter Deutschlands beim Europarat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osteuropahistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberregierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Puttkamer, Ellinor von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Puttkamer, Ellinor Helene Ottony Erna von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Diplomatin und Historikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juli 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wierszyno|Versin]], [[Landkreis Rummelsburg i. Pom.|Kreis Rummelsburg i. Pom.]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. November 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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