<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elli_Voigt</id>
	<title>Elli Voigt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elli_Voigt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elli_Voigt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T01:10:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elli_Voigt&amp;diff=1689434&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 11. Februar 2025 um 13:18 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elli_Voigt&amp;diff=1689434&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-11T13:18:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Elli Voigt.jpg|mini|Elli Voigt, 1940]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elli Lotte Voigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Garius&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Februar]] [[1912]] in [[Berlin]]; † [[8. Dezember]] [[1944]] in [[Berlin-Plötzensee]]), war eine deutsche [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Elli Garius war die Tochter des Lederarbeiters Alexander Garius und seiner Frau [[Elvine Garius|Elvine]]. Sie wuchs in einem Berliner Arbeiterhaushalt zusammen mit zwei Geschwistern auf. Nach dem Abschluss der Volksschule wurde sie zunächst Hausangestellte und später Fabrikarbeiterin. Als ihre Eltern nach [[Schönow (Bernau bei Berlin)|Schönow]] zogen, wurde sie dort im [[Arbeiter]]sportverein „[[Fichte Berlin|Fichte]]“ aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1930 heiratete sie Max Giese. 1931 wurde ihre Tochter Charlotte geboren. 1934 ließ sie sich von Max Giese scheiden. 1935 lernte sie den KPD-Funktionär Fritz Voigt kennen, zu dem sie auch den Kontakt beibehielt, als er wegen seiner Widerstandsarbeit zu einer [[Zuchthaus]]strafe verurteilt wurde und anschließend im [[KZ Sachsenhausen]] inhaftiert war. 1940 wurde er entlassen und er begann zusammen mit Elli Giese damit, die Widerstandsgruppen in Schönow zu reaktivieren. 1941 heirateten sie einander. Als Fritz Voigt im Juni 1943 ins [[Strafbataillon]] zwangsrekrutiert wurde, übernahm Elli Voigt seine Funktionen in der kommunistischen Widerstandsbewegung. 1943 wurde auch ihre Tochter Monika geboren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Karteikarte.jpg|mini|Karteikarte zu Elli Voigt des Strafgefängnisses Plötzensee in Berlin]]&lt;br /&gt;
Elli Voigt arbeitete im Kabelwerk Schönow und stellte hier auch den Kontakt her zu den in dieser Fabrik beschäftigten ausländischen Zwangsarbeitern. Ab Herbst 1943 knüpfte sie Verbindungen zu Widerstandsgruppen in Bernau und Zepernick sowie zur Leitung der [[Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]. Sie verbreitete Flugblätter, unterstützte Zwangsarbeiter und versuchte, diese in die Widerstandsarbeit einzubeziehen. Hierbei wurde sie von ihrer Mutter Elvine Garius tatkräftig unterstützt. Außerdem  beteiligte sie sich an Sammlungen von Geld und Lebensmittelmarken und besorgte Papiere für illegal Lebende. [[Gertrud Temlitz]] stellte ihr Haus in Schönow zur Verfügung, um die Herstellung von Flugblättern zu ermöglichen. Durch ihre regelmäßigen Kontakte zu [[Anton Saefkow]] geriet sie Anfang Juni 1944 in das Fahndungsvisier der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]. Am 13. Juli 1944 wurde sie verhaftet und zum Verhör durch eine Sonderkommission in das Untersuchungsgefängnis nach Potsdam gebracht. Der [[Oberreichsanwalt]] beim [[Volksgerichtshof]] klagte sie am 13. September 1944 in der Strafsache Gustav Wegener (8 J 188/44g) an. Die Anklage wurde am 6.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944 in einer Nachtragsschrift geändert und umfasste die Tatbestände der Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung und Wehrkraftzersetzung. Nach der Verurteilung wurde sie bis zur Vollstreckung des Todesurteils nach Berlin in das [[Frauengefängnis Barnimstraße]] gebracht. Die Hinrichtung erfolgte am 8. Dezember 1944 im Strafgefängnis Plötzensee in Berlin durch den [[Scharfrichter]] [[Wilhelm Röttger]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/voigt-elli |titel=Elli Voigt |werk=Gedenkstätte Plötzensee |abruf=2023-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernau bei Berlin OT Schönow Ehrenmal für Antifaschisten.JPG|mini|Gedenkstein für ermordete Gegner des NS-Regimes in Schönow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In [[Möckern (Leipzig)|Leipzig-Möckern]] wurde 1950 die &amp;#039;&amp;#039;Elli-Voigt-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihr benannt; seit 1973 gibt es im [[Berlin-Lichtenberg]]er Ortsteil [[Berlin-Fennpfuhl|Fennpfuhl]] ebenfalls eine &amp;#039;&amp;#039;Elli-Voigt-Straße&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* In [[Zinnowitz]] erhielt ein Kinderheim den Namen &amp;#039;&amp;#039;Elli Voigt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* In [[Berlin-Marzahn]] gab es die [[Erweiterte Oberschule|EOS]] &amp;#039;&amp;#039;Elli Voigt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Luigi Nono]] vertonte 1956 in seinem Chorwerk [[Il canto sospeso]] den Abschiedsbrief.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.incontri-europei.de/projekt/nono/briefe.html#elli |wayback=20120905145321 |text=Brief Elli Voigt in Luigi Nono Il Canto Sospeso |archiv-bot=2022-10-27 23:30:24 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Claudio Abbado]] entwickelte daraus in Kooperation mit der [[Fondazione L’Unione Europea Berlin]] das [[Nonoprojekt]] für den Unterricht an Schulen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Monumento alla Resistenza Opera di Gianni Colombo Giardini a Lago Como.jpg|thumb|Gedenktafel in Como]]&lt;br /&gt;
* In Schönow erinnert ein Gedenkstein für ermordete Gegner des NS-Regimes auch an Elli Voigt. Weiterhin wurde dort eine Straße nach Elli Voigt benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moz.de/landkreise/barnim/bernau/artikel3/dg/0/1/1705945/ &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung als Zukunftsaufgabe &amp;#039;&amp;#039;], MOZ.de, 28. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am Kabelwerk Schönow war bis 1990 eine Gedenktafel für durch das NS-Regime ermordete Arbeiter des Werkes angebracht.&lt;br /&gt;
* Zitat aus ihrem Abschiedsbrief mit Tafel ihrer Lebensdaten auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Monumento alla Resistenza europea]]&amp;#039;&amp;#039; in Como: &amp;#039;&amp;#039;In der Hoffnung auf das Leben gehe ich in den Tod. Ich gehe im Glauben an ein besseres Leben für euch alle.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Annette Neumann, Susanne Reveles, Bärbel Schindler-Saefkow: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Arbeiterwiderstand 1942–1945. „Weg mit Hitler – Schluß mit dem Krieg!“ Die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation.&amp;#039;&amp;#039; Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen e.&amp;amp;nbsp;V.: Berlin 2009; Seite 46f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Anklageschrift vom 13. September 1944, Der Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof, Az.: 8 J 188/44 g&lt;br /&gt;
* Nachtragsschrift zur Anklage vom 6. Oktober 1944, Der Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof, Az.: 8 J 188/44 g&lt;br /&gt;
* Urteilsverkündung vom 21. Oktober 1944, Az.: 1 H 285/44&lt;br /&gt;
* Gefängniskarte des Strafgefängnisses Plötzensee in Berlin, Buch-Nr. 1864/44&lt;br /&gt;
* Protokolle über die Verkündung und Vollstreckung des Todesurteils vom 8. Dezember 1944&lt;br /&gt;
* [[Lettere di condannati a morte della Resistenza Europea]]&lt;br /&gt;
* [http://www.aquarius-multimedia.de/Briefe/deutschland.html Länderprofil Historie Deutschland 1923–1945]&lt;br /&gt;
* [http://www.vifamusik.de/search?q=151127&amp;amp;db=244&amp;amp;View=mus Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft Bayerische Staatsbibliothek | Nonoprojekt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Elli Voigt|Elli Voigt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=5273159035170601380007|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-11-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Voigt, Elli}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Voigt, Elli&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Voigt, Elli Lotte; Garius, Elli Lotte (Geburtsname); Giese, Elli Lotte&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>