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	<title>Eliza Marian Butler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:28:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eliza_Marian_Butler&amp;diff=2712052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt</title>
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		<updated>2024-05-05T19:01:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur weiteren Personen siehe [[Elizabeth Butler]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eliza Marian Butler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Dezember]] [[1885]] in [[Lancashire]]; † [[13. November]] [[1959]] ebenda), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E. M. Butler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elsie Butler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war eine britische [[Germanistik|Germanistin]]. 1936 erhielt sie den Henry Simon Chair of German Language and Literature an der Universität Manchester, ab 1946 bis zu ihrer Emeritierung 1951 hatte sie den [[John Henry Schröder]] Stiftungslehrstuhl an der [[University of Cambridge|Universität Cambridge]] inne. Ihre Werke umfassen unter anderem eine Trilogie über [[Ritualmagie]] und die [[Fauststoff|Faustlegende]] sowie Betrachtungen über den deutschen [[Philhellenismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sie wuchs in [[Lancashire]] in einer Familie irischer Herkunft auf und wurde von einer norwegischen Gouvernante in deutscher Sprache erzogen. Ihre wohlhabenden Eltern Theobald FitzWalter Butler, ein [[Montanindustrie]]ller, und Catherine Elizabeth Barraclough kamen aus Irland. Ihre Schulausbildung fand unter anderem an Privatschulen in [[Hannover]], [[Paris]] und [[Reifenstein (Niederorschel)|Reifenstein]] im Harz statt.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;germ&amp;quot;&amp;gt;[[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–G.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie graduierte 1911 am Newnham College, Cambridge University mit einem Bachelor of Arts (B.A.). Ein Bonnaufenthalt 1913/1914 weckte ihr Interesse an [[Friedrich Hebbel]], eine geplante Promotion bei [[Berthold Litzmann]] kam nie zustande, kriegsbedingt brach sie den Aufenthalt ab.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;germ&amp;quot;/&amp;gt; Zeitweise arbeitete sie als Lehrerin an Mädchenschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie diente während des Ersten Weltkriegs, nachdem sie in kurzer Zeit bei der [[Gräzistik|Graecistin]] [[Jane Ellen Harrison]] Russisch gelernt hatte, als eine von vier englischen Krankenschwestern und Supervisor und Übersetzerin im Sanitätsdienst in [[Russland]] und [[Nordmazedonien|Mazedonien]].&amp;lt;ref Name=&amp;quot;germ&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1920 und 1936 unterrichtete sie am Newnham College, dem Frauen vorbehaltenen College der [[Cambridge University]]. Nach Erscheinen ihres Buches &amp;#039;&amp;#039;The Tyranny of Greece over Germany&amp;#039;&amp;#039; übernahm sie in Manchester die Henry-Simon-Professur für Deutsch und Literatur (1936–1945). Von 1945 bis 1951 hatte sie die Schröder Professur of German in Cambridge inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut ihrer Autobiografie &amp;#039;&amp;#039;Paper boats&amp;#039;&amp;#039; stand die Lehrtätigkeit in Cambridge unter schwierigen Vorzeichen. Bis auf den [[Shakespeare]]-Spezialisten [[Dadie Rylands]] hatte sie hier offenbar wenig Freunde. Butler reiht sich nicht ganz in das sonst vielfach wiederholte Stereotyp vom &amp;#039;&amp;#039;Tod des deutschen Vetters&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Edgerly Firchow: &amp;#039;&amp;#039;The Death of the German Cousin: Variations on a Literary Stereotype, 1890–1920.&amp;#039;&amp;#039; Bucknell University Press, 1986, S. 198 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; ein. Dabei wurden vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] die Deutschen aus englischer Sicht wie etwas vertrottelte, in der Provinz lebende Cousins und danach als blutrünstige [[Hunnen]] beschrieben. Butler hingegen amüsierte sich seit Schultagen ebenso über die Sentimentalität und über lächerliche Aspekte bei den Deutschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Butler, in Paper Boats S. 16 und 20, zitiert bei Firchow: &amp;#039;&amp;#039;The Death of the German Cousin&amp;#039;&amp;#039;. 1986, S. 198 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie nahm in ihrer Biografie aber weniger die Inflationszeit vor 1923, sondern die danach beginnenden [[Goldene Zwanziger|Goldenen Zwanziger]] in Deutschland auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Privatleben stand seit 1926 im Zeichen der Lebensgemeinschaft mit der Indologin und [[Pali]]-Expertin [[Isaline Blew Horner]] (1896–1981), mit der sie zahlreiche Reisen nach Asien, unter anderem nach [[Ceylon]]&amp;lt;ref Name=&amp;quot;germ&amp;quot;/&amp;gt;, aber auch nach Deutschland und Griechenland (Lesbos) unternahm. &amp;#039;&amp;#039;Paper Boats&amp;#039;&amp;#039; wurde in ihrem Todesjahr veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Nachrufen wurde nicht zuletzt auf ihre irische Herkunft und ihre davon geprägte fröhliche und hochgeistige Persönlichkeit verwiesen, die in ihren schriftlich niedergelegten unkonventionellen Ansichten und Büchern nur unvollkommen wiedergegeben werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachruf in der Times, von Frank C. Roberts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== The Tyranny of Greece over Germany ==&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes Werk ist &amp;#039;&amp;#039;The Tyranny of Greece over Germany&amp;#039;&amp;#039; („Die Tyrannei Griechenlands über Deutschland“) aus dem Jahr 1935. Der deutsche Griechenenthusiasmus und dessen vielfältige, auch negative Auswirkungen wurden bereits von [[Friedrich Paulsen]] thematisiert, der sich erfolgreich für die Stärkung des neusprachlichen Gymnasiums einsetzte. Butler hat die Bedeutung des deutschen [[Philhellenismus]] als einer für den deutschen Genius schädlichen Obsession – auch Hitler war ein Philhellene – für den englischen Sprachraum beschrieben und verbreitet. Das Buch wurde naturgemäß in Deutschland vernichtend rezensiert; eine gekürzte Übersetzung kam erst 1949 zustande.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;germ&amp;quot;/&amp;gt; Nachdem Butler aus anderen Gründen Thomas Mann mit dessen Roman &amp;#039;&amp;#039;Doktor Faustus&amp;#039;&amp;#039; schneidend kritisiert hatte, wurde sie nach Kriegsende in Deutschland kaum rezipiert. Erst 1965 wurde sie mit einem flammenden Nachruf des schweizerischen Germanisten [[Walter Muschg]] gewürdigt; und noch viel später erkannte man die weitreichenden Konsequenzen ihres Ansatzes; nicht nur die Dichter, sondern vor allem die Bildungspolitiker standen im unverhältnismäßigen Bann des Griechentums, wie etwa [[Wilhelm von Humboldt]] und [[Werner Jaeger]]. [[Suzanne L. Marchand]] führte ihr Werk fort und nutzte die Thesen Butlers zu einer Kritik der [[Orientalismus]]theorie [[Edward Said]]s, der die speziell deutsche Sichtweise auf die arabische Welt und die zugehörige Forschung und Belletristik systematisch unterschätzt und ausgelassen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Suzanne L. Marchand, &amp;#039;&amp;#039;Down from Olympus: Archaeology and Philhellenism in Germany, 1750-1970&amp;#039;&amp;#039;, Princeton: Princeton University Press, 2003, S. 153–154; ebenso Suzanne L. Marchand, &amp;quot;German Orientalism and the Decline of the West&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the American Philosophical Society&amp;#039;&amp;#039;, Volume 145, Issue 4, 12/2001, S. 465.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Myth of the Magus.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge: University Press 1948; erneut 1993, ISBN 0-521-43777-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ritual Magic.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge: University Press 1949; erneut 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; The Fortunes of Faust.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge: University Press 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paper Boats.&amp;#039;&amp;#039; Collins: London 1959 (Autobiographie)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Tyranny of Greece Over Germany: A Study of the Influence Exercised by Greek Art and Poetry Over the Great German Writers of the Eighteenth, Nineteenth and Twentieth Centuries.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge: University Press 1935; second edition Beacon Press 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Saint-Simonian Religion in Germany. A Study of the Young German Movement.&amp;#039;&amp;#039; Diss. 1926&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise ==&lt;br /&gt;
* Ehrendoktor (D.Litt.) der London University 1957&lt;br /&gt;
* Ehrendoktor (D.Litt.) der Oxford University 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Muschg]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanistik? In memoriam Eliza M. Butler.&amp;#039;&amp;#039; In: W.M.: &amp;#039;&amp;#039;[[Euphorion (Zeitschrift)|Euphorion]].&amp;#039;&amp;#039; Band 59, 1965, S. 18–45&lt;br /&gt;
* [[Claudia Schmölders]]: &amp;#039;&amp;#039;Elsie Butler&amp;#039;s Tyranny. Grundriss eines Klassikers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Ideengeschichte&amp;#039;&amp;#039; Heft IX,1, Frühjahr 2015, S. 99–114, ISBN 978-3-406-67381-8&lt;br /&gt;
* James Bowman: &amp;#039;&amp;#039;Presenting the Prince. The Fortunes of Hermann von Pückler-Muskau and his British Biographer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oxford German Studies&amp;#039;&amp;#039;, vol. 43,2, 2014, S. 107–124&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.igrs.sas.ac.uk/library/germanic-archives/archive-collections/papers-eliza-elsie-marian-butler Archiveintrag] an der Universität London (englisch)&lt;br /&gt;
* {{thepeerage|p36184.htm#i361835|Eliza Marian Butler|Kommentar=|Zugriff=2015-08-19}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL52632A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127247122|LCCN=n50032597|VIAF=13325702}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Butler, Eliza Marian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Manchester)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Cambridge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Butler, Eliza Marian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Butler, E. M.; Butler, Elsie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britische Germanistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Dezember 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lancashire]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. November 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lancashire]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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