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	<title>Elise Riesel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gmünder: HC: Entferne Kategorie:Lehrer; Ergänze Kategorie:Schullehrer</title>
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		<updated>2023-01-28T15:57:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Lehrer&quot; title=&quot;Kategorie:Lehrer&quot;&gt;Kategorie:Lehrer&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Schullehrer&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Schullehrer (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Schullehrer&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elise Riesel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Grün&amp;#039;&amp;#039; (in [[Russland]] auch bekannt als {{lang|ru|Элиза Генриховна Ризель}}/&amp;#039;&amp;#039;Elisa Genrichovna Rizel&amp;#039;&amp;#039;; * [[12. Oktober]] [[1906]] in [[Wien]]; † [[28. September]] [[1989]] in [[Moskau]]), war eine [[Österreich|österreichisch]]-[[Sowjetunion|sowjetische]] [[Germanistik|Germanistin]], [[Sprachwissenschaft]]lerin und Stilforscherin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Ausbildung und Leben in Österreich ===&lt;br /&gt;
Sie kam als Tochter des Arztes Heinrich Grün und der Musiklehrerin Matilde Grün, geborene Goldstein, zur Welt und war [[Jüdische Religion|jüdischen Glaubens]]. An den Besuch eines Gymnasiums mit abgelegter [[Matura]] im Jahr 1925 schlossen sich ein Studium der [[Germanistik]] und eine Lehramtsausbildung an der Pädagogischen Hochschule Wien bis 1927 sowie der [[Universität Wien]] bis 1929 an. 1930 wurde sie mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Das neulateinische Drama der Protestanten vom [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden|Augsburger Religionsfrieden]] bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Robert Franz Arnold]] und [[Dietrich Kralik]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Bereits seit 1928 war sie als Deutschlehrerin an einer Wiener [[Volksschule]] tätig und wechselte 1930 in gleicher Funktion an ein Gymnasium. 1932 heiratete sie den Maschineningenieur, [[Technischer Zeichner|Technischen Zeichner]] und Bergbauplaner Josef Riesel (* 1901; † ?), der im Dezember des Vorjahres in die [[Sowjetunion]] ausgewandert war. Ihre Anstellung als Lehrerin verlor sie infolge ihrer Teilnahme am [[Österreichischer Bürgerkrieg|Februaraufstand 1934]] und im Sommer wurde sie zur Ausreise nach [[Moskau]] gezwungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben in der Sowjetunion und wissenschaftliche Karriere ===&lt;br /&gt;
Riesel reiste gemeinsam mit Grete Birkenfeld mit Zustimmung der entsprechenden [[Sowjetunion|sowjetischen]] Parteiinstanzen ein und besaß den Status einer politischen [[Auswanderung|Emigrantin]], was diverse politische und soziale Vergünstigungen zur Folge hatte. Zusammen mit ihrem Ehemann war sie in den Jahren 1934 und 1935 an der Moskauer [[Karl Liebknecht|Karl-Liebknecht-Schule]] beschäftigt, wo sie als Deutschlehrerin die fünfte Klasse leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Natalija Mussijenko, [[Alexander Vatlin]]: &amp;#039;&amp;#039;Schule der Träume – Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924–1938)&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Julius Klinkhardt, [[Heilbrunn (Gemeinde Anger)|Heilbrunn]], 2005, ISBN 3-7815-1368-8, Seite 247&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus ideologischen Gründen war es ihr lediglich erlaubt, Schüler der Mittelstufe zu unterrichten, wofür sie aber Verständnis zeigte. Ab 1935 arbeitete sie als Hochschullehrerin für Germanistik am Moskauer Institut für Geschichte, Philosophie und Literatur. Dem Ehepaar Riesel wurde 1936 die sowjetische [[Staatsbürgerschaft]] zugesprochen. Nach einer neuerlichen Promotion (in der Sowjetunion „[[Doktor#Ukraine und Russland|Kandidatenarbeit]]“ genannt) 1938 über &amp;#039;&amp;#039;Das neulateinische protestantische Drama im 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; wurde Riesel in den Grad einer Dozentin hochgestuft. Zwischen 1941 und 1943 aus Sicherheitsgründen nach [[Jekaterinburg]] evakuiert, hatte Elise Riesel an der dortigen [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Hochschule]] den [[Lehrstuhl]] für Germanistik inne. Nach der Rückkehr nach Moskau war sie bis 1945 Dozentin für Germanistik und Lehrstuhlinhaberin für Romano-germanische [[Philologie]] an der [[Lomonossow-Universität]]. Während dieser Zeit verfasste sie ihre [[Habilitationsschrift]] (in der Sowjetunion „[[Habilitation|Doktorarbeit]]“ genannt) über &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zaubersprüche&amp;#039;&amp;#039;, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die [[Merseburger Zaubersprüche]] richtete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;R–Z.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 1498.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 erfolgte ihre [[Habilitation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] lebte Riesel zwischen 1945 und 1947 wieder in Wien und arbeitete in der Schulwissenschaftlichen Abteilung des Bundesministeriums für Unterricht. In diesen Jahren gehörte sie auch der [[Kommunistische Partei Österreichs|Kommunistischen Partei Österreichs]] an. 1947 erhielt sie eine [[Professur]] für Germanistik und [[Stilistik]] an der Pädagogischen Hochschule für Fremdsprachen in Moskau. In den 1960er Jahren hielt sie zahlreiche Gastvorträge im Ausland, unter anderem an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]], der [[Technische Universität Dresden|Technischen Universität Dresden]], der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]], der [[Universität Leipzig]] und der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]]. Zwar wurde Elise Riesel 1982 [[Emeritierung|emeritiert]], doch war sie bis zu ihrem Tod weiterhin als konsultierende Professorin an ihrem ehemaligen Lehrstuhl tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elise Riesel war die erste Sprachwissenschaftlerin, die sich in theoretischer Betrachtungsweise mit nationalen Varianten von [[Standardsprache]]n auseinandersetzte. Mit ihr fand die Auffassung von der funktionalen Differenziertheit der Sprache, die mittlerweile in der stilistischen und varietätenlinguistischen Fachliteratur einen festen Platz hat, Eingang in die Germanistik. 1953 befasste sie sich in ihrem [[Russische Sprache|russisch]] abgefassten Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der nationalen Sprache in Österreich&amp;#039;&amp;#039; mit „nationalen Besonderheiten“ des [[Österreichisches Deutsch|Österreichischen Deutsch]]. Ab 1962 unterschied sie zwischen verschiedenen „nationalen Varianten (Ausprägungen) der deutschen Literatursprache“, womit sie sich auf ihr Heimatland, [[Deutschland]] und die [[Schweiz]] bezog. Sie sah erstmals das Österreichische Deutsch als eigenständige, nationale [[Sprache]] an, differenzierte in ihrer Terminologie jedoch noch nicht zwischen sprachlichen Varianten und sprachlicher [[Varietät (Linguistik)|Varietät]]. Darüber hinaus gilt Riesel als Begründerin der Funktionalstilistik und nahm in ihren Arbeiten fünf Klassen von Funktionalstilen in der neueren Sprache an:&lt;br /&gt;
# Stil des Alltagsverkehrs&lt;br /&gt;
# Stil der schönen Literatur (Belletristik)&lt;br /&gt;
# Stil der Publizistik&lt;br /&gt;
# Stil des öffentlichen (amtlichen) Verkehrs&lt;br /&gt;
# Stil der Wissenschaft/Stil der Fachkommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1963: [[F.-C.-Weiskopf-Preis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[et al.]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzählungen und Gedichte – Für die 8. und 9. Klasse der Mittelschule&amp;#039;&amp;#039;. Staatsverlag für Lehrbücher und Pädagogik des Volkskommissariats für Volksbildung der [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|RSFSR]], [[Moskau]], 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der nationalen Sprache in Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Aufsatz von 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abriß der deutschen Stilistik&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag für fremdsprachige Literatur (Moskau)|Verlag für fremdsprachige Literatur]], Moskau, 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zu Sprache und Stil von Schillers „Kabale und Liebe“&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag für fremdsprachige Literatur (Moskau)|Verlag für fremdsprachige Literatur]], Moskau, 1957&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stilistik der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag für fremdsprachige Literatur (Moskau)|Verlag für fremdsprachige Literatur]], Moskau, 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus der Werkstatt für stilkundliche Wortschatzarbeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Sonderveröffentlichung der Zeitschrift „Sprachpflege“, 1964&lt;br /&gt;
* mit Walter Dietze ([[Herausgeber|Hrsg.]]): &amp;#039;&amp;#039;Der Stil der deutschen Alltagsrede&amp;#039;&amp;#039;. [[Reclam-Verlag]], [[Leipzig]], 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie und Praxis der linguostilistischen Textinterpretation&amp;#039;&amp;#039;. Hochschulverlag, Moskau, 1974&lt;br /&gt;
* mit Evgenia Schendels: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Stilistik&amp;#039;&amp;#039;. Hochschulverlag, Moskau, 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107121131}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107121131|LCCN=n/86/801656|VIAF=209446694}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riesel, Elise}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Pädagogische Hochschule für Fremdsprachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Lomonossow-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstand gegen den Austrofaschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neulateinischer Philologe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Riesel, Elise&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Risel, Elisa Genritschowna; Ризель, Элиза Генриховна &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Germanistin und Sprachwissenschaftlerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Oktober 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. September 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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