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	<title>Elisabetha Gaßner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T23:31:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elisabetha_Ga%C3%9Fner&amp;diff=1850662&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-03-09T19:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elisabetha Gaßner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Maria Elisabetha Gassnerin, geb. Ebnerin; getauft [[9. April]] [[1747]] in [[Wiblingen]]; † [[16. Juli]] [[1788]] in [[Oberdischingen]]), im Volksmund auch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarze Lies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war eine im süddeutschen Raum aktive Markt- und Taschendiebin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
Elisabetha wurde in dem Klosterort Wiblingen bei [[Ulm]] geboren. Sie hatte einen rund sechseinhalb Jahre älteren Bruder namens Martin, der mit Beginn des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] in den Militärdienst eintrat. Ihr Vater, Johannes Ebner, war ein abgedankter Soldat und entstammte einer Tagelöhnerfamilie aus [[Thonlohe]], einem Ortsteil der Stadt [[Hemau]] in der [[Oberpfalz]]. Er starb früh, angeblich in [[Hirschbach (Wertingen)|Hirschbach]] bei [[Wertingen]], was sich jedoch nicht nachweisen lässt. Die Mutter war in [[Katzdorf (Neunburg vorm Wald)|Katzdorf]] bei Neunburg vorm Wald als uneheliches Kind geboren worden. Sie verstarb am 26. Mai 1782 im Alter von 77 Jahren in Biberberg. Zum Zeitpunkt von Elisabethas Geburt führten die Eltern ein Leben als Vagierende, d. h. als Nichtsesshafte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juni 1770 heiratete Elisabetha den aus Biberberg stammenden Johannes Gassner, der nach zwölf Jahren Militärdienst in verschiedenen Truppenkontingenten des Schwäbischen Kreises mit Elisabetha in seinen Heimatort zurückkehrte und dort ansässig wurde. Das Paar hatte bereits zwei Kinder, Hansjörg und Kreszenzia. Aus der Ehe gingen vier weitere hervor, von denen 1787 neben den beiden Ältesten noch zwei am Leben waren, Joseph und Maria Josepha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriminelle Karriere ==&lt;br /&gt;
Ende der 1760er-Jahre kam Elisabetha durch eine ihr bekannte [[Vaganten|Vagantin]] und Diebin erstmals mit der professionellen Eigentumskriminalität in Berührung. Ihren Lebensunterhalt bestritt sie zu dieser Zeit aber noch vornehmlich durch das Stricken von Baumwollstrümpfen und durch Saisonarbeit in der Landwirtschaft. Nach ihrer Sesshaftwerdung in Biberberg ernährte sie zunehmend die stetig wachsende Familie, zu der auch Mutter Elisabetha Ebnerin gehörte, vom Diebstahl. Ende 1779 umfasste der Gassnersche Haushalt acht Personen. Bereits ein Jahr zuvor hatte Elisabetha durch beträchtliche Beuteerträge ein kleinbäuerliches Anwesen erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhaftung des Ehepaars Anfang 1781 beendete Elisabethas sesshaftes Leben in Biberberg. Sie setzte sich zunächst in die [[Schweiz]] ab, hielt sich dann mit neuem Lebensgefährten, dem aus [[Munningen]] bei Oettingen im Ries stammenden Matheis Ruttmann, ein halbes Jahr in Tirol auf und kehrte mit diesem schließlich ins Schwäbische und Württembergische zurück. Im März 1786 wurde dem Paar in Bleibach bei Gutach im Breisgau eine Tochter geboren; sie wurde auf den Namen Anna Maria getauft. Den gemeinsamen Lebensunterhalt bestritt Elisabetha nun fast ausschließlich und sehr erfolgreich durch Taschendiebstahl. Der Schaden, der ihren Opfern aus insgesamt 300 dokumentierten Eigentumsdelikten entstand, ließ sich später mit 7.685 [[Gulden#Reichswährung ab 1559|Gulden]] nur ansatzweise beziffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekannteste Tat, an der sie beteiligt war, war der Mitte des 19. Jahrhunderts in legendenhafter Ausschmückung in die Literatur eingegangene Taschendiebstahl an dem [[Reichsgraf]]en [[Franz Ludwig Schenk von Castell (1736–1821)|Franz Ludwig Schenk von Castell]], dem bekanntesten „Gaunerjäger“ [[Oberschwaben]]s, der während des Besuchs des russischen Großfürsten, des späteren Zaren Paul I., am [[Residenzschloss Ludwigsburg|Ludwigsburger Hof]] in der dortigen Hofkapelle um seinen [[Geldbeutel]] mit Goldwährung im Wert von 1700 [[Gulden]] gebracht wurde. Haupttäterin war eine Frau aus Ludwigsburg namens Lisabeth, die mit einem Mann, der in Gaunerkreisen wegen seines Gewerbes Schokulat Hannes genannt wurde, verheiratet war. Dass der Graf später das [[Todesstrafe|Todesurteil]] über Elisabetha Gassnerin sprach, ist eine zufällige Ironie der Geschichte. Obwohl selbst Opfer, ließ er gewissermaßen Gnade walten und erkannte entgegen dem routinemäßig eingeholten [[Gutachten]] eines württembergischen Juristen (Oberamtmann Klein), das für Tod durch den [[Hängen|Strang]] plädierte, auf [[Enthauptung|Enthaupten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabetha erwirkte noch einen Aufschub, indem sie am Ende ihres Verhörs angab, im [[Schwangerschaft|schwangeren]] Zustand in Gefangenschaft gekommen zu sein. Die Untersuchung durch drei gerichtlich bestellte Hebammen am 15. Mai 1788 konnte dies nicht bestätigen, das Gutachten riet jedoch dazu, die Vollstreckung der geforderten Todesstrafe bis zum Ende des neunten Monats seit Verhaftung auszusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1788 wurde Elisabetha Gassnerin in Oberdischingen von [[Scharfrichter]] Xaver Vollmer durch das [[Richtschwert|Schwert]] [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva Wiebel: &amp;#039;&amp;#039;Die Schleiferbärbel und die schwarze Lies. Leben und Lebensbeschreibungen zweier berüchtigter Gaunerinnen des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: Andreas Blauert/[[Gerd Schwerhoff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kriminalitätsgeschichte. Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte der Vormoderne.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2000, S. 759–800.&lt;br /&gt;
* Silja Foshag, „Es seye eine Forcht, was sie gestohlen ...“. Leben und Persönlichkeit der 1788 zu Oberdischingen hingerichteten „Erzdiebin“ und „Landvagantin“ Elisabetha Gassnerin, genannt Schwarze Lies. Dissertation, Universität Potsdam, 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bauernhausmuseum-wolfegg.de/Raeuber_2008/01_sonderausstellung.htm Bauernhausmuseum Wolfegg – Sonderausstellung 2009 &amp;#039;&amp;#039;Im Spitzbubenland – Räuberbanden um 1800 in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120552167|VIAF=25436560}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gassner, Elisabetha}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1747]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1788]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gaßner, Elisabetha&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schwarze Lies; Gassnerin, Maria Elisabetha; Ebnerin, Maria Elisabetha (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Sacklangerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=getauft 9. April 1747&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiblingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juli 1788&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oberdischingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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