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	<title>Elisabeth de Meuron - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T01:25:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DynaMoToR: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-01-24T12:41:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Madame de Meuron.jpg|mini|hochkant|Madame de Meuron mit Hörrohr und Hut]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louise Elisabeth de Meuron-von Tscharner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{IPA2|ˈd̥œmœˌrɔ̃ː}}, besser bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Madame de Meuron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. August]] [[1882]] in [[Bern]]; † [[22. Mai]] [[1980]] in [[Riggisberg]]), war eine Persönlichkeit aus dem [[Patriziat (Bern)|Berner Patriziat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bern Muensterplatz 12 Tschanernerhaus.jpg|mini|Tscharnerhaus in Bern, Münsterplatz 12]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SchlossAmsoldingen 6354.jpg|mini|[[Schloss Amsoldingen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SchlossRuemligen 6329.jpg|mini|[[Schloss Rümligen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth de Meuron geb. [[Tscharner (Patrizierfamilie)|von Tscharner]] wurde im Stadthaus der Familie am [[Berner Münster|Münsterplatz]] – heute Sitz der [[Finanzdirektion des Kantons Bern|kantonalen Finanzdirektion]] – als Tochter des Ludwig von [[Tscharner (Patrizierfamilie)|Tscharner]] und der Anna (geb. [[Wattenwyl (Patrizierfamilie)|von Wattenwyl]]) geboren. Sie war die jüngere Schwester des bereits 1917 verstorbenen [[Jurist]]en und [[Historiker]]s [[Ludwig S. von Tscharner|Ludwig Samuel von Tscharner]]. Ihr Vater war [[Promotion (Doktor)|promovierter]] Jurist und [[Oberst]] der [[Genietruppen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth wurde von ihrem Elternhaus völlig unvorbereitet ins bürgerliche Leben entlassen. Obwohl künstlerisch begabt, verweigerte ihr der Vater den Besuch der Kunstgewerbeschule. Auch eine Liebesheirat mit einem Zürcher wurde von den Eltern aus Standesgründen verhindert, und sie musste 1905 ihren (homosexuellen) Cousin Frédéric-Alphonse [[de Meuron]] heiraten. Die Ehe wurde 1923 geschieden, doch behielt sie den Familiennamen ihres vormaligen Gatten. 1927, nach dem Tod ihres Vaters, verkaufte Elisabeth de Meuron ihr Geburtshaus am Berner Münsterplatz an den Kanton. Die problematischen Familienverhältnisse führten zu Tragödien. Ihr Sohn Roger beging während eines festlichen Empfangs auf Schloss Rümligen 1939 in dessen Keller [[Suizid]], ihre Tochter Louise floh aus einer psychiatrischen Klinik im Welschland nach [[Tanger]] in [[Marokko]]. Das Schicksal ihres Sohnes veranlasste Elisabeth de Meuron, zeitlebens Trauerkleidung zu tragen. Sie beschäftigte sich eingehend mit Philosophie und verfasste unzählige Briefe. Ihre Biographin Karoline Arn beschreibt sie als eine feinfühlige, engagierte, bis ins hohe Alter interessierte Frau, die sich dort einsetzte, wo sie es für nötig befand.&amp;lt;ref&amp;gt;Karoline Arn: [https://seniorweb.ch/2021/06/28/berner-original-in-neuem-licht/ &amp;#039;&amp;#039;Die Entourage von Elisabeth de Meuron-von Tscharner.&amp;#039;&amp;#039;] Verlag Zytglogge, 432 S., ISBN 978-3-7296-5061-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird als «aufmerksame, intelligente, eher introvertierte Dame» geschildert, die Menschen sehr rasch in ihrem Wesen erkannte. «Sie verfügte über einen markanten Humor, der sie oft zu jemandem stempelte, der sie nicht wirklich war, denn sie wusste viel über Spiritualität, Philosophie wie Mythologie und konnte sehr grossherzig sein.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der herrschaftliche Lebensstil der Berner «[[Grande Dame]]» war auffällig. Sie war Eigentümerin mehrerer Häuser in der [[Berner Altstadt]] sowie der Alp [[Rämisgummen]] oberhalb von [[Eggiwil]]. Dazu hatte sie väterlicherseits [[Schloss Amsoldingen]] geerbt, mütterlicherseits [[Schloss Rümligen]], ihren langjährigen Hauptwohnsitz. In Rümligen veranstaltete sie regelmässig den berühmten &amp;#039;&amp;#039;Concours hippique&amp;#039;&amp;#039; (Springreiten) in Anwesenheit von politischer und militärischer Prominenz. Sie setzte sich für den Erhalt der [[Kavallerie (Schweiz)|Schweizer Kavallerie]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von fast 98 Jahren verstarb sie im Bezirksspital Riggisberg. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof von [[Gerzensee BE|Gerzensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Tochter Louise de Meuron war verheiratet mit Max von [[Stokar|Stockar-Scherer-Castell]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Ueli Schaad: [https://www.bernerzeitung.ch/die-schlossherrin-ist-gestorben-777465098190 &amp;#039;&amp;#039;Die Schlossherrin ist gestorben.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berner Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 25. Januar 2012, abgerufen am 30. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deren Töchter erbten die Berner Häuser und die beiden Schlösser: Sybille von Stockar-Scherer-Castell (1930–2012), verheiratete Froelicher, erbte Rümligen, die jüngere Tochter Barbara, verheiratete Hegner (1933–2018), Amsoldingen. Teile des Nachlasses von Elisabeth de Meuron wurden im November 1981 durch die Galerie Jürg Stuker AG in Bern versteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stuker: &amp;#039;&amp;#039;Grosse Auktionen.&amp;#039;&amp;#039; 1981, S. 6–9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2020 wurde Schloss Rümligen verkauft, 2021 wurden Teile des Inventars von Schloss Rümligen durch das Auktionshaus Zofingen versteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anekdoten ==&lt;br /&gt;
Die auffällige und teilweise provokante Lebenshaltung der zunehmend vereinsamten Elisabeth de Meuron führte zu unzähligen Anekdoten. Zu ihrer [[Soziale Rolle|Rolle]] als Berner [[Original (Person)|Stadtoriginal]] trugen nicht nur ihre [[Anachronismus|anachronistische]] Erscheinung mit altmodischer [[Trauerkleidung]], [[Spazierstock]] und [[Hörrohr]] – &amp;#039;&amp;#039;So ghör i nume was i wott!&amp;#039;&amp;#039; («So muss ich mir nur das anhören, was ich hören will!») – bei, sondern ebenso ihr [[Exzentriker|exzentrisches]] Verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft war sie in Begleitung ihrer [[Barsoi|russischen Windhunde]] unterwegs in der Stadt. Ihr Diener durfte das Auto überall stehen lassen; dem anwesenden Polizisten erklärte sie: &amp;#039;&amp;#039;Me laht das da!&amp;#039;&amp;#039; («Das lässt man hier stehen!»). Das Berner Tram benutzte sie stets ohne [[Fahrkarte|Billet]], denn: &amp;#039;&amp;#039;I bi vor em Tram da gsi&amp;#039;&amp;#039; («Ich war &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Tram da»). Ihr unbekannte oder suspekte Personen fragte sie direkt: &amp;#039;&amp;#039;Syt dihr öpper oder nämet dihr Lohn?&amp;#039;&amp;#039; («Sind Sie wer oder beziehen Sie Lohn?»). In Läden trat sie stets direkt an die Kasse, ohne sich anzustellen, und da fast jeder sie erkannte, wichen die Leute ehrfurchtsvoll zurück. Als ein Bauer sich in der Kirche von [[Kirchenthurnen]] auf das Gestühl der Familie [[Frisching (Patrizierfamilie)|von Frisching]] setzen wollte, das ihr als Erbin von Schloss Rümligen zustand, belehrte sie ihn: &amp;#039;&amp;#039;Im Himmel obe sy mer mynetwäge alli glych, aber hie unde wei mer einschtwyle no Ornig ha!&amp;#039;&amp;#039; («Im Himmel droben werden wir meinetwegen alle gleich sein, aber hier unten wollen wir einstweilen noch Ordnung halten!»). Und als sie auf ihrem Schlossgut eine [[Wohnsitzlose|Landstreicherin]] (in ihren Worten: &amp;#039;&amp;#039;schturms Froueli, Tschaaggeli&amp;#039;&amp;#039;, «ein wirres kleines Bettelweib») bei einem Obstdiebstahl erwischte, sperrte sie diese für zwei Tage in die [[Remise]]. Wegen [[Freiheitsberaubung]] angeklagt, zeigte sie vor Gericht eine mittelalterliche Bescheinigung der [[Niedere Gerichtsbarkeit|Niederen Gerichtsbarkeit]] für den Rümliger Schlossbesitzer; sie wurde mit einer Belehrung über die aktuelle Rechtsordnung nebst einer kleineren Geldstrafe entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karoline Arn: &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth de Meuron-von Tscharner. Der Wunsch der Löwin zu fliegen.&amp;#039;&amp;#039; Bern 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Sprecher: {{Webarchiv |url=https://www.nzz.ch/schweiz/politische-literatur/verpasste-chance-1.18440722 |wayback=20150627231852 |text=&amp;#039;&amp;#039;Verpasste Chance&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Dezember 2014, abgerufen am 13. Mai 2018 (Rezension).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karoline Arn: [https://www.derbund.ch/als-wirbelwind-bin-ich-geboren-926136331714 &amp;#039;&amp;#039;«Als Wirbelwind bin ich geboren».&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bund]].&amp;#039;&amp;#039; 12. Januar 2014, abgerufen am 13. Mai 2018.&lt;br /&gt;
* Karoline Arn: [https://www.derbund.ch/gewissenhaft-muss-man-sich-verstellen-im-leben-447284577278 &amp;#039;&amp;#039;«Gewissenhaft muss man sich verstellen im Leben».&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Bund.&amp;#039;&amp;#039; 18. Januar 2014, abgerufen am 20. Januar 2014.&lt;br /&gt;
* Rosmarie Borle et al.: &amp;#039;&amp;#039;Madame de Meuron 22. August 1882 – 22. Mai 1980. Ein Erinnerungsalbum.&amp;#039;&amp;#039; Erpf, Bern 1980, ISBN 3-256-00019-3.&lt;br /&gt;
* {{HLS|48226|Elisabeth de Meuron|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grosse Auktionen 12. November bis 28. November 1981 und 3. bis 5. Dezember.&amp;#039;&amp;#039; Galerie Jürg Stuker AG, Bern 1981.&lt;br /&gt;
* Hans A. Jenny: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Originale. Porträts helvetischer Individuen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Nebelspalter, Rorschach 1991, ISBN 3-85819-158-2, S. 76–79.&lt;br /&gt;
* [[Susy Langhans-Maync]]: &amp;#039;&amp;#039;Madame de …&amp;#039;&amp;#039; Viktoria, Ostermundigen 1971; 11. Auflage 1984, ISBN 3-85958-007-8 (auf [[Berndeutsch]]).&lt;br /&gt;
* Guy de Meuron: &amp;#039;&amp;#039;Histoire d’une famille neuchâteloise.&amp;#039;&amp;#039; Attinger, Hauterive 1991, ISBN 2-88256-050-8.&lt;br /&gt;
* Michael Stettler: &amp;#039;&amp;#039;Machs na. Figuren und Exempel.&amp;#039;&amp;#039; Stämpfli, Bern 1981, ISBN 3-7272-0049-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=118581651}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Conrad Zander]]: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/elisabeth-de-meuron-100.html &amp;#039;&amp;#039;22.08.1882 – Geburtstag von Elisabeth de Meuron.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]]&amp;#039;&amp;#039; (Podcast).&lt;br /&gt;
* [https://katalog.burgerbib.ch/parametersuche.aspx?DeskriptorId=25182 Streubestände] in der [[Burgerbibliothek Bern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118581651|VIAF=37708824|LCCN=n/2015/015200}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meuron, Elisabeth de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtoriginal (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Patrizierfamilie Tscharner|Elisabeth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Patriziergeschlechts de Meuron|⚭Elisabeth #Tscharner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meuron, Elisabeth de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meuron, Louise Elisabeth de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Aristokratin, Berner Original&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. August 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Mai 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Riggisberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DynaMoToR</name></author>
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