<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elisabeth_Thury</id>
	<title>Elisabeth Thury - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elisabeth_Thury"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elisabeth_Thury&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T19:05:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elisabeth_Thury&amp;diff=2229221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elisabeth_Thury&amp;diff=2229221&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-09-08T16:19:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Thury&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milica Vukobrankovics de Vuko et Branko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[1. März]] [[1894]] in [[Korneuburg]]; † [[9. Juni]] [[1973]] in [[Wien]]) war eine [[österreich]]ische Journalistin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Vukobrankovics wuchs als Tochter eines hohen Beamten ([[Bezirkshauptmann]] des [[Bezirk Korneuburg|Bezirks Korneuburg]]) serbischer Herkunft in Wien und Niederösterreich auf und wollte zunächst Lehrerin werden. Die Familienverhältnisse waren allerdings problematisch: Der adelsstolze Vater litt an [[Syphilis]], hatte Tobsuchtsanfälle und starb früh, die strebsame Tochter wurde zur eigenwilligen Einzelgängerin. Die ausgebildete Volks- und Bürgerschullehrerin fand während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Anschluss an die Familie des [[Landesschulinspektor]]s Rudolf Piffl, Bruder von [[Friedrich Gustav Piffl]] (1864–1932), österreichischer Erzbischof und Kardinal. Zu Ende des Ersten Weltkriegs (1918) wurde sie in einem Indizienprozess wegen mehrfach versuchtem, gegen Mitglieder der Familie Piffl gerichteten Giftmordes angeklagt, allerdings nur der Verleumdung wegen für zwei Jahre schuldig gesprochen. Sie war bis Juli 1919 in Haft, verbunden mit dem Verlust der Standesprivilegien, da in einem der ersten Prozesse der [[Republik Deutschösterreich]] der Adel formalrechtlich noch nicht abgeschafft war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|krz|01|08|1922|02|NAME=Illustrierte Kronen-Zeitung|Verhaftung einer gefährlichen Giftmischerin|ZUSATZ=Nr. 8105/1922 (XXIII. Jahrgang)|ALTSEITE=2–5.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Verlagsangestellte des Konegen-Verlages geriet sie wenig später neuerlich unter den Verdacht der Giftmischerei, diesmal zuungunsten der Familie des Verlagsbuchhändlers [[Ernst Stülpnagel]] (1872–1937). Wie im Fall Piffl war der Einsatz von Gift ein vermutetes Beziehungsdelikt im Liebesverhältnis zu einem verheirateten Mann. Sie war 1922–1923 in Untersuchungshaft und wurde im Dezember 1923 verurteilt. Ihr Prozess erweckte internationales Interesse; auch [[Karl Kraus]] engagierte sich für die &amp;#039;&amp;#039;unglückliche Frau&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Fackel&amp;#039;&amp;#039;, Heft 640/1924, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vukobrankovics veröffentlichte 1924 das Buch &amp;#039;&amp;#039;Weiberzelle 321, Tagebuch aus der Haft&amp;#039;&amp;#039;. Anfang 1925 wurde sie begnadigt. Sie wandte sich in der Folge unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Thury&amp;#039;&amp;#039; dem Journalismus zu. Die [[Wiener Allgemeine Zeitung]] brachte unter anderem Thurys Berichte über den [[Wiener Justizpalastbrand]] (1927). Thury schrieb auch für sozialdemokratische Medien wie [[Die Unzufriedene]] und die [[Arbeiter-Zeitung]]. In der Periode des [[Austrofaschismus]] war sie für ausländische Medien und Agenturen, vor allem für [[United Press International]] tätig. Nach einem Bericht über die [[Rosenkranz-Demonstration]] (1938) wurde Thury ins [[Konzentrationslager Ravensbrück]] verschleppt. Im Lager soll sie (als &amp;#039;&amp;#039;Lagerpolizistin&amp;#039;&amp;#039;) Menschen geholfen haben, doch gab es nach der NS-Zeit auch Kritik an ihrem Verhalten während der Internierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hemma Mayrhofer: &amp;#039;&amp;#039;„Bis zum letzten Atemzug werde ich versuchen dagegen anzukämpfen“. Irma Trksak&amp;amp;nbsp;– ein Lebensweg des Widerstehens&amp;#039;&amp;#039;. In: Christine Schindler (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Schwerpunkt Frauen in Widerstand und Verfolgung&amp;#039;&amp;#039;. LIT-Verlag, Wien 2005, S.&amp;amp;nbsp;165&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1945 war Thury wieder als Journalistin tätig und beteiligte sich an der Gründung der [[Austria Presse Agentur]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Doyenne des österreichischen Journalismus&amp;#039;&amp;#039; galt als Frau von hohem Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth Thury, &amp;#039;&amp;#039;Redakteurin&amp;#039;&amp;#039;, wurde am 19. Juni 1973 auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] zur letzten Ruhe bestattet (Gruppe&amp;amp;nbsp;78&amp;amp;nbsp;A, Reihe&amp;amp;nbsp;6, Nr.&amp;amp;nbsp;40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 verfasste [[Susanne Ayoub]] für das österreichische Radio ein &amp;#039;&amp;#039;Hörbild&amp;#039;&amp;#039; über Elisabeth Thury (&amp;#039;&amp;#039;Prinzessin Vukobrankovics. Die drei Leben der Elisabeth Thury&amp;#039;&amp;#039;), welches mit dem [[Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis|Dr. Karl Renner Publizistikpreis]] ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://oe1.orf.at/programm/396378&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vukobrankovics, Milica …(Abgebildete Person): &amp;#039;&amp;#039;Milica Vukobrankovic (Bekannt auch unter ihrem Pseudonym Elisabeth Thury), österreichische Journalistin und Mitbegründerin der Austria Press Agentur (APA)&amp;#039;&amp;#039;. Porträt, auf Karton montiert. S.n., s.l. 1924, [http://media.obvsg.at/AC08942897-4201 Image].&lt;br /&gt;
* [[Ernst Weiß (Schriftsteller)|Ernst Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Vukobrankovics.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Schmiede, Berlin 1924, Neuauflage Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1973, ISBN 3499116227.&lt;br /&gt;
* Antje Hilbig (Hg.), Claudia Kajatin, Ingrid Miethe: &amp;#039;&amp;#039;Frauen und Gewalt: interdisziplinäre Untersuchungen zu geschlechtsgebundener Gewalt in Theorie und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen und Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3826023625, S. 100.&lt;br /&gt;
* Rudolf Preyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Thury, mit Gift und Feder.&amp;#039;&amp;#039; Edition Steinbauer, Wien 2010, ISBN 978-3-902494-48-1.&lt;br /&gt;
* Werner Sabitzer: &amp;#039;&amp;#039;Fürstin, Gift und Schreibmaschine. Elisabeth Thury war die bekannteste Nachkriegsjournalistin in Österreich. Als junge Frau stand sie zweimal wegen versuchten meuchlerischen Giftmords vor einem Geschworenengericht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Öffentliche Sicherheit (Zeitschrift)|Öffentliche Sicherheit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 5–6/2018, S. 45–48, [https://www.bmi.gv.at/magazinfiles/2018/05_06/kriminalgeschichte.pdf Volltext online (PDF; 1 MB)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126992525}}&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Z5KPaeDELiUC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=hilbig+kajatin&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=9UsgjMwzQK&amp;amp;sig=kQUW1ycFeYh-kKENWLvXe64DYC8&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=M7FrTbT2LITLswaZpOzgDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CBcQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Aus Hilbig, Kajatin, Miethe, S.&amp;amp;nbsp;100]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126992525|LCCN=no/2011/66958|VIAF=170569221}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thury, Elisabeth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thury, Elisabeth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vukobrankovics, Milica von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Journalistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. März 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Korneuburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juni 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>