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	<title>Elisabeth Haseloff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ckhl: /* Leben */ aktueller Link statt Webarchiv</title>
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		<updated>2026-01-31T18:39:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; aktueller Link statt Webarchiv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Haseloff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juni]] [[1914]] in [[Rom]]; † [[29. November]] [[1974]] in [[Hamburg]]) war eine deutsche Pastorin in [[Lübeck]]. Sie war die erste Frau, die in Deutschland als evangelisch-lutherische Pastorin &amp;#039;&amp;#039;im Sinne des Gesetzes&amp;#039;&amp;#039; tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Elisabeth Haseloff wurde in Rom als Tochter des Kunsthistorikers [[Arthur Haseloff]] und der Malerin [[Ada Haseloff-Preyer]] geboren; sie war auch die Schwester von [[Günther Haseloff]]. Ihre Schulzeit verbrachte sie in [[Kiel]], wo sie 1934 das Abitur ablegte. Im folgenden Jahr schloss sie sich der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] an und studierte evangelische Theologie in [[Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Erlangen|Erlangen]] und Kiel. Das erste theologische Examen legte sie 1939 ab; das zweite folgte 1941. Sie war die erste Frau mit diesem Examen in der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein|schleswig-holsteinischen Landeskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth Haseloff wurde anschließend als Pfarrvikarin ordiniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Treplin: &amp;#039;&amp;#039;Predigt zur Ordination von Elisabeth Haseloff&amp;#039;&amp;#039;, 1941 [http://www.geschichte-bk-sh.de/fileadmin/user_upload/Breklum_II/Predigt_zur_Ordination_von_Fraeulein_Elisabeth_Haseloff.pdf (online auf geschichte-bk-sh.de)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war in dieser Funktion in [[Büdelsdorf]] tätig, damals dritter Pfarrbezirk der Gemeinde Rendsburg. Mit dem ersten und zweiten theologischen Examen hatte sie die Qualifikation für das Pastorenamt, doch wurde sie nur als Pfarrvikarin beschäftigt und entsprechend geringer bezahlt. 1943 wurde sie in [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]] mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Die Christologie der neutestamentlichen Abendmahlstexte&amp;#039;&amp;#039; promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kehrten evangelisch-lutherische Geistliche aus Kriegsdienst und Gefangenschaft in ihre Ämter zurück. Elisabeth Haseloff lief Gefahr, aus dem Amt gedrängt zu werden. Sie wurde jedoch vom Kirchenvorstand ihrer Gemeinde unterstützt und blieb als Pfarrvikarin in Büdelsdorf (ab Dezember 1945 eigenständige Gemeinde) tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem westdeutschen [[Gleichberechtigungsgesetz|Gesetz zur Gleichberechtigung von Mann und Frau]], das am 1. Juli 1958 in Kraft trat, wurde Frauen in Deutschland der Weg zum Pastorinnenberuf nach und nach von den Landeskirchen eröffnet, wenn auch zunächst nur, soweit sie ledig waren. Die [[Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche#Evangelisch-Lutherische Kirche im Lübeckischen Staate|Evangelisch-lutherische Kirche in Lübeck]] verabschiedete zum 1. September 1958 ein [[Kirchenrecht|Kirchengesetz]], das die Errichtung einer Planstelle für die übergemeindliche Frauenarbeit ermöglichte. Sie sollte mit einer unverheirateten Theologin besetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Dr. Rainer Hering|url=https://www.theologinnenkonvent.de/pdf/geschichte/Hering_Frauen_auf_der_Kanzel.pdf|titel=Frauen auf die Kanzel?|hrsg=www.theologinnenkonvent.de|datum=2008|abruf=2026-01-31|titelerg=4 Der lange Weg zur rechtlichen Gleichberechtigung|seiten=135|format=PDF; 740 KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Elisabeth Haseloff erhielt diese Planstelle. Sie war außerdem für den dritten Gemeindebezirk von [[St. Matthäi (Lübeck)|St. Matthäi]] in [[Lübeck-St. Lorenz]] zuständig: Pfingsten 1959 wurde sie als erste ordinierte Pastorin in der lutherischen Kirche überhaupt in ihr Amt eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besetzung einer Pastorenstelle mit einer Frau erregte bundesweit Aufsehen, was die Landeskirche zur Feststellung veranlasste, dass dies keineswegs grundsätzlich geschehen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde Elisabeth Haseloff auch in die Synode gewählt; von 1959 bis zu ihrem Tod 1974 leitete sie das Evangelische Frauenwerk in Lübeck. 1970 wählte die Synode der Nordelbischen Kirche sie zur Vizepräsidentin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gab mit anderen Theologinnen die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Theologin&amp;#039;&amp;#039; sowie den Rundbrief des &amp;#039;&amp;#039;Konvents Evangelischer Theologinnen in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theologinnenkonvent.de/index.php online auf theologinnenkonvent.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; heraus. Zusammen mit [[Christine Bourbeck]]&amp;lt;ref&amp;gt;Biogramm Christine Bourbeck [http://frauen-und-reformation.de/?s=bio&amp;amp;id=34 (online auf frauen-und-reformation.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Marianne Timm]] verfasste sie für den Konvent Gutachten, in dem die Gleichberechtigung von Frauen als Pastorinnen gefordert wurde. Diese durften ihr Amt nur bis zur Verheiratung ausüben. Die Gutachten wurden unter dem Titel „Die Theologin im Dienst der evangelischen Kirche“ in einer Sondernummer der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Theologin&amp;#039;&amp;#039; im März 1963 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth Haseloff starb 1974 an den Folgen eines Unfalls im [[Hamburg-Eppendorf|Eppendorf]]er Krankenhaus.&lt;br /&gt;
Sie war auf dem Wege zu einer Sitzung der Nordelbischen Synode in [[Hamburg-Winterhude|Winterhude]] beim Überqueren eines Fußgängerüberweges von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1993 wurde Leben und Werk von Elisabeth Haseloff zur 850-Jahr-Feier Lübecks mit der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;„Das Weib schweigt nicht mehr“ – wie das Amt der Theologin Wirklichkeit wird&amp;#039;&amp;#039; gewürdigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hansestadt Lübeck ehrte Elisabeth Haseloff 2005 im Rahmen der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Frauen in der Lübecker Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, deren Schirmherrschaft [[Bärbel Wartenberg-Potter]], Bischöfin für den Sprengel Holstein-Lübeck, innehatte; sie war als dritte Bischöfin in Deutschland als evangelisch-lutherische Theologin eine weitere Pionierin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Lübeck benannte nach Elisabeth Haseloff eine Straße in [[Lübeck-St. Jürgen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Evangelische Frauenwerk erinnerte 2014 aus Anlass von Haseloffs 100. Geburtstag mit einem Abendmahlsgottesdienst unter dem Titel „Frauen auf dem Weg“ in [[Petrikirche (Lübeck)|St. Petri]] in Lübeck an die Pastorin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Frauenwerk erinnert an Elisabeth Haseloff&amp;#039;&amp;#039;. In: Lübecker Nachrichten vom 29. Juni 2014, S. 14 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 wurde in Lübeck die Elisabeth-Haseloff-Stiftung gegründet, die schwangere Frauen in Notlagen finanziell unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Anlaufstelle soll schwangeren Frauen in Not helfen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 9. August 2015, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2023 trägt eine Lübecker Grundschule, die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Brockesschule&amp;#039;&amp;#039; in [[Lübeck-St. Lorenz]] in der Nähe ihrer Predigtstätte, den Namen &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth-Haseloff-Schule&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/luebeck-julius-leber-schule-ist-saniert-und-wird-in-zwei-schulen-geteilt-OOC6J2UJLJADTJXBGDJGSWOYPE.html &amp;#039;&amp;#039;Top saniert und künftig getrennt: Lübecks neue Julius-Leber-Schule&amp;#039;&amp;#039;], [[Lübecker Nachrichten]] vom 31. Mai 2023, abgerufen am 23. September 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christine Lipp: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Elisabeth Haseloff – Erste Pastorin „im Sinne des Gesetzes“ der Evangelischen Kirche in Deutschland&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Frauen in der Lübecker Geschichte&amp;#039;&amp;#039; Frauenbüro der Stadt Lübeck (Hrsg.), Lübeck 2005, Seite 62 bis 63.&lt;br /&gt;
* Rudolf Hinz&amp;lt;ref&amp;gt;Biogramm Rudolf Hinz [http://www.nordschleswigwiki.info/index.php?title=Rudolf_Hinz (online auf nordschleswigwiki.info)]&amp;lt;/ref&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Votum zu Elisabeth Haseloff&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Karl Ludwig Kohlwage]], Manfred Kamper, Jens-Hinrich Pörksen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Was er euch sagt, das tut!“ Der Wiederaufbau der schleswig-holsteinischen Landeskirche nach dem Zweiten Weltkrieg. Dokumentation einer Tagung in Breklum 2017&amp;#039;&amp;#039;. Zusammengestellt und bearbeitet von [[Peter Godzik]], Rudolf Hinz und Simeon Schildt. Matthiesen Verlag, Husum 2018, ISBN 978-3-7868-5307-7, S. 110–113.&lt;br /&gt;
* Manuela Junghölter: &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Haseloff (1914–1974). Hartnäckigkeit zahlt sich aus.&amp;#039;&amp;#039; In: dieselbe: &amp;#039;&amp;#039;Starke Frauen aus Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2020, ISBN 978-3-8313-3256-4, S. 52–54.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125406622}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Treplin (Pastor)|Hans Treplin]]: &amp;#039;&amp;#039;Predigt zur Ordination von Fräulein Elisabeth Haseloff&amp;#039;&amp;#039; am 28. September 1941 in der [[Christkirche (Rendsburg)|Christkirche]], Rendsburg-Neuwerk [http://www.geschichte-bk-sh.de/fileadmin/user_upload/Breklum_II/Predigt_zur_Ordination_von_Fraeulein_Elisabeth_Haseloff.pdf (online auf geschichte-bk-sh.de)]&lt;br /&gt;
* Ruth Philippzik: &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Haseloff. Wegbereiterin für das Amt der Pastorin&amp;#039;&amp;#039; [https://evangelischefrauen-deutschland.de/biografien/elisabeth-haseloff/ (online auf evangelischefrauen-deutschland.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125406622|VIAF=77276237}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Haseloff, Elisabeth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frauengeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfallopfer (Straßenverkehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Haseloff, Elisabeth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=erste Pastorin in Deutschland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juni 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rom]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. November 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]], [[Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ckhl</name></author>
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