<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elio_Toaff</id>
	<title>Elio Toaff - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elio_Toaff"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elio_Toaff&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T08:37:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elio_Toaff&amp;diff=1029694&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Person (Religion, Rom); Ergänze Kategorie:Person (Judentum, Rom)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elio_Toaff&amp;diff=1029694&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-21T16:08:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Person_(Religion,_Rom)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Person (Religion, Rom) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Person (Religion, Rom)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Person_(Judentum,_Rom)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Person (Judentum, Rom) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Person (Judentum, Rom)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Toaff.jpg|mini|hochkant=0.8|Elio Toaff (2007)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elio Toaff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[30. April]] [[1915]] in [[Livorno]]; gestorben am [[19. April]] [[2015]] in [[Rom]]) war [[Großrabbiner]] von Rom und eine der wichtigsten [[Judentum|jüdischen]] Nachkriegspersönlichkeiten [[Italien]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Toaffs Geburtsstadt ist [[Livorno]]. Sein Vater war Alfredo Sabato Toaff (1880–1963), ein [[Rabbiner]] und Lehrer für alte Sprachen und von 1931 bis zu seinem Todesjahr Präsident der &amp;#039;&amp;#039;Assemblea dei Rabbini d’Italia&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag zu [http://www.rabbini.it/alfredo-sabato-toaff/ Alfredo Sabato Toaff] auf rabbini.it.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Mutter war Alice Jarach (1879–1973).&amp;lt;ref&amp;gt;http://moked.it/blog/2015/04/21/rav-elio-toaff-1915-2015-un-maestro-e-una-guida-per-tutti/&amp;lt;/ref&amp;gt; Toaff studierte Rechtswissenschaften in [[Pisa]], da sein Vater Vorbehalte gegen eine Rabbinerkarriere seines Sohnes hatte. Sein Betreuer war der Jurist [[Lorenzo Mossa]], der ihm 1939 einen Abschluss in Handelsrecht trotz der durch das [[Italienischer Faschismus|faschistische Regime]] eingeführten [[Italienische Rassengesetze|italienischen Rassengesetze]] von 1938 ermöglichte. [[Wolfgang Benz]] zitiert im &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]&amp;#039;&amp;#039; Toaffs Einschätzung, vor 1938 habe es so gut wie keinen spürbaren Antisemitismus in Italien gegeben, die entsprechenden Änderungen hätten umso traumatischer gewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Band 4: Ereignisse, Dekrete, Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-598-24076-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem 1995 auf Englisch veröffentlichten Interview mit dem italienischen Journalisten [[Nicola Caracciolo]] sagte Toaff: „Ich muss sagen, wenn die Italiener antisemitisch gewesen wären, könnten Sie heute nicht mit mir sprechen, weil es hier keine Juden mehr gäbe. [...] Auf der anderen Seite haben die Italiener Juden immer als Bürger anerkannt, mit denen sie zusammen leben, die sie nur wegen ihrer Sitten und Religion als anders ansahen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Nicola Caracciolo: &amp;#039;&amp;#039;Uncertain Refuge. Italy and the Jews During the Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. University of Illinois Press 1995, ISBN 978-0-252-06424-1. Interview mit Rabbi Elio Toaff, S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Toaff gelang es, mit einer Magisterarbeit zu den jüdischen Handelsgesellschaften in [[Palästina (Region)|Palästina]] sein Studium abzuschließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ur&amp;quot;&amp;gt;Nicola Caracciolo, Florette Rechnitz Koffler, Richard Koffler: &amp;#039;&amp;#039;Uncertain Refuge: Italy and the Jews During the Holocaust.&amp;#039;&amp;#039; University of Illinois Press, Champaign (IL) 1995, ISBN 978-0-252-06424-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig studierte Toaff aber auch am Rabbinerseminar in Livorno.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvano Longhi: &amp;#039;&amp;#039;Die Juden und der Widerstand gegen den Faschismus in Italien (1943–1945).&amp;#039;&amp;#039; Litverlag, Münster 2010, ISBN 978-3-643-10887-6, S. 166 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde er Rabbiner in [[Ancona]], wo er 1943 knapp der Gefangennahme durch deutsche Truppen entkam und die jüdische Gemeinde mit lokaler Hilfe nach Bari evakuieren konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ur&amp;quot; /&amp;gt; Er schloss sich 1943 den [[Resistenza|Partisanen]] in der [[Toskana]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tachles&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://tachles.ch/news/rabbi-elio-toaff-gestorben |wayback=20150424003728 |text=&amp;#039;&amp;#039;Elio Toaff gestorben.&amp;#039;&amp;#039;   }} In: [[tachles]], 21. April 2015 (abgerufen am 30. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde gefangen genommen und war bereits zum Tode verurteilt worden und gezwungen, sein eigenes Grab zu schaufeln, konnte aber noch entkommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tachles&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1951 war er Rabbiner in [[Venedig]] und lehrte Hebräisch an der [[Universität Venedig]]. Als Ziel seines Lebens sah er die Behauptung und Verbreitung des Judentums, &amp;#039;&amp;#039;als lebendiges (bzw. Lebens-) System und als noch immer aktuelle Lehre,&amp;#039;&amp;#039; entgegen den Turbulenzen und Widrigkeiten seiner Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz-Joachim Fischer |Titel=Päpste und Juden: die Wende unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. |Verlag=LIT Verlag Münster |Datum=2012 |ISBN=978-3-643-11699-4 |Online=https://books.google.com/books?id=jt_6TXoumnsC |Abruf=2015-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Heinz-Joachim Fischer]] sieht bei ihm nicht aufgezwungenes Leiden, sondern die aktive Lehre und Gemeindearbeit als Leitstern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großrabbiner in Rom ===&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 2002 war er Großrabbiner von Rom und prägte die traditionsreiche, aber nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] versprengte und verunsicherte Gemeinde der [[Juden in Rom]] über Jahrzehnte. Sein Hauptanliegen war der Wiederaufbau jüdischer Schulen und die Festigung des jüdischen Bildungswesens in Rom. Toaff wurde in dieser Zeit zur zentralen Leitfigur des [[Judentum in Italien|italienischen Judentums]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot;&amp;gt;Bruce Weber: [http://www.nytimes.com/2015/04/21/world/europe/elio-toaff-spiritual-leader-of-italian-jews-dies-at-99.html &amp;#039;&amp;#039;Elio Toaff, Spiritual Leader of Italian Jews, Dies at 99.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[The New York Times]], 20. April 2015 (englisch, abgerufen am 29. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff&amp;quot;&amp;gt;The Italian Exception: Defeating the Anti-Semites, von Michael A. Ledeen, Focus Quarterly, 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Boxer und Streetfighter [[Pacifico Di Consiglio]] (genannt Moretto) gründete er eine Selbstverteidigungsorganisation, blieb dabei selbst als spiritueller Kopf und Verbindungsmann zur religiösen und theologischen Elite Roms im Vordergrund.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff&amp;quot; /&amp;gt; Die deutsche, unter anderem von [[Rolf Hochhuth]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stellvertreter]]&amp;#039;&amp;#039; geprägte Sicht auf das Verhalten Papst [[Pius XII.|Pius’ XII.]] während der deutschen Besatzung wurde von italienischen Überlebenden des [[Holocaust]] und Rabbinern laut Nadine Ritzer nicht übernommen. Elio Toaff gedachte 1963 beim Tod Pius’ XII. der „mitfühlende[n] Güte und Hochherzigkeit des Papstes während der Unglücksjahre der Verfolgung und des Terrors“.&amp;lt;ref&amp;gt;Nadine Ritzer: &amp;#039;&amp;#039;Alles nur Theater?: zur Rezeption von Rolf Hochhuths „Der Stellvertreter“ in der Schweiz 1963/1964&amp;#039;&amp;#039;. Academic Press, Freiburg (Schweiz) 2006, ISBN 978-3-7278-1562-1, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die italienische Erinnerungskultur änderte sich signifikant während der Amtszeit Toaffs. Erst in den 1990er Jahren wurde die nationalsozialistische Vernichtungspolitik in der Öffentlichkeit als speziell gegen die Juden gerichtet wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Emiliano Perra |Hrsg= |Titel=Conflicts of Memory: The Reception of Holocaust Films and TV Programmes in Italy, 1945 to the Present |Verlag=Peter Lang |Datum=2010 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Italien wurde damals unter anderem&amp;amp;nbsp;die vatikanische Verlautbarung&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Wir erinnern uns: Nachdenken über die Shoah 1998]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;wie das Seligsprechungsverfahren für&amp;amp;nbsp;Pius XII.&amp;amp;nbsp;und die Heiligsprechung von&amp;amp;nbsp;[[Edith Stein]]&amp;amp;nbsp;1998 von öffentlichem Interesse,&amp;amp;nbsp;kritische Stimmen aus der jüdischen Gemeinde wurden zunehmend auch als spezifisch jüdisch wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt; Dabei sahen Toaff und die Journalistin und Gemeindevertreterin [[Tullia Zevi]] in &amp;#039;&amp;#039;Wir erinnern uns&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;einen wichtigen Schritt, was von jüngeren Mitgliedern der jüdischen Gemeinde eher verhalten kommentiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem palästinensischen Anschlag auf die [[Große Synagoge von Rom]] 1982 intensivierte Moretto den Druck auf [[Judenfeindlichkeit|Antisemiten]] und Sympathisanten der Terroristen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff&amp;quot; /&amp;gt; Die jüdische Gemeinde, die sich auch auf der [[Tiberinsel]] im [[Tempio dei Giovani]] versammelte und ein neues und attraktives jüdisches Viertel schuf, reagierte engagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff&amp;quot; /&amp;gt; Toaff deckte und unterstützte unter anderem öffentlichkeitswirksame Aktionen römischer Juden gegen neofaschistische Gruppierungen im Rom der 1990er Jahre und ebenso gegen die zeitweise befürchtete Einstellung des Gerichtsverfahrens gegen [[Erich Priebke]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ledeen: [http://tabletmag.com/jewish-news-and-politics/170184/italys-jewish-revival &amp;#039;&amp;#039;Amid Rising Anti-Semitism in Western Europe, Italian Jews Are Staging a Surprising Revival A strong communal response to a terrorist attack in the 1980s seeded a new generation of dynamic leaders.&amp;#039;&amp;#039;] In: Tablet Magazine, 25. April 2014 (englisch, abgerufen am 30. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Toaffs Wirken gehört aber auch die Verweigerung des [[Totengebet]]s für [[Benjamin Murmelstein]], den als kontrovers betrachteten Rabbiner der [[Israelitische Kultusgemeinde Wien|Israelitischen Kultusgemeinde Wiens]] sowie [[Judenrat|Judenältesten]] im [[Ghetto Theresienstadt]], den er am Rande des jüdischen Friedhofs begraben ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Moretto und Toaff geprägte Generation übernahm nach 2000 auch die politische Leitung der Gemeinde, unter anderem in der Person [[Riccardo Pacifici]]s, eines Enkels [[Riccardo Reuven Pacifici]]s. Sie reagierte mit Demonstrationen und Aktionen in Zusammenarbeit mit der nichtjüdischen Gemeinde auf den [[Mord an drei israelischen Jugendlichen 2014]] und den [[Anschlag auf das Jüdische Museum von Belgien 2014]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rolle im christlich-jüdischen Dialog ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Livorno Chiesa del Luogo Pio plaque 01.JPG|mini|Gedenkplatte an den Ruinen der &amp;#039;&amp;#039;Chiesa del Luogo Pio&amp;#039;&amp;#039; in Livorno zum Friedensgebet am 24. September 1986 von Kardinal [[Francis Arinze]], Rabbiner Toaff, Imam [[Abd Al Wahid Pallavicini]] und Pastor [[Davide Melodia]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elio Toaff förderte den christlich-jüdischen Dialog und war für Annäherungsversuche und Versöhnungsansätze von katholischer Seite offen und ein wichtiger Ansprechpartner. Eine wichtige Grundlage dabei war die Erklärung &amp;#039;&amp;#039;[[Nostra Aetate]]&amp;#039;&amp;#039; von 1965, ein bleibendes Vermächtnis des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]]. Der [[Heiliger Stuhl|heilige Stuhl]] hatte Israel 1984 anerkannt, schloss 1993 einen Grundlagenvertrag und nahm am 15. Juni 1994 mit Israel diplomatische Beziehungen auf. Dies fand aber strikt auf staatlicher (nicht religiöser) Ebene statt, es wurde damit auch kein ranghöchster Repräsentant der jüdischen Religion identifiziert oder offiziell anerkannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Eine Pein für die Kirche |Sammelwerk=Der Spiegel |Band=15 |Datum=1994 |Online=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683379.html |Abruf=2015-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 13. April 1986 empfing Toaff in der [[Große Synagoge von Rom|Synagoge von Rom]] [[Papst]] [[Johannes Paul II.]], der als erster Papst in der Kirchengeschichte eine Synagoge besuchte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bas&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.bistum-basel.ch/d/aktuell/pressespiegel/20011017_01.htm | wayback=20070730143958 | text=&amp;#039;&amp;#039;Elio Toaff – der nette Herr von nebenan.&amp;#039;&amp;#039;}} In: [[Neue Zürcher Zeitung]], 17. Oktober 2001 (abgerufen auf der Homepage des Bistums Basel).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Georg Weigel, einem amerikanischen katholischen Intellektuellen und Biographen von Johannes Paul II., trug dieser gerade wegen des offiziellen und symbolischen Charakters des Besuchs die kompletten [[Insigne|Insignien]], einschließlich [[Pektorale|Brustkreuz]]. Toaff habe im Vorfeld Bedenken dagegen angesprochen und intern im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;Wir sind uns einig geworden: Er kommt so angezogen wie immer&amp;#039;&amp;#039; kommentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;George Weigel: [http://www.nationalreview.com/article/417252/what-jews-and-christians-can-do-together-george-weigel What Jews and Christians can-do together], in National Review, 22. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. April 1994 fand im päpstlichen Auftrag ein Gedenkkonzert zur Erinnerung an die Shoah in der [[Vatikanische Audienzhalle|Sala Nervi]] im Vatikan statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerald O’Collins |Hrsg= |Titel=The Second Vatican Council on Other Religions |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2013 |ISBN= |Seiten=175}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;amp;nbsp; Elio Toaff nahm bei dem Konzert neben dem italienischen Staatspräsidenten [[Oscar Luigi Scalfaro]] und Papst Johannes Paul II. als Ehrengast teil, protokollarisch auf demselben Rang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Pope John Paul Attends First Vatican Concert That Memorializes Holocaust :  Religion: Pontiff looks on as concentration camp survivors light candles. American leads orchestra. |Sammelwerk=Los Angeles Times |Datum=1994 |ISSN=0458-3035 |Online=http://articles.latimes.com/1994-04-08/news/mn-43641_1_john-paul%20%3Cref%20name=%22LA%20Times%22 |Abruf=2015-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.holocaustchronicle.org/StaticPages/HolocaustScans/HiRes/1947/19470008000113 |titel=http://www.holocaustchronicle.org/StaticPages/HolocaustScans/HiRes/1947/19470008000113 |werk=www.holocaustchronicle.org |zugriff=2015-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Empfang des Papstes in der römischen Synagoge wie die weiteren Schritte einer politischen Annäherung des Heiligen Stuhls und des Staates Israels wurden auch von Rabbi [[Adin Steinsaltz]], einem wichtigen religiösen Führer und Talmudgelehrten in Israel begrüßt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Steinsaltz zufolge bedeutete die Annäherung aber keine Lösung der theologischen Fragen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; die gegenseitige Anerkennung im religiösen Sinne zwischen Christen und Juden sei nicht einfach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; An den klassischen jüdisch-christlichen Konferenzen hätten die israelischen [[Oberrabbiner]] und führende jüdische Gelehrte wenig oder kein Interesse. Bei solchen Veranstaltungen stünden (Übersetzung des Spiegel) &amp;#039;&amp;#039;meist gute Christen schlechten Juden&amp;#039;&amp;#039; gegenüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toaff nahm als ranghoher jüdischer Vertreter an den [[Weltgebetstreffen]] in Assisi teil, die zum ersten Mal am 27. Oktober 1986 auf Einladung Johannes Pauls II. veranstaltet wurden und ebenso 1993, 2002 und 2011 stattfanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wax&amp;quot;&amp;gt;André Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Nebeneinander oder miteinander vor dem Einen Gott? Eine Studie zur Frage des gemeinsamen Betens und Feierns von Juden, Christen und Muslimen.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann Verlag, 2010, ISBN 3-8309-7249-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Veranstaltungen werfen wichtige und grundlegende theologische Fragen zu Liturgie und Ablauf des gemeinsamen (oder parallelen) Betens und Feierns von Juden, Christen und Muslimen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wax&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 ehrte ihn Bürgermeister [[Walter Veltroni]] als Ehrenbürger Roms.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bas&amp;quot; /&amp;gt; Am 4. April 2005 erwies Toaff dem verstorbenen und aufgebahrten Papst die letzte Ehre. Toaff war neben [[Stanisław Dziwisz]] die einzige lebende Person, die im Testament des Papstes erwähnt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;&amp;gt;Eric J. Greenberg: [http://forward.com/news/3296/roman-rabbi-mentioned-in-pope-e2-80-99s-will/ &amp;#039;&amp;#039;Roman Rabbi Mentioned in Pope&amp;#039;s Will.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Jewish Daily Forward]].&amp;#039;&amp;#039; 15. April 2005 (englisch, abgerufen am 29. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
1941&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ctr.it/pdf_news.php?id=1042&amp;amp;table=news&amp;lt;/ref&amp;gt; heirateten Elio Toaff und Lia Luperini, eine Lehrerin. Sie bekamen zusammen vier Kinder: Ariel, Miriam, Daniel und Gadiel.&amp;lt;ref&amp;gt;Orazio La Rocca: [http://ricerca.repubblica.it/repubblica/archivio/repubblica/2005/02/06/incontro.html?refresh_ce L&amp;#039;incontro], La Repubblica, 8. Februar 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer seiner Söhne ist der israelische Historiker [[Ariel Toaff]], dessen umstrittene Thesen im Buch &amp;#039;&amp;#039;Passahfest des Blutes&amp;#039;&amp;#039; auch auf den Widerspruch von Elio Toaff trafen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/11571688/Elio-Toaff-rabbi-obituary.html &amp;#039;&amp;#039;Elio Toaff – Obituary.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[The Daily Telegraph]], 29. April 2015 (englisch, abgerufen am 30. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt; Elio Toaff starb am 19. April 2015 in Rom, wenige Tage vor seinem 100.&amp;amp;nbsp;Geburtstag,&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot; /&amp;gt; und wurde in seiner Heimatstadt Livorno beerdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Laura Montanari: [http://firenze.repubblica.it/cronaca/2015/04/20/news/addio_a_elio_toaff_il_rabbino_emerito_di_roma-112391704/ &amp;#039;&amp;#039;A Livorno i funerali di Elio Toaff. Il figlio Ariel: &amp;quot;Voleva tornare dai suoi avi&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[La Repubblica]], 20. April 2015 (italienisch, abgerufen am 30. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
2010 wurde die Fondazione Elio Toaff in Rom gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.arezzoweb.it/2010/nasce-a-roma-la-fondazione-elio-toaff-32261.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Ziel ist der Schutz und die Bewahrung des jüdischen Erbes in Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.liberoquotidiano.it/news/cronaca/11712871/roma-sotheby-s-asta-di-beneficenza-per-fondazione-toaff-2.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Museo Ebraico di Roma]] hat Toaff zwei Ausstellungen gewidmet. 2010&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ilsole24ore.com/art/SoleOnLine4/Tempo%20libero%20e%20Cultura/2010/05/museo-ebraico-mostra-rabbino-toaff.shtml?uuid=719ea6c0-56bf-11df-a6ca-2846584c0201&amp;amp;DocRulesView=Libero&amp;lt;/ref&amp;gt; anlässlich seines 95. Geburtstages und dann noch einmal 2015&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.famigliacristiana.it/articolo/toaff-100-anni-di-vita-in-mostra.aspx&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Karfreitagsfürbitte für die Juden|Perfidi giudei]], fratelli maggiori&amp;#039;&amp;#039; („Treulose Juden, große Brüder.“) 1987 (Autobiographie).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Essere ebreo.&amp;#039;&amp;#039; („Jude sein.“) Mit Alain Elkann, 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il Messia e gli ebrei.&amp;#039;&amp;#039; („Der Messias und die Hebräer.“) Mit Alain Elkann, Bompiani, 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2005/documents/hf_ben-xvi_let_20050430_rabbino-toaff_ge.html Botschaft von Papst Benedictus PP. XVI an Elio Toaff zu seinem 90. Geburtstag]&lt;br /&gt;
* [http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2015/2015-107a-50-Jahre-Nostra-aetate-Begruessung-Bischof-Mussinghoff.pdf Begrüßungsansprache] von [[Heinrich Mussinghoff]] am 21. Juni 2015&lt;br /&gt;
* [http://www.audiatur-online.ch/2015/04/23/rom-faschistische-graffiti-gegen-verstorbenen-rabbiner/ &amp;#039;&amp;#039;Rom: Faschistische Graffiti gegen verstorbenen Rabbiner.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11947395X|LCCN=n/88/56222|VIAF=268667054}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Toaff, Elio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großrabbiner (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum, Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (christlich-jüdischer Dialog)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Resistenzakämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Livorno)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2015]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Toaff, Elio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Großrabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. April 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Livorno]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. April 2015&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>