<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elias_James_Corey</id>
	<title>Elias James Corey - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elias_James_Corey"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elias_James_Corey&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T23:02:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elias_James_Corey&amp;diff=168478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elias_James_Corey&amp;diff=168478&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-26T07:12:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:E.J.Coreyx240.jpg|mini|E. J. Corey (2007)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elias James Corey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1928]] in [[Methuen (Massachusetts)|Methuen]], [[Massachusetts]]) ist ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Chemiker]] und [[Nobelpreisträger]]. Er ist [[Emeritierung|emeritierter]] Professor an der [[Harvard University]]. Seine Studien über fünf Jahrzehnte umfassen nahezu alle Bereiche der [[Organische Chemie|Organischen Chemie]] und hatten entscheidende Auswirkungen auf die [[Biochemie]] und die moderne medizinische Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeiten reichen von der grundlegenden Logik der chemischen [[Synthese (Chemie)|Synthese]] über die Entwicklung von nützlichen Reagenzien wie [[Pyridiniumchlorochromat]] oder [[Dithiane#1,3-Dithiane|1,3-Dithianen]] als [[Schutzgruppe]] für [[Carbonylverbindungen]] bis zur Erfindung zahlreicher Synthesemethoden. Coreys Erfindungen umfassen die [[metallorganische Chemie]], [[Katalyse|katalytische]] [[Enantioselektive Synthese|asymmetrische Reaktionen]] sowie mechanistische Erkenntnisse in bindungsbildenden Prozesse und führten zum ersten Einsatz von Computern für die Gestaltung von Synthesewegen. Die Synthese von komplexen [[bioaktiv]]en Verbindungen wie die mehrerer [[Prostaglandin]]e in den 1960er Jahren gelten bis heute als Meilenstein der [[Naturstoffsynthese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corey wurde mit über 70 wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet. 1990 erhielt er den [[Nobelpreis für Chemie]] &amp;#039;&amp;#039;für die Entwicklung der Theorie und Methodik der Synthese [[Organische Verbindung|organischer Verbindungen]]&amp;#039;&amp;#039;, insbesondere für seine Etablierung der [[Retrosynthese]]. E. J. Corey veröffentlichte über 1000 wissenschaftliche Publikationen und gehört zu den meistzitierten Autoren der Chemie.  Seine wissenschaftliche Schule brachte zahlreiche Industriechemiker sowie spätere Professoren und Nobelpreisträger wie [[Ryoji Noyori]] und [[Bengt Ingemar Samuelsson]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
E. J. Corey wurde 1928 in Methuen, einer Gemeinde etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilometer nördlich von [[Boston]] als Sohn libanesischer Christen unter dem Namen William Corey geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url= https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1990/corey-bio.html|titel= The Nobel Prize in Chemistry 1990: Elias James Corey – Biographical|zugriff=2013-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 18&amp;amp;nbsp;Monaten verlor er seinen Vater, seine Mutter änderte daraufhin seinen Vornamen in den Namen seines Vaters, Elias.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt; Seine Mutter legte ihren Haushalt mit dem seiner Tante zusammen, um die [[Weltwirtschaftskrise|Depressionsjahre]] wirtschaftlich mit ihren vier Kindern, zwei Söhnen und zwei Töchtern, zu überstehen. Sein Onkel vertrat die Vaterstelle.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mitgreatdome.jpg|mini|hochkant|Blick über den Charles River auf den Kuppelbau des M.I.T. und benachbarte Gebäude]]&lt;br /&gt;
Ab dem zwölften Lebensjahr besuchte er die katholische Saint Laurence O’Toole Grundschule in [[Lawrence (Massachusetts)|Lawrence]] und im Anschluss die Lawrence Public High School.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1945, mit 16 Jahren begann er ein Studium am [[Massachusetts Institute of Technology]]. Ursprünglich besonders an [[Mathematik]] interessiert, entschied er sich bald für ein Chemiestudium, da er von der [[Organische Chemie|Organischen Chemie]] und ihrer Relevanz für die menschliche Gesundheit fasziniert war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt; Zu seinen akademischen Lehrern gehörten unter anderem [[Arthur C. Cope]], [[John C. Sheehan]] und [[John D. Roberts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Professor an der University of Illinois ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 schloss er sein Studium mit dem [[Bachelor]]-Grad ab. Er blieb zunächst am M.I.T., wo er im Arbeitskreis von [[John C. Sheehan]] seine [[Dissertation]] über die Synthese von [[Penicillin]]en (&amp;#039;&amp;#039;The synthesis of N,N - diacylamino acids and analogs of penicillin&amp;#039;&amp;#039;) anfertigte und er 1951 promoviert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Academictree |chemistry |52177|Name=Elias James Corey|Datum=28. Januar 2018}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ebenfalls 1951 begann er seine erste Lehrtätigkeit als Instructor an der [[University of Illinois at Urbana-Champaign|University of Illinois, Urbana-Champaign]] unter [[Roger Adams]] und [[Carl S. Marvel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seine Interessen von der [[Theoretische Chemie|theoretischen]] bis zur [[Biochemie]] reichten, forschte und lehrte er ein breites Spektrum der Chemie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt; In den ersten drei Jahren forschte er auf dem Gebiet der [[Molekülorbitaltheorie]] und ihrer Bedeutung für die [[Stereochemie]] von Reaktionen. Schon im Jahr 1954, mittlerweile Assistenzprofessor, begann er mit der Untersuchung der Struktur und Synthese von [[Naturstoffe]]n. Mit 27&amp;amp;nbsp;Jahren erhielt er eine Stelle als Professor für Organische Chemie an der University of Illinois.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt; Er dehnte sein Forschungsgebiet auf die [[enantioselektive Synthese]], [[Komplexchemie]] und die Chemie der [[Enzyme]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Professor in Harvard ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Harvard college - science center.jpg|mini|hochkant|Science Center der Harvard University]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1957 erhielt Corey ein [[Guggenheim-Stipendium]]. Er verbrachte seinen Forschungsaufenthalt bei [[Robert B. Woodward]] und besuchte in Europa die Schweiz, London und [[Lund]]. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Überlegungen zur rationalen Synthese von Naturstoffen. Bei einem Aufenthalt bei [[Sune Bergström]] machte er die erste Bekanntschaft mit der Chemie von [[Prostaglandine]]n, die in den 1960er Jahren zur ersten Totalsynthese dieser Stoffgruppe führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Elias J. Corey, Niels H. Andersen, Robert M. Carlson, Joachim. Paust, Edwin. Vedejs, Isidoros. Vlattas, Rudolph E. K. Winter: &amp;#039;&amp;#039;Total synthesis of prostaglandins. Synthesis of the pure dl-E1, -F(&amp;lt;sub&amp;gt;1α&amp;lt;/sub&amp;gt;), -F(&amp;lt;sub&amp;gt;1β&amp;lt;/sub&amp;gt;), -A1, and -B1 hormones.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 90, 1968, S.&amp;amp;nbsp;3245–3247, [[doi:10.1021/ja01014a053]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Elias J. Corey, Isidoros. Vlattas, Niels H. Andersen, Kenn. Harding: &amp;#039;&amp;#039;A new total synthesis of prostaglandins of the E1 and F1 series including 11-epiprostaglandins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 90, 1968, S.&amp;amp;nbsp;3247–3248, [[doi:10.1021/ja01014a054]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1959 folgte Corey einen Ruf an die renommierte [[Harvard University]]. Zwei Jahre später, im September 1961 heiratete er Claire Higham, mit der er drei Kinder hat. Im Jahr 1968 wurde Corey auf den Sheldon Emory Lehrstuhl der Universität berufen. Die Chemiefakultät von Harvard war zu dieser Zeit mit [[Paul D. Bartlett]], [[Konrad Bloch]], [[Louis F. Fieser]], [[George Bogdan Kistiakowsky]], [[Eugene G. Rochow]], [[Frank H. Westheimer]], [[Edgar Bright Wilson]] und [[Robert B. Woodward]] prominent besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeit in Harvard waren zahlreiche bekannte Chemiker seine Doktoranden oder Postdoktoranden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Doktoranden (Auswahl):&lt;br /&gt;
* [[Hisashi Yamamoto]]&lt;br /&gt;
* [[William L. Jorgensen]]&lt;br /&gt;
* [[Dale L. Boger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Postdoktoranden (Auswahl)&lt;br /&gt;
* [[Emil Thomas Kaiser]]&lt;br /&gt;
* [[Bengt Ingemar Samuelsson]]&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Oppolzer]]&lt;br /&gt;
* [[Albert I. Meyers]]&lt;br /&gt;
* [[Dieter Seebach]]&lt;br /&gt;
* [[Dieter Enders ]]&lt;br /&gt;
* [[Kyriacos Costa Nicolaou]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Mulzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nobelpreis ===&lt;br /&gt;
E. J. Corey forschte in Harvard auf verschiedenen Gebieten wie der Totalsynthese komplexer Naturstoffe, neuer Synthesemethoden, molekularer Katalysatoren und der theoretischen Organischen Chemie, der [[Retrosynthese]] und den [[Reaktionsmechanismus|Reaktionsmechanismen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1990 wurde seine Karriere mit der Verleihung des [[Nobelpreis für Chemie|Nobelpreises für Chemie]] gekrönt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1990/|titel=The Nobel Prize in Chemistry 1990 – Elias James Corey|zugriff=2013-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte im Jahr 1998 der Selbstmord eines Corey-Schülers, der Corey und &amp;#039;&amp;#039;missbräuchliche Forschungsaufsicht&amp;#039;&amp;#039; in seinem Abschiedsbrief für seinen Selbstmord verantwortlich machte. Die Vorwürfe führten zu temporären Veränderungen wie die Einsetzung eines Advisory-Komitees.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.nytimes.com/1998/11/29/magazine/lethal-chemistry-at-harvard.html|titel=Lethal Chemistry at Harvard, bei nytimes.com|zugriff=2013-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich der Verleihung der Priestley-Medaille im Jahr 2004 behauptete Corey, er habe Robert B. Woodward die entscheidenden Hinweise zur Entdeckung der [[Woodward-Hoffmann-Regeln]] gegeben. [[Roald Hoffmann]] wies dies öffentlich zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Roald Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;A Claim on the Development of the Frontier Orbital Explanation of Electrocyclic Reactions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Chemie International Edition.&amp;#039;&amp;#039; 43, 2004, S.&amp;amp;nbsp;6586–6590, [[doi:10.1002/anie.200461440]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Anfängen seiner akademischen Karriere in New Jersey bis zum Jahr 2010 hatte Corey etwa 700 Mitglieder in seiner Arbeitsgruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://ejcorey.org/corey/members/members.php|titel=Members of the Corey Group since 1950|zugriff=2013-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit über 1100 Veröffentlichungen erhielt er im Jahr 2007 den &amp;#039;&amp;#039;Cycle of Excellence High Impact Contributor Award&amp;#039;&amp;#039; und galt im [[Hirsch-Index]] als Chemiker mit dem höchsten Einfluss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Supplied by Notch Communications |url=https://www.chemistryworld.com/news/hirsch-index-ranks-top-chemists/3001957.article |titel=Hirsch index ranks top chemists |werk=chemistryworld.com | sprache=en |datum=2007-04-26 |abruf=2023-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.hcs.harvard.edu/coreylab/publications/publications.php|titel=Publikationsliste von E. J. Corey, bei Harvard.edu|zugriff=2013-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsarbeiten ==&lt;br /&gt;
=== Retrosynthese und Umpolung, Computerunterstützte Syntheseanalyse ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Prostaglandin retro23-de.png|mini|500px|Retrosynthetische Analyse am Beispiel des Prostaglandins F&amp;lt;sub&amp;gt;2α&amp;lt;/sub&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Schon früh in seiner Karriere kam Corey mit der Synthese komplexer Moleküle in Berührung. In den 1950er Jahren war es üblich, die Synthese komplexer Moleküle über eine [[Versuch und Irrtum|Versuch-und-Irrtum]]-Methodik, ausgehend von kommerziell erhältlichen oder bereits anderswo beschriebenen Molekülen zu planen. Moleküle wie [[Morphin]] oder [[Cholesterin]] galten als kaum synthetisierbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lect&amp;quot;&amp;gt;E. J. Corey: &amp;#039;&amp;#039;The Logic of Chemical Synthesis: Multistep Synthesis of Complex Carbogenic Molecules (Nobel Lecture).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Chemie International Edition in English.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1991, S.&amp;amp;nbsp;455–465, [[doi:10.1002/anie.199104553]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die effiziente Herstellung hochkomplexer [[Molekül]]e zu ermöglichen, entwickelte Corey die sogenannte Retrosynthese. Dies ist eine Technik zur Planung von organischen Synthesen. Dabei wird ein Zielmolekül gedanklich in einfachere Vorläuferstrukturen, sogenannte [[Synthon]]s zerlegt ohne Annahmen über die möglichen [[Edukt]]e zu treffen. Je nach Komplexität des Moleküls werden die Vorläufermaterialien mit der gleichen Methode weiter zerlegt, bis einfache oder handelsübliche Strukturen erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Xue-Min Cheng: &amp;#039;&amp;#039;The Logic of Chemical Synthesis.&amp;#039;&amp;#039; Verlag John Wiley &amp;amp; Sons, ISBN 0-471-11594-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel der Retrosynthese ist strukturelle Vereinfachung. Eine Totalsynthese kann mehr als eine mögliche Syntheseroute haben. Die Retrosynthese ermöglicht die Prüfung verschiedener Synthesewege und vergleicht sie in einer logischen Weise. Mittels elektronischer [[Datenbank]] kann in jeder Stufe der Analyse geprüft werden, ob eine Vorläuferkomponente in der Literatur bereits beschrieben ist. In diesem Fall ist keine weitere Untersuchung dieser Verbindung erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lect&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Dieter Seebach]] entwickelte er das Konzept der [[Umpolung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Seebach: &amp;#039;&amp;#039;Methoden der Reaktivitätsumpolung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 91, 1979, S.&amp;amp;nbsp;259–278, [[doi:10.1002/ange.19790910404]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synthesereaktionen und Reagenzien ===&lt;br /&gt;
Darüber hinaus fand er zahlreiche weitere [[Synthese (Chemie)|Synthesereaktionen]], wie die [[CBS-Reduktion|Corey-Bakshi-Shibata-Reduktion]], die [[Corey-Fuchs-Reaktion]], die [[Corey-Kim-Oxidation]], die [[Corey-Winter-Eliminierung]], die [[Corey-House-Posner-Whitesides-Reaktion]], die [[Johnson-Corey-Chaykovsky-Reaktion]], die [[Corey-Seebach-Reaktion]], die [[Corey-Schmidt-Oxidation]], die [[Corey-Gilman-Ganem-Oxidation]] und die [[Corey-Suggs-Oxidation]]. Die Forschungen basieren auf grundlegenden theoretischen Modellen zur [[Stereochemie]], die mit Hilfe von [[Computersimulation]]en erarbeitet werden. Diese von ihm erarbeitete, theoretisch fundierte Herangehensweise an die Synthese wurde von Beobachtern als Umwälzung für die Chemie im 20. Jahrhundert gewertet. Weiterhin entwickelte er das Oxidationsmittel [[Pyridiniumchlorochromat]] mit dem beispielsweise Alkohole zum Aldehyd oxidiert werden können.&lt;br /&gt;
[[Datei:PCC mechanism.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corey erforschte ab 1965 die Verwendung von [[Dithiane#1,3-Dithiane|1,3-Dithianen]] als [[Schutzgruppe]] für [[Carbonylverbindung]]en und entwickelte in Zusammenarbeit mit [[Dieter Seebach]] das Konzept der [[Umpolung]]. Die Bildung der Dithiane, auch als [[Corey-Seebach-Reaktion]] bekannt, erfolgt durch direkte Umsetzung von [[1,3-Propanthiol]] mit Carbonylverbindungen, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, D. Seebach: &amp;#039;&amp;#039;Synthesis of 1,n-Dicarbonyl Derivates Using Carbanions from 1,3-Dithianes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Chemie International Edition in English.&amp;#039;&amp;#039; 4, 1965, S.&amp;amp;nbsp;1077, {{DOI|10.1002/anie.196510771}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Datei:Corey-Seebach-Reaktion-Mechanismus-V1.svg|Corey-Seebach-Reaktion|center]]&lt;br /&gt;
Die entstehenden 1,3-Dithiane &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; können durch Alkyllithiumverbindungen wie [[Butyllithium|&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Butyllithium]] unter Bildung eines Anions &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; deprotoniert werden. Durch anschließende Reaktion mit [[Elektrophil]]en und anschließender Entfernung der Schutzgruppe durch Quecksilberverbindungen wie [[Quecksilber(II)-chlorid]] oder [[Quecksilber(II)-oxid]] gelingt die Verknüpfung gleich gepolter Kohlenstoffatome, es bildet sich somit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bengt-Thomas Gröbel, Dieter Seebach: &amp;#039;&amp;#039;Umpolung of the reactivity of carbonyl compounds through sulfur-containing reagents. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Synthesis&amp;#039;&amp;#039;, 1977.6 (1977): S.&amp;amp;nbsp;357–402.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totalsynthesen ===&lt;br /&gt;
Im Arbeitskreis von Corey wurden viele verschiedene Naturstoffe synthetisiert, darunter [[Longifolen]]&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Masaji Ohno, Paul A. Vatakencherry, Rajat B. Mitra: &amp;#039;&amp;#039;Total Synthesis of d,l-Longifolene.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 83, 1961, S.&amp;amp;nbsp;1251–1253, [[doi:10.1021/ja01466a056]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1021/ja01057a039&amp;quot;&amp;gt;E. J. Corey, Masaji. Ohno, Rajat B. Mitra, Paul A. Vatakencherry: &amp;#039;&amp;#039;Total Synthesis of Longifolene.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 86, 1964, S.&amp;amp;nbsp;478–485, [[doi:10.1021/ja01057a039]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Ginkgolide]]&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Arun K. Ghosh: &amp;#039;&amp;#039;Total synthesis of ginkgolide a.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tetrahedron Letters.&amp;#039;&amp;#039; 29, 1988, S.&amp;amp;nbsp;3205–3206, {{DOI|10.1016/0040-4039(88)85122-0}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;J. Corey, Myung Chol 1988&amp;quot;&amp;gt;E. J. Corey, Myung Chol. Kang, Manoj C. Desai, Arun K. Ghosh, Ioannis N. Houpis: &amp;#039;&amp;#039;Total synthesis of (±)-ginkgolide B.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 110, 1988, S.&amp;amp;nbsp;649–651, [[doi:10.1021/ja00210a083]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Lactacystin]]&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Gregory A. Reichard: &amp;#039;&amp;#039;Total synthesis of lactacystin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 114, 1992, S.&amp;amp;nbsp;10677–10678, [[doi:10.1021/ja00052a096]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Miroestrol]]&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Laurence I. Wu: &amp;#039;&amp;#039;Enantioselective total synthesis of miroestrol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 115, 1993, S.&amp;amp;nbsp;9327–9328, [[doi:10.1021/ja00073a074]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Ecteinascidin 743]]&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, David Y. Gin, Robert S. Kania: &amp;#039;&amp;#039;Enantioselective Total Synthesis of Ecteinascidin 743.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 118, 1996, S.&amp;amp;nbsp;9202–9203, [[doi:10.1021/ja962480t]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.whocc.no/atc_ddd_index/?code=L01CX01|titel=WHO Collaborating Centre for Drug Statistics: Einstufung Trabectedin|zugriff=2013-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Salinosporamid A]].&amp;lt;ref&amp;gt;Leleti Rajender Reddy, P. Saravanan, E. J. Corey: &amp;#039;&amp;#039;A Simple Stereocontrolled Synthesis of Salinosporamide A.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 126, 2004, S.&amp;amp;nbsp;6230–6231, [[doi:10.1021/ja048613p]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1978 synthetisierte Corey [[Gibberellinsäure]], ein wichtiges Pflanzenhormon mit komplizierter Struktur. Die Synthese von (+)-Ginkgolid A, Wirkstoff, der im [[Ginkgo]]-Baum vorkommt und in der chinesischen [[Volksmedizin]] zur Behandlung von [[Durchblutungsstörung]]en bei älteren Menschen und bei [[Asthma]] verwendet wird, ist aufgrund seiner komplizierten Struktur eine Herausforderung für die Synthesechemie. Der Umsatz alleine dieses Naturprodukts wird auf jährlich 500&amp;amp;nbsp;Millionen Dollar geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1990/press.html|titel=Press Release zur Nobelpreisverleihung|werk=Nobelprize.org|zugriff=2014-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corey synthetisierte auch medizinisch wichtige Produkte aus der von ihm so genannten Familie der [[Eicosanoide]] wie Prostaglandine und Leukotriene. Diese Verbindungen sind in die Regulierungsfunktionen für viele physiologische Prozesse wie der [[Reproduktion (Biologie)|Reproduktion]], der [[Blutgerinnung]] und pathologische Prozesse im [[Immunsystem]] eingebunden. Die Bedeutung dieser Stoffgruppe wurde unterstrichen durch die Verleihung des [[Nobelpreis für Physiologie oder Medizin|Nobelpreises 1982 für Physiologie oder Medizin]] an Sune Bergström, [[Bengt Samuelsson]] und Sir [[John Robert Vane]] für die Entdeckung der Prostaglandinen und verwandte, biologisch aktive Substanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1982/bergstrom-lecture.html|titel=The Nobel Prize in Physiology or Medicine 1982 – Sune K. Bergström, Bengt I. Samuelsson, John R. Vane|zugriff=2014-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Prostaglandin F2alpha.svg|mini|hochkant|Struktur von Prostaglandin F&amp;lt;sub&amp;gt;2α&amp;lt;/sub&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Coreys Arbeitsgruppe synthetisierte über 250 hochkomplexe organische Moleküle, darunter Eicosanoide wie [[Prostaglandine]] und [[Leukotriene]].&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey: &amp;#039;&amp;#039;Impossible Dreams.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Organic Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; 69, 2004, S.&amp;amp;nbsp;2917–2919, [[doi:10.1021/jo049925d]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prostaglandine sind eine Familie von Lipiden, die im Jahre 1935 von [[Ulf von Euler]] und zeitgleich von M. W. Goldblatt in der menschlichen [[Samenflüssigkeit]] entdeckt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;U. S. Euler: &amp;#039;&amp;#039;Über die Spezifische Blutdrucksenkende Substanz des Menschlichen Prostata- und Samenblasensekretes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 14, 1935, S.&amp;amp;nbsp;1182–1183, [[doi:10.1007/BF01778029]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. W. Goldblatt: &amp;#039;&amp;#039;Properties of human seminal plasma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Journal of Physiology]].&amp;#039;&amp;#039; 84.2 (1935), S.&amp;amp;nbsp;208–218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Prostaglandine sind Fettsäurederivate mit 20&amp;amp;nbsp;Kohlenstoffatomen und werden biochemisch aus [[Essentielle Fettsäure|essentiellen Fettsäuren]] gewonnen. Sie weisen eine Vielzahl von [[Pharmakologie|pharmakologischen]] Wirkungen auf. Prostaglandine wirken als Stimulanzien der [[Glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] und inhibieren die [[Lipolyse]], die [[Thrombozyten]]aggregation und die Bildung von [[Magensaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sune Bergström, Lars A. Carlson, James R. Weeks: &amp;#039;&amp;#039;The prostaglandins: a family of biologically active lipids.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pharmacological Reviews]]&amp;#039;&amp;#039; 20.1 (1968), S.&amp;amp;nbsp;1–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Reihe von klassischen Veröffentlichungen beschrieb Corey 1968 und 1969 mehrere elegante Synthesemethoden, welche die Grundlage für die meisten synthetischen Arbeiten in der Prostaglandin-Chemie sind.&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Isidoros. Vlattas, Niels H. Andersen, Kenn. Harding: &amp;#039;&amp;#039;A new total synthesis of prostaglandins of the E1 and F1 series including 11-epiprostaglandins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 90, 1968, S.&amp;amp;nbsp;3247–3248, [[doi:10.1021/ja01014a054]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Ned M. Weinshenker, Thomas K. Schaaf, Willy Huber: &amp;#039;&amp;#039;Stereo-controlled synthesis of dl-prostaglandins F2α and E2.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 91, 1969, S.&amp;amp;nbsp;5675–5677, [[doi:10.1021/ja01048a062]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Synthese von Prostaglandin F&amp;lt;sub&amp;gt;2α&amp;lt;/sub&amp;gt; stellt wegen der Anwesenheit von cis- und trans-[[Olefine]]n sowie fünf [[Stereozentrum|asymmetrischen Kohlenstoffatomen]] eine Herausforderung für die chemische Synthese dar. Corey retrosynthetische Analyse begann zunächst mit der Trennung der beiden Kohlenstoffketten in Synthons, die mittels einer [[Wittig-Reaktion]] und einer [[Horner-Wadsworth-Emmons-Reaktion]] wieder zum Zielprodukt umgesetzt werden können. Die Wittig-Reaktion liefert das cis-Olefin, während die Horner-Wadsworth-Emmons-Reaktion das trans-Olefin produziert. Die [[Reduktion (Chemie)|Reduktion]] der Keto-Gruppe am [[Phosphonate|Phosphonat]] mittels [[Zinkborhydrid]] verlief nicht stereoselektiv und lieferte noch das 1:1-[[Diastereomere]]ngemisch. Später gelang diese Synthese mittels der von Corey mitentwickelten [[CBS-Katalysatoren]] im hohen Diasteromerenüberschuss.&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Corey, Raman K. Bakshi, Saizo Shibata, Chung Pin Chen, Vinod K. Singh: &amp;#039;&amp;#039;A stable and easily prepared catalyst for the enantioselective reduction of ketones. Applications to multistep syntheses.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 109, 1987, S.&amp;amp;nbsp;7925–7926, [[doi:10.1021/ja00259a075]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Iodierung (Chemie)#Addition|Iodlactonisierung]] führt zu einem [[Allylalkohol]] und einem weiteren Zwischenprodukt, aus dem mittels regioselektiver [[Baeyer-Villiger-Oxidation]] ein einfaches [[Diels-Alder-Reaktion|Diels-Alder-Addukt]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ginkgolide.svg|mini|hochkant|Grundstruktur der Ginkgolide]]&lt;br /&gt;
Corey synthetisierte &amp;#039;&amp;#039;[[Ginkgolide]] B&amp;#039;&amp;#039;, ein natürlich im [[Ginkgo]]baum vorkommender Wirkstoff, der in der [[Traditionelle chinesische Medizin|traditionellen chinesischen Medizin]] seit 5.000 Jahren zur Behandlung von [[Asthma]] und Kreislaufproblemen dient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;J. Corey, Myung Chol 1988&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oseltamivir ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oseltamivir Structural Formula V2.svg|mini|hochkant|Strukturformel von Oseltamivir]]&lt;br /&gt;
2006 veröffentlichte Corey eine Synthese von [[Oseltamivir]] (das von der Firma [[Hoffmann-La Roche|Roche]] unter dem Markennamen &amp;#039;&amp;#039;Tamiflu&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; vertrieben wird), die nicht von der [[Shikimisäure]] ausging,&amp;lt;ref name= &amp;quot;corey&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;A Short Enantioselective Pathway for the Synthesis of the Anti-Influenza Neuramidase Inhibitor Oseltamivir from 1,3-Butadiene and Acrylic Acid&amp;#039;&amp;#039; Ying-Yeung Yeung, Sungwoo Hong, and E. J. Corey [[J. Am. Chem. Soc.]]; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2006&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; 128(19) S. 6310 −6311; (Communication)&lt;br /&gt;
{{DOI|10.1021/ja0616433}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nahm aber im Gegensatz zur Arbeitsgruppe von [[Masakatsu Shibasaki]] keinen [[Patent]]schutz, um eine Synthese für jedermann zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pubs.acs.org/cen/news/84/i18/8418notw1.html Research groups in the U.S. and Japan develop routes that avoid shikimic acid] &amp;#039;&amp;#039;[[Chemical &amp;amp; Engineering News]]&amp;#039;&amp;#039;  2006  Volume 84, Nr. 18, S. 5. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
E. J. Corey erhielt viele Ehrungen und Auszeichnungen. So wurde er 1960 in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt und 1966 in die [[National Academy of Sciences]]. Er erhielt 1968 den [[Ernest Guenther Award]] und 1973 den [[Dickson Prize in Science]] sowie den [[Linus Pauling Award]], 1983 den [[Tetrahedron-Preis]], 1988 den [[Robert Robinson Award]], die [[Benjamin Franklin Medal (Franklin Institute)|Franklin-Medaille]] im Jahr 1978, die [[Paul-Karrer-Medaille]] 1982, den [[Wolf-Preis]] in Chemie 1986 und den [[National Medal of Science]]. Im Jahr 1989 wurde er mit dem [[Japan-Preis]] ausgezeichnet. Nach dem Gewinn des [[Nobelpreis]]es für Chemie im Jahr 1990 erhielt er 1993 den [[Roger Adams Award]] und im Jahr 2004 die [[Priestley-Medaille]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://pubs.acs.org/cen/topstory/8113/8113notw3.html|titel=Priestley Medal goes to E. J. Corey, bei Pubs.acs.org|zugriff=2013-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://chemistry.harvard.edu/people/e-j-corey|titel=E. J. Corey, Sheldon Emory Professor Emeritus, Homepage Coreys an der Harvard University|zugriff=2013-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Corey erhielt 19 [[Ehrendoktor]]würden von verschiedenen Universitäten, darunter die [[Oxford University]] und die [[Cambridge University]]. Im Jahr 2013 wurde das E.J. Corey Institute of Biomedical Research (CIBR) in [[Jiangyin]] eröffnet. 2014 erhielt er die [[Sir Derek H. Barton Gold Medal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monographien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Logic of Chemical Synthesis.&amp;#039;&amp;#039; Verlag John Wiley &amp;amp; Sons, 1995, ISBN 0-471-11594-0.&lt;br /&gt;
* mit Barbara Czakó und László Kürti: &amp;#039;&amp;#039;Molecules and Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Verlag John Wiley &amp;amp; Sons, 2007, ISBN 978-0-470-22749-7.&lt;br /&gt;
* mit László Kürti: &amp;#039;&amp;#039;Enantioselective Chemical Synthesis.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Academic Press, 2013, ISBN 978-0-615-39515-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aufsätze (Auswahl)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* mit [[Dieter Enders]]: &amp;#039;&amp;#039;Synthesewege zu polyfunktionellen Molekülen über metallierte Dimethylhydrazone.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chemische Berichte.&amp;#039;&amp;#039; 111, 1978, S.&amp;amp;nbsp;1362–1383, [[doi:10.1002/cber.19781110414]].&lt;br /&gt;
* Elias James Corey: &amp;#039;&amp;#039;The Logic of Chemical Synthesis: Multistep Synthesis of Complex Carbogenic Molecules (Nobel Lecture).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Chemie International Edition in English.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1991, S.&amp;amp;nbsp;455–465, [[doi:10.1002/anie.199104553]]&lt;br /&gt;
* mit Teck Peng Loh, Thomas D. Roper, Mihai D. Azimioara und Mark C. Noe: &amp;#039;&amp;#039;The origin of greater than 200:1 enantioselectivity in a catalytic Diels-Alder reaction as revealed by physical and chemical studies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 114, 1992, S.&amp;amp;nbsp;8290–8292, [[doi:10.1021/ja00047a050]].&lt;br /&gt;
* mit Gregory A. Reichard: &amp;#039;&amp;#039;Total synthesis of lactacystin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 114, 1992, S.&amp;amp;nbsp;10677–10678, [[doi:10.1021/ja00052a096]].&lt;br /&gt;
* mit Laurence I. Wu: &amp;#039;&amp;#039;Enantioselective total synthesis of miroestrol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 115, 1993, S.&amp;amp;nbsp;9327–9328, [[doi:10.1021/ja00073a074]].&lt;br /&gt;
* mit Mark C. Noe: &amp;#039;&amp;#039;Rigid and highly enantioselective catalyst for the dihydroxylation of olefins using osmium tetraoxide clarifies the origin of enantiospecificity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 115, 1993, S.&amp;amp;nbsp;12579–12580, [[doi:10.1021/ja00079a045]].&lt;br /&gt;
* mit S. P. T. Matsuda und B. Bartel: &amp;#039;&amp;#039;Molecular cloning, characterization, and overexpression of ERG7, the Saccharomyces cerevisiae gene encoding lanosterol synthase.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences]].&amp;#039;&amp;#039; Band 91, 1994, S.&amp;amp;nbsp;2211.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000019694|Elias J. Corey||In: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv.&amp;#039;&amp;#039; 24/2008 vom 10. Juni 2008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|E.J. Corey}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.nobelprize.org/uploads/2018/06/corey-lecture.pdf |titel=The Logic of Chemical Synthesis: Multistep Synthesis of Complex Carbogenic Molecules (Nobel Lecture) (PDF-Datei) auf &amp;#039;&amp;#039;nobelprize.org&amp;#039;&amp;#039;|zugriff=2024-05-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Naviblock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Träger des Wolf-Preises in Chemie&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115759182|LCCN=n/83/2396|VIAF=66530295|NDL=00655623}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Corey, Elias James}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elias James Corey| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent des Massachusetts Institute of Technology]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der National Medal of Science]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Japan-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Corey, Elias James&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Corey, E. J.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Methuen (Massachusetts)|Methuen]], Massachusetts&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>