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	<title>Elias Hayum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T14:38:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elias_Hayum&amp;diff=422818&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stolp: Herzog Carl Alexander von Württemberg</title>
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		<updated>2025-08-27T07:01:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herzog Carl Alexander von Württemberg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Elias Hayum (ÖaL 1735).jpg|mini|Elias Hayum (Mayer), Hof- und Milizfaktor um 1735]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elias Hayum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Elias Mayer&amp;#039;&amp;#039;; geb. [[1709]] in [[Pfersee]] (heute ein Stadtteil von [[Augsburg]]); gest. [[26. Mai]] [[1766]] in [[Mannheim]]) war [[Hofjude]] und Händler in [[Stuttgart]] (erwähnt ab 1734), [[Kurfürst|kurfürstlich]] [[Kurpfalz|pfälzischer]] [[Hoffaktor|Hof- und Milizfaktor]] zu Mannheim (ab 1740), [[Pfalz-Zweibrücken|pfälzisch-Zweibrücker]] Hof- und Milizfaktor (1760), Erster Vorsteher der [[Jüdisches Leben in Mannheim|israelitischen Gemeinde zu Mannheim]] (ab 1747) und Stifter der Elias-Hayum-[[Klaus (Schule)|Klaus]] (1766).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Elias Hayum, seiner Herkunft nach auch &amp;#039;&amp;#039;Elias Bingen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Elias Stuttgart&amp;#039;&amp;#039; genannt, war der Sohn des Hayum Elias Bingen (ca. 1680–1768) aus Pfersee und der Kela geb. Ulmo. Er entstammte einer alten [[Rabbiner]]-Familie. Sein Großvater Joseph Elias (ca. 1645–1701) war noch in [[Krakau]] geboren und um 1690 als Rabbiner nach [[Bingen am Rhein|Bingen]] gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hayum heiratete 1733 in Stuttgart Judle Schloß (* um 1710 in Stuttgart; † 1765 in Mannheim), die Tochter des Stuttgarter Händlers und Hoffaktors Marx Nathan, genannt [[Mardochai Schloß]]. Er ist Stammvater der Mannheimer Fabrikanten- und Bankiers-Familie Mayer und Vater des [[Elias Mayer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Elias Hayum kam aus seinem Geburtsort Pfersee, heute ein Stadtteil von [[Augsburg]], nach Stuttgart, wo er sich unter dem Schutz des [[Carl Alexander (Württemberg)|Herzogs Carl Alexander von Württemberg]] mit ausschließlicher Erlaubnis, in Stuttgart zu wohnen, für einige Jahre unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Elias Bing&amp;#039;&amp;#039; aufhielt. Der früheste Hinweis stammt aus Anfang 1734, als der spätere Sekretär des [[Joseph Süß Oppenheimer]], der in [[Neckarsulm]] wohnberechtigte Nathan Marum, zu Elias Hayum nach Stuttgart kam, um einen alten Geldstreit mit ihm zu erledigen. Dort wurde er auch 1736 und 1737 als Händler für „Wachslichter und Nachtstöcke“ erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hayum muss bereits zu dieser Zeit ein bedeutender Kaufmann bzw. Händler gewesen sein, hatte er doch schon Handelsbeziehungen nach [[Wien]], stand zudem in sehr enger Geschäftsbeziehung zu Joseph Süß Oppenheimer, dem späteren [[Geheimer Rat|Geheimen Finanzrat]] des Herzogs, und war für diesen ein wichtiger [[Zulieferer|Sublieferant]] für Gold und Silber für die Stuttgarter Münze. Süß bot ihm wohl deshalb auch 1736, d.&amp;amp;nbsp;h. vor seinem politischen Sturz, die Verpachtung der Münze an, wozu es allerdings nicht mehr kam. Auch als Unterlieferant für Armeelieferungen (u.&amp;amp;nbsp;a. auch für Heu) stand Elias während des Feldzuges 1735 mit Süß in Geschäftsbeziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Lemle-Moses-Klaussynagoge (um 1900).jpg|mini|Die Mannheimer [[Lemle-Klaus-Synagoge (Mannheim)|Lemle-Moses-Klausynagoge]] um das Jahr 1900]]&lt;br /&gt;
Während des Prozesses gegen Süß Oppenheimer und der Verfolgung der Stuttgarter Juden kam auch Elias Hayum am 23. März 1737 in Haft, wurde aber – nach Intervention seiner Ehefrau am 4. April – gegen Zahlung einer Kaution von 10.000 [[Gulden|fl]] bereits am 13. April 1737 freigelassen, was ihn somit als relativ „unbelastet“ auszeichnet. Allerdings stand er seitdem unter Stadtarrest. Im Juni 1737 wurde er beschuldigt, den [[Gochsheim (Kraichtal)|Gochsheimer]] Juden Baruch illegal seit etwa fünf Tagen in seinem Haus zu beherbergen, weshalb beide in der [[Stuttgarter Hauptwache]] eingesperrt wurden. Elias Hayum kam jedoch bald wieder frei. Da er aber noch immer unter Stadtarrest stand, bat er im September 1737 offiziell um die Erlaubnis, zu den Feierlichkeiten des jüdischen [[Rosch ha-Schana|Neujahrsfestes]] nach Pfersee in sein Elternhaus entlassen zu werden. Am 24. April 1738 – also erst nach Oppenheimers Hinrichtung am 4. Februar 1738 – bat Hayum um die Freigabe seiner vor einem halben Jahr geleisteten Kaution, was er mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten begründete, doch anscheinend ohne Erfolg, da noch 1740 „in Arrest belegte Activa des Hofjuden Hayum“ in den Süß-Prozessakten erwähnt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süß Oppenheimers Hinrichtung wurden entsprechend den Verfügungen von 1739 und 1740 die meisten Juden aus Stuttgart vertrieben. So musste auch Elias Hayum seine Wahlheimat bald verlassen und zog nach Mannheim, wo er in späteren Urkunden entsprechend seiner Herkunft auch als &amp;#039;&amp;#039;Elie Stutgard&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. In Mannheim wurde er bereits im Jahre 1740 erstmals als „Churpfälz. Hof-Factor Jude Elias Hayum“ erwähnt, als er das Haus Nr. 5 im [[Quadratestadt|Quadrat]] D6 kaufte. &lt;br /&gt;
[[File:Karl Theodor, Kurfürst von der Pfalz und Bayern (Litho 1790er).jpg|mini|[[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Karl Theodor, Kurfürst von der Pfalz und Bayern]] (1724–1799)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1747 war er Vorsteher der israelitischen Gemeinde zu Mannheim. Später (1751) kaufte sich der „[[Schutzjude]] Elias Hayum“ für 3850 fl noch das Haus Nr. 19/20 im Quadrat G2. In seiner Funktion als Gemeindevorsteher sicherte er durch persönlichen Einsatz und Übernahme einer Schuldforderung 1758 den Fortbestand der 1708 erbauten [[Lemle-Moses-Klaus]], einem Lehrhaus für [[Tora]]- und [[Talmud]]-Studien mit angeschlossener [[Synagoge]]. Im Jahre 1760 wurde er auch als pfälzisch Zweibrücker Hof- und Milizfaktor erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Ausnutzung seines hohen Ansehens am Fürstenhof und innerhalb seiner eigenen Gemeinde sicherte Elias Hayum den Schutz der Mannheimer jüdischen Gemeinde noch kurz vor seinem Tod 1766 durch den Kauf einer Konzession vom [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Kurfürsten Karl Theodor]] zum Bau einer später nach ihm benannten [[Klaus (Schule)|Klaus]], im Volksmund auch nach seiner Herkunft einfach „Stuttgarter Schule“ genannt, die bis 1880 bestand, und durch testamentarische Stiftung von 24.000 fl mit der Maßgabe, von deren Zinsen „seine zehn Klaus-Rabbiner zu besolden, arme Mädchen aus der Verwandtschaft oder sonst Berechtigte auszusteuern und Unterstützungen an arme Verwandte zu gewähren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Sein Sohn [[Elias Mayer]] (1733/37–1803), Oberhof- und Milizfaktor in Mannheim&lt;br /&gt;
* Sein Enkel [[Gottschalk Mayer]] (1761–1835), Hoffaktor in Mannheim&lt;br /&gt;
* Sein Schwiegervater Marx Nathan/[[Mardochai Schloß]] (1672–1747/48), Hoffaktor in Stuttgart&lt;br /&gt;
* [[Jüdisches Leben in Mannheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sigismund von Dobschütz: &amp;#039;&amp;#039;Die Vorfahren der Elisabeth Goldschmidt aus Kassel und Mannheim&amp;#039;&amp;#039;. Erstveröffentlichung in: „Hessische Familienkunde“ (HFK), Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der familienkundlichen Gesellschaften in Hessen, Bd. 24, Heft 4/1998, S. 161f., Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt / Aisch, 1998, {{ISSN|0018-1064}}.&lt;br /&gt;
** Neuveröffentlichung mit Ergänzungen und Korrekturen in: „Maajan – Die Quelle“, Schweizerische Vereinigung für jüdische Genealogie, Zürich 2005, {{ISSN|1011-4009}}.&lt;br /&gt;
* [[Hellmut G. Haasis]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß; Finanzier, Freidenker, Justizopfer&amp;#039;&amp;#039;, Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1998, Heft 76, ISBN 3-499-61133-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Elias Hayum in Mannheim unter [http://www.alemannia-judaica.de/mannheim_synagoge_a.htm www.alemannia-judaica.de]&lt;br /&gt;
* Erwähnung unter [http://www.mannheim.de/tourismus-entdecken/max-gruenewald-platz-hauptsynagoge Max-Grünewald-Platz - Hauptsynagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1292266163|LCCN=|NDL=|VIAF=3795168657977919520008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hayum, Elias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1709]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1766]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hayum, Elias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mayer, Elias; Mayer, Elias Hayum; Elias Bingen; Elias Stuttgart&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Hof- und Milizfaktor in Mannheim&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1709&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pfersee]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Mai 1766&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stolp</name></author>
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