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	<title>Elias Bierdel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T05:10:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elias_Bierdel&amp;diff=144725&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-01-19T08:31:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Elias Bierdel 3.jpg|mini|hochkant|Elias Bierdel (2011)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elias Bierdel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. November]] [[1960]] in [[Berlin]]) ist ein deutscher Journalist. Er arbeitet seit 2010 am [[Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung|Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung]]. Er war von 2002 bis 2004 Leiter und Vorsitzender der [[Hilfsorganisation]] [[Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.&amp;amp;nbsp;V.|Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur im Jahre 1979 studierte Bierdel von 1980 bis 1983 [[Wirtschaftswissenschaften|Wirtschafts-]] und [[Sozialwissenschaften]]. Anschließend arbeitete er als [[Volontär]] bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Westdeutsche Allgemeine Zeitung|Westdeutschen Allgemeinen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. 1985 wurde er [[Redakteur]] bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Westfälische Rundschau|Westfälischen Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;. Von 1986 bis 1993 betätigte er sich als Freier [[Journalist]] in [[Rundfunk]] und [[Fernsehen]]. 1994 wechselte er als Redakteur zum [[Deutschlandfunk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Tätigkeit als Hörfunk-[[Korrespondent]] im [[ARD]]-Studio [[Südosteuropa]] in [[Wien]] berichtete er besonders ausgiebig aus dem [[Kosovo]]. Er war einer der letzten Journalisten, die das Land verließen, als die [[NATO]] mit Luftangriffen in den [[Kosovo-Krieg]] eingriff. Dort machte er auch Bekanntschaft mit der Hilfsorganisation &amp;#039;&amp;#039;Cap Anamur&amp;#039;&amp;#039;. 2002 wurde er Projektmitarbeiter für &amp;#039;&amp;#039;Cap Anamur&amp;#039;&amp;#039; in [[Afghanistan]]. Im Dezember 2002 wurde er in den Vorstand der Organisation gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juli 2004 geriet er in die Schlagzeilen, als er von den italienischen Behörden festgenommen wurde, nachdem er mit dem Hilfsschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Cap Anamur (Schiff, 1983)|Cap Anamur]]&amp;#039;&amp;#039; 37 afrikanische Flüchtlinge in [[Porto Empedocle]] auf Sizilien an Land gebracht hatte, die von der Hilfsorganisation aus Seenot gerettet worden waren. Die italienischen Behörden hatten die Anlandung zunächst genehmigt, dann die Erlaubnis jedoch wieder zurückgezogen. Daraufhin drohten mehrere afrikanische Flüchtlinge an Bord mit Selbstmord und zwangen den Kapitän des Schiffes so zur Erklärung einer Notlage und zur ultimativen Aufforderung an die italienischen Behörden, die Hafeneinfahrt zu genehmigen. Dies wurde am Folgetag zugesagt; nach der Anlandung aber wurden alle 37 Geretteten festgesetzt, Bierdel, der Kapitän Stefan Schmidt und der erste Offizier Vladimir Daschkewitsch wegen „Schlepperei“ inhaftiert und das Schiff als „Tatwerkzeug“ beschlagnahmt. In der Folge wurde gegen die Verhafteten wegen „Beihilfe zu illegaler Einreise“ ermittelt, sie kamen jedoch – begleitet von zahlreichen Sympathiekundgebungen in ganz Italien – am 16. Juli 2004 wieder frei. Infolge dieser Ereignisse wurde Bierdel auf seinem Posten als Vorsitzender des Komitees Cap Anamur allerdings nicht wiedergewählt und sein Verhalten und das seiner Crew auch vom ehemaligen Vorsitzenden der Organisation, [[Rupert Neudeck]], kritisiert. Im November 2006 wurde in [[Agrigent]] auf Sizilien der Prozess gegen Elias Bierdel und seine zwei Mitangeklagten eröffnet. Am 7. Oktober 2009 wurden Bierdel und seine beiden Mitangeklagten von einem Gericht im sizilianischen Agrigent freigesprochen, weil ein Schiffsführer, der auf hoher See Emigranten aus Gefahr rettet, internationalen Seerechtsverpflichtungen der Seerettung nachkommt und dies nach nationalem Recht nicht strafbar sein kann.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;A Guide to State Practice in International Humanitarian Law&amp;#039;&amp;#039;. erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Yearbook of International Humanitarian Law 2010&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Schmitt und Arimatsu, Cambridge University Press 2011, ISBN 978-90-6704-810-1, S. 545.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro gefordert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts20091007&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;!--{{Tagesschau|ID=capanamur114|Beschreibung=tagesschau.de|AlteURL=http://www.tagesschau.de/ausland/capanamur114.html}}--&amp;gt;{{Webarchiv|url= http://www.tagesschau.de/ausland/capanamur114.html| wayback= 20091010132527| text= &amp;#039;&amp;#039;Freisprüche im Fall Cap Anamur.&amp;#039;&amp;#039;}} 7. Oktober 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/politik/retter-nicht-schlepper-11489951.html |titel=Retter, nicht Schlepper |titelerg=Cap Anamur |autor=Matthias Thieme |werk=Frankfurter Rundschau |datum=2009-10-07 |zugriff=2011-05-13   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ereignisse, die zu der Verhaftung führten, schrieb Elias Bierdel das Buch &amp;#039;&amp;#039;Ende einer Rettungsfahrt&amp;#039;&amp;#039; (Verlag Ralf Liebe, September 2006). In diesem Buch schildert er seine Sicht der Hergänge und die ganze Geschichte des Schiffs &amp;#039;&amp;#039;Cap Anamur&amp;#039;&amp;#039; – vom Umbau im Lübecker Hafen bis zur [[Beschlagnahme]] durch den italienischen Staat. Zugleich thematisiert er die Flüchtlingsproblematik auf hoher See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2007 ist Bierdel Gründungsmitglied und Vorstand der Organisation [[Borderline-europe|borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.&amp;amp;nbsp;v.]], die die zahlreichen Flüchtlingsdramen an den EU-Außengrenzen dokumentieren soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW-2007-07-29&amp;quot;&amp;gt;Gerrit Wustmann: [https://www.heise.de/tp/features/Die-Toten-die-niemand-sehen-will-3414422.html &amp;#039;&amp;#039;Die Toten, die niemand sehen will&amp;#039;&amp;#039;] Telepolis, 29. Juli 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von März 2010 bis Juli 2013 arbeitete er am [[Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung|Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR)]], bei dem er unter anderem für die Ausbildung ziviler Friedenshelfer für UN-Einsätze verantwortlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.aspr.ac.at/ |titel=Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) |werk=„Austrian Study Center for Peace and Conflict Resolution (ASPR)“ |zugriff=2011-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bierdel lebt heute als Autor und Journalist im [[Burgenland]] in [[Österreich]], ist geschieden und Vater zweier Töchter. Er hält Vorträge über seine Erfahrungen während seiner Zeit bei Cap Anamur. Seine private Leidenschaft ist das Musizieren. Er spielt Klavier und komponiert Chansons mit deutschen Texten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2007 [[Georg-Elser-Preis]] der Georg-Elser-Initiative Berlin für sein Engagement für Flüchtlingsrechte im Rahmen der von ihm mitbegründeten Organisation Borderline-Europe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GEP&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.georg-elser-preis.de/ Georg-Elser-Preis]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2009 [[Ute-Bock-Preis für Zivilcourage]]&lt;br /&gt;
* 2010 &amp;#039;&amp;#039;Blue Planet Award&amp;#039;&amp;#039; der [[ethecon]] Stiftung Ethik &amp;amp; Ökonomie in Berlin&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blue Planet Award 2010&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ethecon.org/de/1216 |titel=Aktuelle Meldung / Elias Bierdel erhält Blue Planet Award 2010 |hrsg=ethecon – Stiftung Ethik &amp;amp; Ökonomie |werk=„Ethik &amp;amp; Ökonomie“ |datum=2010-10-11 |zugriff=2011-05-13 |zitat=Unser diesjährige Positiv-Preis geht an den Menschenrechtsaktivisten Elias Bierdel. Dieser erregte 2004 als Leiter und Vorsitzender der Hilfsorganisation Komitee Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.&amp;amp;nbsp;V. viel Aufmerksamkeit. Er war an der Rettung von 37 schiffbrüchigen afrikanischen Flüchtlingen beteiligt, […]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2012 [[Aachener Friedenspreis]]: [http://www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2012.html Preisträger 2012 Alejandro Cerezo Contreras und Borderline Europe e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Ende einer Rettungsfahrt. Das Flüchtlingsdrama der Cap Anamur&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Ralf Liebe&lt;br /&gt;
   |Ort=Weilerswist&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-935221-65-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Fucking Greece: Wem nützt die „Griechenland-Krise“?&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Ralf Liebe&lt;br /&gt;
   |Ort=Weilerswist&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-944566-40-5}}&lt;br /&gt;
* Alessandra Sciurba: [https://archiv.akweb.de/ak_s/ak489/36.htm &amp;#039;&amp;#039;Gesetzlose Zone. Der Fall Cap Anamur – ein antirassistisches Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;.] Aus: &amp;#039;&amp;#039;[[Analyse &amp;amp; kritik]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 489 / 19. November 2004.&lt;br /&gt;
* Frank Drieschner: [http://www.zeit.de/2004/42/Retter_in_Not &amp;#039;&amp;#039;Retter in Not&amp;#039;&amp;#039;.] Kommentar. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 42/2004; zum Führungswechsel und der Bedeutung öffentlicher Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.borderline-europe.de/ borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.&amp;amp;nbsp;V.] (Informationsplattform zum Massensterben an den EU-Außengrenzen)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url= http://www.cap-anamur.org/index.php4?seite_id=5 | wayback= 20070708041949| text=Erklärung zum Prozessbeginn}} auf der Internetpräsenz von Cap Anamur, 24. November 2006.&lt;br /&gt;
* [[Gerrit Wustmann]]: [https://www.heise.de/tp/features/Die-militaerische-Abschottung-Europas-3416063.html &amp;#039;&amp;#039;Die militärische Abschottung Europas.&amp;#039;&amp;#039;] [[Telepolis]], 10. November 2007. (Interview mit E. Bierdel)&lt;br /&gt;
* [http://fm4.orf.at/radio/stories/1643732 Doppelzimmer Spezial.] Sendung vom 5. April 2010, abgerufen am 25. Oktober 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132452200|LCCN=no/2007/24109|VIAF=1173489}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bierdel, Elias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (humanitäre Hilfe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfliktforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedensforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bierdel, Elias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Leiter einer Nothilfeorganisation&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. November 1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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