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	<title>Elend - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T22:19:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elend&amp;diff=1522799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2023-12-17T10:30:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem [[mittelhochdeutsch]]en &amp;#039;&amp;#039;Ellende&amp;#039;&amp;#039;, das zunächst für „anderes Land“, „Verbannung“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Althochdeutsch|Ahd.]] &amp;#039;&amp;#039;elilenti&amp;#039;&amp;#039; ist zusammengesetzt aus &amp;#039;&amp;#039;eli&amp;#039;&amp;#039;, &amp;quot;ander, jenseitig, fremd&amp;quot;, und &amp;#039;&amp;#039;lenti&amp;#039;&amp;#039;, &amp;quot;Land&amp;quot; (Friedrich Kluge, &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 21. Aufl. 1975, S. 163). Die Betonung der [[Flexion|flektierten]] Formen verlagerte sich erst in neuerer Zeit auf die erste Silbe. Noch im [[Bachkantate|Kantatenwerk]] [[Johann Sebastian Bach|Bachs]] heißt es regelmäßig &amp;quot;im Elénde&amp;quot;, &amp;quot;die Elénden&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; später für [[Not]] und Trübsal steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Elend Elend] in duden.de, abgerufen am 9. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Elend&amp;#039;&amp;#039; beschreibt einen Zustand von Not, [[Armut]] oder [[Hilflosigkeit]], bildungssprachlich auch &amp;#039;&amp;#039;Misere&amp;#039;&amp;#039;; ursprünglich gekoppelt mit der Zusatzbedeutung [[Einsamkeit|Vereinsamung]] oder Ausgestoßenheit. Elend wird sowohl als [[Adjektiv]] als auch als [[Substantiv]] genutzt und beschreibt in allen Formen einen „schlechten“ Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
Das zusammengesetzte Adjektiv aus dem [[Althochdeutsch]]en &amp;#039;&amp;#039;elilenti&amp;#039;&amp;#039; (8. Jh.), [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;ellende&amp;#039;&amp;#039; ‘aus der Fremde kommend, nicht einheimisch’ wurde in der Bedeutung ‘Fremdling’ substantiviert, ferner bezeichnete es ‘in der [[Fremde]] lebend, aus der angeborenen Rechtsgemeinschaft ausgewiesen, verbannt’ sowie substantiviert ‘[[Vertriebener]], Verbannter’. So dient das Wort auch als Übersetzung des lateinischen Substantivs &amp;#039;&amp;#039;exsilium&amp;#039;&amp;#039; (Verbannung), ein Zusammenhang, auf den auch das [[Deutsches Wörterbuch|Deutsche Wörterbuch]] der [[Brüder Grimm]] hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vergleiche dort die Erläuterung s. v. &amp;#039;&amp;#039;ELEND&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3, Sp. 406): „1) urbedeutung dieses schönen, von heimweh eingegebnen wortes ist das wohnen im ausland, in der fremde, und das lat. exsul, exsilium, gleichsam extra solum stehen ihm nahe.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 11. Jahrhundert wurde damit auch ‘[[Bedürftigkeit]], [[Unglück]], [[Jammer]]’ assoziiert. Das Adjektiv bezeichnete damit eigentlich ‘den, dessen [[Heimat]]land ein anderes ist’ als das, in dem er sich schutzlos aufhält. In neuerer Sprache steht &amp;#039;&amp;#039;elend&amp;#039;&amp;#039; häufig im Sinne von ‘schlimm, schlecht’ (elender Dichter, Schurke) oder auch als Verstärkung ‘sehr’ („es ist elend heiß“). Aus dem Adjektiv entwickelte sich so das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Elend&amp;#039;&amp;#039; für ‘Not, Armut, Unglück’, zunächst für ‘Fremde, Aufenthalt in der Fremde (im anderen Land), Heimatlosigkeit, [[Verbannung]]’ im 9. Jahrhundert sowie um das Jahr 1000 auch für ‘leidvolles Dasein’. Noch im 18. Jahrhundert gab es Verwendungen, die die alte Bedeutung der ‘Fremde’ bewahrten (ins Elend gehen, schicken).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfeiffer&amp;quot;&amp;gt;Etymologisches Wörterbuch nach Pfeifer, [http://www.dwds.de/?qu=Elend&amp;amp;view=1 online] im [[DWDS]], abgerufen am 9. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert wurden sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Elenden-Herbergen&amp;#039;&amp;#039; hauptsächlich für [[Pilger]] eingerichtet. So definierte 1885 das &amp;#039;&amp;#039;Reallexicon der Deutschen Altertümer&amp;#039;&amp;#039; Vereine, „die sich die Sorge für arme und kranke Fremde zur Aufgabe gemacht hatten“, als &amp;#039;&amp;#039;Elenden-Brüderschaften&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Götzinger, E.: Reallexicon der Deutschen Altertümer. Leipzig 1885., S. 149–150., [http://www.zeno.org/nid/20002771292 online] auf [[zeno.org]], abgerufen am 9. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart|Grammatisch-kritische Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart]] von Adelung definierte &amp;#039;&amp;#039;Elend&amp;#039;&amp;#039; 1793 als veraltet für [[Exil]]: „ein fremdes Land, so fern der Aufenthalt in demselben als eine Strafe, oder als eine Widerwärtigkeit angesehen wird, exilium; ein größten Theils veraltetes Wort.“&amp;lt;ref&amp;gt;Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1789–1790, [http://www.zeno.org/nid/20000128015 online] auf zeno.org, abgerufen am 9. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Verelendung&amp;#039;&amp;#039; wurde 1867 nach der [[Verelendungstheorie]] von [[Karl Marx]] der gesetzmäßige Prozess der Verschlechterung der Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse im Kapitalismus bezeichnet, gleichbedeutend mit Verarmung und [[Pauperismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfeiffer&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde der Film &amp;#039;&amp;#039;[[Die Erbschaft (1936)|Die Erbschaft]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jacob Geis]] und [[Karl Valentin]] wegen sogenannter „Elendstendenz“ mit einem Totalverbot belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://deutsches-filminstitut.de/filmverleih/highlights/karl-valentin/ |wayback=20130330034205 |text=Karl Valentin |archiv-bot=2023-12-17 10:30:55 InternetArchiveBot }} in [[Deutsches Filminstitut]], abgerufen am 9. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obdachlosigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
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