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	<title>Elementarschaden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:02:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elementarschaden&amp;diff=580462&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anidaat: /* Versicherbarkeit in Deutschland */ &quot;dass der Abschluss unwirtschaftlich wird&quot; ist ja schön formuliert, dass man lieber auf die Hilfe vom Staat wartet?</title>
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		<updated>2024-08-26T08:46:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Versicherbarkeit in Deutschland: &lt;/span&gt; &amp;quot;dass der Abschluss unwirtschaftlich wird&amp;quot; ist ja schön formuliert, dass man lieber auf die Hilfe vom Staat wartet?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elementarschäden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Sinne der [[Versicherungswirtschaft]] sind Schäden, die durch das Wirken der Natur verursacht werden. Als Elementarschäden gelten beispielsweise Schäden durch [[Sturm]], [[Hagel]], [[Überschwemmung]], [[Erdbeben]], [[Lawine]]n, [[Schneelast|Schneedruck]] und [[Vulkanausbruch|Vulkanausbrüche]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 422 Bild-0086, Köln, Rheinufer, Hochwasser.jpg|mini|Hochwasser am [[Köln]]er [[Rhein]]ufer, April 1983]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] gibt es keine Versicherungspflicht für Elementarschäden wie in den meisten [[Kanton (Schweiz)|Schweizer Kantonen]]. In [[Baden-Württemberg]] waren 2024 trotzdem 94 Prozent der Gebäude versichert, wie sie es auch in der Schweiz in den Kantonen ohne Pflicht sind. Andere deutsche Bundesländer erreichen nur viel kleinere Quoten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/international/ueberschwemmungsschutz-strategien-gegen-hochwasserschaeden-ld.1833277 Bauweise, Versicherung, Notfallration: Wie sich Bürger besser gegen Hochwasser schützen können], [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]], 3. Juni 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Österreich kennt kein Obligatorium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versicherbarkeit in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In der Versicherungswirtschaft werden bereits langjährig [[Sturm]]- und [[Hagel]]schäden versichert. Üblich ist es auch, diese als &amp;#039;&amp;#039;verbundene [[Wohngebäudeversicherung]]&amp;#039;&amp;#039; mit der [[Feuerversicherung]] und der Versicherung gegen Leitungswasserschäden zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Differenzierter ist die Betrachtung der [[Versicherbarkeit]] der erweiterten Elementarschäden. Darunter versteht man i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. Versicherungsschutz gegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Überschwemmung]]&lt;br /&gt;
* [[Hochwasser]]&lt;br /&gt;
* [[Erdfall]]&lt;br /&gt;
* [[Erdrutsch]]&lt;br /&gt;
* [[Erdbeben]]&lt;br /&gt;
* [[Schneelast|Schneedruck]]&lt;br /&gt;
* [[Lawine]]n&lt;br /&gt;
und teilweise auch&lt;br /&gt;
* [[Blitzschlag]]&lt;br /&gt;
* [[Starkregen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Schäden werden von einer typischen [[Gebäudeversicherung]]en und den meisten [[Hausratversicherung]]en nicht abgedeckt.&lt;br /&gt;
Während in jedem Jahr immer nur eine geringe und erwartbare Zahl an Gebäuden abbrennt, könnten von einem schweren Erdbeben oder einem Hochwasser in einer Region so viele Gebäude beschädigt werden, dass die Rücklagen der Versicherungsunternehmen nicht ausreichen, um diese Schäden zu decken. Versicherungen, die Elementarschäden abdecken und viele Kunden in gefährdeten Gebieten haben, müssten also entsprechend große Rücklagen bilden oder selber eine [[Rückversicherung]] abschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elementarschäden sind also [[Kumul (Versicherungswesen)|Kumulereignisse]], bei denen ein einziges Schadenereignis oftmals zu einer großen Zahl an Schäden führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies veranlasst viele Versicherungsunternehmen, Elementarschäden nicht automatisch in die [[Gebäudeversicherung]], [[Hausratversicherung]] und Inhaltsversicherung einzuschließen. Die Versicherbarkeit sowie Höhe von Prämien und Selbstbehalt richtet sich u.&amp;amp;nbsp;a. nach einer Zonierung, die das angenommene Risiko einer Überschwemmung und die Gefahr von Erdrutschen oder Lawinen einschätzt.&amp;lt;!-- Das [[Versicherung (Kollektiv)|Kollektiv der Kunden]] trägt also einen Teil des Risikos, sodass eine größere Gefährdung des Versicherungsortes zu höheren Versicherungsbeiträgen und Selbstbehalten führt.  &amp;lt;&amp;lt;  Die &amp;quot;sodass&amp;quot;-Verknüpfung der beiden Aussagen scheint hier wenig Sinn zu machen. Sollte es vielleicht heißen: &amp;quot;Das Kollektiv trägt zwar einen Teil des Risikos, dennoch führt eine größere Gefährdung zu höheren Beiträgen ..&amp;quot; ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;erweiterten Elementarversicherung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kombinierten Elementarversicherung&amp;#039;&amp;#039; sind die Einzelgefahren in der Regel nicht ab- bzw. zuwählbar.&amp;lt;!-- Die Notwendigkeit des Risikoausgleichs im Kollektiv führt dementsprechend dazu, dass ein bayerischer Almbauer auch für das Risiko von Sturmfluten eines Kunden auf einer Hallig aufkommt und dieser wiederum einen Teil seines Beitrages für Lawinenschäden leistet.  &amp;lt;&amp;lt;  Diese Aussage trifft doch eigentlich wohl eher nur für Pflichtversicherungen zu. Kann man nicht bei den meisten Gebäudeversicherungen sehr wohl Sturmfluten, Lawinenschäden etc. separat absichern? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft|GDV]] hat ein &amp;#039;&amp;#039;[[Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen]] (ZÜRS)&amp;#039;&amp;#039; entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Detaillierte Informationen zu ZÜRS public {{Webarchiv |url=http://www.gdv.de/2013/06/zuers-public/ |text=ZÜRS public – Naturgefahren per Mausklick erkennen |wayback=20141129225822}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dafür wurden Hochwasserereignisse ausgewertet und nach aufsteigenden Wiederkehrperioden (Jährlichkeiten) vier Gefährdungsklassen (GK) ermittelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* GK 4 – statistisch einmal in 10 Jahren ein Hochwasser&lt;br /&gt;
* GK 3 – statistisch einmal in 10–50 Jahren ein Hochwasser&lt;br /&gt;
* GK 2 – statistisch einmal in 50–200 Jahren ein Hochwasser&lt;br /&gt;
* GK 1 – statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre ein Hochwasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ZÜRS ermöglicht damit für alle in Deutschland gelegenen Flächen eine präzise Risikoeinstufung im Bereich Hochwasser bzw. Überschwemmung. Mit dem System &amp;#039;&amp;#039;ZÜRS public&amp;#039;&amp;#039; werden Informationen über lokale Naturgefahren in einfacher und leicht verständlicher Form im Internet zugänglich gemacht. Daten sind gegenwärtig für die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verfügbar (Stand: Juli 2014). Weitere Bundesländer sollen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Branchenangaben seien rund ein Prozent der in Deutschland stehenden Gebäude nicht gegen Hochwasserschäden versicherbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;handelsblatt-2013-104-7&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kerstin Leitel |Titel=Geld gibt es nur mit Zusatzpolice |Sammelwerk= [[Handelsblatt]] |Band= |Nummer=104 |Datum=2013-06-04 |ISSN=0017-7296 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Erhebung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz aus dem Herbst 2015 zeigt, dass der Prozentsatz auch höher liegen könnte. Die Prämien in den Gefährdungsklassen 3 und 4 sind oftmals so hoch, dass der Abschluss einer Versicherung unwirtschaftlich wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/sites/default/files/2021-01/Marktcheck_Elementarschadenversicherung_2020.pdf| wayback= 20210726111334 | text=Die Versicherbarkeit von Elementarschäden in der Wohngebäudeversicherung in Rheinland-Pfalz}}, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudeeigentümer in manchen Regionen mussten früher verpflichtend in [[Monopolversicherung]]en wie etwa die [[Badische Feuerversicherung]] in [[Baden-Württemberg]] einzahlen.&lt;br /&gt;
In den neuen Bundesländern wurden Elementarschäden teilweise durch die staatliche Gebäudemonopolversicherung der [[DDR]] abgedeckt. Aufgrund der Übernahme dieser Verträge durch die [[Allianz SE|Allianz]] waren bei den Flutereignissen an [[Oderhochwasser 1997|Oder (1997)]] und [[Elbehochwasser 2002|Elbe (2002)]] eine große Anzahl von Geschädigten versichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die klassische Gebäudeversicherung gegen Feuer-, Sturm- und Leitungswasserschäden eine gute Marktdurchdringung hat, ist die freiwillige erweiterte Elementarschadenversicherung vermehrt seit den Hochwasserereignissen an der Oder, der Elbe und [[Ahrhochwasser 2021|im Ahrtal]] in das Bewusstsein gerückt.&lt;br /&gt;
Nach Angaben des [[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft|Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft]] besaßen 2013 im Bundesdurchschnitt 35 Prozent der Haushalte eine Elementarschadenversicherung für ihr Wohngebäude. Die Versicherungsdichte hat sich seit der Elbe-Flut im Jahre 2002 um 16 Prozentpunkte erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gdv.de/2014/05/mehr-menschen-gegen-hochwasser-versichern/ |titel=GDV: Mehr Menschen gegen Hochwasser versichern |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140727183138/http://www.gdv.de/2014/05/mehr-menschen-gegen-hochwasser-versichern/ |archiv-datum=2014-07-27 |abruf=2014-05-27 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine von einigen Bundesländern geforderte Pflichtversicherung gegen Elementarschäden für Gebäude ist nach Angaben des [[Bundesministerium der Justiz|Justizministers]] [[Marco Buschmann]] 2022 und bis auf Weiteres nicht geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/pflichtversicherung-elementarschaeden-101.html |titel=Unwetterschäden: Vorerst keine Pflicht zu Elementarversicherung |werk=tagesschau.de |datum=2022-12-12 |abruf=2022-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Norbert Rollinger]], Vorstandsvorsitzender der [[R+V Versicherung]] und Präsident des [[Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft|Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft]], warnte 2023 wiederholt davor, dass [[Gebäudeversicherung]]en gegen Elementarschäden mit weiter voranschreitendem [[Globale Erwärmung|Klimawandel]] zunehmend unbezahlbar würden und praktisch kein Versicherungsschutz im Gebäudesektor mehr möglich sein werde. Bei einer globalen Erwärmung von 3 bis 4 °C würden solche „Versicherungen so unberechenbar und so teuer, dass [Versicherer] kein wirtschaftlich tragfähiges Angebot mehr machen“ könnten. Bereits innerhalb weniger Jahre würden sich die Versicherungsprämien verdoppeln, sofern keine Maßnahmen zur [[Anpassung an die globale Erwärmung]] ergriffen würden. Insbesondere müsste der Bau von Häusern in potentiellen Überflutungsgebieten gestoppt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/versicherer/gebaeudeversicherung-rv-chef-klimawandel-koennte-versicherungen-unbezahlbar-machen/100004559.html &amp;#039;&amp;#039;R+V-Chef: Klimawandel könnte Versicherungen unbezahlbar machen&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handelsblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. Dezember 2023. Abgerufen am 29. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2023 lag die Höhe von versicherten Unwetterschäden an Gebäuden, Fahrzeugen usw. in Deutschland bei 5,7 Mrd. Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2024-05/versicherungsschaeden-unwetter-bilanz-2023 &amp;#039;&amp;#039;Versicherer melden für 2023 Milliardenschäden durch Unwetter&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 27. Mai 2024. Abgerufen am 27. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in der Schweiz ==&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] zählen Schäden durch folgende Ereignisse als Elementarschäden:&lt;br /&gt;
* Hochwasser&lt;br /&gt;
* Überschwemmung&lt;br /&gt;
* Sturm (= Wind von mindestens 75&amp;amp;nbsp;km/h, der in der Umgebung der versicherten Sachen Bäume umwirft oder Gebäude abdeckt)&lt;br /&gt;
* Hagel&lt;br /&gt;
* Lawinen&lt;br /&gt;
* Schneedruck&lt;br /&gt;
* Felssturz&lt;br /&gt;
* Steinschlag&lt;br /&gt;
* Erdrutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es können keine weiteren Gefahren eingeschlossen respektive ausgeschlossen werden. Die Elementarschadenversicherung ist ein Bestandteil der [[Feuerversicherung]]. In den meisten [[Kanton (Schweiz)|Kantonen]] (außer [[Kanton Genf|Genf]], [[Kanton Uri|Uri]], [[Kanton Schwyz|Schwyz]], [[Kanton Tessin|Tessin]], [[Kanton Appenzell Innerrhoden|Appenzell Innerrhoden]], [[Kanton Wallis|Wallis]], [[Kanton Obwalden|Obwalden]]) ist jedes Gebäude über die jeweilige „Kantonale Gebäudeversicherung“ versichert. Diese besitzen ein [[Monopol]] für die Gebäudefeuerversicherung. In den Kantonen, in denen keine kantonale Gebäudeversicherung vorhanden ist, wird das Gebäude in der Regel bei einem privaten Versicherer versichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anidaat</name></author>
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