<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elektroporation</id>
	<title>Elektroporation - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elektroporation"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektroporation&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T14:31:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektroporation&amp;diff=523119&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektroporation&amp;diff=523119&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-02T16:48:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elektroporation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode, [[Zellmembran]]en vorübergehend [[Permeabilität (Materie)|permeabel]] (durchlässig) zu machen, um so [[Makromolekül]]e, wie [[DNA]] oder [[Protein]]e, in [[Zelle (Biologie)|Zellen]] oder [[Gewebe (Biologie) |Gewebe]] einzuschleusen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid30469344&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Shi J, Ma Y, Zhu J, Chen Y, Sun Y, Yao Y |date=2018 |title=A Review on Electroporation-Based Intracellular Delivery. |journal=Molecules |volume=23 |issue=11 |doi=10.3390/molecules23113044 |pmid=30469344 |pmc=6278265 |language=en}} &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Elektroporation wird in der [[Molekularbiologie]] häufig zum Transfer von [[Nukleinsäuren]] in [[prokaryotisch]]e und eukaryotische [[Zelle (Biologie)|Zellen]] verwendet ([[Transfektion|Transformation bzw. Transfektion]]). Im Bereich der Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik kann die Elektroporation zur Besserung von Massentransportprozessen oder zur Inaktivierung von Mikroorganismen eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Durch ein [[elektrisches Feld]], das in der Regel als kurzer Puls durch den Entladungsstrom eines [[Kondensator (Elektrotechnik)|Kondensators]] erzeugt wird, wird die [[Zellmembran]] von im Kondensator befindlichen Zellen aufgrund verschiedener Effekte permeabilisiert. Ob die Zellmembran dabei tatsächlich Poren bildet, ist umstritten. Es könnte von Feldstärke und Dauer der Impulse abhängen. Beispielsweise kann sich die [[Konformation]] von Membranbestandteilen verändern. Beobachtet wird auch das Abschnüren von Membranbereichen zu [[Vesikel (Biologie)|Vesikeln]], welche den Import von [[Makromolekül]]en und [[Organell]]en erklären können. Der Effekt der Elektroporation wurde erstmals von Neumann 1982 beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Neumann, M. Schaefer-Ridder, Y. Wang, P. H. Hofschneider: &amp;#039;&amp;#039;Gene transfer into mouse lyoma cells by electroporation in high electric fields.&amp;#039;&amp;#039; EMBO Journal, Band 1(7), 1982, S. 841–845. PMID 6329708; {{PMC|553119}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die temporäre Permeabilisierung kommt es zur Freisetzung von intrazellulären Bestandteilen, induziert durch hydrostatische Druckunterschiede ([[Turgordruck]]) und osmotische Effekte. Außerdem können Substanzen aus dem Außenmedium in das Zellinnere aufgenommen werden (Farbstoffe, DNA, Ionen). Die Elektroporation ist mit allen Zelltypen möglich, da sich jedoch nicht alle Poren wieder schließen, sinkt die [[Zellviabilität]], gegebenenfalls bis zum Zelltod. Die Transformationsrate von Bakterien ist bei dieser Methode höher als bei den chemischen [[Transformation (Genetik)|Transformationsverfahren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektroporation kann zur Abtötung von [[Mikroorganismen]] verwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;C. N. Haas, D. Aturaliye: &amp;#039;&amp;#039;Semi-quantitative characterization of electroporation-assisted disinfection processes for inactivation of Giardia and Cryptosporidium.&amp;#039;&amp;#039; Journal of applied microbiology. Band 86, Nummer 6, Juni 1999, S.&amp;amp;nbsp;899–905. PMID 10389240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C. Liu, X. Xie, W. Zhao, N. Liu, P. A. Maraccini, L. M. Sassoubre, A. B. Boehm, Y. Cui: &amp;#039;&amp;#039;Conducting nanosponge electroporation for affordable and high-efficiency disinfection of bacteria and viruses in water.&amp;#039;&amp;#039; Nano letters. Band 13, Nummer 9, September 2013, S.&amp;amp;nbsp;4288–4293. [[doi:10.1021/nl402053z]]. PMID 23987737.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob ein [[industrie]]ller Einsatz dieser Methode zur [[Sterilisierung]] diverser [[Substanz]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wasser]]) möglich ist, wird noch diskutiert. Das zu behandelnde Gut wird durch einen Reaktionsraum gefördert, in dem anhand einer oder mehrerer Elektrodenpaare ein gepulstes elektrisches Feld erzeugt wird. Die Wiederholungsrate der Impulse wird an den Produktstrom angepasst. Die benötigte elektrische Feldstärke liegt üblicherweise in einem Bereich von 1 kV/cm für pflanzliche oder tierische Zellen bzw. 10 bis 40 kV/cm für Mikroorganismen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Electroporation Diagram.png|250px|mini|Schematische Darstellung eines Elektroporators mit Küvette.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Electroporation Cuvettes.jpg|250px|mini|Küvetten für die Elektroporation mit Elektroden aus Aluminium.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Einschleusen von großen Molekülen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Plasmid|Plasmiden]], die die Zellmembran von sich aus nicht passieren können, benutzt man einen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elektroporator&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – ein Gerät, das das elektrische Feld erzeugt. Der Elektroporator hat einen Platz für eine [[Küvette]], in die man die [[Suspension (Chemie)|Zellsuspension]] [[Pipette|pipettiert]]. Die Küvette verfügt über zwei [[Elektrode]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfolgsrate der Elektroporation hängt stark von der [[Stoffreinheit|Reinheit]] der Plasmidlösung ab; insbesondere muss die Lösung von [[Salze]]n frei sein. Eine unreine Lösung kann bei der Elektroporation zu einer kleinen Explosion führen, wobei die Zellen getötet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tumortherapie ==&lt;br /&gt;
Die Elektroporation kann zur &amp;#039;&amp;#039;ex vivo&amp;#039;&amp;#039; RNA-Transfektion von Immunzellen, wie [[Dendritische Zellen|dendritischen Zellen]] oder zytotoxischen T-Zellen, verwendet werden. So können T-Zellen mit einem [[Tumorantigen]]-spezifischen [[T-Zell-Rezeptor|T-Zellrezeptor]]&amp;lt;ref&amp;gt;L. A. Johnson, B. Heemskerk, D. J. Powell Jr, C. J. Cohen, R. A. Morgan, M. E. Dudley, P. F. Robbins, S. A. Rosenberg: &amp;#039;&amp;#039;Gene transfer of tumor-reactive TCR confers both high avidity and tumor reactivity to nonreactive peripheral blood mononuclear cells and tumor-infiltrating lymphocytes.&amp;#039;&amp;#039; J. Immunol. 177(9), 1. Nov 2006, S. 6548–6559.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder CAR (chimerer Antigenrezeptor)&amp;lt;ref&amp;gt;C. Krug, M. Wiesinger, H. Abken, B. Schuler-Thurner, G. Schuler, J. Dörrie, N. Schaft: &amp;#039;&amp;#039;A GMP-compliant protocol to expand and transfect cancer patient T cells with mRNA encoding a tumor-specific chimeric antigen receptor.&amp;#039;&amp;#039; Cancer Immunol Immunother. 63(10), Okt 2014, S. 999–1008. [[doi:10.1007/s00262-014-1572-5]]. Epub 2014 Jun 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgestattet werden. Auch der Transfer von [[RNA]], welche für Tumorantigene kodiert, in dendritische Zellen ist möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;J. A. Kyte, G. Gaudernack: &amp;#039;&amp;#039;Immuno-gene therapy of cancer with tumour-mRNA transfected dendritic cells.&amp;#039;&amp;#039; Cancer Immunol Immunother. 55(11), Nov 2006, S. 1432–1442. Epub 2006 Apr 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Rücktransfer der veränderten Immunzellen in den Patienten sollen Immunantworten gegen den Tumor induziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Wilgenhof, J. Corthals, A. M. Van Nuffel, D. Benteyn, C. Heirman, A. Bonehill, K. Thielemans, B. Neyns: &amp;#039;&amp;#039;Long-term clinical outcome of melanoma patients treated with messenger RNA-electroporated dendritic cell therapy following complete resection of metastases.&amp;#039;&amp;#039; Cancer Immunol Immunother. 64(3), Mar 2015, S. 381–388. [[doi:10.1007/s00262-014-1642-8]]. Epub 2014 Dec 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zur stabilen Transfektion mit DNA, bietet die RNA-Transfektion eine sicherere, da transiente Alternative. Das Transfektionsverfahren mittels Elektroporation ist außerdem relativ einfach konform zu ([[Good Manufacturing Practice]]) umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues Verfahren, Tumoren zu beseitigen, die [[Irreversible Elektroporation]], beruht darauf, mit präzise lokalisierten Stromstößen die Zellen des Gewebes zu zerstören.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael K. Stehling, Enric Günther, Boris Rubinsky: &amp;#039;&amp;#039;Mit Stromstößen gegen Krebs.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum der Wissenschaft. April 2014, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vorteil gegenüber herkömmlicher Chirurgie besteht darin, dass die [[interzelluläre Matrix]] geschont wird, so dass nach Abbau der abgetöteten Zellen die ursprüngliche Struktur, z.&amp;amp;nbsp;B. von Blutgefäßen, sich durch Einwanderung neuer Zellen wiederherstellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrischer Schlag ==&lt;br /&gt;
Bei [[Stromunfall|Unfällen durch elektrischen Strom]] kommt es im [[Hochspannung|Hochspannungsbereich]] zu Körperdurchströmungen von mehreren Ampere. Dabei treten an der Zellmembran sehr hohe elektrische Feldstärken auf, die zur Bildung von Poren führen. Die Poren können sich wieder schließen oder weiter vergrößern und die Zelle irreversibel schädigen. Je nach Ausprägung kann dies sogar zu Amputationen von Körperteilen führen. Bei einem elektrischen Schlag können alle Gewebsarten betroffen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Institut für Normung|DIN]] [[International Electrotechnical Commission|IEC]]/TS 60479-1 ([[Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik|VDE]] V 0140-479-1):2007-05 Wirkungen des elektrischen Stromes auf Menschen und Nutztiere – Teil&amp;amp;nbsp;1: Allgemeine Aspekte, Kap. 5.6, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bruce Alberts u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell, Fourth Edition.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2002, ISBN 0-8153-4072-9.&lt;br /&gt;
* Ulrich Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Electromanipulation of Cells.&amp;#039;&amp;#039; Crc Press, 1996, ISBN 0-8493-4476-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Molekularbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemische Methode]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transfektion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
	</entry>
</feed>