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	<title>Elektronischer Heilberufsausweis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T21:54:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektronischer_Heilberufsausweis&amp;diff=266220&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Hartwig Raeder: /* Elektronischer Arztausweis */</title>
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		<updated>2025-12-23T18:25:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Elektronischer Arztausweis&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;elektronische Heilberufsausweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eHBA, {{enS|Health Professional Card}}, HPC) ist eine personenbezogene [[Chipkarte]] im [[Scheckkartenformat]] für Angehörige der [[Heilberuf]]e im deutschen Gesundheitswesen. Gelegentlich wird er deshalb auch als &amp;#039;&amp;#039;Heilberufeausweis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Funktion als Sichtausweis bietet er [[Kryptographie|kryptografische]] Funktionalität zur [[Authentifizierung]], [[Verschlüsselung]] und [[Qualifizierte elektronische Signatur|qualifizierten elektronischen Signatur]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Bundesärztekammer]] |url=http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/earztausweis/faq/ |titel=FAQ rund um den elektronischen Arztausweis |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-03-06 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180307150947/http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/earztausweis/faq/ |archiv-datum=2018-03-07 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-17 09:48:52 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage für den elektronischen Heilberufsausweis wurde mit dem neuen {{§|291a|SGB+V|buzer}} [[Fünftes Buch Sozialgesetzbuch|SGB V]] am 1. Januar 2004 durch {{Art.|1|GMG|buzer}} des [[GKV-Modernisierungsgesetz]] (GMG) geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß {{§|291a|SGB+V|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;5 Satz&amp;amp;nbsp;5 und Abs.&amp;amp;nbsp;5a Satz&amp;amp;nbsp;1 SGB V benötigen Heilberufler den elektronischen Heilberufsausweis zum Zugriff auf die Daten der Anwendungen der [[Elektronische Gesundheitskarte|elektronischen Gesundheitskarte]] nach §&amp;amp;nbsp;291a Abs.&amp;amp;nbsp;2 und 3 SGB V. Technische Voraussetzung ist die Anbindung der medizinischen Institution an die [[Telematikinfrastruktur]] des deutschen Gesundheitswesens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[gematik]] |url=https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/einfuehrung-der-telematikinfrastruktur/ |titel=Einführung der Telematikinfrastruktur |werk= |hrsg= |datum=2018 |zugriff=2018-03-07 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180308041512/https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/einfuehrung-der-telematikinfrastruktur/ |archiv-datum=2018-03-08 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-17 09:48:52 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Kassenärztliche Bundesvereinigung]] |url=http://www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php |titel=Telematikinfrastruktur |werk= |hrsg= |datum=2018 |zugriff=2018-03-07 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zugriff auf die Daten der Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte ist für von einem Heilberufler autorisierte Mitarbeiter einer medizinischen Institution alternativ über einen elektronischen Institutionenausweis ([[Security Module Card|Security Modul Card Typ B (SMC-B)]]) möglich. Auch der Heilberufler selbst kann die SMC-B zum Zugriff nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Kassenärztliche Bundesvereinigung]] |url=http://www.kbv.de/html/30722.php |titel=Technische Ausstattung für die TI |werk= |hrsg= |datum=2018 |zugriff=2018-03-07 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch spezifiziert werden die Ausweise durch die Firma [[gematik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://fachportal.gematik.de/spezifikationen/online-produktivbetrieb/konzepte-und-spezifikationen/ |titel=Konzepte und Spezifikationen |werk=gematik Fachportal |hrsg= |datum= |zugriff=2018-03-06 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180307023144/https://fachportal.gematik.de/spezifikationen/online-produktivbetrieb/konzepte-und-spezifikationen/ |archiv-datum=2018-03-07 |offline=ja |archiv-bot=2024-12-03 01:44:15 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Ende Oktober 2021 wurden bundesweit 143.335 elektronische Heilberufsausweise ausgegeben. Das geht aus Daten der [[Bundesärztekammer]] (BÄK) mit Stand 5. November 2021 hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: aerzteblatt.de. Meldung vom 9. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 betrug die Anzahl berufstätiger Ärzte in Deutschland 357.252;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zahl der Woche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 20. April 2014, S. C1.&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne Berücksichtigung von Ärzten im Ruhestand und von Ärzten mit mehreren Ausweisen errechnet sich (bei verschiedenen Stichtagen und ohne Abgrenzung von Light-Ausweisen) eine Quote von 40 Prozent. „Fast zwei Drittel der Niedergelassenen haben einen elektronischen Heilberufsausweis“ (Stand 6. Dezember 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Ärzteblatt]], aerzteblatt.de Meldung vom 6. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektronischer Heilberufsausweis ==&lt;br /&gt;
Analog zur [[Elektronische Gesundheitskarte|elektronischen Gesundheitskarte]] enthält der neue Heilberufsausweis aus Kunststoff einen Mikrochip, der Authentifizierung (elektronische Identitätsprüfung), Verschlüsselung und elektronische Signatur bietet. Abhängig von der Heilberufszugehörigkeit wird der elektronische Heilberufeausweis auch Sichtausweisfunktion erhalten.&lt;br /&gt;
Technisch identisch, jedoch durch Personalisierung und äußere Gestaltung verschieden, sind mindestens die folgenden Varianten zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
* elektronischer Apothekerausweis&lt;br /&gt;
* elektronischer [[Arztausweis]]&lt;br /&gt;
* elektronischer Heilberufsausweis&lt;br /&gt;
* [[elektronischer Praxisausweis]]&lt;br /&gt;
* elektronischer Zahnarztausweis&lt;br /&gt;
* elektronischer Psychotherapeutenausweis&lt;br /&gt;
* elektronischer Einrichtungsausweis&lt;br /&gt;
* elektronischer Heilberufsausweis für [[Pharmazieingenieur]]e&lt;br /&gt;
* elektronischer Heilberufsausweis für [[Apothekerassistent]]en&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ärztezeitung]], Online-Ausgabe vom 25. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektronischer Apothekerausweis ===&lt;br /&gt;
Der elektronische Apothekerausweis wird auf Antrag des Apothekers durch die jeweilige [[Apothekerkammer|Landesapothekerkammer]] ausgegeben. Die Kammern können für die technische Abwicklung externe Dienstleister beauftragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektronischer Arztausweis ===&lt;br /&gt;
Analog zur [[Elektronische Gesundheitskarte|elektronischen Gesundheitskarte]] enthält der neue [[Arztausweis]] aus Kunststoff einen Mikrochip, der Authentifizierung (elektronische Identitätsprüfung), Verschlüsselung und elektronische Signaturen ermöglicht. Mit Hilfe des elektronischen Arztausweises können Ärzte in Zukunft auf die Patientendaten der elektronischen Gesundheitskarte zugreifen, sofern der Patient diese freigegeben hat. Da der elektronische Arztausweis mit einem [[Qualifiziertes Zertifikat|qualifizierten Zertifikat]] versehen wird, lassen sich damit elektronische Dokumente mit einer [[Qualifizierte Signatur|qualifizierten elektronischen Signatur]] versehen, also rechtsgültig digital [[Unterschrift|unterschreiben]]. Durch den elektronischen Arztausweis werden Telematik-Anwendungen wie elektronisches Rezept, elektronische Arzneimitteldokumentation, [[elektronische Patientenakte]] und elektronischer Arztbrief erst möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.134 |text=e-Arztausweis und Telematik - Archivierte Kopie |wayback=20070210191156}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar gilt der Arztausweis gleichzeitig als „Fortbildungsausweis“, ein Begriff, den das [[Deutsches Ärzteblatt|Deutsche Ärzteblatt]] regelmäßig in seinen &amp;#039;&amp;#039;ergänzenden Informationen&amp;#039;&amp;#039; zur [[Continuing Medical Education]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Ärzteblatt]], 122. Jahrgang, Nummer 25 vom 12. Dezember 2025, S. 707.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Gestaltung der neuen Sichtausweise wurde [[Sicherheit|gesetzlich geschützt]]. Sie lösen die bisherigen Papierausweise der [[Vertragsarzt|Vertragsärzte]], Krankenhausärzte und [[Privatarzt|Privatärzte]] ab. Auf Antrag erhalten alle approbierten [[Arzt|Ärzte]] von ihrer [[Landesärztekammer]] einen solchen elektronischen Arztausweis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.134.3418 |text=Glossar zur Telematik im Gesundheitswesen 6.4.2006 - Archivlink |wayback=20120119143150}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Ausweiskarte fehlt der ausgeschriebene Name der ausstellenden [[Behörde]]; jedoch befinden sich auf der Vorderseite die [[Logo (Zeichen)|Logos]] der [[Bundesärztekammer]] sowie der zuständigen berufsständischen [[Berufsständische Körperschaft|Kammer]] und auf der Rückseite ihre Abkürzung mit [[Postfach]]-Adresse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei „die Anschaffung eines &amp;#039;&amp;#039;elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) – auch bekannt als Arzt- oder Psychotherapeutenausweis&amp;#039;&amp;#039; – optional.“&amp;lt;ref&amp;gt;„&amp;#039;&amp;#039;Telematikinfrastruktur&amp;#039;&amp;#039; – Informationen zum Anschluss der Praxis, zur technischen Ausstattung und zur Finanzierung“, herausgegeben von der [[Kassenärztliche Bundesvereinigung|Kassenärztlichen Bundesvereinigung]] als Beilage im [[Deutsches Ärzteblatt|Deutschen Ärzteblatt]], Ausgabe A, Nummer 17/2018 vom 27. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach ist der Heilberufsausweis der [[Oberbegriff]], der Arztausweis wäre einer der [[Unterbegriff]]e. Allerdings wird der neue Arztausweis der Ärztekammer erst durch eine aufwändige und kostspielige Aufrüstung zum &amp;#039;&amp;#039;elektronischen&amp;#039;&amp;#039; Arztausweis. Also sind die Begriffe Arztausweis und Heilberufsausweis aus mehreren Gründen keine [[Synonym]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein noch gültiger alter elektronischer &amp;#039;&amp;#039;Arztausweis&amp;#039;&amp;#039; („Vorläuferkarte“, Light-Ausweis) kann äußerlich vom neuen elektronischen Heilberufsausweis für Ärzte durch die verschiedenen Gestaltungen des [[Chipkarte]]nmoduls unterschieden werden. Ob eine Umrüstung der alten Kartenausweise überhaupt möglich ist, bleibt offen. Beschrieben wird ein aufwändiger zehnschrittiger &amp;#039;&amp;#039;Bestellprozess&amp;#039;&amp;#039; mit einer Identifizierung des &amp;#039;&amp;#039;Antragstellers&amp;#039;&amp;#039; nach dem &amp;#039;&amp;#039;[[Postident|Post-Ident-Verfahren]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;oder nach dem &amp;#039;&amp;#039;Bankident&amp;#039;&amp;#039;- oder auch nach dem &amp;#039;&amp;#039;Kammerident&amp;#039;&amp;#039;-Verfahren&amp;lt;/ref&amp;gt; für den neuen „hochwertigen Sichtausweis“ mit einer zwingend erforderlichen anbieterspezifischen Aktivierung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Ärzteblatt]], 117. Jahrgang, Heft 41/2020, 9. Oktober 2020, S. A 1910.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Freischaltung innerhalb von 28 Tagen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;André Haserück: &amp;#039;&amp;#039;Elektronischer Heilberufsausweis – Eintrittskarte zur Datenautobahn&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Deutsches Ärzteblatt]], 117. Jahrgang, Nummer 27–28/2020, 6. Juli 2020, S. A 1365 – A 1370.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 2019 fand der [[Chaos Computer Club]] ein Missbrauchspotenzial („Datenleck“, „Sicherheitslücke“, „Schwachstelle“) bei der Zustellung der Chipkarte an eine &amp;#039;&amp;#039;Wunschadresse&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Telematikinfrastruktur: Ausgabe von Praxis- und Arztausweisen gestoppt&amp;#039;&amp;#039;, in: Newsletter [[Deutsches Ärzteblatt]] (aerzteblatt.de) vom 28. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den amtlichen Texten wird die in fünf Sprachen aufgedruckte Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Arztausweis&amp;#039;&amp;#039; nicht verwendet; umgekehrt fehlt auf dem Arztausweis die amtliche Bezeichnung Heilberufsausweis. Es bleibt offen, ob die Landes-[[Psychotherapeutenkammer]]n solche &amp;#039;&amp;#039;Arztausweise&amp;#039;&amp;#039; für Nichtärzte ausstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei verschiedene elektronische Arztausweise (&amp;#039;&amp;#039;Abkürzung&amp;#039;&amp;#039; eHBA Arzt), wie die [[Ärztekammer Westfalen-Lippe]] im August 2020 informiert. Einmal den „elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) als Arztausweis“ (&amp;#039;&amp;#039;Abkürzungen&amp;#039;&amp;#039; eA oder eArztausweis) für die Anwendungen der &amp;#039;&amp;#039;Telematikinfrastruktur&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Abkürzung&amp;#039;&amp;#039; TI). Außerdem kann man (seit etwa Anfang 2013)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die elektronische Patientenakte kommt!&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;quot;KVWL kompakt&amp;quot;, Herausgeber: [[Kassenärztliche Vereinigung]] Westfalen-Lippe, Nummer 10/2020 vom 27. Oktober 2020, S. 12–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei den Landesärztekammern kostenlos einen so genannten „elektronischen Arztausweis light“ (&amp;#039;&amp;#039;Abkürzungen&amp;#039;&amp;#039; eA-light, EA-LIGHT, eA-LIGHT oder eAlight&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;eHBA: Funktionen und Beantragung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Westfälisches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 9/2020, September 2020, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Im Englischen bedeuten &amp;quot;to be alight&amp;quot; übrigens &amp;#039;&amp;#039;in Flammen stehen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;quot;to alight from something&amp;quot; &amp;#039;&amp;#039;aus etwas aussteigen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) als Ersatz des bisherigen Papierausweises beantragen. Das [[englisch]]e Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;light&amp;#039;&amp;#039; bedeutet hier ‚leicht‘, ‚mild‘, ‚nachsichtig‘, ‚zart‘. Dieser Ausweis sei nicht für die Anwendungen der TI geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;eHBA: Schlüssel zur digitalen Gesundheitsversorgung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Westfälisches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039;, Mitteilungsblatt der [[Ärztekammer Westfalen-Lippe]], Ausgabe 8/2020, August 2020, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eA-light kann zum Beispiel für die SAgO-Authentifizierung ([[Online|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nline]]-Verwendung für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ußen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;g&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;utachter nach [[SGB IX|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GB IX]]) verwendet werden. Auf der Rückseite des eA-light befinden sich außer der [[Unterschrift]] des [[Inhaber]]s jeweils mit entsprechendem [[Strichcode|Barcode]] und [[QR-Code]] die zwanzigstellige [[Ausweisnummer]] und die persönliche fünfzehnstellige [[einheitliche Fortbildungsnummer]] (EFN) für die elektronische Erfassung der cme-Punkte ([[Continuing Medical Education]]) bei [[Fortbildung]]sveranstaltungen. Es fehlen sowohl die Arztnummer (neue Bezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Personalnummer&amp;#039;&amp;#039; oder Personennummer) als auch die [[lebenslange Arztnummer]] (LANR). Außerdem fehlen sowohl das [[Institutionskennzeichen]] (IK) als auch die [[Betriebsstättennummer]] (BSNR), obwohl der Ausweis nur in Zusammenhang mit einer [[Kassenpraxis]] verwendet werden kann. Sowohl die EFN als auch die Ausweisnummer beginnen einheitlich mit 802760.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ausweise sind äußerlich durch die Gestaltung der Kontakte des Chipkartenmoduls unterscheidbar. Das Modul des eArztausweises hat in der Mitte ein Quadrat; das Zentrum des eA-light-Moduls ist dagegen teilweise kurvenförmig. Außerdem wird beim eA-light zuerst der [[Familienname]] des Inhabers und danach sein [[Vorname]] angegeben; beim eArztausweis ist es umgekehrt. Die fünfjährige Gültigkeitsdauer des eA-light ist tagesgenau angegeben; der eArztausweis nennt dagegen nur den Ablaufmonat. Zurzeit (August 2024) kann man den kostenpflichtigen eArztausweis bei vier so genannten [[Vertrauensdiensteanbieter]]n bestellen (&amp;#039;&amp;#039;Abkürzung&amp;#039;&amp;#039; VDA): &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;medisign GmbH&amp;#039;&amp;#039; ([[Deutsche Apotheker- und Ärztebank|Apobank]]-Tochtergesellschaft), &lt;br /&gt;
* [[T-Systems]] ([[Deutsche Telekom AG]]), &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;SHC Stolle &amp;amp; Heinz Consultants [[GmbH &amp;amp; Co. KG]]&amp;#039;&amp;#039;, &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;D-Trust GmbH&amp;#039;&amp;#039; (Tochterunternehmen der [[Bundesdruckerei]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Internetauftritt der [[Ärztekammer Westfalen-Lippe]] in Münster (www.aekwl.de), abgerufen am 7. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Ärzteblatt]], 117. Jahrgang, Heft 41/2020, 9. Oktober 2020, S. A 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkauft wird jetzt die [[Generation (Technik)|Generation]] G2, davor gab es die &amp;#039;&amp;#039;Vorläufergeneration&amp;#039;&amp;#039; G0 (&amp;#039;&amp;#039;Abkürzung&amp;#039;&amp;#039; eHBA-G0; nicht zu verwechseln mit der Vorläuferkarte des Light-Ausweises), die in G2 umgetauscht werden kann, und die Generation G1. Anders als auf den Gesundheitskarten fehlt auf den Heilberufsausweisen die Angabe der Kartengeneration. Der [[Kaufpreis]] (mit [[Vertrag]]sbindung) setzt sich aus einem Einmalbetrag und einer Monats-, [[Quartal]]s- oder Jahresgebühr zusammen. Nach Auskunft der Bundesärztekammer können Mediziner den Ausweis jetzt (November 2020) bei allen Landesärztekammern bestellen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Praxisnachrichten&amp;#039;&amp;#039; der [[Kassenärztliche Bundesvereinigung|Kassenärztlichen Bundesvereinigung]] vom 12. November 2020 (Internet-Meldung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicherheitsgründen benötigt der Arzt zusammen mit dem eHBA zwei verschiedene [[Persönliche Identifikationsnummer|PIN]]s und zusätzlich einen [[Personal Unblocking Key|PUK]]. Es besteht die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere gültige elektronische Arztausweise innezuhaben, zum Beispiel zwei oder mehrere kostenpflichtige eHBA und zusätzlich einen kostenlosen eA-light. Nur so können die [[Vertragsarzt|Vertragsärzte]] ohne Unterbrechung des [[Arztpraxis|Praxisablaufes]] zum Beispiel sich gegenüber den [[Patient]]en oder [[Behörde]]n als Inhaber einer gültigen [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]] ausweisen oder beim [[Apotheker]] ohne [[Rezept (Medizin)|Rezept]] [[verschreibungspflicht]]ige Medikamente erwerben. Für [[Hausbesuch]]e benötigt der Vertragsarzt ein mobiles [[Chipkartenleser|Kartenlesegerät]]; in dieses wird permanent entweder der kostenpflichtige elektronische Arztausweis oder alternativ eine ebenfalls kostenpflichtige Zweitkarte des [[Elektronischer Praxisausweis|elektronischen Praxisausweises]] eingelegt. Als Sichtausweis wird also ein Zweitausweis benötigt. Auch bei einer gleichzeitigen Pflichtmitgliedschaft in verschiedenen Ärztekammern hat der Arzt Anspruch auf entsprechende zusätzliche Ausweise. Beide Ausweisformen verlieren ihre [[Gültigkeit]] durch Fristablauf oder durch &amp;#039;&amp;#039;Sperrung&amp;#039;&amp;#039; seitens der Ärztekammer nach einem Approbationsentzug. Der eHBA verliert seine Gültigkeit jedoch nicht bei Beendigung des Vertragsverhältnisses mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;zugelassenen Anbieter&amp;#039;&amp;#039; und auch nicht bei Beendigung der Mitgliedschaft bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Ein &amp;#039;&amp;#039;Praxisausweis&amp;#039;&amp;#039; (SMC-B) darf nach § 340 Absatz 5 SGB V nur an Inhaber eines elektronischen Heilberufsausweises ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer medizinischen Fachzeitschrift findet sich ein Kasten mit der Bezeichnung „Verwirrende Vielfalt“ für die unterschiedlichen Funktionsmöglichkeiten des eHBA Generation 0 und des eHBA Generation 2 jeweils mit oder ohne E-Health-Konnektor.&amp;lt;ref&amp;gt;Senta Dahland: &amp;#039;&amp;#039;Der steinige Weg zum elektronischen Arztausweis&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Arzt &amp;amp; Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Heft 12/2020, Dezember 2020, S. 60 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aktuell informiert die [[Ärztekammer Schleswig-Holstein]], wie man die erste von der zweiten Generation, nicht aber den Light-Ausweis vom eA unterscheiden kann. Bei Bestellungen nach September 2020 haben die neuen Ausweise das Logo der Bundesärztekammer oben rechts sowie das Logo der jeweiligen Landesärztekammer in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Woran erkenne ich die &amp;#039;Generation&amp;#039; meines E-Arztausweises?&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Hausarzt&amp;#039;&amp;#039;, 58. Jahrgang, Ausgabe 5/2021, 20. März 2021, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zum eA light trägt der eA zusätzlich auf der Rückseite das Logo des Vertrauensdiensteanbieters. In ihrer jeweils neuesten Version gleichen sich eA und eA light. Auf der Vorderseite finden sich jetzt der Name der ausstellenden Behörde und einheitlich in der vorletzten Zeile Titel und Familienname sowie in der letzten Zeile die Vornamen sowie das tagesgenaue Ablaufdatum. Unterschiedlich sind jedoch noch die Kartenmodule und die [[Schriftart]]. Zusätzlich werden die Telematik-ID sowie optional die [[E-Mail-Adresse]] des Arztes gespeichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Margarethe Urbanek: &amp;#039;&amp;#039;E-Arztausweis: Stichtag ist der 1. Juli&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ärzte-Zeitung]], Jahrgang 40, Nummer 35, 14. Mai 2021, S. 4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2022 informierte T-Systems, dass die Karten der Generation G2 zur Verbesserung der Sicherheit kostenlos durch Karten der Generation G2.1 ausgetauscht werden sollen. Die neuen Karten werden mit einem verbesserten [[Kryptographie|kryptographischen]] Verfahren hergestellt. Die Karten der Generation G2 werden spätestens bis zum 15. Dezember 2022 gesperrt. Die G2-1-Karten sind gültig bis 2026. Für die Freischaltung benötigt man die Referenznummer, die Ausweisnummer, die Ausweis-Karten-Nummer (ICCSN = Integrated Circuit Card Serial Number), ein Service-Passwort, ein Freischalte-Passwort, ein Sperr-Passwort, eine Transport-PIN, eine eigene PIN, eine PIN.CH (PIN.HBA) mit PUK und eine PIN.QES (Signaturpin) ebenfalls mit entsprechender PUK.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 2026 werden die Verschlüsselungs-Algorithmen für die Telematik-Infrastruktur von der alten RSA-Verschlüsselung (RSA = [[RSA-Kryptosystem|Rivest–Shamir–Adleman]]; Verschlüsselungsalgorithmus RSA2048&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Fekete, Ina Reinsch: &amp;#039;&amp;#039;Neue Gesetze, Verordnungen und Regelungen: Das ändert sich 2026.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arzt &amp;amp; Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Nummer 12, Dezember 2025, Titelgeschichte, S. 42–44.&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf die neue ECC-Verschlüsselung ([[Elliptic Curve Cryptography]], ECC256-Algorithmus) umgestellt. Die alten Heilberufsausweise sind noch bis zum 30. Juni 2026 nutzbar. Betroffen von der Umtauschaktion sind Inhaber der Ausweise der Generation 2.0 der Anbieter D-Trust und Medisign. Es müssen ein &amp;#039;&amp;#039;Antrag zur Ausstellung von Zertifikaten für den elektronischen Arztausweis&amp;#039;&amp;#039; (kurz „Zertifikatsantrag)“ und zusätzlich (mit Zustimmung der zuständigen Landesärztekammer) ein &amp;#039;&amp;#039;Antrag auf Ausstellung eines elektronischen Arztausweises&amp;#039;&amp;#039; (kurz „Ausweisantrag“) bei der Herstellerfirma gestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heilberufsausweise mit RSA-Verschlüsselung sind noch bis 30.06.2026 nutzbar.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ärztekammer Westfalen-Lippe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Westfälisches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 12/2025, Dezember 2025, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Umstellung erfolgt auf Empfehlung des [[Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik|Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik]] (BSI) gemäß der [[Verordnung (EU) Nr. 910/2014 (eIDAS-Verordnung)|Europäischen eIDAS-Verordnung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite der neuen Arztausweise ist der [[Integrierter Schaltkreis|integrierte Schaltkreis]] angebracht; damit wird der Ausweis zur [[Security Module Card]]. Auf der Rückseite findet man die Fortbildungsnummer (EFN), die Ausweisnummer, den Vertrauensdiensteanbieter und die Angabe der Generation G2.1 mit dem Hinweis „Diese Karte bleibt im Eigentum der herausgebenden Ärztekammer.“ Im Verlustfall soll der Finder sie nicht an die Kammer, sondern an den Anbieter zurückschicken. Die Fortbildungsnummer und die Ausweisnummer sind jeweils sowohl mit einem [[Strichcode]] als auch mit dem [[QR-Code]] versehen. Außerdem stehen auf der Rückseite rechts neben dem Unterschriftsfeld die [[CE-Kennzeichnung]] mit dem Logo der Herstellerfirma [[Giesecke und Devrient]] (G+D) und die sechsstellige Sicherheitsnummer CAN ([[Personalausweis (Deutschland)#Vorderseite|Card Access Number]]), mit welcher der Ausweis technisch angesprochen werden kann (&amp;#039;&amp;#039;technische Zugangsnummer&amp;#039;&amp;#039; als Ergänzung zu PIN und PUK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gematik wird den zuständigen Produktherstellern und Anbietern zeitnah signalisieren, dass die weitere Nutzung von RSA bis zum 30. Juni 2026 zulässig ist und die Ausweise nicht gesperrt werden dürfen. Für [[Produktaktivierung|Freischaltung]] und Aktivierung benötigt man die Vorgangsnummer mit Passwort, das zertifikatspezifische Service-Passwort, den Heilberufsausweis und den PIN-Brief. Dieser &amp;#039;&amp;#039;PIN/PUK-Brief&amp;#039;&amp;#039; enthält die Ausweisnummer, die Kartenantragsnumer, die Telematik-ID, die Transport-PIN.CH, die Transport-PIN.QES, die PUK.CH und die PUK.QES.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Frist]]verschiebung reagiert die gematik auf die anhaltenden Produktions- und Lieferprobleme von Kartenherstellern. Sie kommt damit einer Forderung der [[Kassenärztliche Bundesvereinigung|Kassenärztlichen Bundesvereinigung]] (KBV) nach, die sich seit Monaten für eine Übergangslösung eingesetzt hatte. Die Deutsche Telekom AG hat die Fristverlängerung nicht beansprucht; sie vollzog die Umstellung schon im Dezember 2025. Davon betroffene Praxen müssen bis zum Jahresende auch alle anderen Komponenten umstellen. Werden diese Software-Updates nicht bis zum 31. Dezember 2025 eingespielt, können &amp;#039;&amp;#039;qualifizierte elektronische Signaturen&amp;#039;&amp;#039; nicht ausgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fristverschiebung gilt nicht für alle Praxen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Deutsches Ärzteblatt]], 122. Jahrgang, Heft 26 vom 26. Dezember 2025, S. A 1564.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektronischer Zahnarztausweis ===&lt;br /&gt;
Zuständig für die Herausgabe der elektronischen Zahnarztausweise sind die jeweiligen Landeszahnärztekammern.&lt;br /&gt;
Da die Ausweise Zertifikate und Schlüsselmaterial der zahnärztlichen [[Public-Key-Infrastruktur]] (PKI) enthalten, müssen auch Zertifizierungsdiensteanbieter in die Erstellung der elektronischen Ausweise eingebunden werden.&lt;br /&gt;
Die [[Zahnärztekammer]]n fungieren dabei als die Registrierungsstellen hinsichtlich der PKI-Eigenschaften der Ausweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektronischer Psychotherapeutenausweis ===&lt;br /&gt;
Die Herausgabe der elektronischen Psychotherapeutenausweise (ePtA) erfolgt über die hiesigen Landespsychotherapeutenkammern. Diese Ausweise können genutzt werden, um die online-Abrechnung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen rechtsverbindlich zu unterschreiben („elektronische Signatur“). Des Weiteren sind sie notwendig, um auf Daten des neuen elektronischen Krankenversicherungsausweises von Patienten, die [[elektronische Gesundheitskarte]] (eGK), zugreifen oder Daten darauf speichern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychotherapeutenausweise sollen ab dem vierten Quartal 2020 verfügbar werden. Die Bundespsychotherapeutenkammer und die Landeskammern verhandeln nach eigenen Angaben derzeit noch mit den Trust Centern, den Herstellern der elektronischen Sichtausweise.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Praxisnachrichten&amp;#039;&amp;#039; der [[Kassenärztliche Bundesvereinigung|Kassenärztlichen Bundesvereinigung]] vom 12. November 2020 (Internet-Meldung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePtA) beantragt man bei der zuständigen [[Psychotherapeutenkammer|Landespsychotherapeutenkammer]]. Dieser Antrag wird an einen der zugelassenen Vertrauensdiensteanbieter (VDA) wie medisign, D-Trust oder SHC+CARE weitergeleitet. Dafür werden ein [[Bundespersonalausweis|Personalausweis]] und ein aktuelles [[Passfoto]] benötigt. Der eigentliche Antrag ist online zu bearbeiten, dann auszudrucken und per Post einzusenden; anschließend erfolgt eine Identifizierung (zum Beispiel mittels [[Postident]]) des [[Psychotherapeut]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektronischer Einrichtungsausweis ===&lt;br /&gt;
Der [[Gesetzgeber]] plant für 2021 ein sogenanntes &amp;#039;&amp;#039;Gesundheitsberuferegister&amp;#039;&amp;#039; (eGBR). Es solle in [[Münster]] angesiedelt werden und im Sommer 2021 operativ tätig werden, sagte Martin Heisch von der Gematik. Das eGBR ist die Ausgabeinstanz für die &amp;#039;&amp;#039;elektronischen Einrichtungsausweise&amp;#039;&amp;#039; (SMC-B) im Pflegebereich, später dann auch für elektronische Heilberufsausweise, also für die personenbezogenen digitalen Identitäten des [[Pflegepersonal]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Grätzel von Grätz: &amp;#039;&amp;#039;Pflege tastet sich an die Telematikinfrastruktur heran&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ärztezeitung]], Online-Meldung vom 11. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektronischer Berufsausweis ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;elektronische Berufsausweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eBA) im Gesundheitswesen ist technisch mit dem Heilberufsausweis identisch und durch die Spezifikation zur Health Professional Card beschrieben. Im Gegensatz zu den Heilberufsausweisen ist der Berufsausweis für das Personal im Gesundheitswesen gedacht (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Medizinisch-technischer Assistent|MTA]] oder [[Pharmazeutisch-technischer Assistent|PTA]]).&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied ist, dass der Berufsausweis mit einer eingeschränkten Zugriffsberechtigung auf die Gesundheitskarte ausgestattet und nur die für die Vorbereitung der Tätigkeiten eines Heilberuflers ausreichend sind. So kann eine Arzthelferin zwar die geschützten Versichertendaten auslesen, kann jedoch nicht die Notfalldaten der eGK verändern. Hierzu ist nur der Heilberufsausweis eines Arztes berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl in Arzt- und Zahnarztpraxen wie auch in Apotheken und Krankenhäusern sollen die weiteren Berufsgruppen dieser Institutionen über den Institutionsausweis &amp;#039;&amp;#039;Security Module Card Typ B&amp;#039;&amp;#039; (SMC-B) auf die eGK zugreifen. Wie der Heilberufsausweis ist auch der Berufsausweis jedoch immer dann nötig, wenn eine Unterschrift (elektronisch und rechtssicher) geleistet werden soll. Das &amp;#039;&amp;#039;Zentrum für Telematik und Telemedizin&amp;#039;&amp;#039; (ZTG) führt das Pilotprojekt „elektronischer Heilberufsausweis“ mit der Ausgabe der Karte an 1000 [[Physiotherapeut]]en durch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/gesundheitskarte/article/840061/elektronischer-heilberufeausweis-erste-exemplare-physiotherapeuten.html Elektronischer Heilberufeausweis, Erste Exemplare für Physiotherapeuten], [[Ärztezeitung]], 5. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;ZTG-Veranstaltung trifft Konsens: Verbände begrüßen Gesundheitsberuferegister {{Webarchiv |url=http://devel.ztg-nrw.de/content/e35/e5684/e5685/index_ger.html?preview=preview |text=Zentrum für Telematik und Telemedizin (ZTG) |wayback=20160304062440}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgegeben wird der eBA durch das [[Elektronisches Gesundheitsberuferegister|elektronische Gesundheitsberuferegister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Installation ==&lt;br /&gt;
Vor der Benutzung des elektronischen Heilberufsausweises im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;Telematikinfrastruktur&amp;#039;&amp;#039; muss der Ausweis entsprechend einer &amp;#039;&amp;#039;Freischaltungsanleitung&amp;#039;&amp;#039; noch extra &amp;#039;&amp;#039;installiert&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;aktiviert&amp;#039;&amp;#039; werden. Diese &amp;#039;&amp;#039;Entsperrung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Freischaltung&amp;#039;&amp;#039; sollte von einem Informationstechnologie-Dienstleister ausgeführt werden. Dazu sind PIN und PUK sowie zusätzlich eine PIN-CH-Transport-PIN und eine PIN-QES-Transport-PIN erforderlich. Nach dreimaliger Fehleingabe von &amp;#039;&amp;#039;persönlicher Identifikationsnummer&amp;#039;&amp;#039; oder des &amp;#039;&amp;#039;personal unblocking key&amp;#039;&amp;#039; wird der Ausweis gesperrt. Eine Entsperrung ist nicht mehr möglich. Mit Hilfe eines &amp;#039;&amp;#039;Reklamationsantrages&amp;#039;&amp;#039; muss eine &amp;#039;&amp;#039;Austauschkarte&amp;#039;&amp;#039; bestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Anouschka Wasner: &amp;#039;&amp;#039;Gescheiterte Installation des eHBA.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Medical Tribune]], 57. Jahrgang, Nummer 31/32, 12. August 2022, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gesperrte Ausweis kann noch als Sichtausweis Verwendung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kosten ==&lt;br /&gt;
Wer die Kosten für die geplante Ausgabe der Health Professional Card durch die jeweiligen Kammern trägt, ist derzeit ungeklärt. Auch die Form der Finanzierung (Gebühren, Einmalzahlungen etc.) von Soft- und Hardware steht noch nicht fest. Ärztekammern weisen darauf hin, dass ihren Mitgliedern „laufende Kosten“ entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://secure.blaek.de/meineblaek/anwendung/eHBA/index.cfm |wayback=20160307220005 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-12-17 09:48:52 InternetArchiveBot }} - link defekt&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 betragen diese zwischen 7,90 und 9,90&amp;amp;nbsp;€ monatlich bei papierloser Rechnungsstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.medisign.de/support/article/medisign-preisblatt/ |titel=Preisblatt: Produkte und Services von medisign auf einen Blick |abruf=2020-08-13 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 2020 ist mit Kosten je nach Anbieter zwischen 84 € und 100 € pro Jahr plus [[Mehrwertsteuer]] mit verschiedenen Vertragslaufzeiten und eventuell mit zusätzlichen Bereitstellungsgebühren zu rechnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Krankenhausärzte müssen mit Kosten in Höhe von etwa 420 Euro allein für ihren eHBA rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Ärzteblatt]], 117. Jahrgang, Leserbrief von Andy Schiebold, Heft 43/2020, 23. Oktober 2020, S. A 2056. Die Redaktion nennt ihn irrtümlich &amp;#039;&amp;#039;Heilberufeausweis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) nennt für die Vertragsärzte Kosten zwischen 24 Euro pro [[Quartal]] und 490 Euro einmalig, je nach Geschäftsmodell des gewählten Anbieters und der Vertragslaufzeit, mit einer [[Refinanzierung]] durch die KVWL in Höhe von 11,63 Euro pro Quartal.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die elektronische Patientenakte kommt!&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;quot;KVWL kompakt&amp;quot;, Herausgeber: [[Kassenärztliche Vereinigung]] Westfalen-Lippe (KVWL), Nummer 10/2020 vom 27. Oktober 2020, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch angestellte Ärzte, die in einem [[Medizinisches Versorgungszentrum|medizinischen Versorgungszentrum]] (MVZ) oder bei einem Vertragsarzt arbeiten, benötigen einen &amp;#039;&amp;#039;elektronischen Heilberufsausweis 2.0&amp;#039;&amp;#039;. Das &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039; weist auf die Problematik der Kostenübernahme durch den Arbeitgeber hin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Angestellte Ärzte und eHBA – Verband warnt vor Spannungsfeldern&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Deutsches Ärzteblatt]], Internet, aerzteblatt.de, 27. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertragsärzte mit Kassensitz erhalten nach der Finanzierungsvereinbarung mit dem [[GKV-Spitzenverband]] eine Pauschale von 11,63 Euro je Quartal erstattet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Hausarzt&amp;#039;&amp;#039;, Offizielles Organ des [[Deutscher Hausärzteverband|Deutschen Hausärzteverbandes]], 20. Januar 2021, Heft 1/2021, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Elektronisches Gesundheitsberuferegister]]&lt;br /&gt;
* [[Gesundheitsdatenschutz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://faui1-files.cs.fau.de/filepool/teaching/aachen/ss2005/healthcare/Thema13_Doerhoefer.pdf zur Geschichte der Karte] (PDF; 331&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qualitätsmanagement (Medizin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausweis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizininformatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Telematikinfrastruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf im Gesundheitswesen|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Hartwig Raeder</name></author>
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