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	<title>Elektronengas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T01:08:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektronengas&amp;diff=150235&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-09-19T13:29:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Sommerfeld-Theorie der Metalle&lt;br /&gt;
|4=Elektronengas&lt;br /&gt;
|2=Januar 2021|1=[[Benutzer:Biggerj1|biggerj1]] ([[Benutzer Diskussion:Biggerj1|Diskussion]]) 15:27, 19. Jun. 2021 (CEST)}}&lt;br /&gt;
In der [[Festkörperphysik]] bezeichnet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elektronengas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine Modellvorstellung für die frei beweglichen [[Elektron]]en im [[Leitungsband]] bzw. [[Defektelektron|Löcher]] im [[Valenzband]]&lt;br /&gt;
von [[Metalle]]n oder [[Halbleiter]]n. Im Rahmen dieses Modells werden die frei beweglichen Elektronen als Grund für die [[Elektrische Leitfähigkeit|Leitfähigkeit]] von Metallen verstanden, und der elektrische Widerstand wird durch die [[Streuung (Physik)|Streuung]] von Elektronen an [[Phonon]]en und [[Kristall]]-[[Gitterfehler|Fehlstellen]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Elektronengas ist kein [[Gas]] im [[Chemie|chemischen]] Sinn, sondern ein quantenmechanisches [[Fermigas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Modell des Elektronengases wurde ursprünglich von [[Arnold Sommerfeld]] für das Verständnis der elektrischen Leitung in Metallen entwickelt, wodurch es auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sommerfeld-Theorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat. Im Unterschied zur bis dahin als gültig angesehenen [[Drude-Theorie]], welche die Leitungselektronen als [[Klassische Physik|klassisches]] [[ideales Gas]] betrachtet, beschreibt Sommerfeld die [[Leitungselektronen]] in einem [[Metall]] als quantenmechanisches [[Fermi-Gas]]. Die Sommerfeld-Theorie erklärt insbesondere, dass bei ausreichend hohen Temperaturen der Beitrag der Elektronen zur [[Spezifische Wärme|spezifischen Wärme]] eines Metalls gegenüber dem Beitrag der Atomrümpfe vernachlässigt werden kann, so dass das experimentell gefundene [[Dulong-Petit-Gesetz]] über die spezifische Wärme monoatomarer Festkörper gilt. Dagegen ist die Drude-Theorie mit diesem Gesetz nicht vereinbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sommerfeld-Theorie erklärt auch, dass der Beitrag der Elektronen zur spezifischen Wärme [[proportional]] mit der Temperatur steigt. Außerdem ergibt sie den korrekten Wert der Proportionalitätskonstante im [[Wiedemann-Franz-Gesetz]] und die Größenordnung der [[Thermokraft]] beim [[Seebeck-Effekt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wissenschaft-Online-Lexika: &amp;#039;&amp;#039;Eintrag zur Sommerfeld-Theorie der Metalle im Lexikon der Physik.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 23. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Sommerfeld-Modell konnte mit Hilfe der Überlegungen der [[Fermi-Flüssigkeits-Theorie]] relativ einfach, aber signifikant verbessert werden. Der Einfluss des [[Metallgitter|Gitters]] der [[Atomrumpf|Atomrümpfe]] wird dann dadurch berücksichtigt, dass man anstelle der freien Elektronenmasse eine [[effektive Masse]] verwendet. Eine Erklärung für das Auftreten der effektiven Masse konnte es aber nicht liefern, da hierzu die Entwicklung des [[Felix Bloch|Bloch’schen]] [[Bändermodell]]s notwendig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Delokalisierte Materiewellen ==&lt;br /&gt;
In einem quantenmechanischen Fermi-Gas werden zum einen die Teilchen durch [[Materiewelle]]n in Form von [[Ebene Welle|ebenen Wellen]] beschrieben, welche den Impuls bzw. die Geschwindigkeit mit der [[Wellenlänge]] bzw. dem [[Wellenvektor]] linear verknüpft über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec p= \hbar  \vec k&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die &amp;#039;&amp;#039;scharfe&amp;#039;&amp;#039; Charakterisierung der Teilchen über den Impuls müssen nach der [[Heisenbergsche Unschärferelation]] die Elektronen im Leitungsband dann aber örtlich vollständig &amp;#039;&amp;#039;delokalisiert&amp;#039;&amp;#039; sein, d.&amp;amp;nbsp;h., sie lassen sich keinem bestimmten [[Kristallgitter|Gitter]][[atom]] zuordnen, wie dies in [[Chemische Verbindung|chemischen Verbindungen]] der Fall ist. Das ist aber genau die Grundcharakteristik der genannten ebenen Wellen. Anders ausgedrückt hat solch ein Elektron an jedem Gitteratom eine nichtverschwindende [[Aufenthaltswahrscheinlichkeit]], ist also über den gesamten [[Kristall]] verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen können wegen des [[Pauli-Prinzip]]s die einzelnen [[Teilchen]] nicht denselben [[Impuls]] annehmen. Das bedeutet, dass in einem Fermigas alle Elektronen unterschiedliche Geschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Temperatur besitzen müssen. Die Elektronen gehorchen auch nicht mehr der klassischen [[Boltzmann-Statistik|Boltzmann-Verteilung]], sondern der quantenmechanischen [[Fermi-Verteilung]]. Die Fermi-Verteilung geht aber beim absoluten Nullpunkt in eine Stufenfunktion über, welche unabhängig von der Temperatur alle Geschwindigkeiten kontinuierlich, aber gleichmäßig verteilt. Jedes Teilchen besitzt aber in der Sommerfeld-Theorie weiterhin die klassische rein quadratische Abhängigkeit der kinetischen Energie von der Geschwindigkeit, eben die klassische Dispersionsrelation freier Elektronen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E = \frac{\vec p^2}{2m}=\frac{\hbar^2\vec k^2}{2m}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relationen dieser Art bestimmen die [[Bandstruktur]] im Wellenvektorenraum. Das beschriebene so genannte freie Elektronengas (mit dem parabolischen Band) ist nur ein einfaches Modell zur Beschreibung für die Elektronen im Leitungsband. In komplizierteren Modellen (z.&amp;amp;nbsp;B. Näherung [[Modell der quasifreien Elektronen|quasi-freier Elektronen]] oder [[Tight-Binding]]-Modell), die die Wirklichkeit besser beschreiben, wird das periodische Potenzial des [[Kristall]]s berücksichtigt, was zu komplexeren Bandstrukturen führt. Diese können jedoch in erster [[Näherung]] um &amp;lt;math&amp;gt;\vec k=0&amp;lt;/math&amp;gt; auch durch obige parabolische Dispersion beschrieben werden, wenn für &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; die [[effektive Masse]] des jeweiligen Bandes gesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Temperatur]]en sehr nahe an Null&amp;amp;nbsp;[[Kelvin]] füllen die Elektronen im [[Impulsraum]] eine Kugel ([[Fermi-Kugel]]) in erster Näherung aus. Der Radius dieser Kugel ist der der [[Fermi-Energie]] zugehörige Impuls, welcher über den Wellenvektor &amp;lt;math&amp;gt;\vec k_{F}&amp;lt;/math&amp;gt; eindeutig definiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Elektronen [[Fermion]]en sind, können keine zwei Elektronen in allen Quantenzahlen übereinstimmen. Dadurch sind die Energieniveaus bei Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;T = 0 \, \mathrm{K}&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;E_{0}=\tfrac{1}{2}\hbar\omega&amp;lt;/math&amp;gt; ([[Nullpunktenergie]]) her bis zur [[Fermi-Energie]] aufgefüllt. Die Besetzungswahrscheinlichkeit der Energieniveaus wird durch die [[Fermi-Dirac-Statistik]] beschrieben, die eine nahezu vollständige Besetzung aller Zustände bis zur „[[Fermi-Kante]]“ voraussagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entartetes Elektronengas ==&lt;br /&gt;
Als „entartet“ bezeichnet man ein Elektronengas, wenn die (weitgehend temperaturunabhängige) [[Fermi-Energie]] &amp;lt;math&amp;gt;E_\mathrm{F}&amp;lt;/math&amp;gt; der Elektronen in einem [[Potentialkasten]] viel größer ist als die [[absolute Temperatur]] &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;, multipliziert mit der [[Boltzmannkonstante]]n &amp;lt;math&amp;gt;k_\mathrm{B}&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; E_\mathrm{F} \gg k_\mathrm{B} \cdot T \Leftrightarrow \frac{E_\mathrm{F}}{k_\mathrm{B} \cdot T} \gg 1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere ist jedes Elektronengas entartet bei &amp;lt;math&amp;gt;T \to 0 \, \mathrm{K}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Bezeichnung „entartet“ ist so zu verstehen, dass nahezu alle Zustände bis zur [[Fermi-Kante]] mit der gleichen [[Wahrscheinlichkeit]] von 100 % besetzt sind. Lediglich in einem im Verhältnis zur Fermi-Energie sehr kleinen Bereich von etwa &amp;lt;math&amp;gt;\pm 2\ k_B T &amp;lt;/math&amp;gt; um die Fermi-Kante herum kommt es zu thermischen Umbesetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahlenbeispiele:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* für die Leitungselektronen in [[Kupfer]] gilt bei [[Raumtemperatur]]: &amp;lt;math&amp;gt; \, E_\mathrm{F} \, / \, k_\mathrm{B} T \, \approx \, 280&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* für die Elektronen im Zentrum [[Weißer Zwerg]]e gilt, trotz hoher Temperatur: &amp;lt;math&amp;gt; \, E_\mathrm{F} \, / \, k_\mathrm{B} T \, \approx \, 10^2 -\,10^3&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* für die Elektronen im Zentrum der [[Sonne]] beträgt das Verhältnis dagegen: &amp;lt;math&amp;gt; \, E_\mathrm{F} \, / \, k_\mathrm{B} T \, \approx \, 0,5&amp;lt;/math&amp;gt; (also nicht entartet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ideales Fermigas|Fermigas]]&lt;br /&gt;
* [[Bänderdiagramm]]&lt;br /&gt;
* [[Leiter (Physik)#Elektrischer Leiter|Leiter (Physik)]]&lt;br /&gt;
* [[reziproker Raum]]&lt;br /&gt;
* [[Brillouin-Zone]]&lt;br /&gt;
* [[Kronig-Penney-Modell]]&lt;br /&gt;
* [[Bosegas]]&lt;br /&gt;
* [[Quantenpunkt]], [[Quantendraht]], [[Zweidimensionales Elektronengas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Charles Kittel: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Festkörperphysik&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg, 11. Auflage 1996, ISBN 3-486-23596-6&lt;br /&gt;
* [[Arnold Hanslmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in Astronomie und Astrophysik&amp;#039;&amp;#039;, Spektrum Akademischer Verlag, 2. Auflage 2007, ISBN 978-3-8274-1846-3&lt;br /&gt;
* Neil W. Ashcroft, N. D. Mermin: &amp;#039;&amp;#039;Solid State Physics&amp;#039;&amp;#039;. Saunders College Publishing, New York 1976. Kapitel 2&lt;br /&gt;
* A. Sommerfeld, H. Bethe: &amp;#039;&amp;#039;Elektronentheorie der Metalle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Physik.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 24-2. Springer Verlag, Heidelberg 1933, S. 333–622.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Normdaten|TYP=s|GND=4151870-6|LCCN=sh85042210}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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