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	<title>Elektroejakulation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T02:31:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektroejakulation&amp;diff=481585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2024-12-03T00:51:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elektroejakulation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;transrektale Elektroejakulation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Methode zur Gewinnung von [[Spermium|Spermien]] in der [[Medizin|Human]]- und [[Veterinärmedizin]].&lt;br /&gt;
Dabei werden verschiedene Nerven, die für die Auslösung der Ejakulation verantwortlich sind, mit einer in den [[Anus|After]] eingeführten elektrischen Sonde stimuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektroejakulation ermöglicht die Gewinnung von Spermien bei Männern, die aufgrund von [[Anejakulation]] oder [[Anorgasmie]] nicht in der Lage sind, auf herkömmlichem Wege einen [[Samenerguss]] zu erreichen. Die gewonnenen Spermien können bei ausreichender Qualität anschließend für eine [[künstliche Befruchtung]] herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere besondere Indikation ist die Gewinnung von Spermien zur [[Kryokonservierung]] bei jungen Krebspatienten in der [[Adoleszenz]] vor der Einleitung einer [[Strahlentherapie|Strahlen-]] oder [[Chemotherapie]], wenn die Samengewinnung auf natürlichem Wege durch [[Masturbation]] nicht gelingt. Da die [[Zeugungsfähigkeit]] durch die Krebstherapie beeinträchtigt werden kann, ist mit den so gewonnenen Spermien im Falle eines späteren Kinderwunsches eine künstliche Befruchtung möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1442-2042.2010.02484.x/full|titel=Male infertility in cancer patient|sprache=en|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://congelaparaelfuturo.org/wp-content/docs/Recogida_en_adolescentes.pdf|titel=Semen production in adolescent cancer patients|sprache=en|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cancer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=John P. Mulhall, Peter N. Schlegel|Titel=Fertility Preservation in Male Cancer Patients|Auflage=1.|Verlag=Cambridge University Press|Jahr=2013|Seiten=243–247|ISBN=9781107012127}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Veterinärmedizin und [[Zucht|Tierzucht]] wird die Elektroejakulation zur Samengewinnung vorwiegend bei [[Säugetiere]]n angewandt, wenn andere Methoden, wie die [[Natursprung|natürliche Begattung]] oder der Einsatz einer [[künstliche Vagina|künstlichen Vagina]] aufgrund der Umstände unmöglich oder nicht mit vertretbarem Aufwand durchführbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.journalofdairyscience.org/article/S0022-0302%2854%2991298-9/pdf|titel=New advances in the electroejaculation of the bull|sprache=en|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Eingriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte wurden verschiedene Varianten der Elektroejakulation erprobt, die sich in Art, Anzahl und Positionierung der verwendeten [[Elektrode]]n, der [[Elektrische Spannung|elektrischen Spannung]], der [[Frequenz]] und der Dauer der Stimulation teils erheblich unterschieden.&lt;br /&gt;
Als derzeit wirkungsvollste Methode hat sich die transrektale Elektroejakulation nach Dr. Stephen W. J. Seager durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://articles.baltimoresun.com/1990-10-25/news/1990298230_1_infertility-spinal-cord-injury-chuck|titel=Paralyzed man hopes for a family: New procedure may help with pregnancy|sprache=en|zugriff=2014-09-08|archiv-url=https://web.archive.org/web/20140908154739/http://articles.baltimoresun.com/1990-10-25/news/1990298230_1_infertility-spinal-cord-injury-chuck|archiv-datum=2014-09-08|offline=ja|archiv-bot=2024-12-03 00:51:30 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.kup.at/kup/pdf/3821.pdf|titel=Elektroejakulation bei neurogener Sexualfunktionsstörung|sprache=de|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Elektroejakulation nach Seager wird eine Sonde mit zwei oder drei Elektroden in den After eingeführt, sodass die Elektroden im Bereich der Prostata an der [[Darm#Darmwand|Darmwand]] zu liegen kommen. Anschließend erfolgt die elektrische Stimulation mit einer Wechselspannung im Bereich von 5 bis 30 [[Volt]] (üblicherweise 6–12 Volt) und einer Stromstärke bis ca. 500 Milli[[ampere]]. In der Regel erfolgt die Stimulation in mehreren Zyklen von einigen Sekunden, wobei die Spannung bei jedem Zyklus erhöht wird, bis Ejakulat aus der [[Harnröhre]] abfließt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://jnnp.bmj.com/content/44/1/9.full.pdf|titel=Electroejaculation: its technique, neurological implications and uses|sprache=en|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gesamte Eingriff dauert im Durchschnitt 5 Minuten; wird die Stimulation gleich zu Beginn mit einer höheren Spannung durchgeführt, kann es bereits nach wenigen Sekunden zum Samenabgang kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich kommt es bei der Elektroejakulation zu einer vollständigen oder teilweisen [[Retrograde Ejakulation|retrograden Ejakulation]], bei der die Samenflüssigkeit rückwärts in die [[Harnblase]] abgestoßen wird. Aus diesem Grund wird die Harnblase vor dem Eingriff mittels [[Blasenkatheter]] entleert und mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt. Kommt es trotz mehrfacher Stimulation nicht zu einem sichtbaren Samenabgang, wird die Flüssigkeit aus der Harnblase entnommen und auf vorhandene Spermien überprüft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Retrograde&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Ri-Cheng Chian, Patrick Quinn|Titel=Fertility Cryopreservation|Auflage=1.|Verlag=Cambridge University Press|Jahr=2010|Seiten=48–49|ISBN=978-0-521-51778-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektroejakulation ist sehr schmerzhaft und wird aus diesem Grund meist in [[Allgemeinnarkose]] oder [[Regionalanästhesie]] durchgeführt. Bei Patienten, die aufgrund einer [[Querschnittlähmung]] über keine Schmerzwahrnehmung im Unterleib verfügen, kann der Eingriff auch ohne Anästhesie erfolgen.&lt;br /&gt;
Während der Stimulation kommt es meist zu starken Verkrampfungen und Zuckungen der Gesäß-, Bein- und Fußmuskulatur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.sciquest.org.nz/elibrary/download/46839/Electroejaculation_%3A_a_welfare_issue%3F.pdf|titel=Electroejaculation : a welfare issue?|sprache=en|zugriff=2014-09-08|archiv-url=https://web.archive.org/web/20140908155203/http://www.sciquest.org.nz/elibrary/download/46839/Electroejaculation_%3A_a_welfare_issue%3F.pdf|archiv-datum=2014-09-08|offline=ja|archiv-bot=2023-12-17 09:04:40 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verkrampfung bestimmter Muskeln wird manchmal auch als Zeichen für die korrekte Lage der Elektrode gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Patienten, die an einer kompletten oder inkompletten Querschnittlähmung leiden, kann es durch die Elektroejakulation zu einer [[Autonome Dysreflexie|autonomen Dysreflexie]] mit starkem Anstieg des [[Blutdruck]]s kommen, der mit entsprechender Medikation entgegengewirkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur erotischen Elektrostimulation ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erotische Elektrostimulation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erotische Elektrostimulation ist eine Sexualpraktik, bei der Strom zur sexuellen Stimulation eingesetzt wird. Elektroejakulation und erotische Elektrostimulation unterscheiden sich sowohl in der Art der Durchführung als auch in der Wirkungsweise erheblich voneinander.&lt;br /&gt;
Bei der erotischen Elektrostimulation werden verschiedene Bereiche der Geschlechtsorgane, wie [[Penis]], [[Hodensack]], [[Anus]] oder [[Perineum|Damm]] mit speziellen Reizstromgeräten stimuliert, die wiederholt kurze Impulse (wenige Millisekunden) mit hoher Spannung, aber sehr geringer Stromstärke abgeben. Wird die Stimulation als lustvoll und sexuell erregend empfunden, kann dies zu einem [[Orgasmus]] und somit zur Ejakulation führen, die sich jedoch bezüglich der physiologischen Abläufe im Körper nicht von einem gewöhnlichen Samererguss bei anderen Sexualpraktiken unterscheidet, wobei der Orgasmus von manchen Personen durchaus als besonders intensiv erlebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Elektroejakulation hingegen werden im Vergleich sehr hohe Stromstärken mit einer Impulsdauer von mehreren Sekunden eingesetzt. Durch die direkte, starke Stimulation der zuständigen Nerven kommt es zu einer rein mechanischen Auslösung des Ejakulationsreflexes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://sci-bc-database.ca/wp-content/uploads/Male-Fertility.pdf|titel=Male Sexuality and Fertility|sprache=en|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dabei kommt es zu keinem sexuellen Lustempfinden. Je nach Lage der Elektrode kann zwar gelegentlich eine [[Erektion]] auftreten, diese ist jedoch für den Erfolg des Eingriffes nicht von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Elektroejakulation an Menschen aufgrund der Schmerzhaftigkeit fast immer in Narkose oder Regionalanästhesie durchgeführt wird, erfolgt der Eingriff bei Zuchttieren häufig ohne jegliche Form der Anästhesie. Dies ist zwar in vielen Ländern bereits gesetzlich verboten, in manchen Ländern jedoch weiterhin erlaubt und gängige Praxis. Zudem wird die Elektroejakulation häufig auch ohne zwingende [[Indikation]] angewandt, da sie schneller und einfacher durchzuführen ist, als andere, für das Tier weniger belastende Methoden der Samengewinnung. Tierschützer kritisieren, dass die Tiere dabei unnötigem Leid ausgesetzt werden, und fordern ein Verbot der Elektroejakulation ohne vorherige Betäubung des Tieres.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://actionsforanimals.blogspot.co.at/2010/04/ban-electroejaculation-of-bulls-in.html|titel=Actions for Animals - Ban Electroejaculation of Bulls in Canada|sprache=en|zugriff=2014-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktionsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Urologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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