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	<title>Elektrochemischer Gradient - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:09:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elektrochemischer_Gradient&amp;diff=120697&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: /* Protonengradient über die Mitochondrienmembran */ Doppel-Links raus, zus. Links, zus. Infos</title>
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		<updated>2025-03-16T10:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Protonengradient über die Mitochondrienmembran: &lt;/span&gt; Doppel-Links raus, zus. Links, zus. Infos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[elektrochemie|elektrochemische]] Gradient&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;\nabla \overline{\mu}_i&amp;lt;/math&amp;gt; ist der [[Gradient (Mathematik)|Gradient]] des [[Elektrochemisches Potential|elektrochemischen Potentials]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\nabla \overline{\mu}_i = \nabla \mu_i(\vec{r}) + \nabla z_i \cdot \mathrm{F} \cdot \varphi (\vec{r})&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* der [[Ladungszahl]] &amp;lt;math&amp;gt;z_i&amp;lt;/math&amp;gt; des Ions&lt;br /&gt;
* der [[Faraday-Konstante]]&amp;amp;nbsp;F = 96&amp;amp;nbsp;485,33&amp;amp;nbsp;[[Coulomb|C]]/[[mol]]&lt;br /&gt;
* dem lokalen [[elektrisches Potential|elektrischen Potential]] &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Gradienten werden erfasst:&lt;br /&gt;
* räumliche Unterschiede der [[Konzentration (Chemie)|chemischen Konzentration]] ([[Konzentrationsgefälle]])  durch den ersten Summanden (Gradient des lokalen [[chemisches Potential|chemischen Potential]]s &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i&amp;lt;/math&amp;gt;) und&lt;br /&gt;
* räumliche Unterschiede des elektrischen Potentials ([[elektrische Spannung]]) durch den zweiten Summanden.&lt;br /&gt;
Daher lassen sich mit ihm auch Änderungen der Verteilung von [[elektrische Ladung|geladenen]] Teilchen wie [[Ion]]en in einem Flüssigkeitsraum bei Anwesenheit eines [[elektrisches Feld|elektrischen Feldes]] beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem elektrochemischen Gradienten&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;0 für ein bestimmtes Ion sind diese geladenen Teilchen statistisch betrachtet so verteilt, dass elektrischer und chemischer Gradient im [[Elektrochemisches Gleichgewicht|Gleichgewicht]] stehen. Anders ausgedrückt: Im Gleichgewicht verschwindet der elektrochemische Gradient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ionen eine Ladung tragen, treten bei ihrer Verteilung beide Gradienten kombiniert auf:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chemischer Gradient&amp;#039;&amp;#039; – ein Konzentrationsgefälle im Verteilungsraum tendiert infolge der temperaturabhängigen zufälligen Bewegung der Teilchen ([[Brownsche Molekularbewegung]]) zum Ausgleich. Liegt eine ungleichmäßige Verteilung einer Ionenart vor, so ist damit auch ein elektrischer Gradient verbunden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elektrischer Gradient&amp;#039;&amp;#039; – ein Potentialunterschied im elektrischen Feld tendiert zum Spannungsabfall durch ausgeglichene [[Ladungsverteilung]]. Liegt eine ungleiche Verteilung von geladenen Teilchen einer Ionenart vor, so ist damit auch ein chemischer Gradient verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In biologischen Systemen ==&lt;br /&gt;
In [[Biologie|biologischen]] Systemen ist der elektrochemische Gradient relevant an [[Biomembran|Membranen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele hierfür sind:&lt;br /&gt;
* der [[Protonengradient]] (H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Gradient)&lt;br /&gt;
** über [[Mitochondrien]]-Membranen, welcher in der [[Atmungskette]] zur Bildung von&amp;amp;nbsp;[[Adenosintriphosphat|ATP]] beiträgt, und&lt;br /&gt;
** über [[Chloroplasten]]-Membranen, welcher in der [[Photosynthese]] zur Bildung von&amp;amp;nbsp;ATP beiträgt.&lt;br /&gt;
* der elektrochemische Gradient von&amp;amp;nbsp;[[Kalium|K]]&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; über die Membran von [[Nervenzelle]]n, welcher für das [[Ruhepotential]] bei der [[Erregungsleitung]] wichtig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Protonengradient über die Mitochondrienmembran ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Atmungskette}}&lt;br /&gt;
Die mit Abstand wichtigsten Systeme der&amp;amp;nbsp;ATP-Regeneration von [[Organismus|Organismen]] basieren auf [[Proton (Chemie)|Protonen]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gradienten, und zwar in der Atmungskette und bei der Photosynthese. [[Energie]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;reiche [[Nahrung]] (im Fall der Atmungskette) oder auch [[Sonnenlicht]] (im Fall der Photosynthese) [[Citratzyklus|verschafft]] dem Organismus [[Elektron]]en, deren Energie zunächst in ein Protonenpotential über die innere Mitochondrienmembran umgewandelt wird. Verantwortlich hierfür ist die Atmungskette, bei welcher [[Protonenpumpe|H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Pumpe]]n eingesetzt werden, die mit energiereichen Elektronen betrieben werden. Die durch den Protonengradient hervorgerufene Triebkraft der Protonen treibt nun die&amp;amp;nbsp;ATP-Bildung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Gradient an der Membran von Nervenzellen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ruhemembranpotential|titel1=Ruhemembranpotential elektrisch erregbarer Nervenzellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier soll an einem Beispiel erklärt werden, wie die beiden Gradienten (elektrisches Gefälle und Konzentrationsgefälle) zusammen wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K+ liegt in der Nervenzelle nahe seinem elektrochemischen Gleichgewicht vor und ist hauptverantwortlich für das Zustandekommen des elektrischen Ruhepotentials von −70&amp;amp;nbsp;mV über die Membran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zelle gibt es negativ geladene organische Moleküle, zum Beispiel viele Proteine und Enzyme.&lt;br /&gt;
Nehmen wir an in einer Zelle liegen so viele K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; Ionen vor, dass sie diese negative Ladung gerade kompensieren und das Membranpotential 0&amp;amp;nbsp;mV beträgt. K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; folgt nun der &amp;#039;&amp;#039;Triebkraft des Konzentrationsgradienten&amp;#039;&amp;#039; und ist daher bestrebt, die Zelle zu verlassen. Je mehr K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; Ionen die Zelle verlassen, desto mehr wirkt auch die &amp;#039;&amp;#039;elektrische Triebkraft&amp;#039;&amp;#039; der negativ geladenen organischen Moleküle in der Zelle auf K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;. Diese ist bestrebt, K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; zurück in die Zelle zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellt sich bald ein Gleichgewicht zwischen den beiden gegenläufig wirkenden Triebkräften ein. Der elektrochemische Gradient von K&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; ist dann gleich 0 und der Nettofluss von K+ über die Membran kommt zum Stillstand. Daraus resultiert das Membranpotential von −70&amp;amp;nbsp;mV und eine höhere Konzentration von K+ in der Zelle als außerhalb der Zelle. Dieses Beispiel zeigt also den Unterschied auf zwischen [[Konzentrationsgradient]], elektrischem Gradient (was der [[Elektrische Spannung|elektrischen Spannung]] gleichkommt) und dem &amp;#039;&amp;#039;elektrochemischen Gradient&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- hierfür fällt mir gerade kein Beispiel ein:&lt;br /&gt;
Für die Aufrechterhaltung von elektrochemischen Gradienten muss in den [[Zelle (Biologie)|Zellen]] lebender Organismen kontinuierliche [[Arbeit (Physik)|Arbeit]] geleistet werden. Das geschieht durch [[Membrantransport]]-Systeme, die in der Regel unter [[Adenosintriphosphat|ATP]]-Hydrolyse (durch [[ATPasen|ATP spaltende Transport-Enzyme]]) den Konzentrationsgradienten aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Elektrochemische Triebkraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, [[Lubert Stryer]]: &amp;#039;&amp;#039;Biochemie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1800-5.&lt;br /&gt;
* Donald Voet, Judith G. Voet: &amp;#039;&amp;#039;Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. John Wiley &amp;amp; Sons, New York 2004, ISBN 0-471-19350-X.&lt;br /&gt;
* [[Bruce Alberts]], Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Taylor &amp;amp; Francis 2007, ISBN 978-0-8153-4106-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrochemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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