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	<title>Eldor Pohl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:40:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eldor_Pohl&amp;diff=1747036&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brettchenweber: minimale Korrektur</title>
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		<updated>2026-02-18T22:53:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;minimale Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eldor Pohl-2.png|mini|hochkant|Eldor Pohl]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eldor Pohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Januar]] [[1857]] in [[Selenzowo (Kaliningrad, Prawdinsk)|Grünthal]]; † [[22. April]] [[1935]] in [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]) war ein deutscher Verwaltungsjurist und von 1900 bis 1924 [[Oberbürgermeister]] von Tilsit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am [[Bartoszyce|Bartensteiner]] Gymnasium studierte Pohl an der [[Albertus-Universität Königsberg]] Rechtswissenschaft. Im Wintersemester 1878/79 wurde er im [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps Masovia]] aktiv, obwohl das Corps 1876 aus dem [[Königsberger Senioren-Convent]] und damit aus dem [[Kösener Senioren-Convents-Verband|Kösener SC-Verband]] ausgetreten war und vier Jahre lang isoliert blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1960, 87/734&amp;lt;/ref&amp;gt; Pohl erwies sich als guter Fechter und war zweimal [[Consenior]]. Im Herbst 1880 wurde ihm auf einer [[Mensur (Studentenverbindung)|Mensur]] die Nase abgeschlagen. Man fand sie im [[Pauken|Paukschurz]]. Nach mehreren Operationen in der Königsberger Chirurgie 1881 erkannte man Pohl zeitlebens an seiner „vollendet kühnen“ Nase. Er war einer der ersten Patienten, die sich dieser Operation unterzogen. Der Chirurg, der die Operation durchführte, war Dr. [[Karl Schönborn]], der ein Pionier auf diesem Gebiet war. Nach den Examen wurde Pohl schon als [[Gerichtsassessor]] zur Stadtverwaltung von [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]] beurlaubt und 1895 zum [[Stadtrat]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tilsit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P001239, Tilsit.jpg|mini|Markt und Rathaus in Tilsit, 1930]]&lt;br /&gt;
Fünf Jahre später wählte ihn [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]] für zwölf Jahre als Nachfolger des Oberbürgermeisters Robert Thesing. Ostpreußens zweitgrößte Stadt war durch ihre günstige Lage an der [[Memel]] im 19. Jahrhundert zu rascher Blüte gekommen und galt als eine Stadt des Handels und Verkehrs. Das Beiwort „Stadt ohnegleichen“ hing ihr schon viele Jahrzehnte wegen des Aufbaus der Schulsysteme an. Schon seit 1586 gab es die humanistische [[Königliche Litthauische Provinzialschule]].&lt;br /&gt;
Bald nachdem Pohl in das Rathaus eingezogen war, spürte man seine energische Persönlichkeit in allen Gemeindefragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tilsits Rathaus wurde 1755 erbaut und 1857 unter dem Oberbürgermeister [[Heinrich Kleffel]] umgebaut&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seinem Dienstantritt hatte die Stadt rund 30.000, bei seinem Ausscheiden 24 Jahre später fast 50.000 Einwohner. Schon 1900 bekam die Stadt eine [[Straßenbahn]]. Das Straßennetz und die [[Kanalisation]] wurden ausgebaut, ein neuer [[Wasserturm]] errichtet. 1908 wurde der neue Villenstadtteil am Schloßmühlenteich mit seinen Anlagen, dem neuen [[Realgymnasium]] und einem Botanischen Garten erschlossen und mit einer Straßenbrücke verbunden. Spielplätze, Altersheime, Schulen, ein Pferderennplatz und Promenaden nach dem Stadtwald entstanden. Im neuen Waldfriedhof stand eines der ersten deutschen [[Krematorium|Krematorien]]. Das Stadtgebiet vergrößerte sich durch den Ankauf von Liegenschaften. Dem Theater galt besondere Pflege. An der Memel wurden neue Kaianlagen gebaut. Die 1907 fertiggestellte 416&amp;amp;nbsp;m lange [[Königin-Luise-Brücke]] mit ihren weitschwingenden Bogen wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Die Parkanlagen in [[Sowetsk (Kaliningrad)#Kultur und Sehenswürdigkeiten|Jakobsruhe]] bekamen ein neues Gesicht. Am 2. Dezember 1912 wurde Pohl für weitere zwölf Jahre zum Oberbürgermeister der Stadt gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1914 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:EhrenbürgerPohl.JPG|mini|Ehrenbürgerbrief]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtrat Tilsit (1914).JPG|mini|Stadtrat von Tilsit am 7. September 1914 unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Eldor Pohl (Mitte, sitzend)]]&lt;br /&gt;
Weithin bekannt wurde Pohl im August/September 1914, als Truppen des [[Kaiserreich Russland|Kaiserreichs Russland]] zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] die Stadt besetzten. Pohl blieb mit dem Magistratskollegium auf seinem Posten und musste noch die Geschäfte zweier [[Landrat (Deutschland)|Landräte]] übernehmen. Sein umsichtiges Verhalten trug zur Rettung der Stadt bei, die nur geringe Schäden erlitt. Ihm war es bereits zu verdanken, dass die Königin-Luise-Brücke und die Eisenbahnbrücke über die Memel erhalten blieben, zu deren Sprengung deutsche [[Pionier (Militär)|Pioniere]] in der Nacht vom 24./25. August 1914 eingetroffen waren. Entscheidend wurde der Augenblick, als der russische Stadtkommandant, Oberstleutnant Bogdanow, Pohl vor dem Rathaus die fremde Flagge zur Hissung in die Hand drückte. Pohl gab sie einem Feuerwehrmann weiter, der das Unvermeidliche tun musste. Dieses ruhige und besonnene Verhalten bewies er als Beispiel für die Bürgerschaft in der ganzen Besatzungszeit vom 24./25. August bis 12. September. Täglich musste er zur Dragonerkaserne fahren. Sein Auftreten und Handeln bestimmte die Zarentruppen zu gleicher Zurückhaltung. Pohl sorgte für Ruhe und Ordnung und hielt das veränderte Wirtschaftsleben aufrecht. Die Schulen wurden geöffnet, Polizei in Zivil eingesetzt. Die [[Kontribution]] konnte durch städtisches [[Notgeld]] aufgefangen werden. Als die russischen Truppen nach Gefechten am 12. und 13. September weichen mussten, brachte die Bevölkerung ihrem Stadtoberhaupt bei einer Rundfahrt durch die Stadt begeisterte Kundgebungen dar. Die Stadtverordnetenversammlung ernannte Pohl schon am 14. September 1914 zum [[Ehrenbürger]]. Ein Promenadenweg am Schloßteich wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungschef in Wilna ===&lt;br /&gt;
Am 19. September 1915 wurde Pohl, der das [[Eisernes Kreuz am weißen Bande|Eiserne Kreuz am weißen Bande]] erhalten hatte und [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] [[Reserve (Militär)|der Reserve]] im [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 2 (1806)|Grenadier-Regiment „Kronprinz“ (1. Ostpreußisches) Nr. 1]] geworden war, vom [[Ober Ost]] als Erster Bürgermeister an die Spitze der deutschen Stadtverwaltung von [[Wilna]] berufen. Generaloberst [[Hermann von Eichhorn (Generalfeldmarschall)|Hermann von Eichhorn]] würdigte Pohls rastloses Schaffen in einem Brief vom 20. September 1916. Zu seiner Unterstützung berief Pohl Anfang 1916 seinen Corpsbruder Kurt Pilz als Zweiten Bürgermeister und ständigen Vertreter des Stadthauptmanns, wie Pohl seit 1916 in Wilna tituliert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Pilz Masoviae, Guestphaliae Jena; Kösener Corpslisten 1960, 87/884; 70/343.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst wirkte 1917 schon mehr auf seinem alten Posten und übernahm im Juli 1918 wieder seine Geschäfte in Tilsit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Der sog. [[Friedensvertrag von Versailles]] traf [[Preußisch Litauen]] schwer, weil das [[Litauen|litauische]] Hinterland abgeschnitten war. Die Wirtschaftsbeziehungen nach Norden und Osten lösten sich, der blühende Holzhandel und die Schneidemühlenindustrie stagnierten. Vor 1914 kamen jährlich bis zu 4.000 [[Holztrift]]en mit rund zwei Millionen [[Festmeter]] Holz die Memel herab. Die Zellstoff-Fabrik galt als die zweitgrößte Europas. Die [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923]] und die Arbeitslosigkeit taten das ihre. Von Pohls enormer und nicht erlahmender Tatkraft in jenen Jahren zeugten die Anlage des Industrie- und Holzhafens, der Wohnungsbau, die Modernisierung der Berufsfeuerwehr und nicht zuletzt die Eingemeindung von Randgemeinden Tilsits. Als Mitglied der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] saß er 1919 bis 1923 im [[Provinziallandtag der Provinz Ostpreußen]]. Für den Wahlkreis Gumbinnen 13 (Tilsit) 1921 wiedergewählt, legte er als [[Fraktionsvorsitzender]] am 12. September 1923 sein Mandat nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Korfmacher: [http://www.abgeordneten.info/ostpreussen/Ostpreussen_1919.pdf &amp;#039;&amp;#039;Vorläufiges Mitgliederverzeichnis des Ostpreußischen Provinziallandtages 1919 bis 1933.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1924 trat er mit 67 Jahren in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Lippold: &amp;#039;&amp;#039;Das Oberhaupt der „Stadt ohnegleichen“.&amp;#039;&amp;#039; Zeitung der Altmärker-Masuren 30, Kiel 1962, S. 407f.&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Döhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; München 2005, ISBN 3-00-016108-2, S. 461–464.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;24. Tilsiter Rundbrief.&amp;#039;&amp;#039; (1994/95), S. 21–24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=8920154260672724480008|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-02-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pohl, Eldor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Vilnius)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes am weißen Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Ostpreußen (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptmann (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger in Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pohl, Eldor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pohl, Eldor Richard Guido (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DDP); Oberbürgermeister und Ehrenbürger von Tilsit, Verwaltungschef in Wilna&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Januar 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Selenzowo (Kaliningrad, Prawdinsk)|Grünthal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. April 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brettchenweber</name></author>
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