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	<title>Elbewerft Boizenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T08:50:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Elbewerft_Boizenburg&amp;diff=1901705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nikolai Maria Jakobi am 24. November 2024 um 13:49 Uhr</title>
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		<updated>2024-11-24T13:49:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Elbewerft Boizenburg&lt;br /&gt;
| Logo             = Logo Elbewerft Boizenburg.jpg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = 1948–1990 [[Volkseigener Betrieb|VEB]]&amp;lt;br /&amp;gt;1991–1997 [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 17. April 1948&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = Dezember 1998&lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = [[Insolvenz]]&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Boizenburg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Branche          = [[Schiffbau]]&lt;br /&gt;
| Homepage         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elbewerft Boizenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Werft]] für den Bau von Binnenschiffen und kleinen Seeschiffen in [[Boizenburg]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 1793 bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1793 gründete der Schiffszimmermeister Franz Jürgen Lemm in Boizenburg einen Bootsbaubetrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Boizenburg in alten Ansichten&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1997, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst fertigte die Werft, die 14 Schiffbauer beschäftigte, kleine Boote und Elbkähne. 1839 begann die Lemmsche Werft mit dem Bau ihres ersten [[Raddampfer]]s, der später auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;Alexandrine&amp;#039;&amp;#039; getauft wurde. Am 1. Oktober 1840 lief der 45 Meter lange und 9,45 Meter breite Raddampfer vom Stapel. Das Schiff fuhr vom 20. Juni 1841 bis 1842 regelmäßig nach Hamburg und zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Szymanski: &amp;#039;&amp;#039;Die Dampfschiffahrt in Niedersachsen und in den angrenzenden Gebieten von 1817 bis 1867.&amp;#039;&amp;#039; Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2011, ISBN 978-3-86741-678-8, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren verlangten die [[Binnenschiffer]] zunehmend nach motorgetriebenen [[Güterschiff]]en. Für diese Kundschaft baute die Lemmwerft 1885 das Motorschiff &amp;#039;&amp;#039;Regina&amp;#039;&amp;#039;. 1887 folgte die &amp;#039;&amp;#039;Hera&amp;#039;&amp;#039;, ein mit einem Klöckner-[[Deutz AG|Deutz]] Motor (6x130/170) ausgestattetem Schiff. Im Folgejahr entstand auf der Werft zudem ein Zweimast[[schoner]], die &amp;#039;&amp;#039;Marga&amp;#039;&amp;#039;, die noch am 7. Juni desselben Jahres vom Stapel lief und später einen Hilfsmotor erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 wurde in Boizenburg das erste deutsche Motorboot mit Petroleummotor (System Capitaine&amp;lt;ref&amp;gt;{{Polytechnisches Journal |Dokumentencode=ar311028 |Autor= |Titel=Die Gaskraftmaschinen auf der II. Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung zu München 1898 |Jahr=1899 |Seiten=85–88 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schröter, Rudolf Wulff, Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg.&amp;#039;&amp;#039;Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erfinder [[Emil Capitaine]] war erst im Frühjahr des Jahres in die Stadt gekommen, um in der Werft seinen Petroleummotor zu testen. Werftbesitzer Franz Heinrich Martin Lemm entwickelte zudem für das Motorboot eine verstellbare Schiffsschraube. So konnte das Motorboot, das bereits am 30. Mai seine erste Probefahrt im Hafen absolvierte, eine höhere Manövrierfähigkeit erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Revolutionär: Der Gasmotor.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinz Schröter, Rudolf Wulff, Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den darauffolgenden Jahren wurden über 30 Boote mit Capitaine-Antrieb gebaut. Sie wurden zumeist von privaten [[Eigentum|Eignern]] erworben und kamen hauptsächlich im Hamburger Hafen zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 begann die Lemmsche Werft mit dem Bau des ersten Stahlschiffes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kehrte der Konstrukteur und Erfinder Emil Capitaine nach Boizenburg zurück. Hier entwickelte er im Auftrag der Lemmschen Werft einen mit [[Steinkohle#Einteilung|Anthrazitgas]] angetriebenen Sauggasmotor.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Wieben: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Boizenburg: Ihr Wirken in Politik und Kultur, im Handwerk, in der Werft und in der Plattenfabrik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2013, S. 147 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neu entwickelte Antrieb war gedacht für einen [[Hafenschlepper]], der noch im selben Jahr vom Stapel lief und auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;Gasschlepper I.&amp;#039;&amp;#039; getauft wurde. Nachdem kaiserliche Marinesachverständige von dem neuartigen Antrieb erfahren hatten, ließen sie den Gasschlepper auf Befehl von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] zu einer Probefahrt nach [[Kiel]] kommen. Die Probefahrt am 21. November 1904 verlief überaus erfolgreich.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auszüge und Berichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schiffbau, Schifffahrt und Hafenbau. Zeitschrift für die gesamte Industrie auf schiffbautechnischen und verwandten Gebieten.&amp;#039;&amp;#039; Sammelband 6, Teil 1. Unions-Verlagsgesellschaft, Berlin 1905, S. 214 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im darauffolgenden Jahr wurden die ersten Hafenschlepper, die 9,50 Meter lang waren und eine [[Schiffsmaße#Verdrängung|Verdrängung]] von 6,8 Tonnen hatten, in Kiel und Hamburg in Dienst gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schröter, Rudolf Wulff und Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werft blieb bis 1917 in Familienbesitz und wurde dann an das Bankhaus Carlo Thomsen verkauft. Nach dem Verkauf wurde das Unternehmen in die [[Norderwerft]] AG eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurde die Elbewerft mit der Norddeutsche Union-Werke (Tönning) verschmolzen, die 1925 in Konkurs gingen und in die Auffanggesellschaft Boizenburger Werft GmbH kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1933 bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Ab 1933 erhielt die Werft zahlreiche Rüstungsaufträge. Es kam zeitweise zu Konflikten zwischen [[NSDAP]] und dem Hauptgesellschafter Siegfried Mahr, der an der Beschäftigung zweier jüdischer Angestellter festhielt. Er wurde 1938 wegen angeblicher Steuerhinterziehung am [[Bahnhof Hagenow Land|Bahnhof Hagenow-Land]] von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] festgenommen und für drei Monate inhaftiert. Mahr nahm sich am 12. September 1938 das Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Uwe Wieben:&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Menschen in Boizenburg: Ihr Wirken in Politik und Kultur, im Handwerk, in der Werft und in der Plattenfabrik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Akademische Verlagsanstalt Leipzig, Leipzig 2013, S. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin übernahm das Bankhaus Carlo Z. Thomsen die Führung des Unternehmens, das von nun an die Bezeichnung Thomsen &amp;amp; Co, Werft, Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Unter der Leitung von Oswald Thomsen und seinem Betriebsleiter Heinrich Vaessen wurde die Werft zum reinen [[Rüstungsbetrieb]], der unter anderem Rumpfsegmente des [[U-Boot]] Typs [[U-Boot-Klasse VII#Typ VII C|VII C]], Tragflächen für [[Focke-Wulf]]-[[Fw-190|Jagdflugzeuge]] und zum Ende des Krieges auch [[Bemannter Torpedo|bemannte Torpedos]] fertigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schröter, Rudolf Wulff und Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vierprinzen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander vom Hofe |Titel=Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe&lt;br /&gt;
und das parallele Unrechtssystem |Hrsg= |Verlag=Vierprinzen |Ort=Madrid |Datum=2006 |Seiten=85 |ISBN=978-84-609-8523-5 |Online=http://www.diss.fu-berlin.de/docs/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDOCS_derivate_000000000030/vierprinzen_letzte_fassung_copia.pdf |Abruf=2018-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem lieferte der Rüstungsbetrieb 300 [[Sturmboot]]e, 600 M-Boote, 1000 [[Ponton]]s und 20 größere [[Landungsboot]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schröter, Rudolf Wulff und Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. April 1944 erhielt der Rüstungsbetrieb auf der jährlichen Tagung der [[Reichsarbeitskammer]] in [[Berlin]] die Auszeichnung als [[Kriegsmusterbetrieb]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Wieben:&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Menschen in Boizenburg: Ihr Wirken in Politik und Kultur, im Handwerk, in der Werft und in der Plattenfabrik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Akademische Verlagsanstalt Leipzig, Leipzig 2013, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vierprinzen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurden in der Werft mehrere hundert [[sowjetisch]]e, [[Polen|polnische]], [[Frankreich|französische]], [[Niederlande|niederländische]] und [[Belgien|belgische]] [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] eingesetzt. Sie lebten im firmeneigenen Ausländer- und [[Fremdarbeiter]]lager auf dem Elbberg. Die Belegschaft der Werft wuchs bis Kriegsende auf 1800 Beschäftigte an, von denen ein Großteil Zwangsarbeiter waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Buddrus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg im Zweiten Weltkrieg. Die Tagungen des Gauleiters Friedrich Hildebrandt mit den NS-Führungsgremien des Gaues Mecklenburg 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Eine Edition der Sitzungsprotokolle. Edition Temmen, Bremen 2009, S. 971 (Anmerkung Nr. 21).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1944 wurde das Fremdarbeiterlager zum [[KZ Boizenburg|KZ-Außenlager]] ausgebaut. Die dort inhaftierten jüdischen Frauen und Mädchen mussten bis März 1945 unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Werft Zwangsarbeit verrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://media.offenes-archiv.de/ha6_4_thm_1788.pdf &amp;#039;&amp;#039;Boizenburg (Thomsen).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;offenes-archiv.de.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 8. April 2018 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Wieben:&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Menschen in Boizenburg: Ihr Wirken in Politik und Kultur, im Handwerk, in der Werft und in der Plattenfabrik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Akademische Verlagsanstalt Leipzig, Leipzig 2013, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1945 bis 1990 ===&lt;br /&gt;
==== Enteignung und Neubeginn ====&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1945 übernahm die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] die Kontrolle über das Gebiet des [[Kreis Hagenow|Kreises Hagenow]]. Sie [[Beschlagnahmung|beschlagnahmte]] die im Kreis ansässigen Betriebe, darunter auch die Werft, und setzte [[Sequester (Recht)|Sequester]] ein. Im darauffolgenden Oktober wurde die Werft unter treuhänderische Verwaltung des Kreises Hagenow gestellt. Nachdem die im August 1946 beschlossene [[Industriereform in der SBZ|Enteignung]] des bisherigen Werftbesitzers vollzogen worden war, übernahm das [[Land Mecklenburg]] im Januar 1947 die Boizenburger Werft. Wenige Monate später, am 17. April 1948, wurde das traditionsreiche Schiffbauunternehmen in einen [[Volkseigener Betrieb|Volkseigenen Betrieb]] umgewandelt und infolgedessen in die [[Schiffbau in der DDR|Vereinigung Volkseigener Werften]] eingegliedert. Von da an führte die Werft die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;VEB Elbe-Werft Boizenburg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Wieben: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Boizenburg: Ihr Wirken in Politik und Kultur, im Handwerk, in der Werft und in der Plattenfabrik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2013, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fertigung ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;width:15%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#F9F9F9;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color:#FFDEAD; width:0%;&amp;quot;|Stückzahl&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schröter, Rudolf Wulff und Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 122–142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color:#FFDEAD; width:0%;&amp;quot;|Schiffstyp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}49&lt;br /&gt;
|Fischkutter (siehe [[17-m-Kutter]] und [[26,5-m-Kutter]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}51&lt;br /&gt;
|Logger&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}111&lt;br /&gt;
|Kühllogger&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}46&lt;br /&gt;
|Gefrierschiffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}27&lt;br /&gt;
|Kühlmotorschiffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}17&lt;br /&gt;
|Klappschuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}15&lt;br /&gt;
|Seetanker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}51&lt;br /&gt;
|Werkstattschiffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}15&lt;br /&gt;
|Seetanker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}85&lt;br /&gt;
|Motorgüterschiffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}16&lt;br /&gt;
|Frosttrawler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}{{0}}5&lt;br /&gt;
|Faröerkutter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}15&lt;br /&gt;
|Seetanker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}18&lt;br /&gt;
|Islandkutter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}{{0}}2&lt;br /&gt;
|Binnentanker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}13&lt;br /&gt;
|Containerkümos&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}49&lt;br /&gt;
|Binnenfahrgastschiffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{0}}{{0}}{{0}}{{0}}8&lt;br /&gt;
|Sonderaufträge&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ges. 567&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte keine nennenswerten Schäden hinterlassen und von einer Demontage wurde abgesehen. In der ersten Nachkriegszeit produzierte die Werft Güter für den täglichen Bedarf, wie Herde und Wagenräder. Noch 1945 wurde im Rahmen von Reparationsleistungen mit der Fertigung von zwölf&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schröter, Rudolf Wulff und Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[17-m-Kutter]]n begonnen. Am 16. März 1946 fand der erste [[Stapellauf]] nach dem Krieg statt und am 30. März wurden die Fischkutter an die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMAD]] übergeben. Ab Ende März 1946 wurden auf Anweisung der SMAD alle schiffbaufremden Tätigkeiten aufgegeben. Nach weiteren [[Reparationen|Reparationsaufträgen]], die die Fertigung von [[Loggerfischerei|Heringsloggern]] und Gefrierschiffen im Wert von rund 200 Mio. DM umfassten, wurden [[Küstenmotorschiff]]e gebaut. Es folgten [[Binnenschiff|Motorgüterschiffe]] für die [[Binnenschifffahrt]], [[Fischkutter]] und Hecktrawler, die für den Export und für das [[VEB Fischfang Saßnitz|VEB Fischkombinat Saßnitz]] bestimmt waren. 1957 exportierte die Werft Küstenmotorschiffe nach [[Albanien]] und Fischkutter nach [[Island]] und [[Kuba]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 wurde die Boizenburger Werft mit der Roßlauer Schiffswerft vereinigt, woraus der VEB Elbewerften Boizenburg/[[Dessau-Roßlau|Roßlau]] entstand. Im Anschluss wurde eine Serie von 24 kleinen [[Containerschiff]]en der [[Serie Boltenhagen]] gebaut, die im Zubringerdienst und Küstenverkehr eingesetzt wurden. Es folgten sehr arbeitsaufwendige Kabinenfahrgastschiffe, vorwiegend der [[Dmitriy-Furmanov-Klasse]], die auf den Binnenwasserstraßen der [[Sowjetunion|UdSSR]] verkehren sollten. Nach ihrer Fertigstellung wurden die  Kabinenfahrgastschiffe nach [[Hamburg]] verbracht. Wegen der geringen Durchfahrtshöhe der [[Elbbrücke]]n musste jedoch vor dem Transport das oberste Deck demontiert werden. Nach dem anschließenden erneuten Zusammenbau in Hamburg, wurden die Kabinenfahrgastschiffe im Schwimmdock oder mit Schwerlastschiffen zu ihren Einsatzorten nach Fernost in die UdSSR verbracht. Ebenfalls für die UdSSR entstand eine große Anzahl von Container-Binnen-Küstenmotorschiffen des Typs [[Typ CBK|CBK]]. Die neue rationalisierte [[Serienfertigung]] führte auch zu innerbetrieblichen Maßnahmen, wie intensiver Mitarbeiterschulung, Neubau einer Schiffbauhalle zur [[Sektionsbauweise]] und dem Bau einer [[Helling]] für Schiffsgewichte bis zu 2.000 t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 erfolgte die Eingliederung in das [[Kombinat Schiffbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1990 bis 1997 ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] wurden die Werften getrennt und die Elbewerft Boizenburg GmbH wurde eine Tochter der [[Deutsche Maschinen- und Schiffbau AG|Deutschen Maschinen- und Schiffbau AG]] (DMS AG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DMS AG war die Nachfolgeeinrichtung des [[Kombinat Schiffbau|Kombinats Schiffbau]], das bis 1990 die Aufträge aller Werften im Osten Deutschlands koordinierte. Nach der anschließenden [[Privatisierung]] der Betriebe der DMS AG durch die [[Treuhandanstalt]] übernahm die Unternehmensgruppe [[Dieter Petram|Petram]] und Brand die Elbewerft Boizenburg. Wegen der Zahlungsunfähigkeit des Hauptauftraggebers wurde 1997 [[Insolvenz]] beantragt. Am 19. Dezember 1997 lief mit der Baunummer 234 der letzte Rohbau vom Stapel. Das Containerschiff des Typs [[Elbewerft EWB 500|EWB 500]] wurde auf der [[Pella Sietas|Sietas-Werft]] in Hamburg fertiggestellt und am 18. April 1998 mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Gerd Sibum&amp;#039;&amp;#039; abgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Elbewerft Boizenburg wurden fast 500.000 BRT/BRZ an Schiffsraum gebaut. Mit der Insolvenz der Elbewerft im Jahr 1997 und der endgültigen Schließung im Dezember 1998 endete auch der traditionelle Schiffbau in Boizenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heike Schülter Sjöhistoriska museet Fo213118.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Heike Schlüter&amp;#039;&amp;#039;, 1912 als Leichter &amp;#039;&amp;#039;Frieda&amp;#039;&amp;#039; entstanden&lt;br /&gt;
Frieda Peters Sjöhistoriska museet Fo212346.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Frieda Peters&amp;#039;&amp;#039;, 1923 als &amp;#039;&amp;#039;Sebenico&amp;#039;&amp;#039; gebaut&lt;br /&gt;
Bundesarchiv_Bild_183-H0612-0301-012,_Rostock,_Überseehafen,_Binnenschiff.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Bad Freienwalde&amp;#039;&amp;#039;, gebaut 1961&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-42506-0007, Rostock, Hafen, Frachter, Giebelhäuser.jpg|[[Kümo 500]]&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-J1025-0007-001, Rostock, Überseehafen, Frachter, Schlepper.jpg|Containerschiff Boltenhagen&lt;br /&gt;
STK-1007 Port Side Tallinn Bay 17 November 2013.JPG|STK-1007, gebaut 1984&lt;br /&gt;
Vladimir301.JPG|Projekt 301 &amp;#039;&amp;#039;Vladimir Ilyich&amp;#039;&amp;#039;, gebaut 1975&lt;br /&gt;
Lenin_in_Winter_at_Moscow_North_River_Terminal_Front_View_10-feb-2015.jpg|Die &amp;#039;&amp;#039;Lenin&amp;#039;&amp;#039;, gebaut 1987&lt;br /&gt;
Novitas-H IMO 9107382 approaching Port of Rotterdam 06-Aug-2005.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Novitas-H&amp;#039;&amp;#039; ([[Elbewerft EWB 300|Typ EWB 340]]), gebaut 1995&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Harald Keil (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Technische Innovationen in der Binnenschifffahrt.&amp;#039;&amp;#039; 100 Jahre Schiffbautechnische Gesellschaft. Springer, Berlin 2001, ISBN 978-3-642-93390-5.&lt;br /&gt;
* Rolf Schönknecht, Armin Gewiese: &amp;#039;&amp;#039;Binnenschiffahrt zwischen Elbe und Oder.&amp;#039;&amp;#039; Steiger Moers, Hamburg 1996, ISBN 978-3-921564-98-1.&lt;br /&gt;
* Heinz Schröter, Rudolf Wulff, Gert Uwe Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Elbewerft Boizenburg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Detlefsen, Bad Segeberg 1994, ISBN 3-928473-44-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Boizenburger Schiffbauer.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;Von Alban bis Zeltz: Erfinder, Forscher und Industriegründer aus Mecklenburg-Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Reinhard Thon, Schwerin 1994, ISBN 978-3-928820-23-3, S. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Elbewerft Boizenburg/Roßlau}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.berliner-zeitung.de/der-tag-nach-dem-konkurs-der-elbewerft-in-boizenburg-die-schiffbauer-arbeiten-der-zwangsverwalter-kommt-die-lieferanten-schleppen-ihr-material-vom-hof-kein-streik-keine-betriebsbesetzung-kein-protestmarsch-li.68623|titel=Der Tag nach dem Konkurs der Elbewerft in Boizenburg.|autor=|hrsg=|werk=berliner-zeitung.de|datum=|sprache=de|zugriff=20 Oktober 2016}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/fotogalerie-exportschiffe-boizenburg.htm DDR Binnenschifffahrt, Export-Schiffe der Elbewerft Boizenburg], abgerufen am 1. Juni 2017.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.svz.de/lokales/hagenower-kreisblatt/kultur-geschichte-der-elbe-werft-id15131676.html|titel=Boizenburg: Kultur-Geschichte der Elbe-Werft.|autor=Katja Frick|hrsg=|werk=svz.de|datum=|sprache=|archiv-datum=|zugriff=20. Oktober 2016}}&lt;br /&gt;
* [http://i-rabin.livejournal.com/6913.html &amp;#039;&amp;#039;Elbewerft Boizenburg - Archivbilder Bauprojekte 1974–1991.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 23. März 2017 (russisch).&lt;br /&gt;
* [https://www.landesmuseum-mv.de/exponate/islandkutter-typ-hrb-54/  Modell eines Islandkutter Typ HRB 54 (Virtuelles Landesmuseum Mecklenburg)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Werft (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Ludwigslust-Parchim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boizenburg/Elbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elbewerft Boizenburg| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Landkreis Ludwigslust-Parchim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1997]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nikolai Maria Jakobi</name></author>
	</entry>
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