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	<title>El Ejido - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=El_Ejido&amp;diff=316200&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Winkekatze: Zeitungen verlinkt und kursiviert</title>
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		<updated>2025-12-20T11:03:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zeitungen verlinkt und kursiviert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Spanien&lt;br /&gt;
| Bild              = El Ejido aerial.jpg&lt;br /&gt;
| escudo = Coat of Arms of El Ejido.svg&lt;br /&gt;
| latitude          = 36/46//N&lt;br /&gt;
| longitude         = 2/49//W&lt;br /&gt;
| isoreg            =&lt;br /&gt;
| ccaa              = Andalusien&lt;br /&gt;
| provincia         = Almería&lt;br /&gt;
| comarca           = Poniente Almeriense&lt;br /&gt;
| fundación         =&lt;br /&gt;
| altitud           = 80&lt;br /&gt;
| superficie        = 227&lt;br /&gt;
| cp                = 04700&lt;br /&gt;
  &amp;lt;!--|prefijo            = &lt;br /&gt;
| matrícula         = --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| cod_ine           = 04902&lt;br /&gt;
| aeropuerto        =&lt;br /&gt;
| predoling         =&lt;br /&gt;
| alcalde           = Francisco Góngora&lt;br /&gt;
| dirección         =&lt;br /&gt;
| web               = www.elejido.es&lt;br /&gt;
| mapa              = Karte Gemeinde El Ejido 2022.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;El Ejido&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Spanien|spanische]] Stadt in der [[Autonome Gemeinschaften Spaniens|Autonomen Region]] [[Andalusien]] im Süden [[Spanien]]s. Sie gehört zu der [[Provinz Almería]] und ist durch den Gemüseanbau in Gewächshäusern geprägt. Die Stadt ist eine der reichsten Spaniens. [[Sozial]]e Spannungen bestehen zwischen den einheimischen Andalusiern und marokkanischen [[Gastarbeiter]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Die Umgebung El Ejidos in Südspanien gleicht einer unfruchtbaren und steinigen [[Wüste]], doch unter der Erde liegt ein System unterirdischer Flüsse mit jahrtausendealtem [[Grundwasser]]. Dazu kommen noch wichtige Faktoren wie [[Bodenfeuchtigkeit]], [[Thermik|Mikrothermik]] und [[Versalzung]]sresistenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Agrarindustrie ==&lt;br /&gt;
Die geologischen Umstände waren die Auslöser einer jahrelangen Ausdehnung des Gemüseanbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Ejido ist Europas größter [[Industrielle Landwirtschaft|agrarindustriell]] genutzter „Wintergarten“. In El Ejido werden zahlreiche Gemüsesorten angebaut, und ein Großteil der Bevölkerung ist vom Gemüseanbau abhängig, der zu einem gewissen Wohlstand führte. Dies ist nicht zuletzt durch die geringeren Lohnkosten zu erklären. Viele Flüchtlinge arbeiten ohne Papiere für einen Stundenlohn unterhalb des [[Tarifvertrag|Tarifs]]. Die zum Anbau genutzten [[Gewächshaus|Treibhäuser]] bedecken eine große Fläche an Land; insgesamt sind rund 36.000 [[Hektar]] mit Plastik überzogen, was der Region den Beinamen „mar del plástico“ (deutsch: Plastikmeer)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heinz-Jörg Graf |url=https://www.deutschlandfunk.de/billige-vitamine.716.de.html?dram:article_id=90338 |titel=Billige Vitamine |werk=[[Deutschlandfunk]]-Sendung „Hintergrund Wirtschaft“ |datum=2006-05-21 |zugriff=2019-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eingebracht hat. Es ist die weltweit größte Anbaufläche unter Folie. Pro Jahr werden etwa 3 Mio. Tonnen Treibhausgemüse produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sehr großen Flächen- und Wasserverbrauchs und der in großem Umfang verwendeten [[Pestizid]]e ist die [[Ökologie|ökologische]] Situation sehr schlecht. Das [[Grundwasser]] ist teilweise verschmutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des ersten Treibhauses in den 1960er Jahren begann man mit der systematischen Nutzung der Ebene wie auch der Anpflanzung verschiedener Gemüsesorten. Der Staat förderte diese Entwicklung. In den letzten Jahrzehnten ist die Stadt deswegen planlos gewachsen. Die Treibhäuser wurden meist von Hand aufgebaut, da es an Geld mangelte. Zunehmend entglitt der [[Franquismus|franquistischen Diktatur]] der [[Diskurs]]. Ende der 1960er Jahre wurde bei der örtlichen [[Guardia Civil]] ausgerechnet der katholische Priester&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stéphane Michonneau |Titel=Franco : Le temps et la légende |Hrsg=Grégoire Kauffmann |Verlag=Éditions Flammarion |Ort=Paris |Datum=2025 |Reihe=Collection «Grandes Biographies» |ISBN=978-2-0802-9128-8 |Seiten=205}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aktenkundig. Er soll den Jugendlichen seiner Gemeinde gesagt haben, „jeder Besitz ist Diebstahl“, sich gegen die USA und auf die Seite von [[Fidel Castro]] gestellt und den Diktator [[Francisco Franco]] als „überholt“ und „Wiederkäuer“ bezeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er-Jahren wurde ein Teil des Gemüseanbaus von ausländischen [[Spekulation (Wirtschaft)|Großspekulanten]] verwaltet, doch diese Unternehmen konnten keine großen Gewinne erzielen und gingen schließlich in [[Insolvenz|Konkurs]]. Auch [[Großgrundbesitz]] vermochte sich in El Ejido nicht durchzusetzen. Später sahen sich die Agrarunternehmen infolge der europäischen [[Marktsättigung|Marktübersättigung]] zunehmender Konkurrenz aus [[Marokko]] ausgesetzt. Etwa seit 2005 kam es zu ersten Landverkäufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der Unterhalt der Felder und des [[Bewässerung]]ssystems erfordert ständige Pflege, die aufwändig und kostenintensiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte wird zum größten Teil von [[Handelskette (Unternehmen)|Lebensmittelhandelsketten]] zu niedrigen Abnahmepreisen aufgekauft. Mehr als die Hälfte der Ernte geht per Lkw in den Export nach Deutschland und andere westeuropäische Länder. Die kleine Stadt El Ejido hatte 2004 einen sehr großen Stand auf der Messe [[Fruit Logistica]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Achenbach&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| autor=Marina Achenbach |url=https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/el-dorado-unter-plastik |titel=Spanien, Region Almeria: El Dorado unter Plastik |werk=[[Der Freitag]] |datum=2004-02-20 |zugriff=2010-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Gewächshäusern der Region um El Ejido werden etwa 90.000 Arbeitskräfte benötigt. Mittlerweile sind dies zum größten Teil [[Saisonarbeiter]] aus Marokko, Rumänien, Bulgarien, [[Subsahara-Afrika]] und Lateinamerika, aber auch aus Polen und der Ukraine, die bestimmten Regionen zugeteilt werden. Etwa die Hälfte von ihnen hat keine [[Aufenthaltsgenehmigung]]. Sie arbeiten meist ohne [[Arbeitsvertrag]] mit stundenweiser Bezahlung. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind äußerst hart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausschreitungen ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2000 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen von Einheimischen gegen marokkanische [[Gastarbeiter]], nachdem zwei Marokkaner drei Bewohner von El Ejido getötet hatten. Der [[Mob (Personen)|Mob]] von El Ejido brannte Geschäfte und Hütten der Marokkaner nieder. Zertrümmert wurde auch das Büro der Frauenorganisation [[Mujeres Progresistas]], die sich um die illegalen Arbeiter kümmert. Diese Frauen aus El Ejido&amp;amp;nbsp;– damals zählte die Organisation 600 Mitglieder&amp;amp;nbsp;– zogen die stärksten Aggressionen auf sich: durch sie wurde das beliebte Ressentiment widerlegt, Frauen dürften sich nicht in die Nähe von Marokkanern wagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Achenbach&amp;quot; /&amp;gt; Die Behörden griffen erst nach zwei Tagen ein. Nach diesem Zwischenfall wurde ein Gesetz erlassen, welches den Bau weiterer Treibhäuser bewilligungspflichtig machte. Ein Jahr nach den Ausschreitungen wurde von den spanischen Tageszeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[El País]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[El Mundo]]&amp;#039;&amp;#039; eine Bestandsaufnahme zu den im Vorjahr von der Regierung, [[Nichtregierungsorganisation|NGOs]] und Gewerkschaften getroffenen Vereinbarungen veröffentlicht. Demnach wurden 20&amp;amp;nbsp;km entfernt von El Ejido 42 neue Containerunterkünfte mit 300 Betten als Wohnraum errichtet. Eine versprochene Busanbindung nach El Ejido wurde bis dahin nicht realisiert. Zudem konnten aufgrund nicht erfüllter Bauauflagen und Einsprüchen von Nachbarn nur zwei der fünf zerstörten marokkanischen Bars wiedereröffnet werden. Eine Entschädigung wurde an 232 Personen ausgezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gaston Kirsche |url=http://archiv.labournet.de/internationales/es/kirsche2.html |titel=El Ejido – Ein Jahr nach dem Pogrom |werk=[[Labournet Germany|LabourNet Germany]] |zugriff=2016-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem wurden zahlreiche neue Treibhäuser ohne Genehmigung errichtet. Im Dezember 2003 wurde im Auftrag des Europäischen BürgerInnenforums (EBF) und der [[Confédération paysanne]] (franz. Bauerngewerkschaft) erneut eine Delegation nach El Ejido entsandt, um die Entwicklungen vor Ort zu untersuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicholas Bell |url=http://www.no-racism.net/old/staatsrassismus/elejido_keinebesserung170304.htm |titel=Die soziale Lage der MigrantInnen in den Plastikhainen Andalusiens bleibt fatal |werk=[[no-racism.net]] |datum=2004-03-17 |zugriff=2019-02-27 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080724204628/http://www.no-racism.net/old/staatsrassismus/elejido_keinebesserung170304.htm |archiv-datum=2008-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Cristián Rodríguez (Radsportler)|Cristián Rodríguez]] (* 1995), Radrennfahrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Europäisches Bürgerforum und Europäisches Komitee für die Verteidigung der Flüchtlinge und Gastarbeiter, CEDRI (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie eines Pogroms, z.&amp;amp;nbsp;B. El Ejido. Bericht einer Delegation europäischer Bürgerinnen und Bürger über die rassistischen Ausschreitungen vom Februar 2000 in Andalusien&amp;#039;&amp;#039;. Europ. Bürgerforum/CEDRI, Basel 2000, ISBN 3-9522125-0-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.elejido.org/ elejido.org]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Heinz-Jörg Graf |url=https://www.deutschlandfunk.de/billige-vitamine.716.de.html?dram:article_id=90338 |titel=Billige Vitamine |werk=[[Deutschlandfunk]]-Sendung „Hintergrund Wirtschaft“ |datum=2006-05-21 |zugriff=2019-04-27 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://oe1.orf.at/artikel/205258 |titel=Land unter Plastik – Moderne Sklaverei im größten Wintergarten der Welt |werk=[[Österreichischer Rundfunk#Hörfunk|ORF Ö1]] |datum=2005-12-11 |zugriff=2019-04-27 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.wildcat-www.de/zirkular/56/z56ejido.htm |titel=Über billiges Gemüse und Arbeitsmigration – El Ejido, Andalusien, Februar 2000 |werk=[[Wildcat (Zeitschrift)|Wildcat-Zirkular]] Nr. 56/57 |datum=2000-05 |seiten=6–12 |zugriff=2019-04-27 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Felicity Lawrence |url=https://www.theguardian.com/business/2011/feb/07/spain-salad-growers-slaves-charities |titel=Spain’s salad growers are modern-day slaves, say charities |werk=[[The Guardian]] – International Edition |datum=2011-02-07 |sprache=en |zugriff=2019-04-27 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden in der Provinz Almería}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4634296-5|VIAF=126727433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Andalusien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Winkekatze</name></author>
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