<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eklogit</id>
	<title>Eklogit - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eklogit"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eklogit&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T11:37:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eklogit&amp;diff=44225&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brettchenweber: minimale Korrekturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eklogit&amp;diff=44225&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-28T22:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;minimale Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eklogit textur gross.jpg|250px|mini|Anschliff eines Eklogits]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eklogite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind (gemäß der Definition der [[International Union of Geological Sciences|IUGS]])  [[Metamorphit|metamorphe]] [[Gestein]]e, die frei von [[Plagioklas]] sind und aus ≥75% [[Omphacit]] und [[Granatgruppe|Granat]] zusammengesetzt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Douglas Fettes, Jacqueline Desmons |Titel=Metamorphic Rocks. A Classification and Glossary of Terms |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2007 |ISBN=978-0-521-33618-5 |Seiten=147}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie entstanden aus Ausgangsgesteinen (Protolithen) mit [[basalt]]ischem [[Chemische Formel|Chemismus]] ([[Metabasit]]e), die durch eine [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] unter hohen (HP) oder sogar ultrahohen (UHP) Druckbedingungen bei relativ geringen Temperaturen (über ca. 14 kbar und ab ca. 500&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gregor Markl |Titel=Minerale und Gesteine |Auflage=2. |Verlag=Spektrum |Ort=Heidelberg |Datum=2008 |ISBN=978-3-8274-1804-3 |Seiten=104}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) gebildet wurden (sog. [[Eklogit-Fazies]]). Eklogite entlang der Nahtlinie ([[Geosutur]]) zwischen zwei ehemals getrennten Kontinenten sind Zeugnis des früheren Vorhandenseins eines Ozeans oder Meeresbeckens mit ozeanischer Kruste zwischen zwei Kontinentalplatten. Eklogit hat eine [[Dichte (Physik)|Dichte]] von 3,2–3,6&amp;amp;nbsp;g/cm³. Er ist damit das dichteste aller [[Silikate|Silikatgesteine]], das an der Erdoberfläche [[Aufschluss (Geologie)|aufgeschlossen]] ist, und gilt als ein Hauptantrieb der Plattentektonik seit dem Mesoarchaikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Naturstein wird er trotz seiner festen und witterungsbeständigen Eigenschaften kaum genutzt, da er sehr selten aufgeschlossen an der Oberfläche vorliegt und die Vorkommen zum Teil auch unter Geotopschutz stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Schumann: &amp;#039;&amp;#039;Der neue BLV Steine- und Mineralienführer.&amp;#039;&amp;#039; München 1997, S.&amp;amp;nbsp;320.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/39/doc/39_schautafel.pdf lfu.bayern.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralogische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eklogite bestehen aus grünem [[Pyroxen|Klinopyroxen]] ([[Omphacit|omphacitreich]]: (Ca,Na)(Mg,Al)Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;) und rotem [[Granat]] ([[pyrop]]reich). Daneben sind oft [[Quarz]], [[Disthen]], [[Rutil]], [[Titanit]], [[Phengit]] und [[Pyrit]] enthalten. Kennzeichnend für alle Arten von Eklogiten ist – per Definition – das Fehlen von Plagioklas ([[Feldspat]]), denn bei Druckerhöhung wird [[Albit]] zu Jadeit und Quarz. Bei extrem hohen Drücken ab ca. 27&amp;amp;nbsp;[[Bar (Einheit)|kbar]] ([[Ultrahochdruck-Metamorphose]]) ist auch [[Coesit]], die Hochdruckmodifikation von Quarz, enthalten. Ab 27&amp;amp;nbsp;kbar/500&amp;amp;nbsp;°C ansteigend auf 35&amp;amp;nbsp;kbar/700&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Kennedy, G. C. Kennedy: &amp;#039;&amp;#039;The equlibrium boundary between graphite and diamond.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Geophysical Research.&amp;#039;&amp;#039; vol, 81, 1976, S. 2467–2470.&amp;lt;/ref&amp;gt; kann bei entsprechender chemischer Komposition auch [[Diamant]] im Eklogit enthalten sein. Coesit oder auch Diamant sind meistens in den stabilen Mineralphasen wie Granat, Disthen oder auch Omphacit zu finden und sind nach der Exhumierung an der Erdoberfläche oft nur noch indirekt nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eklogite entstehen bei hohem Druck ab ca. 10&amp;amp;nbsp;kbar (entspricht ca. 35&amp;amp;nbsp;km Tiefe) und mittleren bis hohen Temperaturen (500 bis 1000 Grad Celsius), was jedoch nur in Regionen mit niedrigen [[Geothermie|geothermischen Gradienten]] der Fall ist. Somit werden Eklogite häufig als Indikator für [[Subduktionszone|Paläosubduktionszonen]] angesehen. Eklogitfazielle Gesteine können auch an der Basis einer stark verdickten [[Kontinentale Kruste|kontinentalen Kruste]] entstehen, derartige Funde sind allerdings ziemlich selten. Bei der Heraushebung an die Erdoberfläche können die Eklogite durch retrograde Metamorphose überprägt werden, wobei sich Minerale wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Plagioklas]], [[Amphibol]], [[Epidot]] und [[Biotit]] bilden, die aber nicht der eigentlichen eklogitfaziellen Mineralparagenese zugerechnet werden dürfen. Aufgrund ihrer hohen Dichte gelten die ältesten erhaltenen Eklogitfunde im [[Fennoskandinavien|Fennoskandischen Schild]] ([[Halbinsel Kola]]) auch als Beweis für die Existenz von [[Subduktion]] und Plattentektonik im heutigen Sinne vor 2,87 Mrd. Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geology.gsapubs.org/content/38/8/739.abstract geology.gsapubs.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ältere Eklogite gelten aufgrund des höheren geothermischen Gradienten im früheren Archaikum bzw. [[Hadaikum]] als unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Furnes, [[Minik Rosing]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Isua supracrustal belt (Greenland)—A vestige of a 3.8 Ga suprasubduction zone ophiolite, and the implications for Archean geology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lithos.&amp;#039;&amp;#039; 113, 2009, S.&amp;amp;nbsp;115–132, [[doi:10.1016/j.lithos.2009.03.043]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten bisher gefundenen Eklogitfragmente haben ein Alter von maximal 3,2&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahren. Dass Eklogite davor selten oder überhaupt nicht entstanden, liegt wahrscheinlich an dem damals viel heißeren Erdmantel.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven B. Shirey, Stephen H. Richardson: &amp;#039;&amp;#039;Start of the Wilson Cycle at 3 Ga Shown by Diamonds from Subcontinental Mantle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; 333 (6041), 22. Juli 2011, S. 434–436. [[doi:10.1126/science.1206275]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Typlokalität]] des Gesteins befindet sich bei Kupplerbrunn (Gemeinde  [[Eberstein (Kärnten)|Eberstein]]) auf der [[Kärnten|Kärntner]] [[Saualpe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedhelm Thiedig]] |Titel=Eklogit - Ein interessantes Kärntner Gestein – Geschichte seiner Entdeckung, Verbreitung und Entstehung |Sammelwerk=Carinthia II |Band=200 |Datum=2010 |Seiten=7–48 |Online={{ZOBODAT |nurURL=1 |pfad=pdf/CAR_200_120_0007-0048.pdf}} |Abruf=2019-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größten Eklogitvorkommen in Mitteleuropa befinden sich im Bereich der [[Münchberger Gneismasse]]. Das größte Einzelvorkommen ist der [[Weißenstein (Fichtelgebirge)|Weißenstein]] bei [[Stammbach]]. Die Ausgangsgesteine der Eklogite der Münchberger Gneismasse waren unterseeische [[Vulkanit]]e, die sich im [[Präkambrium]] vor ca.&amp;amp;nbsp;570&amp;amp;nbsp;[[Mya (Zeitskala)|Ma]] (Millionen Jahre) bildeten. Linsenartige Vorkommen von retrograden Eklogiten in Gneisen des [[Böllsteiner Odenwald|Böllsteiner Odenwaldes]] liegen heute als Granat-Amphibolite mit einer Mittelozeanischen-Rücken-Basalt-artiger Geochemie vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas M Will, Esther Schmädicke |Titel=A first find of retrogressed eclogites in the Odenwald Crystalline Complex, Mid-German Crystalline Rise, Germany: evidence for a so far unrecognised high-pressure metamorphism in the Central Variscides |Sammelwerk=Lithos |Band=59 |Nummer=3 |Datum=2001-11-01 |ISSN=0024-4937 |Seiten=109–125 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0024493701000597 |Abruf=2025-12-13 |DOI=10.1016/S0024-4937(01)00059-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Retrograde Eklogite sind auch aus dem moldanubischen Schwarzwald bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Hanel, Hans-Joachim Lippolt, Bernd Kober, Wolfhard Wimmenauer |Titel=Lower Carboniferous Granulites in the Schwarzwald Basement Near Hohengeroldseck (SW-Germany) |Sammelwerk=Naturwissenschaften |Band=80 |Verlag=Springer |Datum=1993 |Seiten=25-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den variszischen Metabasiten des Schwarzwaldes bilden sie kleine Körper, die in anatektischen Plagioklas-Biotit-Gneisen eingeschlossen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rainer Altherr, Stefan Hepp, Hans Klein, Michael Hanel |Titel=Metabasic rocks from the Variscan Schwarzwald (SW Germany): metamorphic evolution and igneous protoliths |Sammelwerk=International Journal of Earth Sciences |Band=110 |Nummer=4 |Datum=2021-06-01 |ISSN=1437-3262 |Seiten=1293–1319 |DOI=10.1007/s00531-021-02016-w}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sistan-[[Geosutur|Suturzone]] im Osten des Iran erstreckt sich als N-S-verlaufender Gürtel über mehr als 700 km entlang der Grenze zwischen Iran und Afghanistan. Eklogite aus der [[Tektonische Mélange|Mélange]] der Sistan-Suturzone ergaben U-Pb-Zirkon-[[Uran-Blei-Datierung|Alter]] von etwa 87 Millionen Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Bröcker, Gholamreza Fotoohi Rad, Ray Burgess, Stephanie Theunissen, Ilya Paderin, Nikolay Rodionov, Zohre Salimi |Titel=New age constraints for the geodynamic evolution of the Sistan Suture Zone, eastern Iran |Sammelwerk=Lithos |Band=170-171 |Datum=2013-06-01 |ISSN=0024-4937 |Seiten=17–34 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0024493713000522 |Abruf=2025-12-18 |DOI=10.1016/j.lithos.2013.02.012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alpen|alpinen]] Eklogite im [[Kristallin der Alpen|zentralen Teil der Alpen]] werden mit ca.&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;Ma als relativ jung dargestellt. Für einige Teile wird ein höheres Alter vertreten: Eklogite des zentralen [[Ötztal]]kristallins – und auch der [[Böhmische Masse|Böhmischen Masse]] – sollen aus einem Subduktionsvorgang vor ca. 360&amp;amp;nbsp;Ma (jüngstes [[Devon (Geologie)|Devon]]) und damit vom Beginn der [[Variszische Orogenese|variszischen Gebirgsbildung]] stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Krenmayr, Albert Daurer (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Rocky Austria. Eine bunte Erdgeschichte von Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Geologische Bundesanstalt, Wien&amp;amp;nbsp;1999, ISBN 3-85316-006-9, S.&amp;amp;nbsp;36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzteres wird mit mehrfachen Metamorphosestadien auch für die Eklogite der [[Koralpe]] im steirischen Randgebirge vertreten (Mittelostalpines Deckenstockwerk, Koralmkristallin).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut W. Flügel]], Franz Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der österreichischen Bundesländer in kurzgefassten Einzeldarstellungen. Steiermark. Erläuterungen zur Geologischen Karte der Steiermark 1:200&amp;amp;nbsp;000.&amp;#039;&amp;#039; Geologische Bundesanstalt, &amp;#039;&amp;#039;Bundesländerserie&amp;#039;&amp;#039;. Wien&amp;amp;nbsp;1984, S.&amp;amp;nbsp;70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Himalaya]]-Gebirge wurden sehr junge Eklogite im nördlichen Teil des [[Pakistan|Kaghan Tals (Pakistan)]] und am [[Tsomoriri|Tso Morari]] in [[Ladakh]] ([[Indien]]) gefunden. Die Datierungen ergaben ein [[eozän]]es Alter um 47 Mio. Jahre vor heute. Da angenommen werden kann, dass die Versenkung von indischem Krustenmaterial unter Eurasien, und die Bildung der Eklogite, mit der Kontinent-Kontinent Kollision stattgefunden hat, sind die ca. 47 Mio. Jahre auch als das Alter des nordwestlichen Himalaya-Gebirges anzusehen. Vorgenommene Mineraldatierungen erlauben des Weiteren die Aussage, dass die Exhumation der Eklogite aus ca. 140&amp;amp;nbsp;km Tiefe nach ihrer Entstehung zwischen 47 und 46 Mio. Jahren vor heute, sehr schnell, bis auf krustale Tiefen (ca. 40&amp;amp;nbsp;km) stattfand und danach deutlich langsamer verlief.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franziska D.H. Wilke, Patrick J. O’Brien, Axel Gerdes, Martin J. Timmerman, Masafumi Sudo |Titel=The multistage exhumation history of the Kaghan Valley UH&amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039; series, NW Himalaya, Pakistan from U-Pb and &amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;Ar/&amp;lt;sup&amp;gt;39&amp;lt;/sup&amp;gt;Ar ages |Sammelwerk=European Journal of Mineralogy |Band=22 |Nummer=5 |Datum=2010-10-01 |ISSN=0935-1221 |Seiten=703–719 |Online=http://www.ingentaconnect.com/content/schweiz/ejm/2010/00000022/00000005/art00009;jsessionid=17p3567nbrui0.x-ic-live-03 |Abruf=2018-09-03 |DOI=10.1127/0935-1221/2010/0022-2051}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngsten Eklogite mit einem Alter von nur ca.&amp;amp;nbsp;4,3&amp;amp;nbsp;Ma (Unsicherheit ±0,4) wurden 2004 im östlichen Papua-Neuguinea entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. L. Baldwin, B. D. Monteleone, L. E. Webb, P. G. Fitzgerald, M. Grove, E. June Hill: &amp;#039;&amp;#039;Pliocene eclogite exhumation at plate tectonic rates in eastern Papua New Guinea.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 431, 2004, S. 263–267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allermeisten bekannten Eklogite sind terrestrischen Ursprungs. Da bei Meteoriteneinschlägen zwar die richtigen Drücke, aber zu große Hitze vorherrschen, entstehen – wenn überhaupt – hier nur sehr geringe Mengen an Eklogit. Erst seit 2013 sind Proben eines extraterrestrischen Eklogit bekannt, welche von einem zerschellten Meteoriten stammen, der in etwa so groß wie der Mond, oder noch größer gewesen sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Kimura, N. Sugiura, T. Mikouchi, T. Hirajima, H. Hiyagon, Y. Takehana: &amp;#039;&amp;#039;Eclogitic clasts with omphacite and pyrope-rich garnet in the NWA 801 CR2 chondrite.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Mineralogist.&amp;#039;&amp;#039; 98 (2-3), 2013, S. 387–393. [[doi:10.2138/am.2013.4192]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Retrograde Metamorphose ==&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Eklogit im Mikroskop&lt;br /&gt;
|Größe=300&lt;br /&gt;
|align=right&lt;br /&gt;
|captionalign=left&lt;br /&gt;
|Datei:Eklogit 1 LPL.jpg|Eklogit (Fundort: Autengrün, Münchberger Gneismasse): Übersichtsaufnahme im Dünnschliff im linear-polarisierten Licht: Omphacit und Granat sind kaum voneinander zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
|Datei:Eklogit 1 XPL.jpg|Eklogit (Fundort: Autengrün, Münchberger Gneismasse): Übersichtsaufnahme im Dünnschliff unter gekreuzten Polarisatoren: Der isotrope Granat bleibt dunkel, Omphacit leuchtet in bunten Interferenzfarben.&lt;br /&gt;
|Datei:Omphacit retrograd LPL.jpg|Partiell retrograd überprägter Eklogit von [[Förstenreuth]] (Dünnschliff, LPL): In der Mitte reliktisch erhaltener Omphacit, umgeben von symplektitischen Verwachsungen aus Diopsid und Plagioklas. Rechts am Bildrand Granat (mit hohem Relief).&lt;br /&gt;
|Datei:Omphacit retrograd XPL.jpg|Partiell retrograd überprägter Eklogit (Dünnschliff, XPL): Die Relikte von Omphacit fallen durch ihre bunten Interferenzfarben auf. Daneben Quarz (grau), Zoisit (blau), Granat (schwarz).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Da die Druck- und Temperaturbedingungen der Eklogit-Fazies nur in größeren Tiefen erreicht werden, bedarf es ggf. längerer Zeiträume, um das entsprechend metamorphosierte Gestein wieder an die Erdoberfläche zu befördern. Werden dabei die Bedingungen niedriggradiger metamorpher Faziesbereiche längere Zeit aufrechterhalten, kann sich die Mineralparagenese tw. an diese Bedingungen anpassen. Häufig zerfällt dabei der ursprünglich vorhandene Omphacit des Eklogits in ein Gemisch aus [[Pyroxengruppe|Pyroxen]] und Plagioklas; mit fortschreitender retrograder Metamorphose kann der Pyroxen auch durch [[Amphibolgruppe|Amphibol]] ersetzt werden. Die entsprechenden Gemische bilden dabei häufig [[Symplektit|symplektitische]] Verwachsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Roland Vinx]] |Titel=Gesteinsbestimmung im Gelände |Auflage=3. |Verlag=Spektrum |Ort=Heidelberg |Datum=2011 |ISBN=978-3-8274-2748-9 |Seiten=412-415}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Makroskopisch sind diese Veränderungen nicht unbedingt besonders auffällig; im mikroskopischen Bild fallen die Umwandlungsprodukte allerdings sofort ins Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Geologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von Eklogiten ist hilfreich bei [[Paläogeographie|paläogeographischen]] Rekonstruktionen. Eklogite, die aus einem Mittelozeanischen-Rücken-Basalt (MORB) hervorgegangen sind, repräsentieren ein Stück ehemalige ozeanische Kruste, das in einer [[Subduktionszone|Paläosubduktionszone]] verschluckt und in große Tiefen transportiert wurde, bevor es durch Exhumation wieder an die Erdoberfläche gelangte; hierbei liegen meist nur Eklogitlinsen in Material (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Blauschiefer]]) mit einer geringeren Dichte vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesteine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Geigner, Brigitta Hella Keil: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-mineralogischer Wander- und Exkursionsführer Eklogit.&amp;#039;&amp;#039; Conventus Musicus Verlag, Dettelbach 2002, {{OCLC|163309536}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Eclogite|Eklogit}}&lt;br /&gt;
* Simon Wellings: [http://all-geo.org/metageologist/2012/08/eclogite-mysterious-visitor-from-the-deep/ &amp;#039;&amp;#039;Eclogite: mysterious visitor from the deep.&amp;#039;&amp;#039;] Blogeintrag des Geologen im Blog &amp;#039;&amp;#039;Metageologist&amp;#039;&amp;#039;, 15. August 2012 (englisch).&lt;br /&gt;
* Simon Wellings: [http://all-geo.org/metageologist/2012/09/oceanic-crust-that-sinking-feeling/ &amp;#039;&amp;#039;Oceanic crust – that sinking feeling.&amp;#039;&amp;#039;] All-Geo-Blogs, Metageologist, 9. September 2012 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4278264-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brettchenweber</name></author>
	</entry>
</feed>